Rechtsprechung
   BGH, 07.03.1972 - VI ZR 158/70   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Anspruch auf Schadensersatz - Schuldhaft verspätete Freigabe einer Pfandsache - Berücksichtigung der berechtigten Interessen eines Pfändungsgläubigers

  • archive.org PDF

    § 771 ZPO; § 278 BGB
    Verspätete Pfandfreigabe durch Anwalt

  • hu-berlin.de PDF

    Haftung für Fehlverhalten eines Anwalts - Verzögerung der Freigabe eines gepfändeten LKW

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 58, 207
  • NJW 1972, 1048
  • MDR 1972, 684
  • VersR 1972, 688
  • DB 1972, 965



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Wird zitiert von ... (30)  

  • BGH, 25.10.2006 - VIII ZR 102/06  

    Kündigung nach unsorgfältiger Beratung durch den Mieterschutzverein

    Der Senat teilt die herrschende Meinung, weil nur sie eine angemessene Risikoverteilung zwischen Gläubiger und Schuldner ermöglicht und eine ungerechtfertigte Privilegierung des Beraters verhindert (vgl. auch BGHZ 58, 207, 211).
  • BGH, 03.03.2016 - IX ZR 119/15  

    Haftung des Insolvenzverwalters: Zurechenbarkeit des Verschuldens eines mit der

    Zwischen ihm und dem Geschädigten muss bereits im Zeitpunkt der fraglichen Handlung eine aus Vertrag oder Gesetz herrührende Sonderverbindung bestanden haben (BGH, Urteil vom 8. März 1951 - III ZR 65/50, BGHZ 1, 248, 249 f; vom 7. März 1972 - VI ZR 158/70, BGHZ 58, 207, 212; RGRK/Alff, BGB, 12. Aufl., § 278 Rn. 16; MünchKomm-BGB/Grundmann, 7. Aufl., § 278 Rn. 15).
  • BGH, 30.04.2015 - IX ZR 301/13  

    Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Grundstückseigentümers: Pflicht des

    Die Sonderbeziehung erstreckt sich auch auf etwaige Drittberechtigte und kann zur Haftung des Vollstreckungsgläubigers für ein Verschulden seines Erfüllungsgehilfen nach § 278 BGB führen (BGH, Urteil vom 7. März 1972 - VI ZR 158/70, BGHZ 58, 207, 214 f).
  • BGH, 13.03.1979 - VI ZR 117/77  

    Schadensersatzansprüche des Schuldners bei Weiterbetreibung der

    Schuldverhältnis oder einer anderen rechtlichen Sonderverbindung, als welche möglicherweise auch das Prozeßrechtsverhältnis in Frage kommen könnte (vgl. etwa BGHZ 58, 207, 212), scheiden deshalb aus, weil der Beklagte als für seinen Mandanten handelnder Rechtsanwalt (vgl. den durchSenatsurteil vom 24. Oktober 1961 - VI ZR 89/59 - VersR 1962, 62 beschiedenen Fall) weder Prozeßpartei noch selbst Gläubiger ist.
  • OLG Naumburg, 05.04.2012 - 1 U 90/11  

    Drittwiderspruchsklage: Unzulässigerklärung der Zwangsvollstreckung aus einer

    Erst nach Beendigung der Vollstreckung hilft der Ausspruch ihrer Unzulässigkeit nicht mehr, da es keine Zwangsvollstreckung mehr gibt, die mit Hilfe des Gestaltungsurteils einzustellen oder deren Gegenstände freizugeben wären (BGH NJW 1972, 1048, 1049 f.; NJW-RR 2004, 1220, 1221; OLG Stuttgart, Urteil vom 29. Mai 2001, 12 U 263/00 - zitiert in juris Rdn. 35; Musielak/Lackmann, ZPO, 8. Aufl., § 771 Rdn. 5; Zöller/Herget, ZPO, 29. Aufl., § 771 Rdn. 5; Preuß, in: BeckOK-ZPO, Stand: 1.Jan. 2012, § 771 Rdn. 44).
  • BGH, 12.05.1992 - VI ZR 257/91  

