Rechtsprechung
   BGH, 19.12.1984 - I ZR 181/82   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion

    Geltung des Verbots der Gewährung von Sondervergütungen an Versicherungsnehmer auch für Versicherungsmakler - Verfahrensfehlerhaftigkeit des Absehens von einer Beweisaufnahme - Anstreben eines sachlich ungerechtfertigten Wettbewerbsvorsprungs von Mitbewerbern - Wettbewerbswidrigkeit eines Verstoßes gegen die Anordnung des Reichsaufsichtsamts für Privatversicherung - Rechtsmißbräuchlichkeit der Berufung auf Testanfragen im Rahmen der Verfolgung eines Wettbewerbsverstoßes

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verbot der Gewährung von Sondervergütung durch Lebensversicherungsunternehmern; Berufung auf Testanfragen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 93, 177
  • NJW 1985, 3018
  • MDR 1985, 553
  • GRUR 1985, 447
  • VersR 1985, 485



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Wird zitiert von ... (19)  

  • BGH, 09.07.2009 - 5 StR 263/08  

    Bestechlichkeit und Untreue eines Verantwortlichen des

    b) Nicht durchgreifend ist auch der weitere Einwand der Revisionen, die Vereinbarung wirtschaftlich günstigerer Konditionen hätte gegen § 81 Abs. 2 Satz 4 VAG (sogenanntes Provisionsabgabeverbot; Anordnung des Reichsaufsichtsamts für Privatversicherung vom 8. März 1934, VerAfP 1934, 99, 100; zu deren Fortgeltung als Bundesrechtsverordnung vgl. BGHZ 93, 177, 178 f.; 159, 334, 338 f.; BGH NStZ 2001, 545) verstoßen.
  • BGH, 17.06.2004 - III ZR 271/03  

    Rechtsnatur des Verbots der Gewährung von Sondervergütungen durch

    Seit Inkrafttreten des Grundgesetzes gilt sie als Bundesrecht fort (vgl. BGHZ 93, 177, 179 m.w.N. und Verlautbarung des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen VersR 1989, 942).

    aa) Zu den nach der Anordnung betreffend Lebensversicherung unzulässigen Sondervergütungen an Versicherungsnehmer (oder versicherte Personen) zählt insbesondere die Gewährung von Provisionen (vgl. Rundschreiben R 3/94 des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen vom 10. November 1994 "Hinweise zu Sondervergütungen und Begünstigungsverträgen in der Lebensversicherung" Abschnitt II Nr. 1 1.1 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 VerBAV 1995, 3; BGHZ 93, 177).

    Zudem können nur die Vermittler von Versicherungsverträgen und möglicherweise die das Versicherungsunternehmen vertretenden Personen (§ 9 OWiG ) Täter einer nach § 144a Abs. 1 Nr. 3 VAG bußgeldbedrohten Zuwiderhandlung gegen die Anordnung sein (vgl. Dreher aaO S. 2; Winter aaO; Goldberg/Müller aaO § 81 Rn. 61; Kollhosser aaO § 144a Rn. 12; s. auch BGHZ 93, 177, 181).

    Ursprünglicher Anlaß der in der Notsituation des Jahres 1923 in das Versicherungsaufsichtsgesetz eingefügten Ermächtigung zum Erlaß von Vorschriften über das Verbot von Begünstigungsverträgen und Sondervergütungen (§ 81 Abs. 2 Satz 4 und 5 VAG) war es, eine weitere Steigerung der Verwaltungskosten der Versicherungsunternehmen zu vermeiden (vgl. Begründung der Bundesregierung zu dem Entwurf eines Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG BT-Drucks. 12/6959 S. 83; BGHZ 93, 177, 180 f und Kollhosser aaO § 81 Rn. 69 f jeweils m.w.N. aus der Entstehungsgeschichte; Verlautbarung des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen VersR 1989, 942).

  • OLG Köln, 11.11.2016 - 6 U 176/15  

    Wettbewerbswidrigkeit eines Verstoßes gegen das sog. Provisionsabgabeverbot gem.

    Soweit der BGH im Jahr 1984 noch das "Provisionsabgabeverbot" im Ergebnis als Marktverhaltensvorschrift verstanden haben dürfte (Urteil vom 19.12.1984, I ZR 181/82, VersR 1985, 425:.

