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   BGH, 17.02.1971 - VIII ZR 84/69   

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https://dejure.org/1971,740
BGH, 17.02.1971 - VIII ZR 84/69 (https://dejure.org/1971,740)
BGH, Entscheidung vom 17.02.1971 - VIII ZR 84/69 (https://dejure.org/1971,740)
BGH, Entscheidung vom 17. Februar 1971 - VIII ZR 84/69 (https://dejure.org/1971,740)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Vereinbarkeit eines switch-Geschäftes mit dem französischen Devisenrecht - Anforderungen an die Erstattung von Disagios - Eingehung eines Devisenkontrakts - Wirksamkeit der Vereinbarung der Parteien über die Erstattung des Disagios

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • hjil.de PDF, S. 29 (Kurzinformation)

Papierfundstellen

  • BGHZ 55, 334
  • NJW 1971, 983
  • MDR 1971, 482
 
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Wird zitiert von ... (10)

  • BGH, 14.11.1991 - IX ZR 250/90

    Klageerhebung vor Inkrafttreten des Beitrittsübereinkommens - Wirksame

    Der grenzüberschreitende Zahlungsvorgang beeinflußte den Devisenbestand Griechenlands und wirkte sich damit auf dessen Zahlungsbilanz aus (vgl. BGHZ 55, 334, 337 f; BGH, Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, NJW 1970, 1507; Urt. v. 8. März 1979 - VII ZR 48/78, NJW 1980, 520).

    Der Bundesgerichtshof versteht diesen Begriff nach ständiger Rechtsprechung in dem Sinne, daß der Verstoß gegen die Devisenbestimmungen eines Mitgliedsstaates zu dem von Amts wegen zu beachtenden Mangel einer Sachurteilsvoraussetzung führt und daher die Abweisung der Klage als unzulässig zur Folge hat (BGHZ 55, 334, 337 f; BGH, Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, NJW 1970, 1507; Beschl. v. 21. Dezember 1976 - III ZR 83/74 - WM 1977, 332, 333; Urt. v. 8. März 1979 - VII ZR 48/78, NJW 1980, 520; Urt. v. 31. Januar 1991 - III ZR 150/88, BGHR IWF-Abkommen Art. VIII Abschn. 2 (b) Amtsprüfung 1).

    Es genügt, daß die Gerichte und Behörden der Mitgliedsstaaten den Parteien nicht zur Durchsetzung eines devisenrechtlich verbotenen Geschäftes verhelfen (BGHZ 55, 334, 338; Urt. v. 27. April 1970 aaO.; vgl. auch Ebke, Internationales Devisenrecht S. 295).

  • BGH, 08.11.1993 - II ZR 216/92

    Anwendbarkeit des IWF-Ü auf Kapitalübertragungen

    b) Der Bundesgerichtshof hat in seiner bisherigen Rechtsprechung den in der deutschen Übersetzung mit "kann nicht geklagt werden" wiedergegebenen Begriff "unenforceable" in dem Sinne verstanden, daß der Verstoß gegen die Devisenbestimmungen eines Mitgliedsstaates zu dem von Amts wegen zu beachtenden Mangel einer Sachurteilsvoraussetzung führt und daher die Abweisung der Klage als unzulässig zur Folge hat (BGHZ 55, 334, 337 f.; 116, 77, 84 m.w.N.; Sen.Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785 f.; Urt. v. 31. Januar 1991 - III ZR 150/88 = NJW 1991, 3095 = LM EG Übk. Nr. 31).

    Maßgebliches Kriterium ist also, wie dies dem Wortlaut des Art. VIII Abschn. 2 (b) IWF-Ü entspricht, eine Berührung mit der Währung eines Mitgliedslandes (BGHZ 55, 334, 337; BGH, Beschl. v. 21. Dezember 1976 - III ZR 83/74, WM 1977, 332 f.), die sich in dessen Zahlungsbilanz niederschlägt (BGH, Urt. v. 8. März 1979 - VII ZR 48/78, WM 1979, 486; Beschl. v. 21. Dezember 1976 aaO; Sen.Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785 f.).

  • BGH, 24.11.1992 - XI ZR 86/92

    Umfang der Bindungswirkung eines Wechselvorbehaltsurteils im Nachverfahren -

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach Art. VIII Abschn. 2 (b) Satz 1 IWF-Abkommen eine allgemeine Prozeßvoraussetzung regelt (BGHZ 55, 334, 337 f.; BGH, Urteile vom 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785; 8. März 1979 - VII ZR 48/78, WM 1979, 486 und 31. Januar 1991 - III ZR 150/88, WM 1991, 1009, 1011; offengelassen neuerdings in BGH, Urteil vom 14. November 1991 - IX ZR 250/90, WM 1992, 87, 90 [BGH 14.11.1991 - IX ZR 250/90], zur Veröffentlichung vorgesehen in BGHZ 116, 77), hätte die Klage dann als unzulässig verworfen werden müssen.
  • BGH, 22.02.1994 - XI ZR 16/93

    Devisenkontrollen nach dem IWF-Übereinkommen (IWF-Ü)

