Rechtsprechung
   BGH, 25.11.1952 - 1 StR 477/52   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion

    Berücksichtigung der Persönlichkeit des Täters bei Erfüllung von Mordmerkmalen - Heimtückische Tötung eines Kleinkindes - Besonders verwerfliche Begehungsweisen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHSt 3, 330
  • NJW 1953, 391
  • MDR 1953, 245



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Wird zitiert von ... (25)  

  • BGH, 04.07.1984 - 3 StR 199/84  

    Zeitpunkt der Arglosigkeit

    Nach ständiger Rechtsprechung handelt heimtückisch, wer in feindlicher Willensrichtung (BGHSt 30, 105, 119) die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewußt zur Tötung ausnutzt (BGHSt 2, 60, 61; 3, 183, 185, 186; 3, 330, 332; 6, 120, 121; 7, 218, 221; 9, 385, 389 f.; 11, 139, 143, 144; 19, 321, 322; 20, 301 f.; 23, 119, 120; 30, 105, 117 f.).

    Der Bundesgerichtshof hat die Ausnutzung der Arglosigkeit eines schutzbereiten Dritten anstelle der Arglosigkeit des Opfers bisher nämlich zur Begründung der Heimtücke nur in Fällen ausreichen lassen, in denen es um die Tötung eines wehrlosen Kleinkindes geht, bei dem die Wahrnehmungsfähigkeit naturgemäß noch unausgebildet ist (BGHSt 3, 330, 332; 4, 11, 12; 8, 216, 218).

  • BGH, 19.10.1962 - 9 StE 4/62  

    Staschyinskij - § 211 StGB, Heimtücke, § 25 StGB, Täterschaft und Teilnahme

    oder Wehrlosigkeit tötet (BGH LM Nr. 5 zu § 211 StGB; BGHSt 2, 60; 2, 251; 3, 183; 3, 330; 6, 120).
  • BGH, 22.09.1956 - GSSt 1/56  

    Begriff der Heimtücke

    Sie ist ersichtlich unrichtig und läßt sich auch nicht auf den Satz der amtlichen Begründung stützen: "Die Bezeichnung des Täters als Mörder bzw Totschläger weist den Richter an, die Gesamtpersönlichkeit des Täters zu prüfen und zu würdigen." Eine Gesamtbewertung hat der Richter auch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nach den in den Entscheidungen BGHSt 3, 330 und BGH NJW 1954, 565 aufgestellten Grundsätze vorzunehmen.
  • BGH, 07.06.1955 - 5 StR 104/55  

    Möglichkeit der Heimtücke gegenüber einem drei Wochen alten Kind - Unterschied

    Der Bundesgerichtshof hat es in ständiger Rechtsprechung abgelehnt, die Tötung eines sehr kleinen Kindes, das infolge seiner natürlichen Arg- und Wehrlosigkeit gegen einen Angriff auf sein Leben nichts unternehmen kann, als heimtückisch anzusehen, weil seine Wahrnehmungsfähigkeit noch nicht ausgebildet und es deshalb nicht fähig sei, anderen Vertrauen entgegenzubringen (BGHSt 3, 332 [BGH 25.11.1952 - 1 StR 477/52]; 4, 11) [BGH 30.01.1953 - 2 StR 538/52].
  • BGH, 13.10.2005 - 5 StR 401/05  

    Mord (Heimtücke bei der Tötung von Kleinkindern: Ausnutzung der Arglosigkeit

    Dabei ist übersehen worden, dass bei der Tötung von Kleinkindern die Heimtücke in der Ausnutzung der Arglosigkeit schutzbereiter Dritter liegen kann (vgl. BGHSt 3, 330, 332; 8, 216; Jähnke in LK 11. Aufl. § 211 Rdn. 42).
  • BGH, 24.02.1955 - 3 StR 543/54  
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  • BGH, 27.09.1977 - 1 StR 470/77  

