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   BGH, 07.03.1962 - V ZR 132/60   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Datenbank zur Rechtsprechung im Kommunalrecht

    Sittenwidrige Schenkung einer Gemeinde im Nationalsozialismus

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    Vorliegen eines Verstoßes gegen die guten Sitten bei Kenntnis einer unter grober Verletzung der für die Haushaltsführung der Gemeinden bestehenden gesetzlichen Bestimmungen durchgeführten Schenkung - Anwendbarkeit des § 817 S. 2 BGB im Falle einer Klage auf Herausgabe einer von einer Gemeinde während der Herrschaft des Nationalsozialismus gemachten Schenkung wegen Verstoßes gegen die guten Sitten

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 36, 395
  • NJW 1962, 955
  • MDR 1962, 468
  • DB 1962, 566
  • DB 1962, 568



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Wird zitiert von ... (31)  

  • OLG Stuttgart, 23.09.2015 - 9 U 31/15  

    Sparvertrag: Bindung einer Sparkasse an die in einem Werbeflyer angebotenen

    Allerdings kann bei grober Verletzung der für die Haushaltsführung staatlicher Stellen bestehenden gesetzlichen Bestimmungen ein Vertrag gegen die guten Sitten verstoßen (BGHZ 36, 395, 398; BGHZ 160, 240, 246 f.) und damit nichtig sein.
  • BGH, 24.04.2014 - VII ZR 164/13  

    Honorarklage aus einem Ingenieurvertrag mit einem öffentlichen Auftraggeber:

    bb) Rechtsgeschäfte mit einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, die das öffentliche Haushaltsrecht missachten, können im Einzelfall allerdings sittenwidrig und damit gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig sein, wenn sie in krassem Widerspruch zum Gemeinwohl stehen und der Verstoß gegen haushaltsrechtliche Vorschriften beiden Seiten subjektiv zurechenbar ist (vgl. BGH, Urteil vom 25. Januar 2006 - VIII ZR 398/03, NZBau 2006, 590 Rn. 28; Urteil vom 30. Januar 1967 - III ZR 35/65, BGHZ 47, 30, 36; Urteil vom 7. März 1962 - V ZR 132/60, BGHZ 36, 395, 398; OLG Dresden, Urteil vom 5. Januar 1998 - 17 U 1652/97, juris Rn. 41; OLG Naumburg, Urteil vom 19. Mai 1998 - 9 U 1189/97, juris Rn. 45).
  • BGH, 14.12.2016 - IV ZR 7/15  

    Ausschluss bereicherungsrechtlicher Rückforderungsansprüche: Teilnichtigkeit von

    Die Bestimmung verkörpert den Grundsatz, dass bei der Rückabwicklung Rechtsschutz nicht in Anspruch nehmen kann, wer sich selbst durch gesetzes- oder sittenwidriges Handeln außerhalb der Rechtsordnung stellt (Senatsurteil vom 7. Mai 1997 - IV ZR 35/96, NJW 1997, 2381 unter II 4 c [juris Rn. 23]; BGH, Urteile vom 10. Oktober 2012 - 2 StR 591/11, NJW 2013, 401 Rn. 26; vom 6. Mai 1965 - II ZR 217/62, BGHZ 44, 1 unter IV 3 [juris Rn. 15]; vom 7. März 1962 - V ZR 132/60, BGHZ 36, 395 unter 2).
  • OLG Saarbrücken, 17.08.2016 - 1 U 159/14  

    Wirksamkeit eines bewusst unter Umgehung vergaberechtlicher Vorschriften

    Zwar hat der BGH in Abweichung von dem Grundsatz, dass gesetzes- bzw. sittenwidriges Verhalten des Vertreters dem Vertretenen nach allgemeinen Grundsätzen zuzurechnen ist, der Klage einer Gemeinde auf Rückgewähr eines Geschenks stattgegeben, das ihr Organ 1938 unter eklatantem Verstoß gegen jegliche Bewirtschaftungsgrundsätze für öffentliche Haushalte der Tochter von H. G. zu ihrer Taufe gemacht hatte, um H. G. zu ehren (BGH, Urteil vom 7.3. 1962 - V ZR 132/60 - NJW 1962, 955 ff.).
  • BGH, 17.09.2004 - V ZR 339/03  

    Dresdner Modrow-Käufe aus dem Jahre 1996 sind wirksam

    e) Zur Orientierung an den Grundsätzen der Rechtsstaatlichkeit gehört auch ein demokratisch legitimiertes Verfahren, bei einer Kommune die Einbindung der kommunalen Vertretungskörperschaft (Fortführung von BGHZ 47, 30 und Senat, BGHZ 36, 395, 398).

    aa) Der Senat hat allerdings entschieden, daß ein Vertrag gegen die guten Sitten verstößt und damit nichtig ist, wenn eine Gemeinde einem Bürger darin eine Zuwendung macht und beide Vertragsteile wissen und billigen, daß die Zuwendung von der Gemeinde nur unter grober Verletzung der für die Haushaltsführung staatlicher Stellen bestehenden gesetzlichen Bestimmungen gemacht werden kann (BGHZ 36, 395, 398).

