Rechtsprechung
   BGH, 19.12.1995 - VI ZR 15/95   

Caroline von Monaco III

§§ 22, 23 KunstUrhG, § 1004 BGB, Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Recht auf Achtung der Privatsphäre, absolute Person der Zeitgeschichte

Volltextveröffentlichungen (9)

  • Kanzlei Prof. Schweizer

    Zum Verbot der Veröffentlichung heimlich gemachter Fotos aus dem Privatbereich (Paparazzi-Fotos)

  • Jurion

    Recht auf Privatsphäre - Personen der Zeitgeschichte - Bildaufnahmen - Schutz außerhalb des eigenen Hauses - Vertrauen auf Abgeschiedenheit - Eingriff in Schutzbereich - Bilder aus Privatleben

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Caroline von Monaco III

    Art. 2, 5 Abs. 1 GG

  • rechtambild.de

    Paparazzi-Fotos

  • archive.org

    Eingriff in den Schutzbereich der Privatsphäre durch die Veröffentlichung von Bildaufnahmen bei Personen der Zeitgeschichte (Caroline von Monaco)

  • recht.help

    Recht am eigenen Bild: Darstellung des Abgelichteten in der Öffentlichkeit

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zur Privatsphäre einer Person der Zeitgeschichte

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Achtung der Privatsphäre einer Person der Zeitgeschichte; Veröffentlichung heimlich oder unter Überrumpelung aufgenommener Bilder

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Kanzlei Prof. Schweizer (Rechtsprechungsübersicht)

    Rechtstreitigkeiten um des Außenministers weibliche Begleitpersonen

  • IRIS Merlin (Kurzinformation)

    Zum Schutz der Privatsphäre von Prominenten

  • rechtambild.de (Kurzinformation)

    Die Rechtsprechung zum Fall Prinzessin Caroline im Überblick

Besprechungen u.ä. (2)

  • zaoerv.de PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Das Recht auf Privatleben und die Pressefreiheit - Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in der Sache Hannover ./. Deutschland (Wiss. Mit. Alexander Behnsen; ZaöRV 65 (2005), 239-255)

  • uni-marburg.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Persönlichkeitsschutz und Geldersatz (Prof. Dr. Georgios Gounalakis)

In Nachschlagewerken

  • Wikipedia (Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)

    Caroline-Urteile

Sonstiges

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 131, 332
  • NJW 1996, 1128
  • MDR 1996, 913
  • NVwZ 1996, 622 (Ls.)
  • GRUR 1996, 923
  • VersR 1996, 593
  • WM 1996, 689
  • ZUM 1996, 405
  • afp 1996, 140



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Wird zitiert von ... (83)  

  • BVerfG, 26.02.2008 - 1 BvR 1602/07  

    Caroline von Monaco III

    Gegenstand der Individualbeschwerde der Beschwerdeführerin vor dem Gerichtshof war insbesondere eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 131, 332), gegen die sich die Beschwerdeführerin zu 3) seinerzeit mit einer Verfassungsbeschwerde gewandt hatte.

    Zwar habe es das Bundesverfassungsgericht dort gebilligt, dass der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 19. Dezember 1995 (BGHZ 131, 332) den Schutz der Privatsphäre gegen unerwünschte Aufnahmen auf die Missachtung einer erkennbaren räumlichen Abgeschiedenheit beschränkt habe.

    Dieses ist gegenüber einem im Wesentlichen allein der Zerstreuung oder der Befriedigung von Neugier dienenden Informationsanliegen regelmäßig vorrangig (vgl. BGHZ 131, 332 ; BGH, Urteil vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02 -, VersR 2004, S. 522 ; Urteil vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 404/02 -, VersR 2004, S. 525 ).

  • BGH, 06.03.2007 - VI ZR 51/06  

    Neue Entscheidungen zur Veröffentlichung von Bildern prominenter Personen

    Daraus ergibt sich, dass grundsätzlich allein dem Abgebildeten die Befugnis zusteht, darüber zu befinden, ob und in welcher Weise er der Öffentlichkeit im Bild vorgestellt wird (st. Rspr.; vgl. Senatsurteile BGHZ 131, 332, 336; vom 28. September 2004 - VI ZR 305/03 - VersR 2005, 83).

