Rechtsprechung
   BGH, 14.01.1986 - VI ZR 48/85   

Narbenkorrektur

§ 249 Abs. 2 Satz 1 BGB, kein Schadenersatz für fiktive Heilbehandlungskosten, 'Zweckgebundenheit' (Argument: § 253 BGB aF);

§ 256 ZPO, Anerkennung

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zur Erstattungsfähigkeit fiktiver Heilungskosten

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB §§ 249, 253
    Kosten einer kosmetischen Operation

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • verkehrslexikon.de (Leitsatz und Auszüge)

    Fiktiver Schadensersatz - Personenschaden - Schadensersatz - Schadensminderung - Schadenspositionen - Schmerzensgeld

Besprechungen u.ä.

  • ziegler-marburg.de PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Fiktiver Schadensersatz für Körperschäden (RA Dr. Hans-Berndt Ziegler und Christian Konrad Hartwig; VersR 2012, 1364-1367)

Papierfundstellen

  • BGHZ 97, 14
  • NJW 1986, 1538
  • NJW-RR 1986, 702 (Ls.)
  • MDR 1986, 486
  • VersR 1986, 550
  • JR 1986, 365



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Wird zitiert von ... (29)  

  • BGH, 04.06.1992 - IX ZR 149/91

    Vollstreckbarerklärung eines US-Schadensersatzurteils

    Der Revision ist zwar zuzugeben, daß im deutschen Schadensersatzrecht dem Geschädigten bei Personenschäden - anders als bei Sachschäden (BGHZ 66, 239, 241 ff.) - keine Dispositionsbefugnis darüber eingeräumt ist, ob er den zur Herstellung erforderlichen Geldbetrag tatsächlich zur Schadensbeseitigung verwenden will, und er deshalb keine »fiktiven« Behandlungskosten ersetzt verlangen kann (BGHZ 97, 14, 18 ff).

    Die abweichende Regelung des deutschen Rechts, das für Personenschäden keine Dispositionsfreiheit kennt, beruht vor allem darauf, daß ein Ersatz für nicht zu behandelnde und damit letztlich hingenommene körperliche oder geistigseelische Schaden in Wahrheit eine Entschädigung für die fortdauernde Gesundheitsbeeinträchtigung unter Umgehung von § 253 BGB darstellen würde (BGHZ 97, 14, 19).

  • OLG Frankfurt, 22.04.2010 - 22 U 153/08

    Rückforderung von (Zahn-)Arzthonorar

    Der Senat geht - wie schon das Landgericht - zugunsten der Klägerin davon aus, dass sie ihren Klageanspruch hilfsweise auf die Erstattung der ihr tatsächlich entstandenen (vgl. OLG München, Beschluss vom 1. Februar 2006 - 1 U 4756/05 - zitiert nach Juris Rn 18; BGH, Urteil vom 14. Januar 1986 - VI ZR 48/85 - VersR 1986, 550 ff) Kosten für die anderweitige Neuherstellung ihres Zahnersatzes stützt.
  • BGH, 06.11.1986 - VII ZR 97/85

    Schadensersatz nach Veräußerung des mangelhaften Bauwerks

    Der Geschädigte hat vielmehr grundsätzlich die Möglichkeit, das Fahrzeug unrepariert zu veräußern und sodann die Kosten einer jetzt für ihn nur noch fiktiven Instandsetzung ersetzt zu verlangen (BGH NJW 1985, 2469 m. w. Nachw.; vgl. auch BGHZ 97, 14 [BGH 14.01.1986 - VI ZR 48/85]).
  • OLG Naumburg, 13.12.2007 - 1 U 10/07

