Rechtsprechung
   BFH, 13.07.1989 - V R 8/86   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 § 42; UStG 1980 § 2 Abs. 1, § 15 Abs. 1, § 19 Abs. 3

  • Jurion

    Unangemessene Gestaltung - Eheleute - Erwerb eines Kfz - Vermietung eines Kfz an Ehegatten - Vorgeschalteter Ehegatte - Begünstigungsvorstellungen des Gesetzgebers

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    § 42 AO; §§ 2, 15 UStG
    Umsatzsteuer; Kfz-Vermietung unter Ehegatten

Papierfundstellen

  • BFHE 158, 166
  • BB 1989, 2471
  • BB 1990, 121
  • DB 1990, 27
  • BStBl II 1990, 100



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Wird zitiert von ... (34)  

  • BFH, 11.07.2018 - XI R 26/17  

    Aufspaltung einer unternehmerischen Tätigkeit zur mehrfachen Inanspruchnahme des

    Damals wurden Gestaltungen, die nur auf die Erreichung des Steuerabzugsbetrages nach § 19 Abs. 3 UStG a.F. gerichtet waren, als nicht rechtsmissbräuchlich beurteilt (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1989 V R 8/86, BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100; vom 14. Mai 1992 V R 56/89, BFHE 168, 472, BStBl II 1992, 859).

    Die damalige Regelung zielte darauf, die Nachteile auszugleichen, die sich aus dem Wegfall der bis zum Jahre 1979 für Kleinunternehmer geltenden Bruttoumsatzbesteuerung ergaben, und einen gleitenden Anstieg der Umsatzsteuerbelastung zu bewirken (BFH-Urteile vom 24. Februar 1988 X R 67/82, BFHE 152, 564, BStBl II 1988, 622, unter II.3.g; in BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100, unter II.2.c, Rz 29), bzw. vorrangig darauf, einen abrupten Übergang bei der Überschreitung der Umsatzgrenze zu vermeiden (BTDrucks 8/1779; vgl. Stadie in Rau/Dürrwächter, Umsatzsteuergesetz, § 19 Rz 14).

    Insofern war eine Zweckverfehlung bzw. Abweichung von einer vom Gesetzgeber als angemessen vorausgesetzten Gestaltung der Verhältnisse damals nicht feststellbar (BFH-Urteil in BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100, unter II.2.c, Rz 32; Birkenfeld, Umsatzsteuer-Handbuch, § 13 Rz 270).

  • BFH, 02.12.1998 - X R 83/96  

    Zum Begriff der Selbständigkeit im Steuerrecht

    Das nationale Umsatzsteuerrecht erfaßt als Steuerpflichtigen (Unternehmer i.S. des § 2 Abs. 1 UStG 1980) jede Person, die nach den Voraussetzungen der Vorschrift sich --gleich gegenüber wem-- unternehmerisch betätigt (BFH-Urteil vom 13. Juli 1989 V R 8/86, BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100); es kennt kein Tatbestandsmerkmal "Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr" (BFH-Beschluß vom 13. Dezember 1993 V B 108/93, BFH/NV 1994, 832).
  • BFH, 20.05.1997 - VIII B 108/96  

    Verdeckte wesentliche Beteiligung - Bewertung

    Rechtspolitische Bedenken gegen eine gesetzliche Vorschrift berechtigen weder, diese durch eine entsprechende ergebnisorientierte Auslegung der Vorschrift zur Geltung zu bringen, sofern nicht ausnahmsweise eine Lücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes nachweisbar ist, noch dürfen sie mit Hilfe der Annahme eines Rechtsmißbrauchs i. S. von § 42 AO 1977 durchgesetzt werden (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1989 V R 8/86, BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100, 102; vom 19. Mai 1993 I R 124/91, BFHE 172, 37, BStBl II 1993, 839, 890).

    Dabei kann der Indizienbeweis verwendet werden, wenn eine bestimmte Gestaltung regelmäßig den Schluß auf eine bestimmte Umgehungsabsicht zuläßt (vgl. BFH-Urteile vom 5. Februar 1992 I R 127/90, BFHE 166, 356, BStBl II 1992, 532, 536; vom 6. März 1996 II R 38/93, BFHE 179, 443, BStBl II 1996, 377, 378; BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100, 102), wonach keine allgemeine Vermutung besteht.

  • BFH, 14.05.1992 - V R 56/89  

    Unangemessene Vermietung von KFZ an Unternehmen des Ehegatten (§ 42 AO (1977))

    Erwarb ein Ehegatte ein Kfz und vermietete er es seinem zum Vorsteuerabzug berechtigten Ehegatten für dessen Unternehmen, so war diese Gestaltung nicht deswegen unangemessen i. S. des § 42 AO 1977, weil der "vorgeschaltete" Ehegatte den Steuerabzugsbetrag nach § 19 Abs. 3 UStG 1980 a. F. in Anspruch nehmen konnte (Bestätigung der Entscheidung in BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100).

