Rechtsprechung
   BGH, 18.03.1980 - VI ZR 247/78   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • DFR

    Fehlgeschlagene Unfruchtbarmachung

  • Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)

    Höhe und Dauer der Ersatzpflicht für ungewolltes Kind

  • Jurion

    Arzthaftung; Sterilisationsversuch; Schwangerschaft; Körperverletzung; Schmerzensgeld

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Unterhaltsbelastung als Schadensersatz auch für den Vater bei Geburt eines Kindes nach fehlgeschlagener Sterilisation

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Behandlung, Gynäkologie - Schadensersatzansprüche der Eltern wegen Kindesunterhalt nach Sterilisation

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Jurion (Leitsatz)

    Schmerzensgeld - Sterilisation - Fehlerhafte Sterilisation - Ungewollte Schwangerschaft

  • rechtinco.de (Leitsatz)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 76, 259
  • NJW 1980, 1452
  • MDR 1980, 745
  • VersR 1980, 558
  • DB 1980, 2184



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Wird zitiert von ... (54)  

  • BVerfG, 28.05.1993 - 2 BvF 2/90  

    Schwangerschaftsabbruch II

    Die Rechtsprechung der Zivilgerichte zur Haftung für ärztliche Beratungsfehler oder für fehlgeschlagene Schwangerschaftsabbrüche (zum Schwangerschaftsabbruch vgl.BGHZ 86, 240 ff.; 89, 95 ff.; 95, 199 ff.; BGH, NJW 1985, S. 671 ff.; VersR 1985, S. 1068 ff.; VersR 1986, S. 869 f.; VersR 1988, S. 155 f.; NJW 1992, S. 1556 ff.; zur Sterilisation vgl. BGHZ 76, 249 ff.; 76, 259 ff.; BGH, NJW 1984, S. 2625 f.) ist im Blick darauf der Überprüfung bedürftig.
  • BVerfG, 12.11.1997 - 1 BvR 479/92  

    Kind als Schaden

    Der zugebilligte Schadensersatzanspruch setzt keine Abwendung vom Kind voraus (vgl. BGHZ 76, 249 ; 76, 259 und die Stellungnahme des Bundesgerichtshofs in diesem Verfahren).
  • BGH, 14.11.2006 - VI ZR 48/06  

    Arzt haftet für Unterhalt bei fehlerhaften Verhütungsmaßnahmen

    Diese - am Vertragszweck ausgerichtete - Haftung des Arztes oder Krankenhausträgers hat der Senat insbesondere bejaht für Fälle fehlgeschlagener Sterilisation aus Gründen der Familienplanung (vgl. BGHZ 76, 259, 262; Senatsurteile vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 175/78 - VersR 1981, 278; vom 10. März 1981 - VI ZR 202/79 - VersR 1981, 730; vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - VersR 1984, 864; vom 27. Juni 1995 - VI ZR 32/94 - VersR 1995, 1099, 1101), bei fehlerhafter Beratung über die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkungen eines vom Arzt verordneten Hormonpräparates (Senatsurteil vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/96 - VersR 1997, 1422 f.) sowie für Fälle fehlerhafter genetischer Beratung vor Zeugung eines genetisch behinderten Kindes (BGHZ 124, 128 ff.).

    Zwar hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 18. März 1980 (BGHZ 76, 259, 265) beiläufig ausgeführt, in den nicht seltenen Fällen, in denen ein junges Ehepaar - etwa um zunächst die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie zu festigen oder den Ausbildungsabschluss eines Elternteils zu erleichtern - nur zunächst ein Kind nicht haben wolle, könne aus der Durchkreuzung des derzeitigen Zeitplans nicht schon auf eine nachhaltige Planwidrigkeit des demnach zur Unzeit geborenen Kindes geschlossen werden.