    Vertrag auf zahnprothetische Behandlung als Dienstvertrag - vorzeitiger Abbruch

    Denn die Prothese war für den Beklagten nicht völlig wertlos und unbrauchbar, weil er die Prothese unbestritten seit mehr als drei Jahren in unveränderter Form benutzt (ebenso OLG Düsseldorf, Urteil v. 8. April 2004, I-8 U 96/03 - VersR 2005, 1737, im Anschluss an BGH, Urteil v. 14. Januar 1986, VI ZR 48/85 - NJW 1986, 1538; abweichend hiervon die Fallgestaltungen OLG Koblenz, Urteil v. 7. Januar 1993, 5 U 1289/92 - VersR 1993, 1486; OLG München, Urteil v. 4. März 1993, 1 U 2942/92 - OLGR München 1993, 218 und Hanseat. OLG Hamburg, Urteil v. 25. November 2005, 1 U 6/05 - OLGR Hamburg 2006, 128).
  • LG Osnabrück, 10.12.2018 - 7 O 1610/18

    Urteil wegen verlorener Zahnprothese

    Edition, Stand 01.08.2018, § 249 Rn. 77; BGH, Urteil vom 14.01.1986 - VI ZR 48/85 =.

    NJW 1986, 1538, 1539; Oetker in: Münchner Kommentar zum BGB, 7. Auflage 2016, §.

    BGH, Urteil vom 14.01.1986 - VI ZR 48/85 = NJW 1986, 1538, 1539 unter Ziffer II 2b).

    (vgl. BGH, Urteil vom 14.01.1986 - VI ZR 48/85 = NJW 1986, 1538, 1539 unter Ziffer II.

  • OLG München, 01.02.2006 - 1 U 4756/05

    Behauptung und Nachweis der Behandlungsabsicht bei Schadensersatzforderung

    Ob die Behauptung glaubhaft ist, kann das Gericht anhand von Indizien (zum Beispiel Art der Gesundheitsbeeinträchtigung, bisherige Maßnahmen des Geschädigten) beurteilen (Anschluss an BGH NJW 1986, 1538).

    Nach BGH NJW 1986, 1538 kann der Verletzte Behandlungskosten gemäß § 249 Satz 2 BGB daher nur verlangen, wenn er die Absicht hat, die Behandlung auch tatsächlich durchführen zu lassen.

    Der vom BGH entschiedene Fall NJW 1986, 1538 unterscheidet sich dadurch vom vorliegenden Verfahren, dass die Nachbehandlungskosten (für eine kosmetische Narbenoperation) feststanden.

  • OLG Stuttgart, 21.10.2009 - 3 U 86/09

    Schadenersatz- und Schmerzensgeldanspruch auf Grund eines Verkehrsunfalls:

    Nach § 249 Abs. 2 S. 1 BGB ist bei der Verletzung einer Person für Heilbehandlungskosten nur dann Ersatz zu leisten, wenn es sich um erforderliche Herstellungskosten gehandelt hat (BGHZ 97, 14).
  • OLG Hamm, 27.03.2001 - 27 U 151/00

    Schadensersatz und Schmerzensgeld für die Verletzung durch ein Tier, Sturz nach

    Die Klägerin macht nämlich keine fiktiven Kosten einer nicht beabsichtigten Behandlung, die tatsächlich nicht ersatzfähig wären (vgl. hierzu BGH in NJW 1986, 1538 f.), geltend, sondern vor Durchführung einer von ihr ernsthaft beabsichtigten Maßnahme Ersatz der voraussichtlich entstehenden Kosten.
  • OLG Köln, 30.03.2015 - 5 U 139/14

    Entfallen des Honoraranspruchs eines Zahnarztes wegen Behandlungsfehlern

    Ein Vorschussanspruch für eine fehlerbedingt erforderliche, aber noch nicht durchgeführte bzw. konkret in Angriff genommene Nachbehandlung steht dem betroffenen Patienten nach allgemeiner Auffassung in Rechtsprechung und Literatur [statt vieler etwa: BGHZ 97, 14, Juris-Rn. 11 ff., 14 sowie 15 und 16 - st. Rspr.; Martis/Winkhart, Arzthaftungsrecht, 4. Aufl., 2014, Rn. A 420 m. v. w. N.] nicht zu.