    Seine Auffassung leitet das Berufungsgericht aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Dezember 1999 (BVerfGE 101, 361 ff.) her, mit dem das Urteil des erkennenden Senats vom 19. Dezember 1995 (- VI ZR 15/95 - BGHZ 131, 332 ff.) zu den Paparazzi-Bildern (mit Ausnahme der Abbildungen mit Kindern) bestätigt worden ist und an das sich das Berufungsgericht nach § 31 BVerfGG gebunden fühlt.

    Vielmehr muss sie die Möglichkeit haben, sich an anderen, erkennbar abgeschiedenen Orten unbehelligt von Bildberichterstattung zu bewegen (vgl. Senat, BGHZ 131, 332 ff., bestätigt von BVerfG, BVerfGE 101, 361 ff.).

    Auch hat sie sich bei den beanstandeten Abbildungen nicht an Orten der Abgeschiedenheit im oben dargelegten Sinn befunden, so dass der Gesichtspunkt der Belästigung durch heimlich aufgenommene Fotos (vgl. EGMR NJW 2004, 2647, 2650 Rn. 68; BVerfGE 101, 361, 381; BVerfG, NJW 2006, 3406, 3408; Senat, BGHZ 131, 332, 342) im Streitfall keine Rolle spielt.

    Umgekehrt wiegt aber auch der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. BVerfGE 101, 361, 391; Senat, BGHZ 131, 332, 342 m.w.N.).

    Das Interesse der Leser an bloßer Unterhaltung hat gegenüber dem Schutz der Privatsphäre regelmäßig ein geringeres Gewicht und ist nicht schützenswert (vgl. BVerfGE 34, 269, 283; Senat, BGHZ 131, 332, 342 m.w.N.).

    Bei der erforderlichen Abwägung zwischen der Pressefreiheit und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht der Klägerin ist nach den oben wiedergegebenen Grundsätzen der Rechtsprechung zu beachten, dass es eine entscheidende Rolle spielt, ob die Presse eine neue und wahre Information von allgemeinem Interesse für die öffentliche Meinungsbildung mitteilt oder ob der Informationswert für die Öffentlichkeit - wie hier - wesentlich in der Unterhaltung ohne gesellschaftliche Relevanz besteht (vgl. BVerfG, BVerfGE 34, 269, 283 f.; 101, 361, 390 f.; Senat, BGHZ 131, 332, 342 f.).

    Dass die Aufnahme etwa unter Ausnutzung von Heimlichkeit oder von technischen Mitteln, die dem gleich kämen, zustande gekommen und aus diesem Grund unzulässig wäre (vgl. EGMR NJW 2004, 2647, 2650 Rn. 68; BVerfGE 101, 361, 381; BVerfG, NJW 2006, 3406, 3408; Senat, BGHZ 131, 332, 342), ist nicht ersichtlich.

  • BGH, 06.03.2007 - VI ZR 13/06  

    Neue Entscheidungen zur Veröffentlichung von Bildern prominenter Personen

    Zum abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG bei Bildveröffentlichungen von Personen öffentlichen Interesses (Prominente) (Anschluss an BVerfGE 101, 361 ff.; Senat, Urteile BGHZ 131, 332 ff.; 158, 218 ff., vom 19. Oktober 2004 - VI ZR 292/03 - VersR 2005, 84; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274; EGMR NJW 2004, 2647 ff.).

    Daraus ergibt sich, dass grundsätzlich allein dem Abgebildeten die Befugnis zusteht, darüber zu befinden, ob und in welcher Weise er der Öffentlichkeit im Bild vorgestellt wird (st. Rspr.; vgl. Senat, BGHZ 131, 332, 336; Urteil vom 28. September 2004 - VI ZR 305/03 - VersR 2005, 83).

    Seine Auffassung leitet das Berufungsgericht aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Dezember 1999 (BVerfGE 101, 361 ff.) her, mit dem das Urteil des erkennenden Senats vom 19. Dezember 1995 (- VI ZR 15/95 - BGHZ 131, 332 ff.) zu den Paparazzi-Bildern (mit Ausnahme der Abbildungen mit Kindern) bestätigt worden ist und an das sich das Berufungsgericht nach § 31 BVerfGG gebunden fühlt.