    Die Haftung des Arztes entfällt nur dann, wenn im Einzelfall der innere Grund der haftungsrechtlichen Zurechnung, nämlich die Störung der Familienplanung, nachträglich weggefallen ist (vgl. Senatsurteile BGHZ 76, 249, 258; 76, 259, 264 f. und vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - aaO, Seite 865), was der beklagte Arzt darzulegen und zu beweisen hat (Senatsurteil BGHZ 76, 259, 265).

    Dies gilt nicht nur bei ehelicher Vaterschaft (Senatsurteil, BGHZ 76, 259, 262), sondern auch bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften und Partnerschaften, die bei Durchführung der Behandlung bestehen und deren auch wirtschaftlichem Schutz die Behandlung gerade dienen soll.

    b) Hinsichtlich des Wertes der Betreuungsleistungen hat der erkennende Senat es nicht beanstandet, dass der Tatrichter einen Zuschlag in Höhe des Barunterhalts zuerkennt (Senatsurteile BGHZ 76, 259, 270 f.; vom 4. März 1997 - VI ZR 354/95 - aaO, S. 699).

    Daran, dass der Zuschlag die Höhe des Barunterhalts nicht erreichen muss, wohl aber erreichen kann (Senatsurteil BGHZ 76, 259, 270 f.), ist festzuhalten.

  • BGH, 16.11.1993 - VI ZR 105/92  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Beratung,

    Der Senat hat zu dieser Frage schon mehrfach für vergleichbare Fallgruppen Stellung genommen, nämlich bei fehlerhafter Beratung zur Vermeidung der Geburt eines vorgeburtlich schwer geschädigten Kindes (Senatsurteile BGHZ 86, 240 ff.; 89, 95 ff. sowie vom 7. Juli 1987 - VI ZR 193/86 - VersR 1988, 155 f.), bei mißlungener Sterilisation (Senatsurteile BGHZ 76, 249 ff. und 76, 259 ff.; vom 18. März 1980 - VI ZR 15/78 - VersR 1980, 719; vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 175/78 - VersR 1981, 278 ff.; vom 10. März 1981 - VI ZR 202/79 - VersR 1981, 730 ff.; vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - VersR 1984, 864 ff. und vom 30. Juni 1992 - VI ZR 337/91 - VersR 1992, 1229 f.) und bei mißlungenem (erlaubtem) Schwangerschaftsabbruch (Senatsurteile BGHZ 95, 199 ff.; vom 27. November 1984 - VI ZR 43/83 - VersR 1985, 240 ff.; vom 25. Juni 1985 - VI ZR 270/83 - VersR 1985, 1068 ff.; vom 15. April 1986 - VI ZR 72/85 - VersR 1986, 869 f. und vom 25. Februar 1992 - VI ZR 44/91 - VersR 1992, 829 ff.).

    Das hat der Senat u. a. für Fälle der Sterilisation aus Gründen einer Familienplanung bejaht (Senatsurteile BGHZ 76, 249, 256; 76, 259, 263 f.; vom 18. März 1980 - aaO; vom 2. Dezember 1980 - aaO S. 279; vom 10. März 1981 - aaO und vom 19. Juni 1984 - aaO).

    Wie der Senat schon an anderer Stelle ausgeführt hat (BGHZ 76, 259, 266 f.), verbleibt für die Eltern auch in solchen Fällen, in denen der Arzt nicht wie bei der Geburt eines gesunden Kindes einen von vornherein durch die Regelunterhaltssätze beschränkten Teil der Unterhaltsbelastung, sondern den durch den Vermögensvergleich erfaßbaren Vermögensaufwand voll zu übernehmen hat, der gesamte übrige Betreuungsaufwand, aber auch ein beträchtliches Maß an vermögensmäßigen Leistungen und Verzichten, die sie nicht auf den Schädiger abwälzen können.

