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   BGH, 24.02.1967 - V ZR 29/64   

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BGH, 24.02.1967 - V ZR 29/64 (https://dejure.org/1967,520)
BGH, Entscheidung vom 24.02.1967 - V ZR 29/64 (https://dejure.org/1967,520)
BGH, Entscheidung vom 24. Februar 1967 - V ZR 29/64 (https://dejure.org/1967,520)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Deutsche Wasserwirtschaft - Übergang verkehrswichtiger Wasserstraßen in das Eigentum des Reichs - Bundeseigentum an Seewasserstraßen - Streitigkeit über das Eigentum an der Schlei

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 47, 117
  • NJW 1967, 1367
  • MDR 1967, 751
  • DVBl 1967, 534
 
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Wird zitiert von ... (10)

  • BGH, 22.06.1989 - III ZR 266/87

    Eigentum des Bundes an der Hohwachter Bucht

    Die Rückübereignung der Wasserstraßen von den Ländern auf das Reich aufgrund der Weimarer Reichsverfassung von 1919 bedeutet insoweit eine Abkehr von einer jahrhundertealten Rechtstradition (vgl. Anschütz, WRV 14. Aufl. Art. 97 Anm. 5; auch BGHZ 47, 117, 119).

    Die Begriffe Wasserstraße (i. S. von Art. 97, 171 WRV) und Seewasserstraße (i. S. von § 1 StV 1921) wurden damals weder abschließend geklärt noch gar ausdrücklich geregelt (vgl. BGHZ 47, 117, 120 ff. = LM GrundG Art. 89 Nr. 1 m. Anm. Mattern).

    Die in der Rechtsprechung und im Schrifttum dazu vertretenen Auffassungen sind unterschiedlich (s. die Nachw. in BGHZ 47, 117, 120 ff.).

    Die Staatspraxis seit 1919 gibt kein einheitliches Bild über die Eigentumsvorstellungen von Reich und Ländern (vgl. BGHZ 47, 117, 122; s. auch die zu den Akten gereichte Vereinbarung der Parteien aus dem Jahre 1975, die ausdrücklich nicht für das offene Küstenmeer gilt, um das es im Streitfall geht).

    Diese Entscheidungen sind teils vor Erlaß des Bundeswasserstraßengesetzes ergangen (vgl. insbes. OLG Schleswig SchlHAnz 1958, 142, 143; OLG Oldenburg VkBl 1961, 308; auch OLG Schleswig SchlHAnz 1964, 125 = DVBl 1965, 35 [OLG Schleswig 08.11.1963 - 6 U 50/62] und BGHZ 47, 117), teils nach seinem Inkrafttreten; insoweit stützen sie sich zum Teil auf eine Auslegung des Staatsvertrages 1921 (vgl. insbes. OLG Oldenburg Beschl. v. 16. Juni 1971 - 5 Wx 59/70; OLG Schleswig Beschl. v. 12. September 1972 - 2 W 59/71 - m. w. Nachw., vom 26. Oktober 1977 - 2 W 42/75 - sowie SchlHAnz 1980, 147 f. = VkBl 1980, 500), zum Teil nehmen sie eine Rückwirkung des Bundeswasserstraßengesetzes an (vgl. insbes. OLG Hamburg VkBl 1976, 490, 491; OLG Schleswig Beschl. vom 26. Oktober 1977 - 2 W 42/75 sowie SchlHAnz 1980, 147 f. = VkBl 1980, 500; OVG Lüneburg Beschl. vom 25. März 1977 - III A 177/72 - sowie VkBl 1981, 390 und 1983, 584).

    Soweit es in der Begründung zu § 1 des Staatsvertrages heißt (Verhandlungen des Reichstags Bd. 367 Nr. 2235 S. 22), daß die Seewasserstraßen »in ihrer Gesamtheit« übergehen, ist damit, wie sich aus dem Zusammenhang ergibt, gesagt, daß die Seewasserstraßen sämtlich und uneingeschränkt, d. h. alle vom Übergang erfaßt sind; der räumliche Umfang der übergehenden Seewasserstraßen ist damit aber nicht klar und abschließend bestimmt (vgl. auch BGHZ 47, 117, 121).

