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   BFH, 19.12.1990 - X R 40/86   

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BFH, 19.12.1990 - X R 40/86 (https://dejure.org/1990,719)
BFH, Entscheidung vom 19.12.1990 - X R 40/86 (https://dejure.org/1990,719)
BFH, Entscheidung vom 19. Dezember 1990 - X R 40/86 (https://dejure.org/1990,719)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    §§ 10b, 12 EStG
    Einkommensteuer; Zahlungen an gemeinnützige Einrichtung zur Erfüllung einer Auflage keine Spende

Papierfundstellen

  • BFHE 163, 197
  • NJW 1991, 1320
  • BB 1991, 539
  • BB 1991, 601
  • DB 1991, 996
  • BStBl II 1991, 234
 
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Wird zitiert von ... (25)

  • BFH, 02.08.2006 - XI R 6/03

    Spendenabzug bei Zuwendung eines Mitglieds an den eigenen Verein -

    Als Spenden i.S. des § 10b Abs. 1 Satz 1 EStG kommen nur solche Aufwendungen in Betracht, die der Steuerpflichtige freiwillig und unentgeltlich im Sinne von fremdnützig geleistet hat (z.B. BFH-Urteile vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234; vom 12. September 1990 I R 65/86, BFHE 162, 407, BStBl II 1991, 258, und vom 5. Februar 1992 I R 63/91, BFHE 168, 35, BStBl II 1992, 748).

    Ein Spendenabzug ist daher nicht nur ausgeschlossen, wenn die Ausgaben zur Erlangung einer Gegenleistung des Empfängers erbracht werden, sondern schon dann, wenn die Zuwendungen an den Empfänger unmittelbar und ursächlich mit einem von diesem oder einem Dritten gewährten Vorteil zusammenhängen, ohne dass der Vorteil unmittelbar wirtschaftlicher Natur sein muss (BFH-Urteil in BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234).

    Dass ein Spendenabzug nicht nur ausgeschlossen ist, wenn die Ausgaben zur Erlangung einer Gegenleistung des Empfängers erbracht werden, sondern schon dann, wenn die Zuwendung unmittelbar und ursächlich mit einem gewährten Vorteil zusammenhängen, ohne dass der Vorteil unmittelbar wirtschaftlicher Natur sein muss, und dass die Einordnung als Spenden oder Entgelt nicht von der zufälligen Bezeichnung oder der geschickten Konstruktion der Beteiligten abhängig gemacht werden, war zu diesem Zeitpunkt höchstrichterlich bereits geklärt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234, und in BFHE 70, 621, BStBl III 1960, 231).

  • BFH, 09.12.2014 - X R 4/11

    Zur nachträglichen Beschränkung des Revisionsantrags; Spendenabzug

    Das ist auch der eigentliche Grund dafür, dass als Spenden i.S. des § 10b Abs. 1 Satz 1 EStG nach herrschender Meinung nur Aufwendungen in Betracht kommen, die der Steuerpflichtige unentgeltlich und freiwillig geleistet hat (Senatsurteil vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234).

    Ein Spendenabzug ist daher nicht nur ausgeschlossen, wenn die Ausgaben zur Erlangung einer Gegenleistung des Empfängers erbracht werden, sondern schon dann, wenn die Zuwendungen an den Empfänger unmittelbar und ursächlich mit einem von diesem oder einem Dritten gewährten Vorteil zusammenhängen, ohne dass der Vorteil unmittelbar wirtschaftlicher Natur sein muss (BFH-Urteil in BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234).

  • BFH, 15.01.2019 - X R 6/17

    Spendenabzug bei Schenkung eines Geldbetrags an den zusammenveranlagten Ehegatten

    In Sonderfällen hat die höchstrichterliche Rechtsprechung die Unentgeltlichkeit aber auch unter dem Gesichtspunkt verneint, dass die Zuwendung an den Empfänger unmittelbar und ursächlich mit einem von einem Dritten gewährten Vorteil --der nicht wirtschaftlicher Natur sein muss-- zusammenhängt (Senatsurteil vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234: kein Abzug von Zuwendungen, die als Geldauflage zur Erreichung eines (straf-)verfahrensrechtlichen Vorteils nach § 153a der Strafprozessordnung geleistet werden).
  • FG Düsseldorf, 02.06.2009 - 16 V 896/09

