Rechtsprechung
   BGH, 12.07.1962 - VII ZR 28/61   

Spielbank I

§ 134 BGB;

§ 762 Abs. 1 BGB;

§ 816 Abs. 1 Satz 2 BGB, Unentgeltlichkeit, Rechtsgrundlosigkeit, Einheitskondiktion - Doppelkondiktion;

§ 254 BGB (nicht anwendbar bei § 816 BGB)

Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Nichtigkeit eines Spielvertrages aufgrund Spielens an einer öffentlichen Spielbank - Anspruch des Arbeitgebers gegen den Besitzer einer Spielbank auf Herausgabe von durch den Arbeitnehmer veruntreuten und verspielten Geldes

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 37, 363
  • NJW 1962, 1671
  • MDR 1962, 813



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Wird zitiert von ... (21)  

  • BGH, 14.10.1971 - VII ZR 313/69  

    Unfallwagenbetrug - §§ 812, 818 Abs. 3 BGB, Saldotheorie, Zweikondiktionenlehre,

    (Vgl. BGHZ 14, 7,10; 37, 363,370; BGH VIII ZR 221/68 vom 30. September 1970 = WM 1970, 1297,1300, in NJW 1970, 2059 und LM Nr. 16 zu § 818 Abs. 3 BGB insoweit nicht abgedruckt).

    Das hat der Bundesgerichtshof bereits wiederholt ausgesprochen (vgl. BGHZ 14, 7,10; 37, 363,370).

  • BGH, 15.01.1990 - II ZR 164/88  

    Präventiver Kapitalaufbringungsschutz nach den Grundsätzen der verdeckten

    Denn die Gesetzesumgehung ist eine Frage der Rechtsanwendung, die an die Rechtsgeltung und die Durchsetzbarkeit des Regelungsinhaltes einer Norm aus eigener Kraft anknüpft (vgl. A. Teichmann, Die Gesetzesumgehung, 1962, S. 69; ferner BGHZ 37, 363, 366; 51, 255, 262; 56, 285, 289; BAGE 10, 65, 70; Soergel/Hefermehl, BGB , 12. Aufl., § 134 Rdn. 40; Huber, Jura 1970, 784, 797; abweichend Mayer-Maly in MünchKomm, 1978, § 134 Rdn. 18).
  • BGH, 23.09.1982 - VII ZR 183/80  

    Nichtigkeit von gegen das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit verstoßenen

    Die Frage, ob der in einem Rechtsgeschäft liegende Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot zur Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts führt, ist nach Sinn und Zweck der einzelnen Verbotsvorschrift zu entscheiden (vgl. BGHZ 37, 258, 261; 37, 363, 365 f; 53, 152, 156 f; 71, 358, 360 f; 78, 263, 265) [BGH 23.10.1980 - IVa ZR 28/80].
  • BGH, 05.05.1992 - X ZR 134/90  

    Nichtigkeit von Verträgen bei sexualbezogenen Kontaktanzeigen

    Der Bundesgerichtshof hat bereits mehrfach hervorgehoben, daß die Frage, ob der Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot gemäß § 134 BGB zur Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts führt, nach Sinn und Zweck der einzelnen Verbotsvorschrift zu entscheiden ist (vgl. BGHZ 37, 258, 261 = NJW 1962, 2010; BGHZ 37, 363, 365 f. = NJW 1962, 1671; BGHZ 53, 152, 156 f. = NJW 1970, 609; BGHZ 71, 358, 360 f. = NJW 1978, 1970; BGHZ 78, 263, 265 [BGH 23.10.1980 - IVa ZR 28/80] - NJW 1981, 399; BGHZ 85, 39, 43 f. = NJW 1983, 109; NJW 1984, 230, 231; NJW 1984, 1175 m.w.N.; BGHZ 93, 264, 267; BGHZ 111, 308 [BGH 31.05.1990 - VII ZR 336/89]).

    Eine für alle Beteiligten geltende Straf- oder Bußgeldandrohung gibt dabei einen gewichtigen Hinweis darauf, daß die Rechtsordnung verbotswidrigen Verträgen die Wirksamkeit versagen will (BGHZ 37, 363, 365 = NJW 1962, 1671; BGHZ 85, 39, 44 = NJW 1983, 109).

  • BGH, 12.01.1970 - VII ZR 48/68  

    Teilweise Zulassung der Revision

    Das Reichsgericht (z.B. RGZ 100, 39; 104, 105; 106, 316) und auch der Bundesgerichtshof (BGHZ 37, 363) haben besonders darauf abgestellt, ob das jeweilige Verbot sich nur gegen einen Vertragsteil oder gegen beide richtet.

    Die Nichtigkeit ist insbesondere beim Verstoß gegen bloße Ordnungsvorschriften, auch solche gewerbe- oder gesundheitspolizeilicher Art verneint worden (BGH in NJW 1968, 2286 [BGH 23.04.1968 - VI ZR 217/65] und BGHZ 37, 363).