  • OLG Naumburg, 14.09.2004 - 1 U 97/03  

    Haftungsverteilung bei kooperierenden Ärzten im Zusammenhang mit einer ambulanten

    Diese - am Vertragszweck ausgerichtete - Haftung des Arztes hat der Senat insbesondere bejaht für Fälle fehlgeschlagener Sterilisation aus Gründen der Familienplanung (vgl. Senat, BGHZ 76, 249, 255; 76, 259, 262; Urteile vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 175/78 - VersR 1981, 278; vom 10. März 1981 - VI ZR 202/79 - VersR 1981, 730; vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - VersR 1984, 864; vom 27. Juni 1995 - VI ZR 32/94 - VersR 1995, 1099, 1101), bei fehlerhafter Behandlung mit einem empfängnisverhütenden Mittel (vgl. Senat, Urteil vom 14. November 2006 Urteildatenbank, Dr. med. Matthias Thöns, Witten, medizinischegutachten@email.de, ohne Gewähr, Seite 3 - VI ZR 48/06 - VersR 2007, 109), bei fehlerhafter Beratung über die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkungen eines vom Arzt verordneten Hormonpräparats (vgl. Senat, Urteil vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/92 - VersR 1997, 1422 f.) sowie für Fälle fehlerhafter genetischer Beratung vor Zeugung eines genetisch behinderten Kindes (vgl. Senat, BGHZ 124, 128 ff.).

    Der Senat hat ferner ausgesprochen, dass die Herbeiführung einer ungewollten Schwangerschaft selbst dann, wenn diese ohne pathologische Begleiterscheinungen verläuft, einen Schmerzensgeldanspruch der Frau auslösen kann (vgl. Senat, Urteil vom 18. März 1980 - VI ZR 247/78 - VersR 1980, 558, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 76, 259 ff.).

    Diese - am Vertragszweck ausgerichtete - Haftung des Arztes oder Krankenhausträgers hat der Senat insbesondere bejaht für Fälle fehlgeschlagener Sterilisation aus Gründen der Familienplanung (vgl. BGHZ 76, 259, 262; Senatsurteile vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 175/78 - VersR 1981, 278; vom 10. März 1981 - VI ZR 202/79 - VersR 1981, 730; vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - VersR 1984, 864; vom 27. Juni 1995 - VI ZR 32/94 - VersR 1995, 1099, 1101), bei feh lerhafter Beratung über die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkungen eines vom Arzt verordneten Hormonpräparates (Senatsurteil vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/96 - VersR 1997, 1422 f.) sowie für Fälle fehlerhafter genetischer Beratung vor Zeugung eines genetisch behinderten Kindes (BGHZ 124, 128 ff.).

    Zwar hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 18. März 1980 (BGHZ 76, 259, 265) beiläufig ausgeführt, in den nicht seltenen Fällen, in denen ein junges Ehepaar - etwa um zunächst die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie zu festigen oder den Ausbildungsabschluss eines Elternteils zu erleichtern - nur zunächst ein Kind nicht haben wolle, könne aus der Durchkreuzung des derzeitigen Zeitplans nicht schon auf eine nachhaltige Planwidrigkeit des demnach zur Unzeit geborenen Kindes geschlossen werden.

    Die Haftung des Arztes entfällt nur dann, wenn im Einzelfall der innere Grund der haftungsrechtlichen Zurechnung, nämlich die Störung der Familienplanung, nachträglich weggefallen ist (vgl. Senatsurteile BGHZ 76, 249, 258; 76, 259, 264 f. und vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - aaO, Seite 865), was der beklagte Arzt darzulegen und zu beweisen hat (Senatsurteil BGHZ 76, 259, 265).

    Dies gilt nicht nur bei ehelicher Vaterschaft (Senatsurteil, BGHZ 76, 259, 262), sondern Urteildatenbank, Dr. med.

    29 b) Hinsichtlich des Wertes der Betreuungsleistungen hat der erkennende Senat es nicht beanstandet, dass der Tatrichter einen Zuschlag in Höhe des Barunterhalts zuerkennt (Senatsurteile BGHZ 76, 259, 270 f.; vom 4. März 1997 - VI ZR 354/95 - aaO, S. 699).

    Daran, dass der Zuschlag die Höhe des Barunterhalts nicht erreichen muss, wohl aber erreichen kann (Senatsurteil BGHZ 76, 259, 270 f.), ist festzuhalten.

