Rechtsprechung
   BGH, 25.02.1987 - VIII ZR 47/86   

Unfall mit sicherungsübereignetem PKW

§ 812 BGB, verlängerte Drittwiderspruchsklage, § 817 Abs. 4 Satz 1 ZPO;

§ 647 BGB;

§§ 985, 994 BGB, Bedeutung der Vindikationslage für den Verwendungsanspruch;

§ 242 BGB, unzulässige Rechtsausübung, 'formale Eigentümerstellung'

Volltextveröffentlichungen (7)

  • Jurion

    Verwendungsersatz - Sicherungseigentum - Reparatur - Werkstatt - Zwangsvollstreckung - Drittwiderspruchsklage

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Kein Verwendungsersatzanspruch des vom Sicherungsgeber beauftragten Werkunternehmers gegen den die Zwangsversteigerung des Sicherungsguts durch den Unternehmer duldenden, sodann aber den Erlös beanspruchenden Sicherungseigentümer

  • Universität des Saarlandes

    BGB § 242, BGB § 812 Abs 1 S 1, BGB § 818 Abs 2, BGB § 818 Abs 3, BGB § 823 Abs 1, BGB § 930, BGB § 994, ZPO § 771, ZPO § 817 Abs 4 S 1
    Bereicherungsausgleich bei Vollstreckung in schuldnerfremdes - hier sicherungsübereignetes - Vermögen

  • Universität des Saarlandes

    Zum Bereicherungsausgleich bei Vollstreckung in schuldnerfremdes Vermögen: Gegenstand der Bereicherung bei Personengleichheit von Vollstreckungsgläubiger und Ersteher und Verrechnung des Versteigerungserlöses mit der titulierten Forderung, Verwendungsersatzanspruch, unzulässige Rechtsausübung

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zum Bereicherungsausgleich bei der Vollstreckung in schuldnerfremdes Vermögen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bereicherungsausgleich bei Vollstreckung in schuldnerfremdes Vermögen; Ansprüche des Werkunternehmers wegen der Reparatur einer sicherungsübereigneten Sache; Ansprüche des Sicherungseigentümers bei Pfändung und Versteigerung des Sicherungsgutes

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 100, 95
  • NJW 1987, 1880
  • ZIP 1987, 577
  • MDR 1987, 663
  • WM 1987, 539
  • DB 1987, 1140



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Wird zitiert von ... (14)  

  • BGH, 12.12.2003 - V ZR 98/03  

    Anspruch des Grundstücksnachbarn auf Beseitigung eines nahe an der

    Das Beharren auf einer solchen nur formalen Position ohne materiellen Gehalt läßt die Rechtsordnung nicht zu (vgl. Senat, BGHZ 105, 154, 158; BGHZ 100, 95, 105 jeweils zu § 242 BGB).
  • BGH, 12.02.1992 - XII ZR 7/91  

    Vorrang des Vermieterpfandrechts an Warenlager

    Der Erlös tritt jedoch an die Stelle der versteigerten Sachen mit der Folge, daß der hinterlegte Betrag nach Maßgabe der materiellen Rechtslage unter den Parteien aufzuteilen ist (ständige Rechtsprechung, vgl. BGHZ 32, 240, 244 ff; 55, 20, 32; 66, 150, 151 [BGH 25.03.1976 - VII ZR 32/75]; 100, 95, 98 ff [BGH 25.02.1987 - VIII ZR 47/86]).
  • BGH, 16.05.2013 - IX ZR 204/11  

    Versteigerung gepfändeter Gegenstände durch einen Dritten: Anspruch des

    Eingriffe in diese Rechtsposition, etwa durch den Einbehalt von Vollstreckungskosten oder durch die Ablieferung des Erlöses an den Vollstreckungsgläubiger, unterliegen, wenn sie ohne rechtlichen Grund erfolgen, der Kondiktion des bisherigen Eigentümers nach § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 2 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 28. April 1960 - III ZR 22/59, BGHZ 32, 240, 244; vom 25. März 1976 - VII ZR 32/75, NJW 1976, 1090 f; vom 31. März 1977 - VII ZR 336/75, BGHZ 68, 276, 278; vom 25. Februar 1987 - VIII ZR 47/86, BGHZ 100, 95, 99 f; Ellger, Bereicherung durch Eingriff, 2002, S. 504 f).
  • BGH, 02.07.1992 - IX ZR 274/91  