    Heimtückische Tötung des eigenen Kindes - Handeln aufgrund einer innewohnenden

    Der Grund für die Strafdrohung bei der heimtückischen Tötung liegt in der besonderen Gefährlichkeit des Vorgehens des Täters, der das Opfer in einer hilflosen Lage überrascht und es dadurch hindert, sich zu verteidigen oder sonst dem Angriff zu begegnen; diese besondere Gefährlichkeit will das Gesetz möglichst nachdrücklich bekämpfen und denkt dabei weniger an den Täter als an das hinterrücks überfallene Opfer (BGHSt - GrSSt - 11, 139, 143/144; vgl. auch BGHSt 3, 330, 333).
  • BGH, 02.02.1956 - 3 StR 452/55  

    Rechtsmittel

    Der vom Schwurgericht in diesem Zusammenhang erwähnten Entscheidung BGHSt 3, 333 [BGH 25.11.1952 - 1 StR 477/52] kommt nicht der Sinn zu, daß eine die Arg- und Wehrlosigkeit des Angegriffenen ausnützende vorsätzliche Tötung nur dann ein Mord sei, wenn sie nach allgemeinen Maßstäben zugleich auch besonders verwerflich ist.

    Dafür bietet der in den Entscheidungen BGHSt 3, 330 und 3, 183 abgeurteilte Sachverhalt besondere Beispiele.

  • OLG Koblenz, 11.10.1990 - 1 Ss 247/90  

    Verurteilung eines Instrumentenhändlers wegen Pfandkehr und Abgabe einer falschen

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  • BGH, 03.08.1965 - 1 StR 277/65  

    Begriff der Waffe im technischen Sinn - Mitführen einer mit Platzpatronen

    Für das "Bei-sich-führen" einer technischen Waffe läßt sie genügen, daß der Täter oder Teilnehmer sie gebrauchsbereit bei sich hat und dies weiß; bei einem anderen gefährlichen Werkzeug verlangt sie, daß er sich mindestens der Möglichkeit bewußt ist, das Werkzeug als Waffe gebrauchen zu können (RGSt 66, 191; 68, 238; 74, 281; BGHSt 3, 229; 332 f [BGH 25.11.1952 - 1 StR 477/52]; 4, 125 [BGH 01.04.1953 - 3 StR 584/52]; BGH GA 1962, 145 und 337).
  • BGH, 16.12.1980 - 1 StR 680/80  

    Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe

  • BGH, 08.07.1955 - 5 StR 233/55  

    Ermächtigung zu körperlichen Eingriffen bei Anordnung einer Beobachtung in einer

  • BGH, 29.03.1960 - 1 StR 69/60  

    Rechtsmittel

  • BGH, 21.08.1980 - 4 StR 346/80  

    Einstufung einer Tötung als aus niedrigen Beweggründen, wenn der Täter seine

  • BGH, 13.03.1980 - 4 StR 64/80  

    Voraussetzungen für das Mordmerkmal des niedrigen Beweggrundes - Anforderungen an

  • BGH, 22.10.1974 - 5 StR 453/74  

    Vorliegen "eines sich über alle Maßstäbe hinwegsetzenden Vergeltungstriebs des

  • BGH, 12.02.1957 - VIII ZR 29/56  
  • BGH, 11.07.1973 - 3 StR 127/73  

    Mordmerkmal des niederen Beweggrundes

  • BGH, 06.05.1954 - 3 StR 843/53  
  • BGH, 22.09.1953 - 1 StR 372/53  

    Rechtsmittel

  • BGH, 09.09.1975 - 5 StR 415/75  

    Mord im Zustand der verminderten Zurechnungsfähigkeit - Mord aus niedrigen

  • BGH, 13.10.1959 - 1 StR 405/59  

    Rechtsmittel

  • BGH, 18.07.1962 - 2 StR 159/62  

    Revision gegen die Anwendung des Jugendstrafrechts - Möglichkeit des Bestehens

  • BGH, 02.02.1954 - 2 StR 493/53  

    Rechtsmittel

  • BGH, 10.04.1953 - 1 StR 86/53  

    Rechtsmittel

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