    Aus solchen Zweckmäßigkeitserwägungen wurde auch in den Verhandlungen zum Wasserstraßenvertrag bezweifelt, daß die Rechte des Reichs auf das betonnte Fahrwasser beschränkt werden könnten (vgl. OLG Schleswig SchlHAnz 1964, 125, 128 = DVBl 1965, 35, 36 f. [OLG Schleswig 08.11.1963 - 6 U 50/62] und BGHZ 47, 117, 126).

    Es war auch sonst ein Anliegen des Staatsvertrages zu vermeiden, daß zusammenhängende Gewässerteile auseinandergerissen werden und die Verwaltung von Reststücken durch die Länder unwirtschaftlich wird (vgl. Begründung aaO S. 22; BVerfGE 15, 1, 8; BGHZ 47, 117, 127; Senatsurteil BGHZ 93, 113, 123) [BGH 06.12.1984 - III ZR 147/83] .

    Die vom Bundesgerichtshof bereits für die besonderen Verhältnisse der Schlei aufgestellten Grundsätze (vgl. BGHZ 47, 117; auch Senatsurteil BGHZ 102, 1 [BGH 09.07.1987 - III ZR 274/85] ) sind auch auf die Hohwachter Bucht als Teil des offenen Küstenmeers anwendbar.

  • BGH, 09.07.1987 - III ZR 274/85

    Bundeseigentum an einer Seewasserstraße

    Wie der Bundesgerichtshof (Urt. vom 24. Februar 1967 BGHZ 47, 117) in Übereinstimmung mit dem Berufungsgericht als damaliger Vorinstanz (SchlHAnz 1964, 125 = DVBl 1965, 35 [OLG Schleswig 08.11.1963 - 6 U 50/62]) bereits entschieden hat, ist die Schlei Seewasserstraße und deshalb Eigentum des Bundes (s. auch RG ZAgr 19 (1934), 251, 254 = SchlHAnz 1934, 51, 52; zum Rechtszustand vor 1919/1921 s. OLG Kiel SchlHAnz 1913, 334, 335; PrOVG SchlHAnz 1913, 276, 277/278 und insbesondere Peltzer SchlHAnz 1888, 97 ff. m. w. Nachw.).

    Etwas anderes ist zugunsten des klagenden Landes auch weder dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG, hier i. d. F. des nach dem genannten Urteil BGHZ 47, 117 erlassenen 3. ÄndG v. 15. August 1967, BGBl I S. 909; vgl. § 1 Abs. 1 Nr. 1 a WHG und zur Entstehungsgeschichte Sieder/Zeitler/Dahme § 32 a WHG Rn. 1 ff.) noch dem Bundeswasserstraßengesetz (WaStrG v. 2. April 1968, BGBl II S. 173; vgl. § 1 WaStrG und zur Entstehungsgeschichte Senatsurteil v. 6. Dezember 1984 - III ZR 147/83 = VkBl 1985, 261, 264 = NJW 1987, 496, 497/498, insoweit in BGHZ 93, 113 [BGH 06.12.1984 - III ZR 147/83] nicht abgedruckt) zu entnehmen.

    Auch insoweit ist dem V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGHZ 47, 117, 125 ff.) beizutreten.

    Die seinerzeit heftig umstrittene Frage des Bundeseigentums an den Seewasserstraßen (vgl. BGHZ 47, 117, 120 ff.) hat der Gesetzgeber inzwischen in § 1 Abs. 2 und Abs. 3 WaStrG geregelt.

    Bei Anwendung der Grundsätze, von denen der Senat - im Anschluß an die Rechtsprechung bereits des Reichsgerichts (vgl. RG PrVBl 1912/13, 895 und 897) - in seinen Urteilen BGHZ 67, 152, 153 [BGH 28.05.1976 - III ZR 186/72]/154 und insbesondere BGHZ 69, 284, 289 f. und 93, 113, 121 ausgegangen ist (vgl. auch BVerwGE 64, 29, 32 und 75, 210, 211 f.), liegt es hiernach so, daß das Brodersbyer Noor - nicht anders als die Große Breite, die den Gegenstand der Entscheidung BGHZ 47, 117 bildet - räumlich der Schlei zuzuordnen ist.