    Versteigerung wegen Steuerforderungen - § 305 AO, § 825 ZPO, freie Verwertung

    Zum Abschluß einer solchen Versteigerung weist der Vollziehungsbeamte - wie der Gerichtsvollzieher auf der Grundlage von §§ 817 f ZPO - nach herrschender Meinung dem Meistbietenden das Eigentum an der (wirksam) gepfändeten Sache kraft Hoheitsakts in der Weise zu, daß der Erwerber auch an schuldnerfremden Sachen unabhängig von gutem Glauben lastenfrei neues Eigentum erlangt (für § 817 ZPO: RGZ 156, 395, 397 ff; BGHZ 55, 20, 25; 100, 95, 98 [BGH 25.02.1987 - VIII ZR 47/86]; Stein/Jonas/Münzberg, ZPO 20. Aufl. § 817 Rdn. 21 mit Fußn. 40; Zöller/Stöber, ZPO 17. Aufl. § 817 Rdn. 8; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 50. Aufl. § 817 Anm. 3 B a; Thomas/Putzo, ZPO 17. Aufl. § 817 Anm. 4; Zimmermann, ZPO 2. Aufl. § 817 Rdn. 3; Gerhardt, Vollstreckungsrecht 2. Aufl. § 8 II 2, S. 102; A. Blomeyer, Zivilprozeßrecht Vollstreckungsverfahren § 49 V; Brox/Walker, Zwangsvollstreckungsrecht 3. Aufl. Rdn. 411; Baumann/Brehm, Zwangsvollstreckung 2. Aufl. S. 308; Rosenberg/Gaul/Schilken, Zwangsvollstreckungsrecht 10. Aufl. S. 622 ff; Baur/Stürner, Zwangsvollstreckungs-, Konkurs- und Vergleichsrecht 11. Aufl. Rdn. 473; Schuschke, Vollstreckungsrecht 2. Aufl. S. 99 f; Tiedtke, Gutgläubiger Erwerb S. 293 ff; Lüke ZZP 67, 356, 370; Lindacher JZ 1970, 360, 361; Kaehler JR 1972, 445, 449; Grund NJW 1957, 1216 - für § 299 AO: Hübschmann/Hepp/Spitaler/Schwarz, AO § 296 Rdn. 17, § 305 Rdn. 4; Tipke/Kruse, AO § 296 Rdn. 3, § 299 Rdn. 6 a.E.; Klein/Orlopp, AO 4. Aufl. § 296 Anm. 4 - gegen einen Erwerb bei Bösgläubigkeit: Wieczorek, ZPO 2. Aufl. § 817 Anm. D I c 1; Staudinger/Wiegand, BGB 12. Aufl. Anh. zu § 1257 Rdn. 29; Bruns/Peters, Zwangsvollstreckungsrecht 3. Aufl. S. 157 ff; Grunsky, Einführung in das Zwangsvollstreckungs- und Konkursrecht S. 32; Henckel, Prozeßrecht und materielles Recht S. 318; G. Huber, Die Versteigerung gepfändeter Sachen S. 24 ff, 143 ff; Säcker JZ 1971, 156, 159; Pinger JR 1973, 94, 96 ff; Marotzke NJW 1978, 133, 136 f; vgl. auch Jauernig, Zwangsvollstreckungs- und Konkursrecht 19. Aufl. § 18 IV A, S. 80; Paulus, Festschrift für Nipperdey 1965 Bd. I S. 909, 918 ff).