  • BGH, 19.01.1984 - VII ZR 121/83  

    Nichtigkeit eines Werkvertrages bei Verstoß des Unternehmers gegen das Gesetz zur

    Dabei gibt eine für alle Beteiligten geltende Straf- oder Bußgeldandrohung einen gewichtigen Hinweis darauf, daß die Rechtsordnung verbotswidrigen Verträgen die Wirksamkeit versagen will (BGHZ 37, 363, 365; 85, 39, 44).
  • BGH, 22.10.1999 - V ZR 358/97  

    Rückabwicklung des Eigentumserwerbs vom Nichtberechtigten

    Der frühere Eigentümer erhält einen Ausgleich durch den Bereicherungsanspruch gegen den unberechtigt Verfügenden nach § 816 Abs. 1 Satz 1 BGB (BGHZ 36, 56, 60; 37, 363, 368; schief demgegenüber BGHZ 55, 176, 177, wo in dem Vertrag mit dem Nichtberechtigten der Rechtsgrund vermutet wird; dagegen mit Recht Erman/Westermann, BGB, 9. Aufl., § 812 Rdn. 80).
  • BGH, 18.06.2014 - III ZR 537/13  

    Vergütung des Erbenermittlers: Vergütungsanspruch aus Geschäftsführung ohne

    a) Der Bundesgerichtshof hat bei rechtsgrundloser Verfügung des Nichtberechtigten einen "Durchgriff" des Berechtigten gegen den Erwerber (Dritten) analog § 816 Abs. 1 Satz 2 BGB für zulässig erachtet, wenn der Erwerber (Dritte) nicht schutzbedürftig ist; dann kann der rechtsgrundlose Erwerb im Einzelfall dem unentgeltlichen Erwerb gleichgestellt werden (BGH, Urteil vom 12. Juli 1962 - VII ZR 28/61, BGHZ 37, 363, 368 ff; hinsichtlich der Frage, ob eine Gewinnchance ein Gegenwert ist, relativiert im Urteil vom 25. April 1967 - VII ZR 1/65, BGHZ 47, 393, 395 f).
  • BGH, 19.12.1968 - VII ZR 83/66  

    Vereinsschiedsgericht

    Was ihm widerstreitet, ist wie der Verstoß gegen ein Verbotsgesetz zu behandeln; für die Nichtigkeit genügt dann der objektive Verstoß (BGHZ 37, 363, 366) [BGH 12.07.1962 - VII ZR 28/61] .
  • BGH, 25.04.1967 - VII ZR 1/65  

    Spielbank II - § 284 StGB

    Zur Frage der Unentgeltlichkeit i.S. des § 816 Abs. 1 Satz 2 BGB beim Spiel an einer zugelassenen Spielbank (Ergänzung zu BGHZ 37, 363).

    In der Sache VII ZR 28/61, in der die Klägerin Ansprüche aus Spielverlusten M. bei der Spielbank in W. geltend gemacht hat, hat der erkennende Senat im Urteil vom 12. Juli 1962 (BGHZ 37, 363) die Übereignung der Klägerin gehörenden Geldes durch M. an die Spielbank als unentgeltliche Verfügung behandelt und § 816 Abs. 1 Satz 2 BGB entsprechend angewandt (a.a.O. S. 369).

  • BVerwG, 21.10.1981 - 2 B 52.81  

    Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Neufestsetzung

  • BGH, 05.11.1970 - VII ZR 31/69  

    Überparteilichkeit von Schiedsgerichten

  • OLG Hamburg, 03.03.1999 - 4 REMiet U 131/98  

    Ende der Teilnichtigkeit von Mietzinsvereinbarungen wegen der Höhe des

  • BGH, 18.06.1971 - V ZR 45/69  

    Anspruch auf Dienstbarkeitsbestellung in Form eines Wegerechts - Anspruch auf

  • OLG Saarbrücken, 11.08.1999 - 1 U 867/98  

    Unterschied einer Haftung beim Verkauf einer nicht vorhandenen Sache einerseits

  • VK Südbayern, 08.10.2001 - 28-08/01  

    Einführung eines Fernsehprogrammes zur Fahrgastinformation

  • OLG Köln, 10.11.1998 - 3 U 232/97  

    Verstoß gegen die Bestimmungen des Saatgutverkehrsgesetzes

  • OLG Oldenburg, 19.02.1998 - 5 W 7/98  

    Grundbuch, Hypothek, Genehmigung, Vorbehalt, Zwangsvollstreckung,

  • BGH, 04.07.1974 - III ZR 66/72  

    Voraussetzungen des Anspruchs aus einem Schuldanerkenntnis - Selbstständige

  • OLG München, 14.03.1997 - 21 U 2725/95  

    Gesetzesverstoß bei Vermietung oder Verpachtung einer Apotheke

  • BGH, 30.07.1968 - 1 StR 260/68  

    Voraussetzungen für eine Strafbarkeit wegen räuberischer Erpressung in Tateinheit

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