Rechtsprechung
   BGH, 29.11.1999 - II ZR 273/98   

Scheckeinzug über debitorisches Bankkonto

§ 64 Abs. 2 GmbHG, Einziehung eines Kundenschecks über debitorisches Konto

Volltextveröffentlichungen (10)

  • Jurion

    Ersatzpflicht - Geschäftsführer - Zahlungsverbot - Erkennbare Überschuldung - Zahlungsunfähigkeit - GmbH - Beweislast - Fehlende Erkennbarkeit - Insolvenzreife GmbH - Einzug eines Kundenschecks - Debitorische Bankkonto - Ersatzpflicht des Geschäftsführers

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Ersatzpflicht des GmbH-Geschäftsführers bei Einreichung von Kundenschecks auf debitorisches Bankkonto der insolvenzreifen Gesellschaft

  • Deutsches Notarinstitut

    GmbHG § 64 Abs. 2
    Zahlungsverbot bei erkennbarer Überschuldung

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Beginn des Zahlungsverbots des § 64 Abs. 2 GmbHG bei Erkennbarkeit der Konkursreife; Scheckeinzug des GmbH-Geschäftsführers auf ein debitorisches Konto der Gesellschaft als "Zahlung" i.S. des 64 Abs. 2 GmbHG

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    GmbHG § 64 Abs. 2
    Zahlungsverbot für den Geschäftsführer einer insolvenzreifen GmbH

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (6)

  • nomos.de PDF, S. 33 (Zusammenfassung und Entscheidungsanmerkung)

    § 64 Abs. 2 GmbHG
    GmbH/Überschuldung/Ersatzpflicht des Geschäftsführers/Scheckeinzug als Zahlung/Beweislast

  • Deutsche Zeitschrift für Wirtschafts- und Insolvenzrecht (Leitsatz)

    Ersatzpflicht des Geschäftsführers nach § 64 Abs. 2 GmbHG

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    GmbHG § 64 Abs. 2
    Ersatzpflicht des GmbH-Geschäftsführers bei Einreichung von Kundenschecks auf debitorisches Bankkonto der insolvenzreifen Gesellschaft

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    Darlegungs- und Beweislast, Geschäftsführer, Gesellschaftsrecht, Haftung, Insolvenz, Schadensersatzklagen

  • rechtsanwalt.com (Kurzinformation)

    Ersatzpflicht des GmbH-Geschäftsführers einer insolvenzreifen Gesellschaft

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Gesellschaftsrecht; Ersatz für Zahlungen und Eintritt der Insolvenzantragspflicht

Besprechungen u.ä. (3)

  • nomos.de PDF, S. 33 (Zusammenfassung und Entscheidungsanmerkung)

    § 64 Abs. 2 GmbHG
    GmbH/Überschuldung/Ersatzpflicht des Geschäftsführers/Scheckeinzug als Zahlung/Beweislast

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    GmbHG § 64 Abs. 2
    Ersatzpflicht des GmbH-Geschäftsführers bei Einreichung von Kundenschecks auf debitorisches Bankkonto der insolvenzreifen Gesellschaft

  • WuB Entscheidungsanmerkungen zum Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb 11,50 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Einziehung von Kundenschecks auf debitorisches Gesellschaftskonto als "Zahlung" i.S.v. § 64 Abs. 2 Satz 1 GmbHG; Pfändung des Ersatzanspruchs durch Gesellschaftsgläubiger

Papierfundstellen

  • BGHZ 143, 184
  • NJW 2000, 668
  • NJW-RR 2000, 623 (Ls.)
  • ZIP 2000, 184
  • MDR 2000, 341
  • NZI 2000, 120
  • NZI 2001, 71
  • NJ 2000, 420
  • WM 2000, 242
  • BB 2000, 267
  • DB 2000, 269
  • NZG 2000, 370



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Wird zitiert von ... (72)  

  • BGH, 24.05.2005 - IX ZR 123/04  

    Begriff der Zahlungsunfähigkeit

    Denn für den Beginn des den Geschäftsführer treffenden Zahlungsverbots genügt in objektiver Hinsicht die bestehende Insolvenzreife (vgl. BGHZ 143, 184, 185; Lutter/Hommelhoff/Kleindiek, GmbHG 16. Aufl. § 64 Rn. 1).

    Entscheidend ist hier, ob im Zeitpunkt der Zahlung bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes die Insolvenzreife der Gesellschaft für den Geschäftsführer nicht erkennbar ist, wobei diesen allerdings die volle Darlegungs- und Beweislast trifft (BGHZ 143, 184, 185; BGH, Urt. v. 1. März 1993 - II ZR 61/92, WM 1994, 1030, 1031).

  • OLG Düsseldorf, 20.07.2018 - 4 U 93/16  

    D&O deckt nicht die GmbH-Geschäftsführerhaftung gemäß § 64 GmbH-Gesetz wegen

    Die Vorschrift dient der Erhaltung der verteilungsfähigen Vermögensmasse der insolventen Gesellschaft im Interesse der Gesamtheit der Gläubiger, um soweit wie möglich deren gleichmäßige und ranggerechte Befriedigung zu ermöglichen (BGH NJW 2000, 668; OLG Düsseldorf, BeckRS 2015, 02145).
  • BGH, 23.06.2015 - II ZR 366/13  

    Persönliche Haftung des Geschäftsführers einer insolvenzreifen GmbH: Einziehung

    Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, dass der Einzug von Forderungen einer insolvenzreifen GmbH auf ein debitorisches Konto grundsätzlich eine masseschmälernde Zahlung im Sinn von § 64 Abs. 2 GmbHG aF (§ 64 Satz 1 GmbHG nF) ist, weil dadurch das Aktivvermögen der Gesellschaft zu Gunsten der Bank geschmälert wird (BGH, Urteil vom 3. Juni 2014 - II ZR 100/13, ZIP 2014, 1523 Rn. 16; Urteil vom 26. März 2007 - II ZR 310/05, ZIP 2007, 1006 Rn. 12; Urteil vom 29. November 1999 - II ZR 273/98, BGHZ 143, 184, 187 f.).

    Besteht keine Globalzession zugunsten der Bank, muss der Geschäftsführer einer GmbH nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs allerdings dafür Sorge tragen, dass Schuldner nicht auf ein debitorisches Bankkonto einzahlen, und obliegt es ihm, eine Zahlung im Sinn von § 64 Abs. 2 GmbHG aF an die Bank etwa durch Eröffnung eines kreditorisch geführten Bankkontos oder Vereinbarung von Barzahlung zu vermeiden (vgl. BGH, Urteil vom 26. März 2007 - II ZR 310/05, ZIP 2007, 1006 Rn. 12; Urteil vom 29. November 1999 - II ZR 273/98, BGHZ 143, 184, 188).

    Wenn mit der Zahlung auf das debitorische Konto zugleich ermöglicht wird, andere Gläubiger mit den Mitteln dieses debitorischen Kontos zu befriedigen, ändert das nichts daran, dass die auf das debitorische Konto gelangte Zahlung am Ende in der Masse fehlt (vgl. BGH, Urteil vom 29. November 1999 - II ZR 273/98, BGHZ 143, 184, 187 f.; Urteil vom 3. Juni 2014 - II ZR 100/13, ZIP 2014, 1523 Rn. 17).

    Die verteilungsfähige Vermögensmasse wird davon grundsätzlich nicht berührt (vgl. BGH, Urteil vom 29. November 1999 - II ZR 273/98, BGHZ 143, 184, 187 f.; Urteil vom 26. März 2007 - II ZR 310/05, ZIP 2007, 1006 Rn. 8).

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