    Vielmehr muss sie die Möglichkeit haben, sich an anderen, erkennbar abgeschiedenen Orten unbehelligt von Bildberichterstattung zu bewegen (vgl. Senat, BGHZ 131, 332 ff., bestätigt von BVerfG, BVerfGE 101, 361 ff.).

    Auch hat er sich bei der beanstandeten Abbildung nicht an einem Ort der Abgeschiedenheit im oben dargelegten Sinn befunden, so dass der Gesichtspunkt der Belästigung durch heimlich aufgenommene Fotos (vgl. EGMR NJW 2004, 2647, 2650 Rn. 68; BVerfGE 101, 361, 381; BVerfG, NJW 2006, 3406, 3408; Senat, BGHZ 131, 332, 342) im Streitfall keine Rolle spielt.

    Umgekehrt wiegt aber auch der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. BVerfGE 101, 361, 391; Senat, BGHZ 131, 332, 342 m.w.N.).

    Das Interesse der Leser an bloßer Unterhaltung hat gegenüber dem Schutz der Privatsphäre regelmäßig ein geringeres Gewicht (vgl. BVerfGE 34, 269, 283; Senat, BGHZ 131, 332, 342 m.w.N.).

    Dass die Aufnahme etwa unter Ausnutzung von Heimlichkeit oder von technischen Mitteln, die dem gleich kämen, zustande gekommen und aus diesem Grund unzulässig wäre (vgl. EGMR NJW 2004, 2647, 2650 Rn. 68; BVerfGE 101, 361, 381; BVerfG, NJW 2006, 3406, 3408; Senat, BGHZ 131, 332, 342), macht die Revision nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich.

  • BGH, 03.07.2007 - VI ZR 164/06  

    Prominentenfotos III - Fussballspieler

    Soweit das Berufungsgericht hierauf abgestellt hat, hat der erkennende Senat den vom EGMR geäußerten Bedenken gegen das im Senatsurteil BGHZ 131, 332 ff. aufgestellte Kriterium erkennbarer örtlicher Abgeschiedenheit (vgl. EGMR vom 24. Juni 2004 - von Hannover gegen Deutschland - NJW 2004, 2647 ff.) in mehreren Urteilen Rechnung getragen (vgl. Urteile vom 19. Oktober 2004 - VI ZR 292/03 - VersR 2005, 84 ff.; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274 ff.; vom 6. März 2007 - VI ZR 13/06 - VersR 2007, 697, 698 f. = NJW 2007, 1981 f. und - VI ZR 51/06 - NJW 2007, 1977 ff.).

    Das Interesse der Leser an bloßer Unterhaltung hat gegenüber dem Schutz der Privatsphäre regelmäßig ein geringeres Gewicht und ist nicht schützenswert (vgl. BVerfGE 34, 269, 283; 101, 361, 392; Senat, BGHZ 131, 332, 342 f. m.w.N.).

    Das Bundesverfassungsgericht hat zwar die eingangs zitierte Entscheidung des erkennenden Senats (BGHZ 131, 332 ff.) insoweit bestätigt, als dort der Schutz der Privatsphäre gegen unerwünschte Aufnahmen auf die Fälle erkennbarer räumlicher Abgeschiedenheit beschränkt worden ist.

    Auch wenn die Presse grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, was sie für berichtenswert hält, spielt eine entscheidende Rolle, ob die Presse eine neue und wahre Information von allgemeinem Interesse für die öffentliche Meinungsbildung mitteilt oder ob der Informationswert für die Öffentlichkeit - wie hier - wesentlich in der Unterhaltung ohne gesellschaftliche Relevanz besteht (vgl. BVerfG, BVerfGE 34, 269, 283 f.; 101, 361, 390 f.; Senat, BGHZ 131, 332, 342 f.).

  • BVerfG, 15.12.1999 - 1 BvR 653/96  

    Caroline von Monaco II

    a) das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 19. Dezember 1995 - VI ZR 15/95 -,.