  • BSG, 17.09.1986 - 3 RK 5/86  

    Zur Notwendigkeit einer Klingelleuchte als Hilfsmittel

    Diese - am Vertragszweck ausgerichtete - Haftung des Arztes hat der Senat insbesondere bejaht für Fälle fehlgeschlagener Sterilisation aus Gründen der Familienplanung (vgl. Senat, BGHZ 76, 249, 255; 76, 259, 262; Urteile vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 175/78 - VersR 1981, 278; vom 10. März 1981 - VI ZR 202/79 - VersR 1981, 730; vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - VersR 1984, 864; vom 27. Juni 1995 - VI ZR 32/94 - VersR 1995, 1099, 1101), bei fehlerhafter Behandlung mit einem empfängnisverhütenden Mittel (vgl. Senat, Urteil vom 14. November 2006 Urteildatenbank, Dr. med. Matthias Thöns, Witten, medizinischegutachten@email.de, ohne Gewähr, Seite 3 - VI ZR 48/06 - VersR 2007, 109), bei fehlerhafter Beratung über die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkungen eines vom Arzt verordneten Hormonpräparats (vgl. Senat, Urteil vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/92 - VersR 1997, 1422 f.) sowie für Fälle fehlerhafter genetischer Beratung vor Zeugung eines genetisch behinderten Kindes (vgl. Senat, BGHZ 124, 128 ff.).

    Der Senat hat ferner ausgesprochen, dass die Herbeiführung einer ungewollten Schwangerschaft selbst dann, wenn diese ohne pathologische Begleiterscheinungen verläuft, einen Schmerzensgeldanspruch der Frau auslösen kann (vgl. Senat, Urteil vom 18. März 1980 - VI ZR 247/78 - VersR 1980, 558, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 76, 259 ff.).

    Diese - am Vertragszweck ausgerichtete - Haftung des Arztes oder Krankenhausträgers hat der Senat insbesondere bejaht für Fälle fehlgeschlagener Sterilisation aus Gründen der Familienplanung (vgl. BGHZ 76, 259, 262; Senatsurteile vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 175/78 - VersR 1981, 278; vom 10. März 1981 - VI ZR 202/79 - VersR 1981, 730; vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - VersR 1984, 864; vom 27. Juni 1995 - VI ZR 32/94 - VersR 1995, 1099, 1101), bei feh lerhafter Beratung über die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkungen eines vom Arzt verordneten Hormonpräparates (Senatsurteil vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/96 - VersR 1997, 1422 f.) sowie für Fälle fehlerhafter genetischer Beratung vor Zeugung eines genetisch behinderten Kindes (BGHZ 124, 128 ff.).

    Zwar hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 18. März 1980 (BGHZ 76, 259, 265) beiläufig ausgeführt, in den nicht seltenen Fällen, in denen ein junges Ehepaar - etwa um zunächst die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie zu festigen oder den Ausbildungsabschluss eines Elternteils zu erleichtern - nur zunächst ein Kind nicht haben wolle, könne aus der Durchkreuzung des derzeitigen Zeitplans nicht schon auf eine nachhaltige Planwidrigkeit des demnach zur Unzeit geborenen Kindes geschlossen werden.

    Die Haftung des Arztes entfällt nur dann, wenn im Einzelfall der innere Grund der haftungsrechtlichen Zurechnung, nämlich die Störung der Familienplanung, nachträglich weggefallen ist (vgl. Senatsurteile BGHZ 76, 249, 258; 76, 259, 264 f. und vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - aaO, Seite 865), was der beklagte Arzt darzulegen und zu beweisen hat (Senatsurteil BGHZ 76, 259, 265).

    Dies gilt nicht nur bei ehelicher Vaterschaft (Senatsurteil, BGHZ 76, 259, 262), sondern Urteildatenbank, Dr. med.