    In Fällen der hier in Rede stehenden Art, in denen der Patient davon ausgeht, dass fehlerbedingt Nachbehandlungsmaßnahmen erforderlich sind, die er aber - aus welchen Gründen auch immer - noch nicht konkret in Angriff genommen hat, verbleibt somit die Möglichkeit, den in Höhe der Herstellungskosten, d. h. in Höhe der Nachbehandlungskosten angestrebten Schadensersatz mit einem Antrag auf Feststellung der Kostentragungspflicht durch den Schädiger zu verfolgen [vgl. hierzu etwa: Martis/Winkhart, a. a. O., m. v. w. N.; vgl. hierzu auch BGHZ 97, 14, Juris-Rn. 11 ff., 16].

  • OLG Bamberg, 15.01.2004 - 1 U 107/03

    Schadensersatz wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht auf der

    Anders als bei Sachschäden ist die Ersatzpflicht bei Personenschäden zwar davon abhängig, dass der Geschädigte die Gesundheitsbehandlung vornehmen lässt oder zumindest lassen will (vgl. BGHZ 97, 14; Wussow a.a.O., Rdnr. 3).
  • OLG Köln, 12.01.2005 - 5 U 96/03

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Behandlung, Zahnarzt,

  • OLG Hamm, 11.09.2002 - 9 W 7/02

    Personenschaden; Schmerzensgeld; Bemessungsgesichtspunkte im Fall sehr schwerer

  • OLG Köln, 19.05.1999 - 5 U 247/98

    Kein Anspruch auf Ersatz fiktiver Heilbehandlungskosten

  • OLG München, 27.09.1988 - 5 U 6599/87
  • LG Mainz, 02.07.2001 - 7 O 463/95
  • OLG München, 14.12.2012 - 10 U 1161/12

    Schadensersatz nach Verkehrsunfall: Ersatzfähigkeit der Kosten für den Besuch

  • LG Saarbrücken, 12.02.2010 - 13 S 221/09

    Bei angefallenen Behandlungskosten hat unfallgeschädigter Arzt trotz

  • BGH, 17.04.2008 - IX ZR 76/07

    Anforderungen an die Darlegung einer Divergenz

  • LG Heidelberg, 25.11.2016 - 3 O 5/16

    Produkthaftung: Sicherheitserwartungen an eine Gesichtsenthaarungscreme

  • OLG Düsseldorf, 08.04.2004 - 8 U 96/03
  • OLG Stuttgart, 31.10.2011 - 19 U 128/11

    Schadensersatz bei Verkehrsunfall: Kosten für die Anschaffung eines

  • OLG Hamburg, 29.12.2005 - 1 W 85/05

    Arzthaftung: Voraussetzung für den Ersatz fiktiver Heilbehandlungskosten zur

  • OLG Köln, 21.11.2011 - 5 U 109/11

    Umfang des Schadensersatzes wegen ärztlicher Behandlungsfehler

  • OLG München, 26.03.2009 - 1 U 4878/07

    Krankenhaus- bzw. Therapeutenhaftung: Anspruch auf Zahlung eines

  • AG Bonn, 02.04.2013 - 109 C 273/12

    Deklaratorisches Schuldanerkenntnis

  • LG Köln, 08.09.2009 - 3 O 251/09

    Ansprüche wegen einer fehlerhaften zahnärztlichen Behandlung

  • OLG Düsseldorf, 22.02.2007 - 8 U 68/06

    Voraussetzungen für das Entfallen eines zahnärztlichen Honoraranspruchs durch

  • LG Köln, 13.01.2004 - 11 S 237/03
  • OLG Düsseldorf, 04.12.2003 - 8 U 133/02

    Schmerzensgeldansprüche und Ersatzansprüche wegen einer angeblich fehlerhaften

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