Rechtsprechung
   BGH, 26.03.1984 - II ZR 229/83   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Wettbewerbsklauseln zwischen einer GmbH und ihrem Geschäftsführer, die diesen für die Zeit nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses in der beruflichen Tätigkeit beschränken - Die für Handlungsgehilfen geltenden Beschränkungen des § 74 Abs. 2 HGB (Handelsgesetzbuch) - Geltung der für Handlungsgehilfen geltenden Beschränkungen für Angestellte freiberuflich Tätiger - Anwendbarkeit sozialer Schutzvorschriften, die der Gesetzgeber für Arbeitnehmer vorgesehen hat, auf Organmitglieder juristischer Personen - Anwendbarkeit sozialer Schutzvorschriften, die der Gesetzgeber für Arbeitnehmer vorgesehen hat, auf den Geschäftsführer einer GmbH

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Keine Ausdehnung der für Handlungsgehilfen geltenden Beschränkungen auf nachvertragliche Wettbewerbsklauseln zwischen einer GmbH und ihrem Geschäftsführer

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zu den Beschränkungen der Wettbewerbsklausel zwischen einer GmbH und ihrem Geschäftsführer

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

In Nachschlagewerken

Papierfundstellen

  • BGHZ 91, 1
  • NJW 1984, 2366
  • ZIP 1984, 954
  • MDR 1984, 819
  • BB 1984, 1381



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Wird zitiert von ... (54)  

  • BGH, 30.11.2009 - II ZR 208/08

    GmbH-Satzung - Zulässigkeit und Umsetzung des Austritts - Wettbewerbsverbot

    Mit Rücksicht auf die insbesondere bei der Auslegung der zivilrechtlichen Generalklauseln zu beachtenden verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen - hier für die freie Berufsausübung - sind nach ständiger Rechtsprechung des Senats gesellschaftsvertragliche Wettbewerbsverbote nur zulässig, wenn sie nach Ort, Zeit und Gegenstand nicht über die schützenswerten Interessen des Begünstigten hinausgehen und den Verpflichteten nicht übermäßig beschränken (vgl. nur BGHZ 91, 1, 5 f.; Urt. v. 28. April 1986 - II ZR 254/85, ZIP 1986, 1056, 1058; v. 14. Juli 1986 - II ZR 296/85, WM 1986, 1282; v. 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89, ZIP 1990, 586, 588; v. 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707, 1708; v. 8. Mai 2000 - II ZR 308/98, ZIP 2000, 1337, 1338 f.; v. 29. September 2003 - II ZR 59/02, ZIP 2003, 2251, 2252; v. 18. Juli 2005 - II ZR 159/03, ZIP 2005, 1778, 1779, jeweils zum nachvertraglichen Wettbewerbsverbot).
  • OLG Nürnberg, 25.11.2009 - 12 U 681/09

    Wirksamkeit eines nachvertraglichen vertragsstrafenbewehrten Wettbewerbsverbots:

    a) Die Wirksamkeit einer derartigen Vereinbarung ist nicht an §§ 74ff. HGB zu messen, da diese Vorschriften für Organmitglieder, insbesondere Fremdgeschäftsführer einer GmbH, [jedenfalls beim Fehlen einer wirtschaftlichen Abhängigkeit] grundsätzlich nicht anwendbar sind (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 28.04.2008- II ZR 11/07, WM 2008, 1226; Beschluss vom 07.07.2008 - II ZR 81/07, WM 2008, 1744; Scholz/Uwe K Schneider, GmbHG 10. Aufl. § 43 Rn. 175; Zöllner/Noack in: Baumbach/Hueck, GmbHG 18. Aufl. § 35 Rn. 197; vgl. BGH, Urteil vom 10.04.2003 - III ZR 196/02, ZIP 2003, 998).