    Zudem können nur die Vermittler von Versicherungsverträgen und möglicherweise die das Versicherungsunternehmen vertretenden Personen (§ 9 OWiG ) Täter einer nach § 144a Abs. 1 Nr. 3 VAG bußgeldbedrohten Zuwiderhandlung gegen die Anordnung sein (vgl. Dreher aaO S. 2; Winter aaO; Goldberg/Müller aaO § 81 Rn. 61; Kollhosser aaO § 144a Rn. 12; s. auch BGHZ 93, 177, 181).

    Ursprünglicher Anlaß der in der Notsituation des Jahres 1923 in das Versicherungsaufsichtsgesetz eingefügten Ermächtigung zum Erlaß von Vorschriften über das Verbot von Begünstigungsverträgen und Sondervergütungen (§ 81 Abs. 2 Satz 4 und 5 VAG) war es, eine weitere Steigerung der Verwaltungskosten der Versicherungsunternehmen zu vermeiden (vgl. Begründung der Bundesregierung zu dem Entwurf eines Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG BT-Drucks. 12/6959 S. 83; BGHZ 93, 177, 180 f und Kollhosser aaO § 81 Rn. 69 f jeweils m.w.N. aus der Entstehungsgeschichte; Verlautbarung des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen VersR 1989, 942).

  • BGH, 25.02.1992 - X ZR 41/90  

    Nicola

    Verwerfliche Mittel sind auch rechtswidrige Handlungen des testenden Mitbewerbers, und zwar nicht nur Straftaten, sondern auch sonstige von der Rechtsordnung verbotene Handlungen, weil grundsätzlich nicht deshalb Rechtsverletzungen hingenommen werden können, damit konkurrierende Unternehmen ihre wettbewerblichen Interessen besser verfolgen können (BGH, Urt. v. 3.11.1988 - I ZR 231/86, GRUR 1989, 113, 114 - Mietwagen-Testfahrt; vgl. auch BGH, Urt. v. 14.4.1965 - Ib ZR 72/63, BGHZ 43, 35,, 367 = GRUR 1965, 612 - Warnschild; BGH, Urt. v. 2.4.1965 - Ib ZR 71/63, GRUR 1965, 607, 609 - Funkmietwagen; BGH, Urt. v. 19.12.1984 - I ZR 181/82, GRUR 1985, 447, 450 - Provisionsweitergabe; Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsrecht, 16. Aufl., § 1 Rdn. 245 ff. m.w.N.).
  • VG Frankfurt/Main, 24.10.2011 - 9 K 105/11  

    Provisionsabgabeverbot für Versicherungsvermittler/innen

    Die seinerzeitige Gesetzesbegründung stellte allerdings die Vermeidung höherer Verwaltungskosten bei den Versicherungsgesellschaften in den Mittelpunkt ihrer Erwägungen (Kollhosser in Prölls, VAG, 12. Aufl., § 81 VAG Rn. 69; BGH U. v. 19.12.1984 - I ZR 181/82 - BGHZ 93, 177, 181, 183).
  • OLG Düsseldorf, 28.01.2010 - 2 U 127/08  

    Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für Ansprüche aus der

    Verwerfliche Mittel sind auch rechtswidrige Handlungen des testenden Mitbewerbers, und zwar nicht nur Straftaten, sondern auch sonstige von der Rechtsordnung verbotene Handlungen, weil grundsätzlich Rechtsverletzungen nicht deshalb hingenommen werden können, damit konkurrierende Unternehmen ihre wettbewerblichen Interessen besser verfolgen können (BGH, GRUR 1989, 113, 114 - Mietwagen-Testfahrt; BGH, GRUR 1992, 612, 614 - Nicola; vgl. auch BGH, GRUR 1965, 612 - Warnschild; BGH, GRUR 1965, 607, 609 - Funkmietwagen; BGH, GRUR 1985, 447, 450 - Provisionsweitergabe).
  • OLG Düsseldorf, 28.01.2010 - 2 U 128/08  

    Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für Ansprüche aus der

    Verwerfliche Mittel sind auch rechtswidrige Handlungen des testenden Mitbewerbers, und zwar nicht nur Straftaten, sondern auch sonstige von der Rechtsordnung verbotene Handlungen, weil grundsätzlich Rechtsverletzungen nicht deshalb hingenommen werden können, damit konkurrierende Unternehmen ihre wettbewerblichen Interessen besser verfolgen können (BGH, GRUR 1989, 113, 114 - Mietwagen-Testfahrt; BGH, GRUR 1992, 612, 614 - Nicola; vgl. auch BGH, GRUR 1965, 612 - Warnschild; BGH, GRUR 1965, 607, 609 - Funkmietwagen; BGH, GRUR 1985, 447, 450 - Provisionsweitergabe).
  • LG Hamburg, 23.11.2007 - 608 KLs 3/07  

    Zur Amtsträgereigenschaft bei Verantwortlichen öffentlich-rechtlich organisierter

    Dieses Verbot gilt auch für Versicherungsvermittler (BGH, Urt. v. 19. Dezember 1984, I ZR 181/82, BGHZ 93, 177 ff.; vgl. auch BGH, Urt. v 4. April 2001, 1 StR 582/00, NStZ 2001, 545, 545).
  • BGH, 04.04.2001 - 1 StR 582/00  

    Untreue (Nichtherausgabe erlangter personengebundener Vorteile);

    Versicherungsunternehmen und Versicherungsvermittlern war die Gewährung sogenannter Sondervergütungen an Versicherungsnehmer durch Verordnungen der zuständigen Aufsichtsbehörde auf der Grundlage des § 81 Abs. 2 Satz 3 VAG untersagt (sog. Provisionsabgabeverbot; Anordnung des Reichsaufsichtsamts für Privatversicherung vom 8. März 1934, VerAfP 1934, 99, 100; zu deren Fortgeltung als Bundesrechtsverordnung und zur Auslegung siehe Kollhosser in Prölls VAG 11. Aufl. § 81 Rdn, 93, 98; Verordnung des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen über das Verbot von Sondervergütungen und Begünstigungsverträgen in der Schadensversicherung vom 17. August 1982, BGBl. I 1234; vgl. auch BGHZ 93, 177).
  • BGH, 09.11.1988 - I ZR 230/86  

    Mietwagen-Mitfahrt

    Hierunter fallen insbesondere in den Bereich der Strafbarkeit reichende oder anderweit verwerfliche Mittel, unter anderem auch die Anwendung besonderer Verführungskünste (vgl. BGHZ 43, 359 - Warnschild; BGH, Urteile v. 2.4.1965 - Ib ZR 71/63, GRUR 1965, 607, 609 - Funkmietwagen, v. 19.12.1984 - I ZR 181/82, GRUR 1985, 447, 450 - Provisionsweitergabe durch Lebensversicherungsmakler und v. 3.11.1988 - I ZR 231/86 - Mietwagen-Testfahrt).
  • BGH, 03.11.1988 - I ZR 231/86  

    Mietwagen-Testfahrt

  • BGH, 05.10.1989 - I ZR 201/87  

    Beförderungsauftrag; Eingang eines Beförderungsauftrages am Betriebssitz oder in

  • FG Köln, 14.09.2000 - 13 K 3298/00  

    Zur Voraussetzung der allgemeinen Interessenvertretung für die Annahme eines

  • OLG Stuttgart, 04.12.2014 - 2 U 158/12  

    Wettbewerbsverstöße von Lotterieveranstaltern und Lottoannahmestellen:

  • OLG München, 19.10.1999 - 25 U 3393/99  

    Zurückverweisung des Rechtsstreits nach Erlaß eines Aufrechnungsvorbehaltsurteils

  • OLG Saarbrücken, 12.03.2002 - 7 U 543/01  

    Gewährung von Sondervergütungen an Versicherungsnehmer

  • OLG Hamburg, 15.02.2000 - 9 U 174/98  
  • OLG Köln, 18.06.1990 - 10 U 13/90  

    Verbot der Gewährung von Sondervergütungen für Versicherungsvermittler durch

  • BGH, 12.02.1986 - IVa ZR 159/84  

    Geltendmachung eines Anspruchs auf Zahlung von Tagegeld und Krankenhaustagegeld

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