    Abgesehen davon habe das Berufungsgericht zu Unrecht nicht in Erwägung gezogen, gegen Art. VIII Abschn. 2 (b) Satz 1 IWF-Ü verstoßende Devisenkontrakte in Abweichung von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 55, 334, 337 f.; BGH, Urteil vom 31. Januar 1991 - III ZR 150/88, WM 1991, 1009, 1011) nicht prozessual als unklagbar anzusehen, sondern materiellrechtlich als unvollkommene Verbindlichkeit zu begreifen (vgl. Ebke, Internationales Devisenrecht S. 293 - 308).
  • OLG Köln, 08.06.2001 - 20 U 133/00
    Der Bundesgerichtshof hat zwar in seiner früheren Rechtsprechung den in der deutschen Übersetzung mit "kann nicht geklagt werden" wiedergegebenen Begriff "unenforceable" im dem Sinne verstanden, dass der Verstoß gegen die Devisenbestimmungen eines Mitgliedsstaates zu dem von Amts wegen zu beachtenden Mangel einer Sachurteilsvoraussetzung führt mit der Folge, dass die Klage als unzulässig abzuweisen ist (BGHZ 55, 334, 337 f.; 116, 77, 84; WM 1970, 785; NNJW 1991, 3095).

    Maßgeblicher Zeitpunkt für die Nichtdurchsetzbarkeit ist vom Standpunkt der prozessualen Einordnung der Unklagbarkeit aus nämlich nicht der Vertragsschluss oder die Klageerhebung, sondern allein die Sachlage am Schluss der letzten mündlichen Verhandlung (BGH NJW 1971, 983; 1980, 520; 1991, 3095; Martiny in: MK, Nach Art. 34 Anh. II, Rdnr. 34 m.w.N.).

    Sinn des Art. VIII Abschnitt 2 b) ist es nicht, einen Devisenkontrakt in allen Mitgliedsländern privatrechtlich gleich zu behandeln, sondern nur, den Schutz des Devisenbestandes des Mitgliedslandes zu gewährleisten, und dies auch nur so lange, wie das Mitgliedsland selbst den Schutz für sich in Anspruch nimmt (vgl. hierzu ausführlich BGH NJW 1971, 983 ff.; Martiny in: MK, Nach Art. 34 Anh. II, Rdnr. 34a m.w.N.).

  • BGH, 21.12.1976 - III ZR 83/74

    Klage auf Geltendmachung des vom Kläger auf US-Doller errechneten Dahrlehnsrestes

    In Art. VIII Abschn. 2 b des Abkommens geht es um die Wirksamkeit von Devisenkontrakten, also ihre anfängliche (Mann in JZ 1970, 709, 710) oder durch eine Genehmigung nachträglich eingetretene (BGHZ 55, 334) Gültigkeit, nicht aber um die Zulässigkeit ihrer Erfüllung.

    VIII Abschn. 2 des Abkommens steht - wie der Bundesgerichtshof in BGHZ 55, 334 ausgeführt hat - einer Klage dann nicht entgegen, wenn der den Gegenstand der Klage bildende Devisenkontrakt zwar im Zeitpunkt seines Abschlusses im Gegensatz stand zu Kontrollbestimmungen eines Mitgliedsstaats, diese Bestimmungen aber in dem Zeitpunkt aufgehoben sind, in dem die Erfüllung des Devisenkontraktes verlangt wird.

  • OLG München, 23.10.1992 - 8 U 4392/88

    Begründung der Verbindlichkeit des Ausstellers eines Wechsels ist ein

    Es fehlt allein an der Prozeßvoraussetzung der Klagbarkeit; aber der Devisenkontrakt ist nach deutschem Recht nicht nichtig, sondern voll wirksam und auf ihn gestützte Ansprüche haben uneingeschränkten Bestand (BGH NJW 1970, 1507; 1971, 983, 984; MünchKomm a.a.O. RdNr. 32, Reithmann-Martiny a.a.O., RdNr. 369).
  • SG Leipzig, 14.11.2008 - S 4 AS 2188/06
    Sie werden vorliegend auch nicht nach deutschem IPR für anwendbar erklärt (vgl. hierzu etwa Armbrüster in: Münch-Komm. BGB , 5. Auflage, § 134 Rdnr. 40 unter Verweis auf BGHZ 59, 82, 85, BGHZ 69, 295, 296, BGHZ 55, 334, 339 und weitere Nachweise).
  • LG Hamburg, 18.09.2006 - 415 O 44/04

    Die Parteien streiten über Schadensersatzansprüche aus Seefrachtverträgen....

    Denn der Zweck der Devisenkontrollbestimmungen, den Devisenbestand des IWF-Mitgliedsstaates zu schützen (BGHZ 55, 334, 336) wird durch die Klage und deren Erfolg nicht tangiert; diese können sich schlechterdings nicht auf die Zahlungsbilanz der Republik Guinea auswirken (vgl. BGH NJW 80, 520).
  • BGH, 18.12.1978 - II ZR 184/77
    Der Einwand, nach englischem Devisenrecht hätten die Beklagten zu einem wirksamen Vertragsschluß einer Devisengenehmigung bedurft, geht fehl, weil auf das Rechtsverhältnis der Parteien unstreitig deutsches Recht anzuwenden ist und ausländisches öffentliches Recht über die Grenzen seines staatlichen Geltungsbereichs hinaus grundsätzlich keine Auswirkungen hat (vgl. auch BGHZ 55, 334, 339 ).
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