    Der Schutz der berechtigten Interessen ist hierbei im Rahmen einer Gesamtabwägung mit Ort, Zeit und Gegenstand des Berufsverbots ins Verhältnis zu setzen (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 28.04.1986 - II ZR 254/85, NJW 1986, 2944 - Praxisverkauf; Urteil vom 14.07.1986 - II ZR 296/85, WM 1986, 1282; Urteil vom 16.10.1989 - II ZR 2/89, WM 1990, 13; Urteil vom 29.10.1990 - II ZR 241/89, WM 1990, 2121; Urteil vom 29.01.1996 - II ZR 286/94, NJW-RR 1996, 741; Urteil vom 14.07.1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707; Urteil vom 18.07.2005 - II ZR 159/03, WM 2005, 1752; Beschluss vom 07.07.2008 - II ZR 81/07, WM 2008, 1744; Scholz/Uwe H. Schneider, GmbHG a.a.O. Rn. 1751; Zöllner/Noack in: Baumbach/Hueck, GmbHG a.a.O. § 35 Rn. 198; vgl. MünchKomm-AktG/Spindler, 3. Aufl. § 88 Rn. 47).

    Entsprechende Mandantenschutzklauseln sind bei gegenständlicher Begrenzung zulässig (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 29.10.1990 - II ZR 241/89, WM 1990, 2121; OLG Düsseldorf, Urteil vom 11.07.2008 - 17 U 140/07, in juris veröffentlicht; Scholz/Uwe H. Schneider, GmbHG a.a.O. Rn. 177).

    aa) Es darf zeitlich in der Regel höchstens auf 2 Jahre ausgedehnt sein, denn es ist davon auszugehen, dass der Geschäftsführer nach Ablauf dieser Zeit nicht mehr über besondere Kenntnisse verfügt, die er zum Nachteil der Gesellschaft nutzen könnte (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 16.10.1989 - II ZR 2/89, WM 1990, 13; Urteil vom 29.10.1990 - II ZR 241/89, WM 1990, 2121; Urteil vom 29.01.1996 - II ZR 286/94, NJW-RR 1996, 741).

    Hierin liegt die gebotene gegenständliche und räumliche Begrenzung, denn der Geschäftsführer darf alle anderen denkbaren Kunden bzw. Mandanten am Ort der Gesellschaft wie auch anderenorts betreuen, ohne seine nachvertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft zu verletzen (BGH, Urteil vom 26.03.1984 - II ZR 229/83, BGHZ 91, 1; Urteil vom 16.10.1989 - II ZR 2/89, WM 1990, 13; Urteil vom 08.05.2000 - II ZR 308/98, WM 2000, 1496).

  • BGH, 18.07.2005 - II ZR 159/03

    Grenzen eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots bei Ausscheiden aus einer

    Ihre Wirksamkeit hängt davon ab, daß sie in räumlicher, gegenständlicher und zeitlicher Hinsicht das notwendige Maß nicht überschreiten (vgl. BGHZ 91, 1, 6 f.; Sen.Urt. v. 28. April 1986 - II ZR 254/85, ZIP 1986, 1056, 1058; v. 14. Juli 1986 - II ZR 296/85, WM 1986, 1282; v. 29. Oktober 1990 - II ZR 241/89, WM 1990, 2121, 2122; v. 29. Januar 1996 - II ZR 286/94, NJW-RR 1996, 741, 742; v. 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707, 1708; v. 8. Mai 2000 - II ZR 308/98, WM 2000, 1496, 1498; v. 29. September 2003 - II ZR 59/02, WM 2003, 2334).
  • BVerfG, 07.02.1990 - 1 BvR 26/84

    Handelsvertreter

    Der entsprechende Schutzauftrag der Verfassung richtet sich hier an den Richter, der den objektiven Grundentscheidungen der Grundrechte in Fällen gestörter Vertragsparität mit den Mitteln des Zivilrechts Geltung zu verschaffen hat und diese Aufgabe auch auf vielfältige Weise wahrnimmt (zu Wettbewerbsklauseln in Lebensbereichen, für die spezielle Schutzvorschriften fehlen, vgl. BGHZ 91, 1 [4] = NJW 1984, S. 2366 [2367]; NJW 1986, S. 2944).
  • BGH, 07.07.2008 - II ZR 81/07

    Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung in Geschäftsführeranstellungsvertrag

    Nach ständiger Rechtsprechung des Senats gelten die an dem arbeitsrechtlichen Schutz von Handlungsgehilfen orientierten Vorschriften der §§ 74 ff. HGB grundsätzlich nicht für den Geschäftsführer einer GmbH (vgl. BGHZ 91, 1; Urteil vom 4. März 2002 - II ZR 77/00, ZIP 2002, 709 f. zu b sowie zuletzt Urteil vom 28. April 2008 - II ZR 11/07, BB 2008, 1349).