    Die Urteile des Bundesgerichtshofs vom 19. Dezember 1995 - VI ZR 15/95 -, des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 8. Dezember 1994 - 3 U 64/94 - und des Landgerichts Hamburg vom 4. Februar 1994 - 324 O 537/93 - verletzen die Beschwerdeführerin in ihrem Grundrecht aus Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes, soweit ihr Begehren auch bezüglich dreier in der Illustrierten "Bunte" Nr. 32 vom 5. August 1993 und Nr. 34 vom 19. August 1993 veröffentlichter Bilder abgelehnt worden ist, die die Beschwerdeführerin mit ihren Kindern zeigen.

  • BGH, 06.03.2007 - VI ZR 52/06  

    Neue Entscheidungen zur Veröffentlichung von Bildern prominenter Personen

    Daraus ergibt sich, dass grundsätzlich allein dem Abgebildeten die Befugnis zusteht, darüber zu befinden, ob und in welcher Weise er der Öffentlichkeit im Bild vorgestellt wird (st. Rspr.; vgl. Senatsurteile BGHZ 131, 332, 336; vom 28. September 2004 - VI ZR 305/03 - VersR 2005, 83).

    Seine Auffassung leitet das Berufungsgericht aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Dezember 1999 (BVerfGE 101, 361 ff.) her, mit dem das Urteil des erkennenden Senats vom 19. Dezember 1995 (- VI ZR 15/95 - BGHZ 131, 332 ff.) zu den Paparazzi-Bildern (mit Ausnahme der Abbildungen mit Kindern) bestätigt worden ist und an das sich das Berufungsgericht nach § 31 BVerfGG gebunden fühlt.

    Vielmehr muss sie die Möglichkeit haben, sich an anderen, erkennbar abgeschiedenen Orten unbehelligt von Bildberichterstattung zu bewegen (vgl. Senat, BGHZ 131, 332 ff., bestätigt von BVerfG, BVerfGE 101, 361 ff.).

    Auch hat sie sich bei der beanstandeten Abbildung nicht an einem Ort der Abgeschiedenheit im oben dargelegten Sinn befunden, so dass der Gesichtspunkt der Belästigung durch heimlich aufgenommene Fotos (vgl. EGMR NJW 2004, 2647, 2650 Rn. 68; BVerfGE 101, 361, 381; BVerfG, NJW 2006, 3406, 3408; Senat, BGHZ 131, 332, 342) im Streitfall keine Rolle spielt.

    Umgekehrt wiegt aber auch der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. BVerfGE 101, 361, 392; Senat, BGHZ 131, 332, 342 m.w.N.).

    Das Interesse der Leser an bloßer Unterhaltung hat gegenüber dem Schutz der Privatsphäre regelmäßig ein geringeres Gewicht und ist nicht schützenswert (vgl. BVerfGE 34, 269, 283; Senat, BGHZ 131, 332, 334 m.w.N.).

    Bei der erforderlichen Abwägung zwischen der Pressefreiheit und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht der Klägerin ist nach den oben wiedergegebenen Grundsätzen der Rechtsprechung zu beachten, dass es eine entscheidende Rolle spielt, ob die Presse eine neue und wahre Information von allgemeinem Interesse für die öffentliche Meinungsbildung mitteilt oder ob der Informationswert für die Öffentlichkeit - wie hier - wesentlich in der Unterhaltung ohne gesellschaftliche Relevanz besteht (vgl. BVerfG, BVerfGE 34, 269, 283 f.; 101, 361, 390 f.; Senat, BGHZ 131, 332, 342 f.).

  • BGH, 19.10.2004 - VI ZR 292/03  

    Zur Bildberichterstattung über die Beziehung der Klägerin zu dem früheren Ehemann

    Das Foto zeigt die Klägerin nicht nur in einer erkennbar privaten Situation (vgl. hierzu Senatsurteil BGHZ 131, 332, 337 ff.).
  • BGH, 06.03.2007 - VI ZR 53/06  

    Persönlichkeitsschutz von sog. Personen der Zeitgeschichte

    Daraus ergibt sich, dass grundsätzlich allein dem Abgebildeten die Befugnis zusteht, darüber zu befinden, ob und in welcher Weise er der Öffentlichkeit im Bild vorgestellt wird (st. Rspr.; vgl. Senatsurteile BGHZ 131, 332, 336; vom 28. September 2004 - VI ZR 305/03 - VersR 2005, 83).

