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   BFH, 02.04.1987 - IV R 255/84   

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BFH, 02.04.1987 - IV R 255/84 (https://dejure.org/1987,826)
BFH, Entscheidung vom 02.04.1987 - IV R 255/84 (https://dejure.org/1987,826)
BFH, Entscheidung vom 02. April 1987 - IV R 255/84 (https://dejure.org/1987,826)
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Volltextveröffentlichungen (5)

Papierfundstellen

  • BFHE 149, 490
  • BB 1987, 1451
  • BStBl II 1987, 762
 
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Wird zitiert von ... (31)

  • BFH, 03.03.2011 - IV R 8/08

    Zur Nachholung der Feststellung des Veräußerungsgewinns eines Mitunternehmers

    In der Rechtsprechung ist ferner geklärt, dass eine solche Unrichtigkeit auch dann "beim Erlass eines Verwaltungsakts" unterlaufen kann, wenn das FA (Veranlagungsstelle) eine offenbare Unrichtigkeit der Steuer- oder Feststellungserklärung des Steuerpflichtigen als eigene übernimmt (BFH-Urteile vom 2. April 1987 IV R 255/84, BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762, und vom 31. Juli 2002 X R 49/00, BFH/NV 2003, 2) oder eine Unrichtigkeit des Betriebsprüfungsberichts vom FA bei dessen Auswertung übernommen wird (BFH-Urteil vom 7. Juni 1992 I R 115/70, BFHE 106, 14, BStBl II 1972, 743).

    Zum anderen muss die Unrichtigkeit als mechanischer Fehler offenbar, d.h. für alle Beteiligten erkennbar, augenfällig und eindeutig sein (z.B. BFH-Urteile in BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762, zur Übernahme einer fehlerhaften Steuererklärung; in BFHE 106, 14, BStBl II 1972, 743, zur Übernahme eines fehlerhaften Betriebsprüfungsberichts).

    Die Annahme, dass im Einzelfall die Möglichkeit einer unvollständigen Sachverhaltsermittlung auszuschließen ist, erfordert nach ständiger Rechtsprechung darüber hinaus, dass in Fällen, in denen das FA (Veranlagungsstelle) eine fehlerhafte Erklärung des Steuerpflichtigen oder einen fehlerhaften Prüfungsbericht übernimmt, der Fehler aus den vorliegenden Unterlagen --sei es der Steuererklärung, den beigefügten Anlagen (einschließlich handschriftlichen Berechnungen etc.) oder etwaigen Kontrollmitteilungen, sei es dem Prüfungsbericht, den Handakten des Prüfers oder den ihm vorgelegten Belegen-- ohne weiteres ersichtlich, d.h. klar dargestellt ist und berichtigt werden kann (vgl. BFH-Urteile in BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762; vom 23. Januar 1991 I R 26/90, BFH/NV 1992, 359; in BFH/NV 2003, 2, jeweils zu fehlerhafter Steuererklärung; in BFHE 106, 14, BStBl II 1972, 743; vom 18. August 1999 I R 93/98, BFH/NV 2000, 539; in BFH/NV 2004, 1505, jeweils zu fehlerhaftem Prüfungsbericht).

  • FG Köln, 30.03.2017 - 15 K 3280/15

    Anspruch auf Korrektur eines Steuerbescheids bei Buchungsfehler des

    Die Finanzbehörde, die die Berechnung eines Steuerpflichtigen übernommen hat, kann nicht anders behandelt werden, als wäre der Fehler ihr selbst unterlaufen (vgl. BFH-Urteil vom 2. April 1987 IV R 255/84, BStBl II 1987, 762, Rn. 13 der in Juris veröffentlichten Entscheidungsgründe).

    Bei Prüfung einer offenbaren (von der Finanzbehörde "übernommenen") Unrichtigkeit in einer Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG hat der BFH dementsprechend darauf abgestellt, ob der Fehler aus "den beigefügten Gewinnermittlungsunterlagen für das Finanzamt ohne weiteres ersichtlich war" (BFH-Urteil vom 2. April 1987 IV R 255/84, BStBl II 1987, 762).

    In der in BStBl II 1987, 762, veröffentlichten Entscheidung sah es der BFH als offenbare (übernommene) Unrichtigkeit an, dass der dortige Kläger in einer Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens einen Vermögensabgang ausgewiesen hatte, diesen aber nicht gewinnmindernd als Betriebsausgabe in die Einnahme-Überschussrechnung übernommen hatte.