    29 b) Hinsichtlich des Wertes der Betreuungsleistungen hat der erkennende Senat es nicht beanstandet, dass der Tatrichter einen Zuschlag in Höhe des Barunterhalts zuerkennt (Senatsurteile BGHZ 76, 259, 270 f.; vom 4. März 1997 - VI ZR 354/95 - aaO, S. 699).

    Daran, dass der Zuschlag die Höhe des Barunterhalts nicht erreichen muss, wohl aber erreichen kann (Senatsurteil BGHZ 76, 259, 270 f.), ist festzuhalten.

  • BGH, 11.05.2006 - IX ZR 247/03  

    Wirksamkeit der Abtretung ärztlicher Honorarforderungen in der Insolvenz des

    b) Der Kassenarzt erbringt ärztliche Leistungen aufgrund eines Behandlungsvertrages dienstvertraglichen Charakters mit dem jeweiligen Patienten (BGHZ 76, 259, 261; 97, 273, 276; Bamberger/Roth/Fuchs, BGB Vor § 611 Rn. 13; Uhlenbruck, ZVI 2002, 49, 51; Ries, ZInsO 2003, 1079, 1081).
  • BGH, 17.09.2013 - VI ZR 95/13  

    Ersatz von Arztkosten nach Verkehrsunfall: Erforderlicher Nachweis einer

    Er umfasst jeden unbefugten, weil von der Einwilligung des Rechtsträgers nicht gedeckten Eingriff in die Integrität der körperlichen Befindlichkeit (vgl. Senatsurteile vom 9. November 1993 - VI ZR 62/93, BGHZ 124, 52, 54 und vom 18. März 1980 - VI ZR 247/78, VersR 1980, 558, 559, insoweit in BGHZ 76, 259 nicht abgedruckt; vgl. auch Senatsurteil vom 12. Februar 2008 - VI ZR 221/06, VersR 2008, 644 Rn. 9).
  • BGH, 08.07.2008 - VI ZR 259/06  

    Haftung des Gynäkologen nach erfolgloser Tubensterilisation

    Diese - am Vertragszweck ausgerichtete - Haftung des Arztes hat der Senat insbesondere bejaht für Fälle fehlgeschlagener Sterilisation aus Gründen der Familienplanung (vgl. Senat, BGHZ 76, 249, 255; 76, 259, 262; Urteile vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 175/78 - VersR 1981, 278; vom 10. März 1981 - VI ZR 202/79 - VersR 1981, 730; vom 19. Juni 1984 - VI ZR 76/83 - VersR 1984, 864; vom 27. Juni 1995 - VI ZR 32/94 - VersR 1995, 1099, 1101), bei fehlerhafter Behandlung mit einem empfängnisverhütenden Mittel (vgl. Senat, Urteil vom 14. November 2006 - VI ZR 48/06 - VersR 2007, 109), bei fehlerhafter Beratung über die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkungen eines vom Arzt verordneten Hormonpräparats (vgl. Senat, Urteil vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/92 - VersR 1997, 1422 f.) sowie für Fälle fehlerhafter genetischer Beratung vor Zeugung eines genetisch behinderten Kindes (vgl. Senat, BGHZ 124, 128 ff.).

    Der Senat hat ferner ausgesprochen, dass die Herbeiführung einer ungewollten Schwangerschaft selbst dann, wenn diese ohne pathologische Begleiterscheinungen verläuft, einen Schmerzensgeldanspruch der Frau auslösen kann (vgl. Senat, Urteil vom 18. März 1980 - VI ZR 247/78 - VersR 1980, 558, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 76, 259 ff.).

  • BGH, 04.03.1997 - VI ZR 354/95  

    Umfang des Schadensersatzanspruchs wegen eines ärztlichen Kunstfehlers;

    Deshalb begegnet die Auffassung des Berufungsgerichts, daß der Arzt bei schuldhafter Verletzung eines auf die Prüfung pränataler Schäden gerichteten Vertrags die Eltern vom Unterhaltsbedarf des Kindes freizustellen habe, keinen Bedenken und steht in Einklang mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BGHZ 76, 259, 266 ff., 89, 95, 104 ff. und 124, 128, 134 ff.).