    Es soll - entgegen RGZ 156, 395, 399 f; BGHZ 32, 240, 245 f; 66, 150, 151 [BGH 25.03.1976 - VII ZR 32/75]; 100, 95, 100 [BGH 25.02.1987 - VIII ZR 47/86]- zugleich eine Rechtsgrundlage dafür bilden, daß der Gläubiger den ihm ausgezahlten Erlös auch im Verhältnis zum nicht schuldenden Eigentümer der gepfändeten Sache endgültig behalten darf (H. Emmerich, Pfandrechtskonkurrenzen S. 93, 446 f, 529 f mit Fußn. 592 unter 2; W. A. Müller, Die Wirksamkeit des Pfändungspfandrechts S. 94 f, 102; Böhm, Ungerechtfertigte Zwangsvollstreckung und materiellrechtliche Ausgleichsansprüche S. 18 ff, 38 ff, 46 ff; Baumbach/Lauterbach/Hartmann aaO § 819 Anm. 2; Gloede MDR 1972, 291, 293; Günther AcP 178, 456, 463 ff; vgl. auch Bötticher ZZP 85, 1, 14).

    Gesetzliche Pfandrechte an bestellerfremden beweglichen Sachen können - außerhalb von § 366 Abs. 3 HGB - grundsätzlich nicht gutgläubig erworben werden, weil es hierfür an der erforderlichen rechtsgeschäftlichen Handlung des Bestellers fehlt, die Grundlage für einen guten Glauben sein könnte (BGHZ 34, 122, 126 f; 34, 153, 154 f; 35, 53, 61; 87, 274, 280; 100, 95, 101 [BGH 25.02.1987 - VIII ZR 47/86]; BGH, Urt. v. 4. Mai 1977 - VIII ZR 3/76, WM 1977, 710).

  • BGH, 08.11.2013 - V ZR 155/12  

    Zwangsversteigerung: Auslegung von Zuschlagsbeschlüssen; Unwirksamkeit eines

    Das bisher an dem Grundstück bestehende Eigentum geht mit dem Zuschlag auch insoweit unter, als schuldnerfremdes Eigentum betroffen ist (vgl. § 37 Nr. 5 ZVG; Motive zum ZVG, 1889, S. 151, 259 f.; Stöber, ZVG, 20. Aufl., § 90 Rn. 2.1; vgl. auch Senat, Urteil vom 26. Oktober 2006 - V ZB 188/05, WM 2007, 82, 84; vgl. auch BGH, Urteil vom 25. Februar 1987 - VIII ZR 47/86, BGHZ 100, 95, 98 und Urteil vom 2. Juli 1992 - IX ZR 274/91, VersR 1992, 1537 f. zur hoheitlichen Eigentumsübertragung versteigerter beweglicher Sachen).
  • BGH, 12.05.1992 - VI ZR 257/91  

    Deliktische Ansprüche bei Vollstreckung in Sicherungseigentum eines Dritten

    Dies gilt auch, wenn das beeinträchtigte Recht des Dritten in einem Sicherungseigentum besteht (vgl. BGHZ 100, 95, 107) [BGH 25.02.1987 - VIII ZR 47/86].
  • BGH, 10.02.2011 - IX ZR 73/10  

    Insolvenz des Auftraggebers eines Bauvertrags: Aussonderungsrecht des

    Ist danach der Sicherungsnehmer zu einer Verwertung gegenüber dem Sicherungsgeber nicht berechtigt, wird dem Sicherungsgeber das Widerspruchsrecht zugebilligt, wenn Gläubiger des Sicherungsnehmers die Einzelzwangsvollstreckung in das Sicherungsgut betreiben (BGH, Urteil vom 28. Juni 1978 - VIII ZR 60/77, BGHZ 72, 141, 144 ff; MünchKomm-ZPO/Karsten Schmidt, 3. Aufl. § 771 Rn. 28; vgl. auch BGH, Urteil vom 25. Februar 1987 - VIII. Zivilsenat, BGHZ 100, 95, 105 f; Raebel in Schuschke/Walker, Vollstreckung und vorläufiger Rechtsschutz, 4. Aufl. § 721 Rn. 24).
  • BGH, 08.06.1989 - IX ZR 234/87  

