Rechtsprechung
   BGH, 05.05.1972 - V ZR 63/70   

Erschließungsvertrag

Öffentlich-rechtlicher Vertrag, analoge Anwendung von § 313 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 311b Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>)

Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Übereignung von Grundstücken - Übereignungsvertrag - Grundstücksverkauf - Klage auf Erfüllung einer Bürgschaftsverpflichtung - Rechtswirksamkeit der Hauptverbindlichkeit - Fehlende notarielle Beurkundung - Formerfordernis bei einem Vertrag über die Herstellung einer Erschließungsanlage und die Übereignung der Erschließungsflächen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BauGB § 124
    Formbedürftigkeit der Übereignung von Grundstücken

Papierfundstellen

  • BGHZ 58, 385
  • BGHZ 58, 386
  • NJW 1972, 1364
  • MDR 1972, 853
  • DNotZ 1972, 756
  • DVBl 1972, 672
  • DB 1972, 1670
  • DÖV 1972, 858



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Wird zitiert von ... (30)  

  • BGH, 14.09.2018 - V ZR 213/17  

    Änderungen eines Grundstückskaufvertrags nach der bindend gewordenen Auflassung

    Die heilende Wirkung von Auflassung und Eintragung erstreckt sich nur auf die Gesamtheit der vertraglichen Vereinbarungen, die bei der Auflassung Inhalt des Vertrages waren (vgl. Senat, Urteil vom 5. Mai 1972 - V ZR 63/70, NJW 1972, 1364, 1366; Urteil vom 22. Dezember 1982 - V ZR 8/81, NJW 1983, 1543, 1545; Urteil vom 6. Mai 1988 - V ZR 50/87, BGHZ 104, 276, 278).
  • BVerwG, 09.11.1984 - 8 C 77.83  

    Beurkundungsbedürftigkeit von Erschließungsverträgen

    Das hat der Bundesgerichtshof für Erschließungsverträge bereits in seinem Urteil vom 5. Mai 1972 (V ZR 63/70 - BGHZ 58, 386 ff. [BGH 05.05.1972 - V ZR 63/70]) entschieden.

    Denn ob im Einzelfall der mit § 313 Satz 1 BGB verfolgte Schutz auch auf andere Weise als durch notarielle Beurkundung des Vertrags gewährleistet erscheint, ist bei der unmittelbaren Anwendung dieser Vorschrift belanglos und gibt daher auch für die Frage der Analogie nichts her (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 1972 - V ZR 63/70 - a.a.O. S. 394).

    Ob das zutrifft, hängt vielmehr in entsprechender Anwendung des § 139 BGB davon ab, ob die Vertragspartner den Vertrag auch ohne den nichtigen Teil abgeschlossen hätten (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 1972 - V ZR 63/70 - a.a.O. S. 395 sowie § 59 Abs. 3 VwVfG).

  • BGH, 18.12.2000 - II ZR 385/98  

    Rechtsstellung eines Zweckverbands im Gründungsstadium und seiner Mitglieder

    Es kommt deshalb - wie grundsätzlich bei Rechtsverhältnissen öffentlich-rechtlicher Natur (vgl. BGHZ 58, 386, 392; zuletzt Sen.Urt. v. 14. Februar 2000 - II ZR 215/98, ZIP 2000, 699, 700 m.w.N.) - eine entsprechende Anwendung zivilrechtlicher Rechtsgrundsätze in Betracht, soweit diese Ausdruck allgemeiner Rechtsgedanken und damit zur Lückenfüllung geeignet sind.
  • OLG Koblenz, 13.01.2003 - 12 U 1360/01  

    Anbahnung eines Kraftfahrzeugkaufes: Stillschweigende Haftungsfreistellung eines

    Ist ein Händler nicht bereit, ein in seinem Betrieb zum Verkauf anstehendes Fahrzeug gegen das Risiko einer leicht fahrlässigen Beschädigung zu versichern, dann muss er einen möglichen Käufer vor Antritt einer Probefahrt darauf ausdrücklich hinweisen (BGH NJW 1972, 1364; BGH WM 1979, 367).
  • BGH, 08.11.1973 - VII ZR 246/72  

    Fehlender Anspruch auf Ersatz anteiligen Erschließungsaufwands nach Übernahme der

    Allerdings sind nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und des Bundesverwaltungsgerichts Erschließungsverträge nach § 123 Abs. 3 BBauG, wie ihn der Kläger mit der Gemeinde Gruiten geschlossen hat, dem öffentlichen Recht zuzurechnen (BGHZ 54, 287; 58, 386, 388; BGH NJW 1972, 585, 586; BVerwGE 32, 37 = NJW 1969, 2162 Nr. 32 jeweils mit weiteren Nachweisen).