    Nicht anwendbar ist insbesondere der Grundsatz der bezahlten Karenz gemäß § 74 Abs. 2 HGB (BGHZ 91, 1).

    Das schließt zwar nicht aus, dass die Vereinbarung eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots gemäß § 138 BGB i.V. mit Art. 2, 12 GG nichtig sein kann, wenn das Verbot nicht dem berechtigten geschäftlichen Interesse der Gesellschaft dient oder es nach Ort, Zeit und Gegenstand die Berufsausübung und die wirtschaftliche Tätigkeit des Geschäftsführers unbillig erschwert (BGHZ 91, 1, 5; Sen.Urt. v. 4. März 2002 aaO).

  • BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96

    Wirksamkeit eines gesellschaftsvertraglichen Wettbewerbsverbots; Verbot der

    Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses: Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.; Sen.Urt. v. 9. Mai 1968 - II 2R 158/66, NJW 1968, 1717; BGH, Urt:v. 13,.
  • BGH, 28.04.2008 - II ZR 11/07

    Keine entsprechende Anwendung des § 74c Abs. 1 HGB auf GmbH-Geschäftsführer

    Dem Geschäftsführer einer GmbH muss dagegen überhaupt keine Karenzentschädigung versprochen und später gezahlt werden (Sen. BGHZ 91, 1, 3; Sen. Urt. v. 4. März 2002 - II ZR 77/00, ZIP 2002, 709).
  • BGH, 04.03.2002 - II ZR 77/00

    Verkürzung des Wettbewerbsverbots eines GmbH-Geschäftsführers durch Freistellung

    Soweit es zum Schutz eines derartigen berechtigten Interesses der Gesellschaft erforderlich ist und die Berufsausübung oder sonstige wirtschaftliche Betätigung des Geschäftsführers zeitlich, örtlich und gegenständlich nicht unbillig erschwert wird, also ein Verstoß gegen § 138 BGB nicht vorliegt (vgl. dazu z.B. Sen.Urt. v. 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, NJW 1997, 3089), kann ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot mit einem Geschäftsführer auch ohne Karenzentschädigung vereinbart werden, weil ihm gegenüber die gesetzliche Regelung für Handlungsgehilfen des § 74 Abs. 2 HGB nicht gilt (Sen., BGHZ 91, 1, 5; Urt. v. 17. Februar 1992 aaO).
  • OLG Düsseldorf, 03.12.1998 - 6 U 151/98

    Nachvertragliches Wettbewerbsverbot eines GmbH-Geschäftsführers

    Die Rechtsprechung mißt solche nachvertraglichen Wettbewerbsverbote an § 138 BGB , wobei sie jedoch "strenge" Anforderungen stellt ( BGHZ 91, 1 ,5; BGH GmbHR 1990, 77 = MittRhNotK 1990, 54; OLG Düsseldorf GmbHR 1993, 581 ff.; Scholz, a.a.O., Rn. 135; Hachenburg, B. Aufl., § 35 GmbHG , Rn. 313).

    Es muß dem Schutz eines berechtigten geschäftlichen Interesses der Gesellschaft dienen und darf die Berufsausübung oder wirtschaftliche Betätigung des Geschäftsführers nicht unbillig erschweren ( BGHZ 91, 1, 7; OLG Düsseldorf GmbHR 1993, 581, 582 m.w.N.).

    Deshalb muß ein Wettbewerbsverbot auf das örtlich, zeitlich und gegenständlich notwendige Maß beschränkt bleiben ( BGHZ 91, 1, 6 f.; BGH GmbHR 1991, 15, 16; OLG Düsseldorf GmbHR 1993, 581, 582; Hachenburg, a.a.O.; Lutter/Hommelhoff, a.a.O., Anh. § 6, Rn. 25 m.w.N.).