    Deliktische Ansprüche bei Vollstreckung in Sicherungseigentum eines Dritten

    Die Zwangsvollstreckung in Schuldnerfremde Gegenstände stellt grundsätzlich eine Eigentumsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB dar und vermag eine deliktische Haftung desjenigen zu begründen, der sie betreibt (vgl. Senatsurteil vom 15. Juni 1965 - VI ZR 35/64 - WM 1965, 863, 864; BGHZ 58, 207, 210; BGHZ 67, 378, 383).

    Die Haftung kann (gegebenenfalls neben dem Gläubiger des Vollstreckungsverfahrens) auch dessen Prozeßbevollmächtigten treffen, der namens des Gläubigers die Zwangsvollstreckung betreibt, es sei denn, er ist durch verbindliche Weisung im Rahmen des Mandatsverhältnisses rechtlich gehindert, sich anders als geschehen zu verhalten (vgl. dazu die Überlegungen im Senatsurteil BGHZ 58, 207, 211).

  • BGH, 02.07.1992 - IX ZR 274/91  

    Versteigerung wegen Steuerforderungen - § 305 AO, § 825 ZPO, freie Verwertung

    Das Einhalten der formellen Vollstreckungsvoraussetzungen verleiht dem Gläubiger noch kein materielles Recht zum Zugriff auf schuldnerfremdes Vermögen (vgl. § 750 Abs. 1 Satz 1 ZPO und BGHZ 55, 20, 26; 58, 207, 213 f; 67, 378, 383; BGH, Urt. v. 1. Juni 1953 - IV ZR 196/52, LM § 771 ZPO Nr. 2; v. 12. Mai 1992 - VI ZR 257/91VI ZR 257/91, z.V.b. in BGHZ; Henckel aaO S. 321 f; G. Huber aaO S. 69 f; Kuchinke JZ 1958, 198, 200 f; Gaul AcP 173, 323, 336; Werner JR 1971, 278, 283; vgl. auch BGHZ 11, 37, 41; BGH, Urt. v. 14. Dezember 1977 - VIII ZR 163/76, MDR 1978, 401).
  • BGH, 08.12.1976 - VIII ZR 108/75  

    Klagebefugnis des Inhabers eines gepfändeten Herausgabeanspruchs

    Die Pfändung des angeblichen Herausgabeanspruchs eines Schuldners gegen einen Dritten kann Schadensersatzansprüche wegen Eigentumsverletzung auslösen, wenn der Gläubiger nicht nach Prüfung des Widerspruchs des wahren Eigentümers der Sache rechtzeitig auf seine Rechte aus der scheinbar wirksamen Pfändung verzichtet (Anschluß an BGHZ 58, 207).

    Bei der notwendigen neuerlichen Verhandlung der Sache wird das Berufungsgericht unter Berücksichtigung der BGH Urteile vom 15. Juni 1965 - VI ZR 35/64 = WM 1965, 863, 864 f und BGHZ 58, 207 auch die Schadensersatzpflicht der Beklagten wegen des unterlassenen Verzichts auf die Pfändung insbesondere im Hinblick auf die Frage des Verschuldens nochmals überprüfen müssen.

    Eine Zwangsvollstreckung in Schuldnerfremdes Vermögen ist aber von Anfang an eine Störung der privaten Rechtslage (BGHZ 58, 207, 213 [BGH 07.03.1972 - VI ZR 158/70]; 55, 20, 26) [BGH 11.11.1970 - VIII ZR 242/68].

    Hierbei ist ein strenger Maßstab anzulegen (BGHZ 55, 20, 30 [BGH 11.11.1970 - VIII ZR 242/68]; 58, 207, 210) [BGH 07.03.1972 - VI ZR 158/70].