    Auf die 1929 und 1951 erfolgten Grundbucheintragungen des Staates Preußen und des klagenden Landes als dessen Rechtsnachfolger kommt es nicht an (vgl. auch RGZ 27, 255, 257; 80, 365, 370; BGHZ 47, 117, 127; Jellinek, Verwaltungsrecht 3. Aufl. S. 222; Peters, Lehrbuch der Verwaltung S. 210; Forsthoff, Lehrbuch des Verwaltungsrechts I. Band 10. Aufl. S. 193).

  • BGH, 28.05.1976 - III ZR 186/72

    Eigentum an aufgeschütteten Teilen einer Bundeswasserstraße

    Das zum Strombett selbst gehörende Grundstück Gemarkung W. Flur 5 Flurstück ...4/7 ist nach Art. 97 Abs. 1, 171 Abs. 1 WRV, § 1 Abs. 1 Satz 1 Buchst. a StV 1921 am 1. April 1921 auf das Deutsche Reich übergegangen (BVerfGE 15, 1, 7; BGHZ 26, 384, 385 f; 28, 34, 37; 47, 117, 118 f; 49, 68, 70 f; BVerwGE 9, 50, 53 f).

    Eigentum ist dabei im Sinne des bürgerlichen Rechts zu verstehen (BGHZ 28, 34, 37; 47, 117, 119; 49, 68, 71).

    Dieses Eigentum ist ein volles privatrechtliches Eigentum im Sinne des bürgerlichen Rechts (§§ 903 ff BGB), ohne Rücksicht darauf, daß die Weser nach Oldenburger Recht öffentliches Eigentum des oldenburgischen Staates war (Begründung zum Entwurf des Staatsvertrages, Verhandlungen des Reichstages Band 367 Nr. 2235 S. 22 zu § 1; BGHZ 28, 34, 37; 47, 117, 119; 49, 68, 71; Holtz/Kreutz/Schlegelberger, Das Preußische Wassergesetz 1955 Vorb. V 1 S. 13; Friesecke, Recht der Bundeswasserstraßen S. 62).

  • BGH, 06.12.1984 - III ZR 147/83

    Erwerb des Eigentums an Teilen einer zur Errichtung eines Hafens in Anspruch

    Der innere Grund dafür, daß dem Deutschen Reich und jetzt der Klägerin in Abkehr von einer jahrhundertealten Rechtstradition das Eigentum an den verkehrswichtigen Wasserwegen übertragen ist, liegt in der praktischen Erleichterung der dem Reich und jetzt dem Bund obliegenden Unterhaltung und Verwaltung der Wasserstraßen (vgl. Senatsurteile BGHZ 67, 152, 157 f. [BGH 28.05.1976 - III ZR 186/72]; 69, 284, 289 f.; ferner BGHZ 47, 117, 127; Mintzel a.a.O. § 1 Anm. 7; auch Friesecke ZfW 1962/63, 150, 155).

    Das auch von der Revision herausgestellte Anliegen (vgl. BGHZ 47, 117, 127), im Interesse einer einheitlichen Verwaltung zusammenhängende Gewässerteile nicht auseinanderzureißen, bleibt daher gewahrt.

  • BGH, 29.09.1977 - III ZR 64/75

    Eigentumsverhältnisse an der Weser

    Der Streitgegenstand ist damit bürgerlich-rechtlicher Natur (vgl. BGHZ 47, 117, 118 und Senatsurteil BGHZ 67, 152 = NJW 1977, 31, 32; BVerwGE 9, 50, 52/53).

    Sie trägt andererseits dem Umstand Rechnung, daß eine Wasserstraße herkömmlicherweise nicht nur das dem durchgehenden Verkehr dienende eigentliche Fahrwasser umfaßt sondern auch die seitlich davon mit Wasser bedeckte Fläche in ihrem ganzen Umfang (vgl. BGHZ 47, 117, 125 ff.: Friesecke ZfW 1962/63, 150, 155).