    Sperrwirkung einer Drittwiderspruchsklage

    Für die Drittwiderspruchsklage nach § 771 ZPO entspricht es herrschender Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum, daß diese Klage eine materiell-rechtliche Herausgabeklage, insbesondere eine Klage aus § 985 BGB, ausschließt (vgl. RGZ 67, 310, 312; 108, 260, 262; BGHZ 58, 207, 213; BGH, Urt. v. 25. Februar 1987 - VIII ZR 47/86, ZIP 1987, 577, 580; Stein/Jonas/Münzberg, ZPO 20. Aufl. § 771 Rdnr. 67; Zöller/Schneider, ZPO 15. Aufl. § 771 Rdnr. 1; AK-ZPO/Schmidt-vom Rhein, § 771 Rdnr. 3; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 47. Aufl. Einführung vor §§ 771-774 unter 3; Thomas/Putzo, ZPO 15. Aufl. § 771 Anm. 2 c; Rosenberg/Gaul/Schilken, Zwangsvollstreckungsrecht 10. Aufl. § 41 XII 2; Staudinger/Gursky, BGB 12. Aufl. § 985 Rdnr. 12; Soergel/Mühl, BGB 11. Aufl. § 985 Rdnr. 16).
  • OLG Saarbrücken, 26.11.2002 - 4 U 46/02  

    Zur Frage, ob die verspätete Zustellung eines Pfändungs- und

    Zum anderen ist maßgeblich, dass ihm die Forderung zwar vollstreckungsrechtlich wirksam zur Einziehung überwiesen wurde, dass ihm aber der Einziehungsbetrag im Verhältnis zum Schuldner mangels Vorliegens einer gegen diesen vollstreckbaren Forderung nicht gebührt (vgl. für den Parallelfall des Erlöses aus der Versteigerung einer schuldnerfremden Sache: BGHZ 100, 95 (99); Erman-Westermann, Bürgerliches Gesetzbuch, 10. Auflage, § 812 BGB, Rdnr. 74).

    Zu demselben Ergebnis gelangt man auch, wenn man davon ausgeht, dass im Falle der Zahlung eines Drittschuldners bei Nichtbestehen der Forderung des Gläubigers gegen den Schuldner ein Anspruch des Schuldners aus § 812 Abs. 1 Satz 1 2. Alt. BGB gegeben ist (ähnlich BGH, NJW 1982, 1147 für den Fall der unberechtigten Unterhaltsvollstreckung und BGHZ 100, 95 (99) für die Ersteigerung einer schuldnerfremden Sache).

    Vielmehr liegt - sofern man nicht auf § 816 Abs. 2 BGB abstellt - der für den bereicherungsrechtlichen Ausgleich maßgebliche Eingriff bereits in der Herbeiführung der Verstrickung und der mit dieser gemäß § 836 Abs. 2 ZPO verbundenen Möglichkeit der befreienden Leistung an den Gläubiger durch staatlichen Hoheitsakt und nicht erst in der nachfolgenden Zahlung des Schuldners an den Gläubiger (vgl. für den Parallelfall der Versteigerung beweglicher Sachen: BGHZ 100, 95 (99); Erman-Westermann, aaO., § 812 BGB, Rdnr. 74; Palandt-Sprau, aaO., § 812 BGB, Rdnr. 37).

  • BGH, 24.05.2005 - IX ZR 73/03  

    Eigentumserwerb in der Immobiliarzwangsvollstreckung

    Das gilt auch für den hier vom Kläger vorgetragenen Fall, daß der Ersteher Kenntnis vom fehlenden Eigentum des Schuldners hat (RGZ 156, 395, 397 ff; BGHZ 55, 20, 25; 100, 95, 98; 119, 75, 76; vgl. auch RGZ 45, 284, 286).

    Daraus folgt weiter, daß der auf einer nach den Feststellungen des Berufungsgerichts rechtmäßigen Ablieferung der versteigerten Sache beruhende Eigentumserwerb des Beklagten - anders als in Fällen des § 826 BGB - nicht sogleich im Wege des Schadensersatzes gemäß § 823 Abs. 1 BGB wieder rückgängig gemacht werden kann (vgl. RGZ 69, 277, 279; BGHZ 100, 95, 100).

  • BGH, 23.05.1989 - IX ZR 135/88  

    Genehmigung der Verfügung eines Nichtberechtigten

  • OLG Düsseldorf, 16.12.1998 - 11 U 33/98  
  • OLG Düsseldorf, 30.07.2003 - 11 U 3/03  

    Relatives Veräußerungsverbot nach Beschlagnahme eines Aktienzertifikats

  • OLG Düsseldorf, 25.03.1998 - 11 U 58/97  
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