    Diese blieb nach außen, also den Grundstückseigentümern gegenüber, für die ordnungsgemäße Durchführung der Erschließung auch nach deren Übertragung auf den Kläger gemäß § 123 Abs. 3 BBauG verantwortlich (BGHZ 58, 386, 389).

    So müßte, falls der Erschließungsvertrag nichtig sein sollte, z.B. weil er die Verpflichtung des Klägers zur Übereignung von Grundstücken enthält, aber nicht notariell beurkundet worden ist (vgl. BGHZ 58, 386, 390 ff) und möglicherweise der Formmangel nicht entsprechend § 313 Satz 2 BGB geheilt ist, das Vertragsverhältnis zwischen dem Kläger und der Gemeinde rückabgewickelt werden (vgl. auch OVG Münster ZMR 1973, 178, 179).

  • BGH, 14.03.2002 - III ZR 320/00  

    Bemessung der Enteignungsentschädigung für Erschließungsanlagen

    Letzteres und der weitere Umstand, daß der besagte Erschließungsvertrag die kostenlose (rechtsgeschäftliche) Übertragung der Erschließungsflächen auf die Gemeinde vorsah, sprechen - unbeschadet dessen, daß die Verpflichtung zur Übertragung von Grundflächen formunwirksam gewesen sein dürfte (§ 313 BGB; BGH, Urteil vom 5. Mai 1972 - V ZR 63/70 - NJW 1972, 1364, 1365) - eher dagegen, die Änderung des Bebauungsplans vom 18. März 1980 rückblickend als auf eine Enteignung als einen zwangsweisen Entzug der für seinen Vollzug benötigten Erschließungsflächen "angelegt" (vgl. Senatsurteil vom 6. April 1995 aaO) anzusehen.
  • BGH, 23.03.1979 - V ZR 24/77  

    Formzwang und unschädliche Falschbezeichnung

    Unter Berücksichtigung der von § 313 BGB verfolgten Formzwecke (vgl. BGHZ 58, 386, 394 [BGH 05.05.1972 - V ZR 63/70]; BGB-RGRK 12. Aufl. § 313 Rdn. 1 m.w.Nachw.) mag es möglicherweise noch hingenommen werden, eine irrtümliche Falschbezeichnung im notariellen Vertrag soweit für unschädlich zu halten, als sich die Parteien um eine formgerechte Erklärung bemüht haben und ihnen nur unbewußt eine Verwechslung unterlaufen ist, die überall vorkommen kann (vgl. Häsemeyer a.a.O. S. 281).

    Wollte man auch in Fällen der vorliegenden Art eine unschädliche Falschbezeichnung annehmen, verstieße dies in besonderem Maß gegen die mit der Beurkundung verfolgten Zwecke einwandfreier Beweismöglichkeit über den Vertragsinhalt (BGHZ 58, 386, 394) [BGH 05.05.1972 - V ZR 63/70] und der Vermeidung späterer Rechtsstreitigkeiten darüber (Urteil des Senats vom 26. Oktober 1973, V ZR 194/72 = NJW 1974, 271).

  • BGH, 03.10.1985 - III ZR 60/84  

    Rechtsweg für Ansprüche aus culpa in contrahendo im Zusammenhang mit einem

    Es ist allgemein anerkannt, daß Erschließungsverträge öffentlich-rechtlicher Natur sind (BGHZ 54, 287, 289 ff.; 58, 386, 388; 76, 343, 348; BVerwGE 32, 37, 38; Ernst/Zinkahn/Bielenberg BBauG § 123 Rn. 33 m.w.Nachw.; Battis/Krautzberger/Löhr BBauG 1985 § 123 Rn. 24).
  • BGH, 23.02.1979 - V ZR 99/77  

    Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises - Voraussetzungen für eine vollständige

    Die vorgeschriebenen Förmlichkeiten sollen der Beweis- und Warnfunktion des Beurkundungszwangs gerecht werden und die Mitwirkung des sachkundigen und unparteiischen Notars sicherstellen (vgl. etwa die Senatsentscheidung BGHZ 58, 386, 394 [BGH 05.05.1972 - V ZR 63/70]; BGB-RGRK 12. Aufl. § 313 Rdn. 1; Keidel/Kuntze/Winkler a.a.O., Einl. Rdn. 19-26, jeweils mit weit. Nachw.).