  • BGH, 14.12.1989 - III ZR 288/88

    Eigentum an überfluteten Landflächen an einer Bundeswasserstraße

    b) Das Eigentum der Beklagten an der Bundeswasserstraße Trave ist entgegen der Annahme der Revision nicht auf das betonnte Fahrwasser beschränkt, sondern erstreckt sich auf die Trave in ihrer gesamten Seitenausdehnung (vgl. Senatsurteil BGHZ 69, 284, 286 ff.; auch BGHZ 47, 117, 125 ff. und Senatsurteile BGHZ 102, 1, 3 [BGH 09.07.1987 - III ZR 274/85] und BGHZ 108, 110, 114 ff. [BGH 22.06.1989 - III ZR 266/87]; Mintzel, WaStrG, 1969, § 1 Anm. 3 A b; Friesecke, WaStrG 2. Aufl. § 1 Rn. 9).
  • OVG Schleswig-Holstein, 30.04.1992 - 2 L 258/91

    Anspruch eines Landes gegen den Bund auf Ersatz von Aufwendungen zur Beseitigung

    Das gemäß Art. 89 Abs. 1 GG, § 1 Abs. 1 des Gesetzes über die vermögensrechtlichen Verhältnisse der Bundeswasserstraßen vom 21. Mai 1951 (BGBl. I S. 352) bestehende Eigentum an den Bundeswasserstraßen ist als privatrechtliches Eigentum aufzufassen (BGHZ 28, 34/37; 47, 117/119; 49, 68/71; 67, 152/154; 102, 1/2 f.).
  • OLG Frankfurt, 28.09.2005 - 7 U 189/03

    VOB-Vertrag: Stillschweigende Abnahme; Mängelbeseitigung durch Neuherstellung

    Das Landgericht ist in der angefochtenen Entscheidung mit Recht davon ausgegangen, dass der Klägerin gegen die Beklagte ein Vorschussanspruch gemäß § 13 Nr. 5 VOB/B zusteht, der neben dem Vorliegen eines Mangels der Bauleistung voraussetzt, dass eine Abnahme oder abnahmereife Herstellung erfolgt ist und eine dem Auftragnehmer gesetzte Frist fruchtlos gesetzt worden ist (vgl. auch BGH NJW 1967, 1367; BGH NJW 1983, 2191; Kniffka/Koeble "Kompendium des Baurechts", 2. Aufl., 6. Teil Rn. 189; Kaiser "Mängelhaftung", 7. Aufl., Rn. 24 a, 84 u. 84 e).
  • BGH, 22.01.1987 - III ZR 167/85

    Rechtsweg für Streitigkeiten über die Nutzung von Seewasserstraßen

    Soweit es in jenem Rechtsstreit - wie hier - auch um Fragen des § 1 Abs. 3 Satz 1 WaStrG ging, nämlich um die dem Land an der Wasserstraße zustehenden Nutzungsbefugnisse, handelte es sich nur um eine im Rahmen der Eigentumsklage erhebliche Vortrage, über die das angerufene Gericht nach allgemeinen prozeßrechtlichen Grundsätzen auch dann selbständig und in eigener Zuständigkeit entscheiden kann, wenn die Frage an sich in einen anderen Rechtsweg gehört (allg. M.; vgl. BGHZ 47, 117, 118 und allgemein Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 45. Aufl. § 13 GVG Anm. 5 A, B).
  • BGH, 11.11.1969 - VI ZR 225/68

    Klage auf Zahlung von in einem Kaufvertrag über eine Drogerie übernommener Ware -

    Seine Erklärung muß vielmehr dahin aufzufassen sein, daß er für die von ihm genannte Eigenschaft die vertragsgemäße Gewähr übernehmen und für deren Vorhandensein gegebenenfalls einstehen will (BGHZ 47, 118, 122 [BGH 24.02.1967 - V ZR 29/64]; BGH Urteil vom 11. Februar 1958 - VIII ZR 85/57 = BB 1958, 284).
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