    Der Unternehmereigenschaft steht nicht entgegen, daß die Klägerin nur diesen Vermietungsumsatz ausführte (Senatsurteile vom 13. Juli 1989 V R 8/86, BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100; vom 7. November 1991 V R 116/86, BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).

    bb) Der V. Senat hat die von Eheleuten gewählte "Konstruktion", die in der "Vorschaltung" eines (Ehegatten-) Unternehmers besteht, der sich die ihm fehlenden Mittel für die Anschaffung des Unternehmensgegenstandes (PKW) von dritter Seite (mittels Überziehungskredites) beschaffte, im Urteil vom 13. Juli 1989 V R 8/86 (BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100) im Hinblick auf § 19 Abs. 3 UStG 1980 nicht als rechtsmißbräuchlich beurteilt.

    Gleichwohl hält der Senat auch für die vorliegende Gestaltungsvariante im Ergebnis an der in BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100 vertretenen Rechtsauffassung fest.

    Hierbei berücksichtigt der Senat, daß sich die Praxis bei der Bearbeitung von Rechtsbehelfen im allgemeinen auf das Urteil in BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100 eingestellt hat (vgl. zum Gedanken der Stetigkeit der Rechtsprechung Beschluß des Großen Senats des BFH vom 27. November 1989 GrS 1/88, BFHE 158, 563, BStBl II 1990, 160, unter C III. 4), und daß die Regelung des § 19 Abs. 3 UStG 1980 a. F. mit Wirkung vom 1. Januar 1990 ersatzlos weggefallen ist.

  • BFH, 16.01.1992 - V R 1/91  

    Missbräuchliche Vermietung von Praxis an Ehemann

    Das Motiv, Steuern zu sparen, macht eine rechtliche Gestaltung noch nicht unangemessen (Beschluß des Großen Senats des BFH vom 29. November 1982 GrS 1/81, BFHE 137, 433, 444, BStBl II 1983, 272; BFH-Urteile vom 13. Juli 1989 V R 8/86, BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100; vom 18. Oktober 1990 IV R 36/90, BFHE 162, 321, BStBl II 1991, 205; vom 21. November 1991 V R 20/87).
  • FG Berlin-Brandenburg, 21.06.2017 - 7 K 7096/15  

    Umsatzsteuer 2009 bis 2011

    c) Gegen dieses Ergebnis spricht nicht das BFH-Urteil vom 13.07.1989 (V R 8/86, BStBl II 1990, 100).

    Zum anderen betraf das genannte Urteil die in den Streitjahren nicht mehr gültige Vorschrift des § 19 Abs. 3 UStG a. F., welche einen Abzugsbetrag vorsah und - anders als die Nichtbesteuerung von Kleinunternehmern nach heutigem Recht (vgl. Stadie in Rau/Dürrwächter, UStG, Dokumentenstand 162. Lieferung 04.2015, § 19 UStG, Rn. 2 m. w. N.) - keinen Vereinfachungszweck verfolgte, sondern die Nachteile ausgleichen sollte, die sich aus dem Wegfall der bis zum Jahre 1979 für Kleinunternehmer geltenden Bruttoumsatzbesteuerung ergaben (BFH, Urteil vom 13.07.1989 V R 8/86, BStBl II 1990, 100, 1. c) der Gründe).

  • BVerwG, 25.09.1992 - 8 C 68.90  

    Rücknahme eines Verwaltungsakts - Ermessen - Rücknahme eines

    Geschieht dies nicht oder nicht in sachlich überzeugender Weise, gereicht das dem Antragsteller zum Nachteil (vgl. ebenso zu § 42 AO BFH, u.a. Urteil vom 13. Juli 1989 - V R 8/86 - BStBl. II 1990 S. 100 f.).
  • BFH, 07.11.1991 - V R 116/86  

    - Unternehmereigenschaft eines GbR-Gesellschafters durch Vermietung an

    b) Der Steuerabzugsbetrag gemäß § 19 Abs. 3 UStG 1980 (in der Fassung vor Aufhebung durch das Steuerreformgesetz 1990 vom 25. Juli 1988) als Folge der Vermietung führt nicht zu einer anderen Beurteilung bezüglich der Anwendung des § 42 AO 1977 (vgl. dazu BFH-Urteil vom 13. Juli 1989 V R 8/86, BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100).
  • BFH, 16.03.1993 - XI R 45/90  

    Leistungsaustausch und Unternehmereigenschaft eines Gesellschafters auch bei

    Nach dem Urteil des BFH vom 13. Juli 1989 V R 8/86 (BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100) sei der vergleichbare Fall - Erwerb der Ehefrau, die das Wirtschaftsgut an den Ehemann vermiete - keine mißbräuchliche Gestaltung.