    Schutzklauseln nur dann berechtigt sein können, wenn mit ihnen unter angemessenen Bedingungen verhindert werden soll, daß ein vorübergehend tätig gewesener Geschäftsführer nach seinem Ausscheiden Kunden abzieht, zu denen er nur aufgrund seiner Tätigkeit für die GmbH Verbindung gewinnen konnte, oder daß er sich sonstige interne Informationen zunutze macht, zu denen er sich nur durch seine zeitweilige Geschäftsführertätigkeit Zugang hat verschaffen können ( BGHZ 91, 1, 7; OLG Düsseldorf, a.a.O.).

    An einer so weitgehenden Bindung besteht kein schutzwürdiges Interesse der KI., denn ein solches wird generell verneint, wenn es darin bestehen soll, den ehemaligen Geschäftsführer für einen bestimmten Zeitraum als Konkurrenten völlig auszuschalten ( BGHZ 91, 1, 7; OLG Düsseldorf, a.a.O.; OLG Hamm GmbHR 1988, 344, 345; Hachenburg, a.a.O., Rn. 316).

  • OLG Düsseldorf, 22.08.1996 - 6 U 150/95

    Vereinbarung eines nachträglichen Wettbewerbsverbots mit GmbH-Geschäftsführer

    In Rechtsprechung und Schrifttum ist allgemein anerkannt, daß eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit ihrem Geschäftsführer ein über dessen Amtszeit hinausreichendes Wettbewerbsverbot vereinbaren kann (vgl. BGHZ 91, 1, 5 = NJW 1984, 2366, 2367; OLG Düsseldorf (16. Zivilsenat) NJW-RR 1993, 25, 36; Scholz/Schneider, GmbHG , 8. Aufl., § 43 GmbHG , Rdn. 135; Rowedder/Koppensteiner, GmbHG , 2. Aufl., § 35 GmbHG , Rdn. 91 m.w.Nachw.; Baumbach/Hueck/Zöllner, GmbHG , 16. Aufl., § 35 GmbHG , Rdn. 22 u. 107; Hachenburg/Mertens, GmbHG , 7. Aufl., § 35 GmbHG , Rdn. 203 f.).

    Das Wettbewerbsverbot muß vor allem dem Schutz eines berechtigten Unternehmerinteresses dienen und darf nach Ort, Zeit und Gegenstand die Berufsausübung und wirtschaftliche Betätigung des Geschäftsführers nicht unbillig erschweren (vgl. BGH NJW 1968, 1717; BGHZ 91, 1, 6 = NJW 1984, 2366, 2367; BGH GmbHR 1991, 310 ; OLG Hann GmbHR 989, 256 f.; OLG Düsseldorf (16. Zivilsenat) NJW-RR 1993, 35, 36; Scholz/Schneider, aaO., § 43 GmbHG , Rdn. 135; Hachenburg/Mertens, aaO., § 35 GmbHG , Rdn. 204).

    Insbesondere wird das Wettbewerbsverbot in einer angemessenen Weise begrenzt und darauf beschränkt zu verhindern, daß der Kläger nach seinen Ausscheiden bei der Beklagten etwa Kunden abzieht, zu denen er nur aufgrund seiner Tätigkeit für die Gesellschaft Verbindung gewinnen konnte, oder daß er sonstige interne Informationen ausnutzt, zu denen er sich nur durch seine Tätigkeit Zugang hat verschaffen können (vgl. BGHZ 91, 1, 6 = NJW 1984, 2366, 2367; OLG Düsseldorf (16. Zivilsenat) NJW-RR 1993, 35, 36).

    Während sich eine unmittelbare Anwendung der vorgenannten Normen nach allgemeiner Meinung, der zuzustimmen ist, schon vom Wortlaut her verbietet (vgl. BGH NJW 1968, 1717; BGHZ 91, 1, 3 = NJW 1984, 2366; OLG Frankfurt/Main GnbHR 1973, 58; OLG Koblenz WM 1985, 1484, 1485; Scholz/Schneider, aaO., § 43 GmbHG , Rdn. 135 a; Baumbach/Hueck/Zöllner, aaO., § 35 GmbHG , Rdn. 107 n.w.Nachw.; Lutter/Hommelhoff, GmbHG , 14. Aufl., Anh. zu § 6 GmbHG , Rdn. 25; Rowedder/Koppensteiner, aaO., § 35 GmbHG , Rdn. 91; Hachenburg/Mertens, aaO., § 35 GmbHG , Rdn. 205), ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten, ob die §§ 74 ff. HGB auf ein mit einem Organmitglied einer Kapitalgesellschaft vereinbartes Wettbewerbsverbot entsprechend anwendbar sind.