  • BFH, 08.12.2011 - VI R 45/10

    Anwendung des § 129 AO bei versehentlicher Nichterfassung von

    Ein Fehler ist dann "offenbar" i.S. des § 129 AO, wenn er auf der Hand liegt, durchschaubar, eindeutig oder augenfällig ist (BFH-Urteile vom 2. April 1987 IV R 255/84, BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762; vom 17. Februar 1993 X R 47/91, BFH/NV 1993, 638; BFH-Beschluss vom 4. September 1984 VIII B 157/83, BFHE 142, 13, BStBl II 1984, 834).
  • BFH, 11.07.2007 - XI R 17/05

    Nichtbeachtung einer für das maschinelle Veranlagungsverfahren geltenden

    Auch wenn nur das offenbar ist, was für alle Beteiligten durchschaubar, erkennbar, eindeutig oder augenfällig ist (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 28. November 1985 IV R 178/83, BFHE 145, 226, BStBl II 1986, 293, m.w.N.; vom 2. April 1987 IV R 255/84, BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762; vom 17. Februar 1993 X R 47/91, BFH/NV 1993, 638, m.w.N.), so muss der Fehler für den Bescheidadressaten dennoch nicht unmittelbar dem fehlerhaften Bescheid selbst zu entnehmen sein (z.B. BFH-Urteile vom 31. März 1987 VIII R 46/83, BFHE 149, 478, BStBl II 1987, 588, m.w.N.; vom 8. April 1987 II R 236/84, BFHE 149, 413, BStBl II 1988, 164; vom 21. Oktober 1987 IX R 156/84, BFH/NV 1988, 277, m.w.N.).
  • BFH, 17.02.1993 - X R 47/91

    Begriff der ähnlichen offenbaren Unrichtigkeiten bei der Berichtigung von

    Ein Fehler ist "offenbar", wenn er "auf der Hand liegt, wenn er durchschaubar, eindeutig oder augenfällig ist" (BFH-Beschluß vom 4. September 1984 VIII B 157/83, BFHE 142, 13, BStBl II 1984, 834, m.w.N.; BFH-Urteil vom 2. April 1987 IV R 255/84, BFHE 149, 490, 492, BStBl II 1987, 762).

    Eine "offenbare" Unrichtigkeit i.S. des § 129 AO 1977 kommt namentlich dann in Betracht, wenn sich der Fehler aus der Steuererklärung und/oder aus den dieser beigefügten Unterlagen ergibt (BFHE 162, 115, 117, BStBl II 1991, 22; BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762).

  • FG Köln, 06.04.2006 - 3 K 5200/04

    Keine offenbare Unrichtigkeit bei ernsthafter Möglichkeit eines Rechtsfehlers

    Die Kläger sehen sich durch das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 02.04.1987 IV R 255/84, BStBl II 1987, 762 in ihrer Rechtsansicht bestätigt.

    Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung findet § 129 AO aber auch Anwendung, wenn die Fehlerhaftigkeit von Angaben des Steuerpflichtigen für das Finanzamt ohne weiteres erkennbar war und das Finanzamt damit eine offenbare Unrichtigkeit des Steuerpflichtigen als eigene übernommen hat (BFH-Urteil vom 02.04.1987 IV R 255/84, BStBl II 1987, 762 m.w.N.).

    Insofern ist der Streitfall auch nicht mit dem Fall des BFH-Urteils IV R 255/84 vergleichbar, da dort die steuerlichen Auswirkungen der für die Ertragsteuer erstellten Unterlagen zu beachten waren, während sich im vorliegenden Ertragsteuer-Fall die fehlenden Angaben aus den Anlagen zur Umsatzsteuererklärung ergeben.