    Ob sie im konkreten vorliegenden Fall des Schutzes der §§ 9 und 13 BeurkG (Verlesung, Genehmigung und Beifügung) tatsächlich bedurften, ist unerheblich (vgl. BGHZ 58, 386, 394) [BGH 05.05.1972 - V ZR 63/70].

  • BGH, 22.12.1982 - V ZR 8/81  

    Zur Zulässigkeit einer Vormerkung beim Angebot an zu benennenden Dritten

    So kann die vor formunwirksamen Absprachen erklärte Auflassung aber nicht wirken, weil sie nicht in Erfüllung der formnichtigen Vereinbarungen erfolgt sein kann (vgl. Senatsurteil vom 5. Mai 1972, V ZR 63/70, NJW 1972, 1364, 1366; Erman/Battes, BGB 7. Aufl. § 313 Rdn. 76; Staudinger/Wufka, BGB 12. Aufl. § 313 Rdn. 221).
  • OVG Schleswig-Holstein, 12.09.2007 - 2 LA 107/06  

    Aufspaltung; Beurkundung; Erschließungsvertrag; Grundstücksübereignung

  • BGH, 18.12.2000 - II ZR 384/98  

    Rechtsfähigkeit eines im Gründungsstadium befindlichen kommunalen Zweckverbandes;

  • BGH, 10.12.1975 - VIII ZR 306/74  

    Teilnichtigkeit des Erschließungsvertrages bei Nichtbeachtung kommunaler

  • BVerwG, 13.12.1994 - 4 B 216.94  

    Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache - Klärungsbedürftigkeit

  • VGH Baden-Württemberg, 16.12.2014 - 3 S 2097/13  

    Notwendigkeit der notariellen Beurkundung einer Wasserzweckverbandssatzung nach §

  • OLG Naumburg, 25.07.2001 - 12 W 22/01  

    Unzulässiger Rechtsweg - keine Abweisung durch Versäumnisurteil - sofortige

  • VGH Baden-Württemberg, 10.12.2014 - 3 S 2097/13  

    Wasserzweckverband; Verbandssatzung; Notarielle Beurkundung;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.07.1999 - 3 B 1788/98  

    Beitragsfreiheit nach Abtretung von Straßenland)

  • OLG München, 28.07.2000 - 21 U 3346/00  

    Zustimmung zur Ausstrahlung von zwei Gegendarstellungen bzgl. zweier

  • BVerwG, 22.04.1982 - 3 C 71.81  

    Anforderungen an den Anspruch auf Erstattungszinsen ab Empfang der

  • OLG München, 13.08.1985 - 25 U 3021/85  

    GVG § 17 Abs. 3; ZPO § 91a

  • VG Weimar, 19.06.2002 - 1 K 1355/00  
  • OLG Zweibrücken, 15.01.1998 - 6 U 3/97  

    Streit über einen Baulandumlegungsverfahren der Ortsgemeinde ; Auslegung der

  • BVerwG, 26.10.1973 - IV B 8.73  

    Formbedürftigkeit von vor Inkrafttreten des BBauG abgeschlossenen

  • BGH, 08.12.1978 - V ZR 9/75  

    Auslegung des Begriffs "Erschließungsbeitrag" in einem

  • BGH, 12.10.1984 - V ZR 92/83  

    Vertrag über die Erschließung eines der Firma gehörenden Baugebietes auf eigene

  • VG Minden, 23.09.2005 - 5 K 2558/04  

    Verwaltungsrechtliche Ausgestaltung der Erfüllungsverpflichtungen aus einem

  • OLG Bamberg, 21.11.1985 - 1 U 119/85  

    Abhängigkeit der Zuständigkeit eines Gerichts von der Einordnung einer

  • BGH, 09.04.1981 - III ZR 79/80  

    Ermäßigung einer Entschädigung auf Null wegen der dem Eigentümer zugeflossenen

  • LG Mönchengladbach, 07.01.1993 - 1 O 452/92  

    Keine Belehrungspflicht des Notars über Gefahren einer Altlastengarantieerklärung

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