    Seine Auffassung leitet das Berufungsgericht aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Dezember 1999 (BVerfGE 101, 361 ff.) her, mit dem das Urteil des erkennenden Senats vom 19. Dezember 1995 (- VI ZR 15/95 - BGHZ 131, 332 ff.) zu den Paparazzi-Bildern (mit Ausnahme der Abbildungen mit Kindern) bestätigt worden ist und an das sich das Berufungsgericht nach § 31 BVerfGG gebunden fühlt.

    Vielmehr muss sie die Möglichkeit haben, sich an anderen, erkennbar abgeschiedenen Orten unbehelligt von Bildberichterstattung zu bewegen (vgl. Senat, BGHZ 131, 332 ff., bestätigt von BVerfG, BVerfGE 101, 361 ff.).

    Auch hat er sich bei der beanstandeten Abbildung nicht an einem Ort der Abgeschiedenheit im oben dargelegten Sinn befunden, so dass der Gesichtspunkt der Belästigung durch heimlich aufgenommene Fotos (vgl. EGMR NJW 2004, 2647, 2650 Rn. 68; BVerfGE 101, 361, 381; BVerfG, NJW 2006, 3406, 3408; Senat, BGHZ 131, 332, 342) im Streitfall keine Rolle spielt.

    Umgekehrt wiegt aber auch der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. BVerfGE 101, 361, 392; Senat, BGHZ 131, 332, 342 m.w.N.).

    Das Interesse der Leser an bloßer Unterhaltung hat gegenüber dem Schutz der Privatsphäre regelmäßig ein geringeres Gewicht und ist nicht schützenswert (vgl. BVerfGE 34, 269, 283; Senat, BGHZ 131, 332, 334 m.w.N.).

    Bei der erforderlichen Abwägung zwischen der Pressefreiheit und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Klägers ist nach den oben wiedergegebenen Grundsätzen der Rechtsprechung zu beachten, dass es eine entscheidende Rolle spielt, ob die Presse eine neue und wahre Information von allgemeinem Interesse für die öffentliche Meinungsbildung mitteilt oder ob der Informationswert für die Öffentlichkeit - wie hier - wesentlich in der Unterhaltung ohne gesellschaftliche Relevanz besteht (vgl. BVerfG, BVerfGE 34, 269, 283 f.; 101, 361, 390 f.; Senat, BGHZ 131, 332, 342 f.).

  • BGH, 15.12.2015 - VI ZR 134/15  

    Zur Zulässigkeit sogenannter "No-Reply" Bestätigungsmails mit Werbezusätzen

    aa) Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt den Bereich privater Lebensgestaltung und gibt dem Betroffenen das Recht, im privaten Bereich in Ruhe gelassen zu werden (vgl. Senat, Urteil vom 19. Dezember 1995 - VI ZR 15/95, BGHZ 131, 332, 337; BVerfGE 35, 202, 220; 44, 197, 203).
  • BGH, 06.03.2007 - VI ZR 50/06  

    Neue Entscheidungen zur Veröffentlichung von Bildern prominenter Personen

    Daraus ergibt sich, dass grundsätzlich allein dem Abgebildeten die Befugnis zusteht, darüber zu befinden, ob und in welcher Weise er der Öffentlichkeit im Bild vorgestellt wird (st. Rspr.; vgl. Senat, BGHZ 131, 332, 336; Urteil vom 28. September 2004 - VI ZR 305/03 - VersR 2005, 83).

    Seine Auffassung leitet das Berufungsgericht aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Dezember 1999 (BVerfGE 101, 361 ff.) her, mit dem das Urteil des erkennenden Senats vom 19. Dezember 1995 (- VI ZR 15/95 - BGHZ 131, 332 ff.) zu den Paparazzi-Bildern (mit Ausnahme der Abbildungen mit Kindern) bestätigt worden ist und an das sich das Berufungsgericht nach § 31 BVerfGG gebunden fühlt.

    Vielmehr muss sie die Möglichkeit haben, sich an anderen, erkennbar abgeschiedenen Orten unbehelligt von Bildberichterstattung zu bewegen (vgl. Senat, BGHZ 131, 332 ff., bestätigt von BVerfG, BVerfGE 101, 361 ff.).