  • BFH, 25.02.1992 - VII R 8/91

    Aufnahme eine nicht zuvor festgesetzten Erstattungsanspruchs in

    Das FA wäre an der Berichtigung der Abrechnungsmitteilung auch nicht durch eine etwaige Bestandskraft gehindert gewesen (BFH-Urteil vom 2. April 1987 IV R 255/84, BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762); denn nach § 129 Satz 1 AO 1977 kann ein Verwaltungsakt jederzeit berichtigt werden.
  • FG Sachsen-Anhalt, 15.08.2012 - 3 K 325/08

    Voraussetzungen für die Berichtigung eines Verwaltungsakts nach § 129 Satz 1 AO -

    Die Annahme, dass im Einzelfall die Möglichkeit einer unvollständigen Sachverhaltsermittlung auszuschließen ist, erfordert in Fällen, in denen das Finanzamt (Veranlagungsstelle) eine fehlerhafte Erklärung des Steuerpflichtigen oder einen fehlerhaften Prüfungsbericht übernimmt, dass der Fehler aus den vorliegenden Unterlagen - sei es der Steuererklärung, den beigefügten Anlagen (einschließlich handschriftlichen Berechnungen etc.) oder etwaigen Kontrollmitteilungen, sei es dem Prüfungsbericht, den Handakten des Prüfers oder den ihm vorgelegten Belegen - ohne weiteres ersichtlich, d.h. klar dargestellt ist und mechanisch berichtigt werden kann (vgl. BFH-Urteile vom 02. April 1987 IV R 25/84, BStBl II 1987, 762; vom 23. Januar 1991 I R 26/90, BFH/NV 1992, 359; vom 31. Juli 2002 X R 49/00, BFH/NV 2003, 2, jeweils zu fehlerhafter Steuererklärung; in BFHE 106, 14, vom 07. Juni 1972 I R 115/70, BStBl II 1972, 743; vom 18. August 1999 I R 93/98, BFH/NV 2000, 539; vom 17. Juni 2004 IV R 9/02, BFH/NV 2004, 1505, jeweils zu fehlerhaftem Prüfungsbericht; a.A. Pahlke in Pahlke/König, AO, 2. Aufl. 2009, § 129, RZ 46, für den Fall das das Finanzamt unvollständige Angaben des Steuerpflichtigen in seiner Erklärung trotz beigefügter Belege übernimmt).

    (1) Eine solche Unrichtigkeit kann auch dann "beim Erlass eines Verwaltungsakts", d.h. im Laufe seiner Entstehung (BT-Drs. 7/4292, S. 29) unterlaufen (hier nimmt der Gesetzgeber auf das Besteuerungs- als Massenverfahren Rücksicht (Werth in Kühn/von Wedelstädt, AO, 20. Aufl. 2011, § 129, RZ 12)), wenn das Finanzamt (Veranlagungsstelle) eine offenbare Unrichtigkeit der Steuer- oder Feststellungserklärung des Steuerpflichtigen als eigene übernimmt (BFH-Urteile vom 02. April 1987 IV R 255/84, BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762, und vom 31. Juli 2002 X R 49/00, BFH/NV 2003, 2).

  • FG Hessen, 06.12.2006 - 6 K 2836/03

    Änderung; Steuerbescheid; Grobes Verschulden; Offenbare Unrichtigkeit;

    b) Die Berichtigungsvorschrift des § 129 AO gilt grundsätzlich nicht für offenbare Versehen des Steuerpflichtigen (vgl. bereits BFH-Urteil vom 01.07.1954 IV 444/53 U, BStBl II 1954, 265; BFH-Urteil vom 17.04.1969 V R 21/66, BStBl II 1969, 474 ; BFH-Urteil vom 02.04.1987 IV R 255/84, BStBl II 1987, 762 ).

    Ausnahmsweise liegt eine offenbare Unrichtigkeit beim Erlass eines Verwaltungsaktes dann vor, wenn das Finanzamt eine in der Steuererklärung des Steuerpflichtigen enthaltene offenbare, d. h. als solche erkennbare Unrichtigkeit als eigene in den Verwaltungsakt übernimmt (BFH-Urteil vom 24.07.1984 VIII R 304/81, BStBl II 1984, 785 ; BFH-Urteil vom 02.04.1987 IV R 255/84, BStBl II 1987, 762 ; Tipke, in: Tipke/Kruse, AO/FGO, § 129 AO Tz. 15 m. w. N. aus der Rechtsprechung).