  • OLG Düsseldorf, 25.03.1998 - 11 U 58/97  
    a) Zwar stellt die Zwangsvollstreckung in schuldnerfremde Gegenstände eine Eigentumsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB dar (RGZ 156, 395, 400; BGH WM 1965, 863, 864; BGHZ 58, 207, 210 = MDR 1972, 684 = NJW 1972, 1048; BGHZ 118, 201, 205 = MDR 1992, 751 = NJW 1992, 2014, 2015 m.w.N.; Mertens in: MünchKomm./BGB, Band 5, 3. Aufl. 1997, § 823 Rn. 95 m.w.N.; Zöller/Herget, § 771 ZPO Rn. 23).

    Diese ist trotz § 808 Abs. 1 ZPO auch im Falle einer Sachpfändung rechtswidrig, weil die Einhaltung der formellen Vollstreckungsvoraussetzungen lediglich das Handeln der staatlichen Vollstreckungsorgane rechtfertigt, dem Gläubiger aber kein materielles Recht zum Zugriff auf schuldnerfremdes Vermögen verleiht (BGHZ 50, 20, 26 = MDR 1968, 574 = NJW 1971, 799; BGHZ 58, 207, 213 f = MDR 1972, 684 = NJW 1972, 1048; BGHZ 95, 10, 15 = MDR 1985, 841 = NJW 1985, 1959, 1960; BGH NJW 1992, 2570, 2573).

    Seine deliktische Einstandspflicht entsteht vielmehr erst dann, wenn er oder sein Verfahrensbevollmächtigter, dessen Verschulden der Gläubiger sich zurechnen lassen muß (vgl. BGHZ 58, 207, 211 f = MDR 1972, 684 = NJW 1972, 1048), die Vollstreckung einleiten oder an ihr festhalten, obwohl sie von dem entgegenstehenden Recht des Dritten wußten oder hätten wissen müssen (BGH a.a.O.; BGH WM 1965, 863, 864; BGHZ 50, 20, 31 = MDR 1968, 574 = NJW 1971, 799; BGHZ 67, 378, 383 = MDR 1977, 394 = NJW 1977, 384).

    aa) Allerdings ist der Gläubiger dem Dritten gegenüber zur gewissenhaften Prüfung der von ihm geltend gemachten Rechte und gegebenenfalls zur Freigabe der gepfändeten Sache verpflichtet (BGHZ 58, 207, 212 ff = MDR 1972, 684 = NJW 1972, 1048; MünchKomm./Mertens, BGB, § 823 Rn. 95).

    Er haftet deshalb aus § 823 Abs. 1 BGB, wenn er den gepfändeten Gegenstand auch noch zu einem Zeitpunkt nicht freigegeben hat, in dem ihm das die Veräußerung hindernde Recht bei gehöriger Sorgfalt ersichtlich war (BGH WM 1965, 863, 864; BGHZ 58, 207, 210 = MDR 1972, 684 = NJW 1972, 1048; BGHZ 67, 378, 383 = MDR 1977, 394 = NJW 1977, 384).

    Insoweit gelten die gleichen Grundsätze wie zur Frage einer Veranlassung der Drittwiderspruchsklage im Sinne des § 93 ZPO (BGHZ 58, 207, 215 = NJW 1972, 1048 = MDR 1972, 684).

    An die Feststellung eines derart begründeten Gläubigerverschuldens sind strenge Anforderungen zu stellen (BGHZ 58, 207, 210 = MDR 1972, 684 = NJW 1972, 1048; BGHZ 67, 378, 383 = MDR 1977, 394 = NJW 1977, 384; MünchKomm./Mertens, BGB, § 823 Rn. 95).