    Zu einer an diesen Grundsätzen ausgerichteten Verwaltung gehört auch ein demokratisch legitimiertes Verfahren, bei einer Kommune die Einbindung der kommunalen Vertretungskörperschaft (vgl. dazu Senat, BGHZ 36, 395, 400).

    Angesichts der Wirksamkeit des Kaufvertrags kommt es auf die Frage, ob die Klägerin einen etwaigen Rückforderungsanspruch gegen die Beklagten trotz § 817 BGB durchsetzen könnte (dazu Senat BGHZ 36, 395, 399) oder hier wegen der Mitwirkung ihres Stadtrats (dazu Senat BGHZ 36, 395, 400) daran gehindert wäre, nicht an.

  • BGH, 25.01.2006 - VIII ZR 398/03  

    Sittenwidrigkeit eines von einer kommunalen Gebietskörperschaft abgeschlossenen

    Auch Rechtsgeschäfte mit einer Gemeinde, die das öffentliche Haushaltsrecht missachten, können sittenwidrig sein, sofern der Verstoß beiden Seiten subjektiv zurechenbar ist (BGHZ 36, 395, 398; OLG Dresden, Urteil vom 5. Januar 1998 - 17 U 1652/97, zitiert nach juris = IBR 2000, 55 (LS); OLG Naumburg, Urteil vom 19. Mai 1998 - 9 U 1189/97 (211), zitiert nach juris = OLGReport 1999, 25 (LS); Erman/Palm, BGB, 11. Aufl. § 138 Rdnr. 143; Palandt/Heinrichs, BGB, 65. Aufl., § 138 Rdnr. 87).

    Dieser Grundsatz dient sowohl dem Schutz der Gemeinden und Gemeindeverbände vor Selbstschädigung durch übermäßige privatrechtliche Verbindlichkeiten (BGHZ 153, 198, 203; MünchKommBGB/Emmerich, 4. Aufl., Bd. 2a, § 311 Rdnr. 78) als auch dem Interesse der Allgemeinheit (BGHZ 36, 395, 398).

    In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass zur Erfüllung gemeindlicher Aufgaben nicht mehr ausgegeben werden darf, als bei wirtschaftlicher und sparsamer Haushaltsführung notwendig ist, und dass leichtfertige Ausgaben und übertriebener Aufwand zu vermeiden sind (BGHZ 36, 395, 397; BGHSt 44, 376, 381; ebenso Schmid, in Quecke/Schmid, Gemeindeordnung für den Freistaat Sachsen, Stand: April 2005, § 72 Rdnr. 86; Lenckner/Perron, in: Schönke/Schröder, Strafgesetzbuch, 26. Aufl., § 266 StGB Rdnr. 44; vgl. auch LK-Schünemann, 11. Aufl., § 266 StGB Rdnr. 143).

  • BGH, 05.10.1993 - XI ZR 200/92  

    Wechselakzept bei entgeltlichem Geschäft über öffentliche Ämter und Titel

    § 817 Satz 2 Halbs. 1 BGB schließt bei einem beiderseitigen Sitten- oder Gesetzesverstoß zwar Rückforderungsansprüche aus Leistungskondiktion grundsätzlich aus, weil für Forderungen, die aus gesetz- oder sittenwidrigen Rechtsgeschäften abgeleitet werden, kein Rechtsschutz gewährt werden soll (BGHZ 36, 395, 399; 44, 1, 6).
  • OLG Frankfurt, 21.02.2005 - 16 U 71/04  

    Widerruf einer Schenkung: Vorliegen eines Schenkungsvertrags; Vermutung für das

    Das Landgericht geht in dem angefochtene Urteil zwar grundsätzlich zutreffend davon aus, dass die Verfehlung grundsätzlich vom Beschenkten selbst begegangen sein muss, wenn der Schenker darauf sein Widerrufsrecht stützen will und dass das Verhalten Dritter dem Beschenkten nicht zugerechnet wird (MK-Kollhosser § 530 Rz. 8, BGH NJW 1962, 955, 956; 1984, 2089, 2090).
  • BGH, 23.05.1984 - IVa ZR 229/82  