    Auch hat er sich bei den beanstandeten Abbildungen nicht an Orten der Abgeschiedenheit im oben dargelegten Sinn befunden, so dass der Gesichtspunkt der Belästigung durch heimlich aufgenommene Fotos (vgl. EGMR NJW 2004, 2647, 2650 Rn. 68; BVerfGE 101, 361, 381; BVerfG, NJW 2006, 3406, 3408; Senat, BGHZ 131, 332, 342) im Streitfall keine Rolle spielt.

    Umgekehrt wiegt aber auch der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. BVerfGE 101, 361, 391; Senat, BGHZ 131, 332, 342 m.w.N.).

    Das Interesse der Leser an bloßer Unterhaltung hat gegenüber dem Schutz der Privatsphäre regelmäßig ein geringeres Gewicht und ist nicht schützenswert (vgl. BVerfGE 34, 269, 283; Senat, BGHZ 131, 332, 342 m.w.N.).

    Bei der erforderlichen Abwägung zwischen der Pressefreiheit und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Klägers ist nach den oben wiedergegebenen Grundsätzen der Rechtsprechung zu beachten, dass es eine entscheidende Rolle spielt, ob die Presse eine neue und wahre Information von allgemeinem Interesse für die öffentliche Meinungsbildung mitteilt oder ob der Informationswert für die Öffentlichkeit - wie hier - wesentlich in der Unterhaltung ohne gesellschaftliche Relevanz besteht (vgl. BVerfG, BVerfGE 34, 269, 283 f.; 101, 361, 390 f.; Senat, BGHZ 131, 332, 342 f.).

    Dass die Aufnahme etwa unter Ausnutzung von Heimlichkeit oder von technischen Mitteln, die dem gleich kämen, zustande gekommen und aus diesem Grund unzulässig wäre (vgl. EGMR NJW 2004, 2647, 2650 Rn. 68; BVerfGE 101, 361, 381; BVerfG, NJW 2006, 3406, 3408; Senat, BGHZ 131, 332, 342), ist nicht ersichtlich.

  • BGH, 09.12.2003 - VI ZR 373/02  

    Luftbildaufnahmen ja, Wegbeschreibung nein

  • BGH, 01.12.1999 - I ZR 49/97  

    Verwendung von Name und Bild Marlene Dietrichs zu Werbezwecken - BGH stärkt

  • BGH, 19.06.2007 - VI ZR 12/06  

    Prominentenfotos II - Grönemeyer-Freundin

  • BGH, 06.03.2007 - VI ZR 14/06  

    Prominentenfotos I - Von Hannover

  • BGH, 10.03.2009 - VI ZR 261/07  

    BGH weist Klage gegen RTL-Fernsehbeitrag über Enkel des Fürsten Rainier von

  • BGH, 09.12.2003 - VI ZR 404/02  

    Luftaufnahmen von Prominentenvillen

  • BGH, 28.10.2008 - VI ZR 307/07  

    Bildberichterstattung über den Strafvollzug eines prominenten Gefängnisinsassen

  • BGH, 13.10.2015 - VI ZR 271/14  

    Anspruch auf Löschung intimer Bilder nach Beziehungsende

  • BGH, 24.06.2008 - VI ZR 156/06  

    Bildberichterstattung über abgewählte Ministerpräsidentin

  • BGH, 26.05.2009 - VI ZR 191/08  

    Spielfilm über "Kannibalen von Rotenburg" darf gezeigt werden

  • BGH, 01.12.1999 - I ZR 226/97  

    Der blaue Engel; Abbildung eines Doppelgängers als Bildnis einer berühmten Person

  • BGH, 29.06.1999 - VI ZR 264/98  

    Klage des Prinzen Ernst August von Hannover auf Unterlassung der Veröffentlichung

  • BGH, 28.09.2004 - VI ZR 305/03  

    BGH weist Revision des Springer Verlages im Rechtsstreit gegen eine Tochter der

  • BGH, 19.10.2004 - VI ZR 291/03  

    Zur Bildberichterstattung über die Beziehung der Klägerin zu dem früheren Ehemann