    Auch das steht in Einklang mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BGHZ 76, 259, 270 f., 89, 95, 104, 124, 128, 145).

    Zum Umfang der Schadensersatzpflicht des Arztes in einem Fall der vorliegenden Art hat der erkennende Senat besondere Grundsätze entwickelt, die der Spannungslage zwischen der haftungsrechtlichen und der familienrechtlichen Sphäre Rechnung tragen sollen (vgl. hier zu Senatsurteil BGHZ 76, 259, 267 ff.).

    Wie der Senat in dem in BGHZ 76, 259, 270 f. abgedruckten Urteil grundlegend ausgeführt und in BGHZ 124, 128, 145 f. nochmals verdeutlicht hat, hat der fehlerhaft behandelnde Arzt von den wirtschaftlichen Belastungen, die aus der von ihm zu verantwortenden Geburt eines Kindes hergeleitet werden, nur denjenigen Teil zu übernehmen, der für die Existenzsicherung des Kindes erforderlich ist.

    Der Senat verkennt nicht, daß die dargelegte Haftungsbegrenzung des Arztes in solchen Fällen aus dogmatischer nicht Schwierigkeiten begegnet (vgl. Senatsurteil BGHZ 76, 259, 270), hält sie aber unter dem Blickpunkt sowohl des erforderlichen Zurechnungszusammenhangs wie auch des Schutzzwecks des Behandlungsvertrages für geboten.

  • BGH, 18.01.1983 - VI ZR 114/81  

    Nicht ermöglichte Abtreibung (wrongful life)

  • BGH, 27.06.1995 - VI ZR 32/94  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Aufklärungsmangel, Chirurgie -

  • BGH, 09.11.1993 - VI ZR 62/93  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Organisationsverschulden,

  • BGH, 29.06.1999 - VI ZR 24/98  

    Haftung des behandelnden Arztes für Pflichtverletzungen eines Laborarztes

  • OLG Köln, 25.02.1985 - 7 U 50/82  

    Schmerzensgeld; Höhe von Schmerzensgeld; Sterilisation; Fehlgeschlagene

  • BGH, 10.01.1984 - VI ZR 297/81  

    Rechtsweg für Rechtsstreitigkeiten im Abrechnungsverhältnis zwischen

  • BGH, 15.02.2000 - VI ZR 135/99  

    Schadensersatz bei Nichterkennen einer Schwangerschaft

  • BGH, 22.11.1983 - VI ZR 85/82  

    Unvollständige Beratung über Gefahr des Mongolismus

  • BGH, 13.07.2004 - VI ZR 273/03  

    Überleitung eines Schadensersatzanspruchs der Mutter gegen den Arzt wegen des

  • BSG, 18.10.1995 - 9 RVg 7/93  

    Tätlicher Angriff im Sinne des OEG

  • BGH, 22.09.1981 - VI ZR 257/80  

    Anforderungen an die Bezeichnung des Klagegegenstandes in der Klageschrift

  • OLG Düsseldorf, 09.03.1995 - 8 U 15/94  

    Schmerzensgeld für ungewollte Schwangerschaft

  • BGH, 02.12.1980 - VI ZR 175/78  

    Rechtsnatur von Äußerungen der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands über die