    Grober Undank bei Verfehlung eines Dritten - Verzeihung

    Die vom Berufungsgericht in diesem Zusammenhang erwogene Zurechnung nach § 166 BGB scheidet dagegen im Regelungsbereich des § 530 BGB aus (BGH, Urteil vom 7.3.1962 - V ZR 132/60 - NJW 1962, 955, 956 [BGH 07.03.1962 - V ZR 132/60] unter III 2 f, insoweit BGHZ 36, 395 ff. nicht abgedruckt).
  • LG Dortmund, 05.07.2013 - 6 O 205/12  

    Abschluss von Zinsswap-Geschäften durch eine Gemeinde

    Ein mit einer Gemeinde geschlossener Vertrag kann daher als sittenwidrig und damit rechtsunwirksam anzusehen sein, wenn beide Vertragsteile wissen und billigen, dass die Vertragsleistung der Gemeinde nur unter gröblicher Verletzung der im Interesse der Allgemeinheit gegebenen Haushaltsvorschriften erbracht werden kann (vgl. BGH NJW 1962, 955).

    Eine Sittenwidrigkeit bei einer Verletzung von Interessen der Allgemeinheit oder Dritter grundsätzlich ist dann anzunehmen, wenn alle Beteiligten sittenwidrig handeln, d.h. die Tatsache, die die Sittenwidrigkeit kennen oder sich ihrer Kenntnis grob fahrlässig verschließen (vgl. BGH NJW 1990, 568; NJW 1962, 955).

  • LG Dortmund, 05.07.2013 - 6 O 85/12  

    Landgericht Dortmund zu Zinsswapverträgen

  • OLG Karlsruhe, 02.08.2005 - 19 W 37/05  

    Keine Geldrückerstattung bei "gekaufter" MPU-Untersuchung

  • BGH, 30.01.1967 - III ZR 35/65  

    Bayern und das Steigenberger

  • BGH, 06.05.1965 - II ZR 217/62  

    Konkurs des Versicherungsnehmers. Feuerversicherung

  • LG Berlin, 21.02.2018 - 2 O 340/16  

    Konzessionsvertrag zwischen dem Bundesland Berlin und einem Gasversorger über die

  • OLG Naumburg, 13.05.2003 - 11 U 82/02  

    Voraussetzungen der Nichtigkeit eines Grundstückskaufvertrags

  • BVerwG, 27.10.1966 - II C 32.64  

    Anspruch auf Witwengeld bei gesetzlicher Vermutung einer "Versorgungsheirat" -

  • OLG Frankfurt, 13.10.2014 - 1 U 25/13  

    Ansprüche aus einer Stützungserklärung gegen eine Kommune

  • OVG Niedersachsen, 30.04.2010 - 10 ME 186/09  

    Sittenwidrigkeit eines Dienstvertrages wegen Überhöhung der darin vereinbarten

  • OLG Naumburg, 13.03.1996 - 5 W 89/95  

    Verfügungsbefugnis bei Militärvermögen

  • LG Dortmund, 02.08.2013 - 6 O 175/12  

    Anforderungen an die Feststellung der Nichtigkeit von Swap-Geschäften einer

  • OLG Hamburg, 04.03.2002 - 2 Wx 147/99  

    Nebenpflichten von Wohnungseigentümern nach § 22 und § 10 WEG , §§ 741 ff, 242

  • BGH, 15.12.1965 - Ib ZR 118/63  

    Voraussetzungen für einen wirksamen Abfindungsvergleich - "Streitausschließende

  • OLG Jena, 17.01.2007 - 2 U 1091/05  

    Nachtragsvereinbarung bei grobem Verstoß gegen Haushaltsrecht?

  • BGH, 19.04.1971 - II ZR 79/69  

    Erwerb von Wechselforderungen durch Abtretung und Übergabe und nicht als Dritter

  • OLG Frankfurt, 26.02.2015 - 16 U 231/13  

    Keine Rückabwicklung von Finanztermingeschäften einer Gemeinde

  • BGH, 26.06.1980 - 1 StR 785/79  

    Rechtswidriger Geschäftsverteilungsplan - Bewusste Manipulation der Zuständigkeit

  • OLG Naumburg, 19.05.1998 - 9 U 1189/97  

    Sittenwidrigkeit bei gröblicher Verletzung öffentlich-rechtlicher

  • BAG, 11.03.1987 - 5 AZR 577/85  

    Anspruch auf Rückzahlung einer anläßlich eines Ausscheidens aus dem

  • BGH, 27.10.1969 - III ZR 135/66  

    Sittenwidrigkeit eines zur Täuschung einer Behörde geschlossenen

  • BayObLG, 27.09.1988 - AR H 1 Z 10/88  

    Ausschluß des gesetzlichen Rücktrittsrechts durch Sondervorschriften des AGBGB

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