  • BGH, 13.04.2010 - VI ZR 125/08  

    Charlotte - Zulässigkeit von Bild- und Wortberichterstatttung

  • BGH, 26.10.2010 - VI ZR 230/08  

    Bundesgerichthof hebt Verbot einer Wort- und Bildberichterstattung über den

  • BGH, 21.04.1998 - VI ZR 196/97  

    Zur Zulässigkeit von Medienberichterstattung über Unternehmen

  • BGH, 25.10.2011 - VI ZR 332/09  

    Persönlichkeitsrechtsverletzung: Berichterstattung über die Mitwirkung als

  • BGH, 22.11.2011 - VI ZR 26/11  

    Persönlichkeitsschutz in der Presse: Identifizierende Wort- und

  • LG Hamburg, 26.09.1997 - 324 O 348/97  

    Anspruch auf Unterlassung von Fotoveröffentlichungen bei Nichtvorliegen einer

  • BGH, 18.09.2012 - VI ZR 291/10  

    Persönlichkeitsschutz in der Presse: Wort- und Bildberichterstattung über die

  • BGH, 08.02.2011 - VI ZR 311/09  

    Persönlichkeitsschutz: Anspruch auf Unterlassung der Zusendung von Mahnschreiben

  • BGH, 28.05.2013 - VI ZR 125/12  

    Recht am eigenen Bild: Bildberichterstattung über die Teilnahme eines prominenten

  • OLG Karlsruhe, 18.11.2005 - 14 U 169/05  

    Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Presse: Unterlassungsanspruch bei Wort-

  • BGH, 12.10.2000 - III ZR 242/98  

    Abbau von Grundeigentümerbodenschätzen

  • KG, 26.06.2007 - 9 U 220/06  

    Unterlassungsanspruch: Verbreitung bzw. Veröffentlichung von Fotos eines

  • BGH, 01.10.1996 - VI ZR 206/95  

    Verbreitung des Bildes eines Künstlers mit nicht autorisierten Tonträgern

  • OLG Frankfurt, 06.05.2003 - 11 U 34/02  

    Persönlichkeitsrechtsverletzung und Verletzung des Rechts am eigenen Bild durch

  • OLG Frankfurt, 02.09.2003 - 11 U 6/03  

    Allgemeines Persönlichkeitsrecht: Identifizierende Berichterstattung über die

  • LG Düsseldorf, 09.01.2008 - 12 O 393/02  

    Deutsche Gerichtszuständigkeit nur, wenn die Webseite bestimmungsgemäß an das

  • BGH, 28.09.2004 - VI ZR 302/03  

    BGH weist Revision des Springer Verlages im Rechtsstreit gegen eine Tochter der

  • BGH, 28.09.2004 - VI ZR 303/03  

    BGH weist Revision des Springer Verlages im Rechtsstreit gegen eine Tochter der

  • VG Berlin, 04.07.2001 - 1 A 389.00  

    Stasiunterlagen

  • OLG Stuttgart, 02.04.2014 - 4 U 174/13  

    Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Presseberichterstattung: Veröffentlichung

  • KG, 22.06.2004 - 9 U 53/04  

    Recht am eigenen Bild: Grenzen des Bildnisschutzes für eine Begleitperson einer

  • BGH, 23.01.2003 - 4 StR 267/02  

    Notwehrexzess (Notwehrlage; Beweiswürdigung hinsichtlich der Annahme eines

  • BVerfG, 17.01.2001 - 1 BvR 653/96  

    Festsetzung des Gegenstandswerts im Verfassungsbeschwerdeverfahren

  • BGH, 27.02.1997 - I ZR 221/94  

    Umfang der Darlegungspflicht des Spediteurs

  • OLG Frankfurt, 22.09.2005 - 1 U 55/05  

    Aktienrecht: Örtlich zuständiges Gericht für Streitigkeiten über

  • OLG Dresden, 12.07.2011 - 4 U 188/11  

    Unterlassungsklage; Geldentschädigung

  • LG Frankfurt/Oder, 25.06.2013 - 16 S 251/12  

    Persönlichkeitsrechtsverletzung: Fotografieren von Teilnehmern einer

  • LG Köln, 09.01.2009 - 28 O 765/08  

    Baader-Meinhof-Komplex - Witwe Ponto

  • OLG Hamburg, 10.10.2000 - 7 U 138/99  

    Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch Veröffentlichung von Lichtbildern sog.