  • BGH, 08.06.1989 - IX ZR 234/87  

    Sperrwirkung einer Drittwiderspruchsklage

    Für die Drittwiderspruchsklage nach § 771 ZPO entspricht es herrschender Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum, daß diese Klage eine materiell-rechtliche Herausgabeklage, insbesondere eine Klage aus § 985 BGB, ausschließt (vgl. RGZ 67, 310, 312; 108, 260, 262; BGHZ 58, 207, 213; BGH, Urt. v. 25. Februar 1987 - VIII ZR 47/86, ZIP 1987, 577, 580; Stein/Jonas/Münzberg, ZPO 20. Aufl. § 771 Rdnr. 67; Zöller/Schneider, ZPO 15. Aufl. § 771 Rdnr. 1; AK-ZPO/Schmidt-vom Rhein, § 771 Rdnr. 3; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 47. Aufl. Einführung vor §§ 771-774 unter 3; Thomas/Putzo, ZPO 15. Aufl. § 771 Anm. 2 c; Rosenberg/Gaul/Schilken, Zwangsvollstreckungsrecht 10. Aufl. § 41 XII 2; Staudinger/Gursky, BGB 12. Aufl. § 985 Rdnr. 12; Soergel/Mühl, BGB 11. Aufl. § 985 Rdnr. 16).
  • BGH, 23.05.1985 - IX ZR 132/84  

    Schadensersatzanspruch des Gläubigers bei ungerechtfertigter einstweiliger

  • BGH, 20.03.1986 - IX ZR 42/85  

    Darlegungs- und Beweislast bei Geltendmachung eines Pfandrechts

  • BGH, 15.05.1979 - VI ZR 230/76  

    Ausstellerhaftung für Dienstleistungszeugnis

  • BGH, 23.11.1995 - IX ZR 213/94  

    Haftung des Notars für das Verschulden von Hilfspersonen bei der

  • BGH, 30.10.1984 - VI ZR 25/83  

    Schadensersatzanspruch des Vollstreckungsschuldners

  • BGH, 11.01.2007 - IX ZR 181/05  

    Anforderungen an den Tatbestand des Berufungsurteils

  • BGH, 17.01.1985 - IX ZR 59/84  

    Verjährung der Konkursverwalterhaftung

  • OLG Köln, 30.10.1997 - 12 U 29/97  

    Auslegung der Aufrechnungsverbotsklausel in einem Gewerberaummietvertrag

  • OLG Düsseldorf, 08.04.2008 - 24 U 186/06  

    Notarrecht - Haftung wegen schuldhaften Gebrauchs eines Vollstreckungstitels

  • OLG Frankfurt, 08.11.2012 - 6 U 161/11  

    Haftung des Anwalts bei unberechtigter Schutzrechtsverwarnung

  • OLG Stuttgart, 14.02.2008 - 7 U 200/07  

    Rechtsschutzversicherung: Eintritt des Versicherungsfalls bei

  • BGH, 06.05.1975 - 7 BJs 14/69  

    Gewährung rechtlichen Gehörs und Fristversäumnisse - Zum Anhörungserfordernis vor

  • BGH, 07.06.1984 - I ZR 47/82  

    Prüfungspflichten des Lagerhalters bei Herausgabe des Lagerguts an den

  • OLG Düsseldorf, 16.12.1998 - 11 U 33/98  
  • OLG Düsseldorf, 24.07.2009 - 24 U 49/08  

    Darlegung des Anspruchsgrundes im Regressprozess wegen pflichtwidriger Vertretung

  • BGH, 20.05.1980 - VI ZR 185/78  

    Begehren von Schadensersatz für Heilbehandlungskosten bedingt durch einen Unfall

  • BGH, 21.05.1980 - VIII ZR 284/79  

    Rechtmäßigkeit der Pfändung einer Schiffsladung - Verkörperung eines

  • BGH, 17.09.1976 - V ZR 244/75  

    Anspruch auf Grundschuldverzicht - Die Freistellungsvoraussetzungen einer

  • BGH, 12.04.1984 - III ZR 161/83  

    Vertragswidrige Grundschuldbestellung des Gläubigers als wichtiger Grund zur

  • AG Kitzingen, 02.04.2004 - 1 C 719/03  
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