Rechtsprechung
   BGH, 02.09.1980 - 1 StR 434/80   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion

    Tötung eines Menschen zwecks Erlangung von Heroin - Definition der Habgier - Voraussetzung der Habgier - Unterscheidung zwischen Streben nach Gewinn und Erwerben eines Vermögensgegenstandes

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zum Begriff der Habgier i. S. v. § 211

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB (1975) § 211 Abs. 2

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHSt 29, 317
  • NJW 1981, 136
  • MDR 1980, 1035
  • JR 1981, 293



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Wird zitiert von ... (14)  

  • BGH, 18.02.1993 - 1 StR 49/93  

    Keine Habgier bei tötungsbedingtem Ausbleiben weiterer Zahlungen

    a) Habgier bedeutet ein Streben nach materiellen Gütern oder Vorteilen, das in seiner Hemmungslosigkeit und Rücksichtslosigkeit das erträgliche Maß weit übersteigt und das in der Regel durch eine ungehemmte triebhafte Eigensucht bestimmt ist (BGHSt 29, 317 m.w.Nachw.).

    Dies ist etwa der Fall, wenn der Täter sich durch den Tod des Opfers die Möglichkeit schaffen will, einen dem Opfer gehörenden Vermögensgegenstand wegzunehmen (vgl. BGHSt 29, 317, 318), wenn er durch den Tod des Opfers dessen Erbe wird (Jähnke in LK 10. Aufl. § 211 Rdn. 8), wenn er Begünstigter einer für den Fall des Todes des Opfers abgeschlossenen Lebensversicherung ist (vgl. BGHSt 32, 38, 40, 43), oder auch, wenn der Täter das Opfer tötet, um dafür eine Belohnung zu erhalten (Jähnke a.a.O.).

  • BGH, 04.10.1988 - 4 StR 475/88  

    Anforderungen an Schuldspruchs wegen versuchter Anstiftung zum Mord - Milderung

    Habgier bedeutet dabei ein rücksichtsloses Streben nach Vermögensmehrung (BGH JR 1981, 293; BGHSt 10, 399), das in aller Regel durch eine ungehemmte, triebhafte Eigensucht bestimmt wird (BGHSt 3, 132, 133).
  • BGH, 15.01.2003 - 5 StR 223/02  

    Mord (Habgier; Heimtücke; niedrige Beweggründe - Bewusstsein der besonderen

    Ein Täter handelt aus Habgier, wenn sich die Tat als Folge eines noch über bloße Gewinnsucht hinaus gesteigerten abstoßenden Gewinnstrebens darstellt (BGHSt 29, 317, 318; Tröndle/Fischer, StGB 51. Aufl. § 211 Rdn. 8 m. w. N).
  • BGH, 28.04.1992 - 1 StR 593/91  

    Tateinheit von Mord und Raub mit Todesfolge beim selben Tatopfer - Auswirkung der

    Der vorlegende Senat hat entschieden (Urt. vom 2. September 1980 - 1 StR 434/80, dort zu 4.), daß § 250 Abs. 1 Nr. 3 StGB gegenüber § 211 StGB nicht infolge Gesetzeskonkurrenz zurücktritt.
  • BGH, 12.12.1995 - 1 StR 571/95  

    Mittäterschaft in Abgrenzung zur Anstiftung - Anforderungen an einen

    Keinen Rechtsfehler weist die Auffassung des Landgerichts auf, es sei nicht nachzuweisen, daß die Angeklagte selbst aus Habgier handelte (zu diesem Mordmerkmal vgl. BGHSt 29, 317 sowie BGHR StGB § 211 Abs. 2 Habgier 4).
  • OLG Düsseldorf, 15.02.1991 - 16 U 130/90  
    Insoweit ist unter den hier gegebenen Umständen die Sach- und Rechtslage ähnlich wie beim Gesellschafterausschluß einer 2-Mann-GmbH, der bei umfassender Abwägung aller Umstände nicht erfolgen kann, wenn in der Person des anderen Gesellschafters, der den Ausschluß beschlossen hat, selbst ein Ausschließungsgrund vorliegt (u. a. BGH WM 1960, 866, 868 f.; BGH ,NJW 1981, 2302, 2303; BGH NJW 1981, 136, 138).
  • BGH, 13.03.1985 - 3 StR 8/85  

    Pflicht des Richters zur Anleitung eines Sachverständigen anhand der

    Daß dieses Streben nach einem Vermögensvorteil in einem krassen Mißverhältnis zum angerichteten Schaden stand (vgl. BGHSt 29, 317), kann nicht bezweifelt werden.
  • LG Köln, 27.10.2014 - 105 Ks 6/14  

    Schuldspruch wegen vorsätzlichen Totschlags zum Nachteil der Ehefrau

    Das Mordmerkmal der Habgier kennzeichnet sich durch ein noch über die Gewinnsucht hinaus gesteigertes abstoßendes Gewinnstreben um jeden Preis (vgl. BGH, Urteil vom 02.09.1980 - 1 StR 434/80 [Rn. 6] - nach juris; Fischer, StGB, 61. Aufl. 2014, § 211 Rn. 10).
  • BGH, 16.01.1996 - 1 StR 615/95  

    Anrechnung von in Frankreich verbüßter Auslieferungshaft

    Es liegt zwar, wie der Staatsanwaltschaft einzuräumen ist, nahe, daß der Angeklagte aus Habgier handelte, als er Frau A. tötete (zu diesem Merkmal vgl. BGHSt 29, 317 sowie BGHR StGB § 211 Abs. 2 Habgier 1 und 4).
  • BGH, 23.01.1985 - 3 StR 508/84  

    Zurechnung der rechtsverletzenden Handlung eines Mittäters - Verantwortlichkeit

    Mittäterschaft ist anzunehmen, wenn und soweit das Zusammenwirken der mehreren Beteiligten auf gegenseitigem Einverständnis beruht, während jede rechtsverletzende Handlung eines Mittäters, die über dieses Einverständnis hinaus geht, nur diesem allein zuzurechnen ist ( BGH, Urteil vom 2. September 1980 - 1 StR 434/80; RGSt 44, 321, 323; Baumann JuS 1963, 85, 90).
  • BGH, 21.11.1985 - 4 StR 465/85  

    Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit gemeinschaftlichem

  • BGH, 19.11.1985 - 4 StR 602/85  

    Möglichkeit des tateinheitlichen Zusammentreffens von Raub mit Todesfolge mit

  • BGH, 19.11.1981 - 4 StR 588/81  

    Änderung eines Schuldspruchs wegen Fehlens eines tateinheitlichen

  • BGH, 13.03.1985 - 5 StR 8/85  
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