  • FG Baden-Württemberg, 24.02.2005 - 8 K 85/03

    Berichtigung nach § 129 AO 1977 wegen Übernahme einer in der Steuererklärung

    Die Berichtigungsvorschrift des § 129 AO gilt nicht für offenbare Versehen des Steuerpflichtigen (bereits BFH-Urteil vom 1. Juli 1954 IV 444/53 U, BFHE 59, 146, BStBl II 1954, 265; BFH-Urteil vom 17. April 1969 V R 21/66, BStBl II 1969, 474; BFH-Urteil vom 2. April 1987 IV R 255/84, BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762; vgl. Tipke, in: Tipke/Kruse, AO, § 129 Tz. 15).

    Eine offenbare Unrichtigkeit beim Erlass eines Verwaltungsaktes liegt aber vor, wenn das Finanzamt eine in der Steuererklärung des Steuerpflichtigen enthaltene offenbare, d. h. als solche erkennbare Unrichtigkeit als eigene in den Verwaltungsakt übernimmt (BFH-Urteil vom 24. Juli 1984 VIII R 304/81, BStBl II 1984, 785; BFH-Urteil vom 2. April 1987 IV R 255/84, BFHE 149, 490, BStBl II 1987, 762; Tipke, in: Tipke/Kruse, AO, § 129 Tz. 15 m. w. N. aus der Rechtsprechung).

  • FG Münster, 14.11.2001 - 13 K 5372/99

    Abzug von Berufsausbildungskosten als Sonderausgaben nur bei tatsächlicher

  • FG Baden-Württemberg, 27.05.2004 - 8 K 282/99

    Übersehen einer Steuerbescheinigung i.S. von § 44 KStG als offenbare

  • BFH, 04.07.2000 - IV B 44/00

    Berichtigung eines Steuerbescheids - Offenbare Unrichtigkeit - Versehen des

  • FG Baden-Württemberg, 16.11.1995 - 6 K 35/94

    Berichtigungsmöglichkeiten in Steuerbescheiden durch das Finanzamt; Anforderungen

  • FG Bremen, 07.12.2011 - 1 K 50/11

    Keine offenbare Unrichtigkeit bei versehentlicher Eintragung der Summe aus

  • FG Nürnberg, 15.10.2009 - 6 K 748/08

    Berichtigung wegen offenbarer Unrichtigkeit im ELSTER-Verfahren

  • BFH, 07.03.2002 - IX B 111/01

    NZB - neues Zulassungsrecht; Sicherung einer einheitlichen Rspr.; Berichtigung

  • BFH, 25.01.1996 - III B 122/93

    Berichtigung eines finanzgerichtlichen Urteils wegen mechanischer Fehler

  • BFH, 30.11.1989 - IV R 76/88

    Ansetzung einer Absetzung für Abnutzung (AfA) auf ein Nießbrauchsrecht -

  • BFH, 29.06.1994 - I B 118/93

    Möglichkeit einer Berichtigung eines Steuerbescheids wegen offenbarer

  • FG Baden-Württemberg, 14.12.2016 - 4 K 1870/16

    Ungenügende Ermittlungen und Irrtümer, die sich nicht auf den steuerlichen

  • FG Niedersachsen, 02.07.2014 - 2 K 301/13

    Berichtigung nach § 129 AO; Anwendbarkeit des § 181 Abs. 5 AO im Rahmen der

  • FG Münster, 13.10.2010 - 7 K 4838/08

    Doppelberücksichtigung von Entfernungskilometern für Fahrten zwischen Wohnung und

  • FG Düsseldorf, 06.11.2009 - 8 K 2348/09

    Nichtberücksichtigung nicht ausgewiesener Umsatzsteuerzahlungen als

  • FG Nürnberg, 06.02.2003 - IV 397/01

    Ausübung des Wahlrechts nach § 23 Abs. 1 ErbStG nicht fristgebunden

  • FG München, 25.09.2017 - 7 K 2461/16

    Änderung des Bescheids über die gesonderte Feststellung des steuerlichen

  • FG Bremen, 25.02.2016 - 2 K 72/15

    Herabsetzung mit bestandskräftigen Grunderwerbsteuerbescheiden festgesetzter

  • FG Baden-Württemberg, 14.03.2005 - 4 K 235/03

    Versehentlich in der Einkommensteuererklärung nicht beantragte AfA-Beträge keine

  • FG München, 18.02.1998 - 1 K 4772/96

    Anspruch auf Berichtigung eines nach einer Aussenprüfung ergangenen

  • FG Nürnberg, 16.03.1999 - V 274/97
  • FG Berlin, 26.08.1998 - 8 K 8072/97
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