  • VG Stuttgart, 03.07.2015 - 7 K 806/14  

    Kein Frage- und Beweisantragsrecht des Betroffenen im

  • LG Kassel, 05.07.2007 - 8 O 1854/06  
  • KG, 25.03.1997 - 5 U 659/97  
  • LG Köln, 30.07.2008 - 28 O 148/08  

    Anspruch auf Zahlung einer Geldentschädigung im Zusammenhang mit der

  • LG Hamburg, 19.04.2002 - 324 O 697/97  

    Prinz Ernst August von Hannover ./. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH

  • BGH, 08.02.2011 - VI ZR 330/09  

    Anspruch auf Unterlassung einer persönlichen Kontaktaufnahme eines Dienstleisters

  • OLG München, 14.09.2007 - 18 W 1902/07  

    Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts von Personen der Zeitgeschichte bei

  • KG, 29.10.2004 - 9 W 128/04  

    Meinungs- und Pressefreiheit: Schutz des Privatlebens Prominenter über Orte der

  • LG Köln, 17.03.2010 - 28 O 612/09  

    Veröffentlichung von Schuldnerdaten im Netz

  • OLG Schleswig, 21.01.2014 - 2 AR 4/14  

    Verletzung von Persönlichkeitsrechten eines Mitglieds der monegassischen

  • LG Bonn, 16.11.2004 - 8 S 139/04  

    Anspruch des Grundstücksnachbarn auf Beseitigung einer Überwachungskamera

  • LG Kleve, 21.01.2009 - 2 O 229/07  

    Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch Veröffentlichung von Filmaufnahmen;

  • KG, 02.03.2007 - 9 U 212/06  

    Allgemeines Persönlichkeitsrecht: Verbreitung von Fotoaufnahmen eines sich gegen

  • OLG Jena, 31.03.2005 - 8 U 910/04  

    Verletzung des Rechts der Eltern auf ungestörte Trauer; Ausgleich von

  • LG Frankfurt/Main, 04.03.2008 - 17 O 128/07  

    Allgemeines Persönlichkeitsrecht: Zulässigkeit der Versendung einer

  • LG Köln, 28.12.2010 - 28 O 402/10  

    §§ 7 ff. Telemediengesetz (TMG) sind auf einen Unterlassungsanspruch nicht

  • OLG Brandenburg, 12.06.2002 - 1 W 10/02  

    Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Äußerung in einem

  • BGH, 31.10.2000 - VI ZR 422/99  

    Kosten - Ermessen - Erledigung - Rechtsstreit - Hauptsache - Kostenpflicht

  • LG Köln, 14.07.2010 - 28 O 403/10  

    Unterlassungsklage eines wegen des Verdachts der Vergewaltigung festgenommenen

  • LG Köln, 07.10.2009 - 28 O 263/09  

    Tod des Sohnes einer deutschen Schauspielerin durch Ertrinken im Pool auf dem

  • LG Münster, 24.03.2004 - 10 O 626/03  

    Recht der Angehörigen von Verbrechensopfern am eigenen Bild

  • OLG Frankfurt, 02.09.2003 - 11 U 8/03  
  • LG München I, 10.12.2014 - 9 O 17263/14  
  • OLG Köln, 25.11.2014 - 15 U 110/14  
  • KG, 19.05.2008 - 10 U 35/08  
  • LG Köln, 18.03.2015 - 28 O 257/14  

    Unterlassung von Äußerungen nach den Grundsätzen der Verdachtsberichterstattung;

  • OLG Frankfurt, 26.08.1999 - 15 U 103/97  

    Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen sexueller Belästigung am

  • OLG Zweibrücken, 25.09.1998 - 2 U 7/98  

    Anspruch auf Geldentschädigung wegen schwerwiegender schuldhafter Verletzung des

  • KG, 17.01.2003 - 9 U 210/02  

    Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Abbildung des Wohnhauses

  • LG Hechingen, 01.07.2009 - 2 O 312/07  
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