  • BGH, 17.11.2006 - V ZR 71/06  

    Verurteilung zur Zahlung von zukünftigem Erbbauzins bei Vereinbarung einer

  • LG Dortmund, 19.04.2012 - 4 O 320/10  

    Haftung eines Arztes auf Ersatz des Unterhaltsschadens bei unbefugter Herausgabe

  • LG Krefeld, 05.02.1992 - 3 O 127/90  

    BGB § 847

  • OLG Celle, 27.12.2006 - 1 U 82/06  

    Umfang des Schadensersatzes bei Geburt eines nicht gewollten Kindes

  • OLG Saarbrücken, 30.06.2004 - 1 U 386/02  

    Arzthaftung: Unterlassene Rücklaufkontrolle eines zytogenetischen

  • BGH, 28.06.1994 - VI ZR 153/93  

    Ansprüche des Trägers der Unfallversicherung gegen einen Durchgangsarzt wegen

  • OLG Oldenburg, 04.03.2003 - 12 U 36/02  

    Berechnung des Unterhaltsschadens für ein Kind

  • BGH, 10.03.1981 - VI ZR 202/79  

    Tubenligatur - Arzthaftung, Beweislast für Durchführung des Eingriffs liegt beim

  • OLG München, 20.02.1992 - 1 U 2278/91  

    Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen einer vorgenommener

  • BGH, 27.11.1984 - VI ZR 43/83  

    Ersatz der Unterhaltsaufwendungen für ihr Kind wegen fehlgeschlagener

  • OLG Frankfurt, 27.06.1985 - 15 U 59/84  

    Schmerzensgeld; Arzthaftung; Schwangerschaftsabbruch; Beschwerden einer

  • BGH, 25.03.1986 - VI ZR 90/85  

    Haftung des Mitinhabers einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis

  • BGH, 17.12.1985 - VI ZR 178/84  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Behandlung,

  • BGH, 19.06.1984 - VI ZR 76/83  

    Haftung des Arztes für die Folgen einer fehlgeschlagenen Sterilisation

  • LG Duisburg, 27.04.2010 - 1 O 311/07  

    Anspruch auf Zahlung einer monatlichen Geldrente wegen entgangenen Unterhalts

  • OLG Oldenburg, 16.12.1997 - 5 U 65/97  

    Sachverhaltsaufklärung, Krankenunterlagen, Unterrichtung, Beiziehung, Auswertung,

  • BGH, 25.02.1992 - VI ZR 44/91  

    Ersatzpflicht des Arztes für elterlichen Unterhalt bei fehlgeschlagenen

  • BGH, 15.03.1983 - VI ZR 187/81  

    Zeitliche Begrenzung von Schadensersatzrenten eines minderjährigen Kindes

  • OLG Frankfurt, 15.12.2014 - 4 WF 262/14  

    Einordnung des Rechtswegs bei doppelrelevanten Tatsachen

  • OLG Stuttgart, 26.01.1995 - 14 U 62/93  

    Arzthaftung für Diagnosefehler - Schmerzensgeld

  • OLG Nürnberg, 16.09.1986 - 3 U 2021/84  

    Schmerzensgeldes; Fehlerhafte Implantation einer Penisprothese; Ärztlicher

  • LSG Hessen, 07.07.1994 - L 14 KR 2/94  

    Krankenversicherung - Leistungsgewährung - Sozialrechtsverhältnis -

  • LG Heidelberg, 01.08.2012 - 4 O 79/07  

    Arzthaftung: Behandlungsfehler bei Implantation eines Verhütungsimplantats

  • OLG Karlsruhe, 24.04.2002 - 7 U 53/01  

    Arzthaftung: Schadensersatzanspruch nach ungewollter Geburt eines Kindes;

  • LG Heidelberg, 09.06.2010 - 4 O 77/07  

    Schadensersatz wegen fehlender Beratung bzgl. pränataler Diagnosemöglichkeiten,

  • OLG Hamm, 27.01.1999 - 3 U 127/97  
  • OLG Frankfurt, 06.11.2007 - 14 U 44/07  

    Unzulässigkeit einer Klage auf Zahlung künftiger Versicherungsleistungen

  • OLG Hamm, 23.06.1997 - 3 U 206/96  

    Anspruch auf Zahlung von Schmerzensgeld

  • BGH, 11.06.1991 - VI ZR 321/90  

    Nicht-Anrechnung der Erhöhung eines Ortszuschlages im Rahmen einer Bereinigung

  • OLG Karlsruhe, 10.03.1999 - 7 U 204/96  
  • OLG Saarbrücken, 25.09.1985 - 1 U 42/85  
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