    Dabei kann er seine Verhältnisse so gestalten, daß sie zu einer möglichst geringen steuerlichen Belastung führen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269; vgl. ferner BFH-Urteil in BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100).

  • BFH, 09.07.1997 - VIII B 40/97  
    Rechtspolitische Bedenken gegen eine gesetzliche Vorschrift berechtigen weder, diese durch eine entsprechende ergebnisorientierte Auslegung der Vorschrift zur Geltung zu bringen, sofern nicht ausnahmsweise eine Lücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes nachweisbar ist, noch dürfen sie mit Hilfe der Annahme eines Rechtsmißbrauchs i. S. von § 42 AO 1977 durchgesetzt werden (vgl. BFH- Urteile vom 13. Juli 1989 V R 8/86, BFHE 158, 166, BStBl II 1990, 100, 102 [BFH 13.07.1989 - V R 8/86]; vom 19. Mai 1993 I R 124/91, BFHE 172, 37, BStBl II 1993, 839, 890).

    Dabei kann der Indizienbeweis verwendet werden, wenn eine bestimmte Gestaltung regelmäßig den Schluß auf eine bestimmte Umgehungsabsicht zuläßt (vgl. BFH-Urteile vom 5. Februar 1992 I R 127/90, BFHE 166, 356, BStBl II 1992, 532, 536 [BFH 05.02.1992 - I R 127/90]; vom 6. März 1996 II R 38/93, BFHE 179, 443, BStBl II 1996, 377, 378 [BFH 06.03.1996 - II R 38/93]; BFHE 158, 166, [BFH 13.07.1989 - V R 8/86] BStBl II 1990, 100, 102 [BFH 13.07.1989 - V R 8/86], wonach keine allgemeine Vermutung besteht).

  • BFH, 14.05.1991 - V B 153/90  

    Erfordernis der Darlegung abweichender Rechtssätze bei der Divergenzrüge

  • BFH, 21.11.1991 - V R 20/87  

    Vorschaltung von minderjährigen Kindern bei Anschaffung von Geräten für den

  • FG Niedersachsen, 06.09.1995 - III 305/88  

    Veräußerung von Anteilen an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH);

  • FG Köln, 23.08.2001 - 7 K 8104/97  

    Mietverhältnis zwischen Eheleuten als Gestaltungsmissbrauch

  • BVerwG, 25.09.1992 - 8 C 69.90  

    Wohngeld - Versagung - Mißbrauch

  • BFH, 14.07.1992 - V R 10/88  

    Geltendmachung eines Vorsteuerabzuges

  • BFH, 13.01.1992 - V B 104/91  

    Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache -

  • BFH, 29.03.1990 - V R 55/87  

    Mangelnde Substantiierung des Fremdvergleichs in den Entscheidungsgründen

  • BFH, 26.01.1990 - V B 169/88  

    Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache

  • FG Niedersachsen, 30.06.2005 - 5 K 796/01  

    Vorsteuerabzug bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung von Büroräumen an

  • FG Baden-Württemberg, 11.11.1993 - 10 K 133/91  
  • FG Niedersachsen, 30.06.2005 - 5 K 797/01  

    Vorsteuerabzug bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung von Büroräumen an

  • BFH, 27.02.1997 - III R 119/90  
  • FG Niedersachsen, 30.06.2005 - 5 K 798/01  

    Vorsteuerabzug im Zusammenhang mit der Anmietung eines im Eigentum des

  • FG Köln, 19.06.1996 - 13 K 739/94  

    Inkongruente Gewinnausschüttungen als Missbrauch rechtlicher

  • BFH, 28.07.1993 - XI R 105/90  

    Voraussetzungen für eine gewerbliche Tätigkeit bei Vermietung eines Fahrzeugs

  • BVerwG, 25.09.1992 - 8 C 66.90  

    Voraussetzungen für eine Antragsberechtigung nach § 3 Abs. 3 S. 1 Nr. 3

  • BFH, 10.05.1990 - V R 136/85  

    Anforderungen an die Umsatzsteuerfestsetzung

  • FG Hessen, 14.07.2006 - 6 V 613/06  

    Vorsteuerabzug aus Mietverhältnis mit Ehegatten bei Zahlungsunfähigkeit des

  • BVerwG, 25.09.1992 - 8 C 67.90  

    Anspruch auf Bestellung eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts -

  • FG Thüringen, 27.11.1997 - II 80/96  

    Begriff des Missbrauchs von Gestaltungsmöglichkeiten des Rechts; Missbrauch durch

  • BFH, 15.03.1990 - V R 65/85  

    Anwendbarkeit des § 42 Abgabenordnung (AO)

  • BFH, 29.10.1992 - V B 105/92  

    Gewähr eines Vorsteuerabzuges bei Ehefrauen von Ärzten, die

  • FG Hamburg, 10.08.1998 - VII 106/95  

    Übertragung eines Gesellschaftsanteils zwischen Ehegatten und Fremdvergleich;

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