    Der Bundesgerichtshof differenziert hinsichtlich der analogen Anwendbarkeit der §§ 74 ff. HGB auf Wettbewerbsabreden mit Organmitgliedern in der Weise, daß er eine entsprechende Anwendung der Normen nur insoweit bejaht, als sie dazu dienen, die besonderen Interessen des Unternehmens zu sichern; soweit die handelsrechtlichen Vorschriften hingegen soziale Schutzrechte enthalten, scheidet nach Auffassung des Bundesgerichtshofs eine analoge Anwendung der §§ 74 ff. HGB aus, weil die vorgenannten gesetzlichen Bestimmungen insoweit ihre Rechtfertigung nur in den besonderen Abhängigkeitsverhältnis des Handlungsgehilfen fänden (vgl. BGH NJW 1992, 1892, 1893 = WM 1992, 653 ; grundlegend auch schon BGHZ 91, 1 ff. = NJW 1984, 2366; BGH NJW-RR 1990, 1312 = ZIP 1990, 1196 ).

    Dies gilt umsomehr, als das Organmitglied einer Gesellschaft das Unternehmen in viel stärkerem Maße als ein Arbeitnehmer repräsentiert mit der Folge, daß nach seinen Ausscheiden auch eine viel größere Gefahr besteht, dem Unternehmen durch die Aufnahme einer Konkurrenztätigkeit Schaden zuzufügen (vgl. BGHZ 91, 1, 6 = NJW 1984, 2366, 2367).

  • BGH, 17.02.1992 - II ZR 140/91

    Entlassung des GmbH-Geschäftsführers aus nachvertraglichem Wettbewerbsverbot

  • BGH, 29.10.1990 - II ZR 241/89

    Wirksamkeit eines Wettbewerbsverbots

  • OLG München, 02.08.2018 - 7 U 2107/18

    Gesellschaft, Rechtsmittel, Wirksamkeit, Wettbewerbsverbot, Klausel, Verbot,

  • BGH, 28.04.1986 - II ZR 254/85

    Vereinbarung eines Wettbewerbsverbots nach Übernahme einer Rechtsanwaltspraxis

  • BSG, 09.08.1990 - 11 RAr 119/88

    Abhängige Beschäftigung als GmbH-Geschäftsführer, Erstattungspflicht wegen eines

  • BGH, 16.10.1989 - II ZR 2/89

    Gesellschaftsvertragliches Wettbewerbsverbot für den lediglich als

  • LG Wuppertal, 06.06.2006 - 19 O 405/05

    Unterlassung des vertragswidrigen Verhaltens eines Geschäftsführers wegen des

  • BGH, 29.01.1996 - II ZR 286/94

    Wirksamkeit einer Mandantenschutzklausel in einem Sozietätsvertrag

  • OLG Köln, 29.03.2007 - 18 U 71/06

    Ausschluss der Karenzentschädigung für nachverträgliches Wettbewerbsverbot bei

  • BAG, 09.03.1993 - 9 AZR 390/91

    Optionsrecht auf zukünftige Forschungsergebnisse - Wettbewerbsverbot

  • BGH, 15.03.1989 - VIII ZR 62/88

    Sittenwidrigkeit eines Wettbewerbsverbots; Erstreckung der Gesamtnichtigkeit

  • OLG Düsseldorf, 19.03.2007 - 9 U 46/07

    Sittenwidriges Wettbewerbsverbot nach Ausscheiden aus einer Praxisgemeinschaft

  • BGH, 26.01.1989 - X ZR 23/87

    Wirksamkeit einer Schiedsgerichtsvereinbarung; Einseitige Bestellung des

  • OLG Stuttgart, 01.08.2001 - 20 U 55/01

    Wirksamkeit eines Wettbewerbsverbots in einem Sozietätsvertrag zwischen

  • OLG München, 19.11.2008 - 7 U 1882/08

    Anstellungs- und Aufhebungsvertrag des Geschäftsführers einer GmbH: Anspruch

  • OLG Karlsruhe, 10.01.2006 - 8 U 27/05

    GmbH-Anteilseinziehung: Bemessung des Abfindungsentgelts bei der

  • OLG Köln, 05.10.2000 - 12 U 62/00

    Umfang der Beteiligung an einer GbR gibt keinen Aufschluss über die

  • OLG Oldenburg, 17.02.2000 - 1 U 155/99

    Vertragsstrafe wegen Verstoßes eines abberufenen und freigestellten

  • BGH, 15.04.1991 - II ZR 214/89

    Anrechnung des Arbeitslosengeldes eines Geschäftsführers einer GmbH auf die

  • OLG Karlsruhe, 25.06.2008 - 7 U 133/07
  • OLG Celle, 13.09.2000 - 9 U 110/00

    Nachvertragliches Wettbewerbsverbot für den ausgeschiedenen Geschäftsführer einer

  • OLG Stuttgart, 21.02.2001 - 20 U 57/00

    Zulassung als Kassenarzt - öffentlich-rechtlicher Akt - Übernahme einer

  • OLG München, 22.01.1997 - 7 U 4756/96

    Voraussetzungen für die Wirksamkeit eines zwischen einer Ein-Mann-GmbH und einem

  • OLG Stuttgart, 06.07.2001 - 3 O 273/01
  • OLG Köln, 15.05.1998 - 19 U 25/98

    Vertragsstrafenregelung im AGB

  • BGH, 14.07.1986 - II ZR 296/85

    Tätigkeit als Mitgesellschafter und Geschäftsführer einer im Paketreiseservice

  • LG Mönchengladbach, 29.06.2007 - 7 O 9/07

    Steuerberatungsgesellschaft hat gegen einen ehemals bei ihr beschäftigten

  • OLG Frankfurt, 24.01.2003 - 13 U 15/01

    Nachvertragliches Wettbewerbsverbot: EDV-Spezialist als wirtschaftlich abhängiger

  • BGH, 23.06.1988 - III ZR 75/87

    Rückabwicklung eines finanzierten Abzahlungskaufs

  • FG Hamburg, 29.06.2001 - II 202/00

    Überstundenvergütungen eines Gesellschafter-Geschäftsführers als verdeckte

  • OLG Celle, 27.06.2013 - 2 U 3/13

    Unternehmenspachtvertrag: Inhalt der Rückgabepflicht des Unternehmenspächters

  • OLG Köln, 04.02.2000 - 4 U 37/99

    Zahlung einer Karenzentschädigung nach Verzicht auf ein vertraglich vereinbartes

  • OLG Hamm, 15.02.1993 - 8 U 154/92

    Nichtigkeit eines in einem Gesellschaftsvertrag normierten Wettbewerbsverbot;

  • OLG Düsseldorf, 08.01.1993 - 16 U 73/92

    Abberufung als Geschäftsführer ; Kündigung des

  • OLG Hamm, 18.03.1991 - 8 U 277/90
  • OLG Düsseldorf, 23.10.1996 - 15 U 162/95

    Nachvertragliches Wettbewerbsverbot unter GmbH-Gesellschaftern

  • OLG Koblenz, 26.11.1992 - 6 U 1354/92

    Kaufvertrag über ein Fingernagelstudio und Sonnenstudio; Nichtigkeit eines

  • BayObLG, 05.11.1987 - BReg. 3 Z 67/87

    Beschwerde; Beanstandung; Zurückweisung; Anmeldung; Handelsregister

  • LAG Nürnberg, 21.07.1994 - 5 Sa 391/94

    Voraussetzungen für die Aushändigung einer ein nachvertragliches

  • OLG Düsseldorf, 21.06.2002 - 17 U 248/01

    Rechtmäßigkeit eines gegenüber einem Assistenzarzt einer Gemeinschaftspraxis für

  • OLG Schleswig, 17.03.2000 - 1 U 8/00

    Anspruch einer Firma gegen ehemaligen Geschäftsführer auf Unterlassung einer

  • OLG Rostock, 19.07.1995 - 2 U 22/95

    Abschluss eines Gesellschaftsvertrages zur Gründung einer GmbH; Durchsetzung

  • LAG Nürnberg, 14.07.1994 - 5 Sa 391/94

    Nachvertragliches Wettbewerbsverbot

  • LG Braunschweig, 07.01.1988 - 7 S 204/87
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