    Anfallen von Säumniszuschlägen nach Maßgabe des § 240 Abs. 1 S. 1 Abgabenordnung

    Als Voraussetzung für den Spendenabzug verlangt der BFH, dass die Ausgabe freiwillig, d.h. ohne rechtliche Verpflichtung bzw. aufgrund einer freiwillig eingegangenen Verpflichtung, und unentgeltlich, d.h. ohne Gegenleistung des Empfängers bzw. ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung, erbracht wird (vgl. etwa BFH-Urteile vom 28. April 1987 IX R 7/83, BFHE 150, 406, BStBl II 1987, 814; vom 25. November 1987 I R 126/85, BFHE 151, 544; vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234).

    Mit dem Merkmal der "Unentgeltlichkeit" hatte sich der BFH grundlegend in seiner Entscheidung vom 19. Dezember 1990 X R 40/86 (BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234) zu befassen.

    Der Senat hat - ebenfalls bei summarischer Prüfung - auch erhebliche Zweifel, dass man zu einem anderen Ergebnis käme, wenn man das weitergehende Verständnis des Begriffs der "Unentgeltlichkeit" zugrunde legen würde, wie es etwa vom BFH in den später ergangenen Entscheidung zur Auflage im Sinne des § 153 StPO (vgl. BFH-Urteil vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234) und zum Vermächtnis (BFH-Urteil vom 22. September 1993 X R 107/91, BFHE 172, 362, BStBl II 1993, 874) vertreten wird.

  • BFH, 22.09.1993 - X R 107/91

    Vermächtniszuwendungen an gemeinnützige Einrichtungen sind beim Erben keine

    Dies ist der eigentliche Grund dafür, daß als Spenden i. S. des § 10 b Abs. 1 Satz 1 EStG - ebenso bei § 9 Nr. 3 a des Körperschaftsteuergesetzes (KStG) - nach herrschender Meinung nur Aufwendungen in Betracht kommen, die der Steuerpflichtige unentgeltlich und freiwillig geleistet hat (z. B. Urteil des erkennenden Senats vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234; Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 12. September 1990 I R 65/86, BFHE 162, 407, BStBl II 1991, 258; vom 5. Februar 1992 I R 63/91, BFHE 168, 35, BStBl II 1992, 748, jeweils mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen, und vom 25. November 1987 I R 126/85, BFHE 151, 544, BStBl II 1988, 220, mit Nachweisen zum Schrifttum).

    Ein Spendenabzug ist deshalb bereits dann ausgeschlossen, wenn die Zuwendungen an den Empfänger unmittelbar und ursächlich mit einem von einem Dritten gewährten Vorteil zusammenhängen (vgl. BFHE 163, 197, 199, BStBl II 1991, 234).

  • BFH, 11.06.1997 - X R 242/93

    Bei Aufhebung der Körperschaftsteuerbefreiung des (Letzt-)Empfängers einer sog.

    Ausgeschlossen ist ein Spendenabzug jedoch dann, wenn die als Spenden bezeichneten Ausgaben bei wirtschaftlicher Betrachtung das Entgelt für eine Leistung des Empfängers darstellen (sog. "Beitrittsspende"; vgl. Abschn. 111 Abs. 1 EStR 1984; BFH-Urteil vom 1. April 1960 VI 134/58 U, BFHE 70, 621, BStBl III 1960, 231; BVerfG-Urteil vom 24. Juni 1958 2 BvF 1/57, BVerfGE 8, 51, 66; vgl. auch die Literatur- und Rechtsprechungsnachweise in den BFH-Entscheidungen vom 25. November 1987 I R 126/85, BFHE 151, 544, BStBl II 1988, 220; vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234, und vom 22. März 1995 X B 285/94, BFH/NV 1995, 963).
  • FG Münster, 13.12.2010 - 14 K 1789/08

    Unentgeltlichkeit als Tatbestandsmerkmal einer Spende

    Hiernach muss die Ausgabe, um gem. § 10b Abs. 1 Satz 1 EStG abziehbar zu sein, sowohl unentgeltlich als auch freiwillig geleistet worden sein (etwa BFH-Urteile vom 19.12.1990 X R 40/86, BFHE 163, 197 , BStBl. II 1991, 234 und vom 25.11.1987 I R 126/85, BFHE 151, 544 ).

    In neueren Entscheidungen hält der BFH hingegen einen Spendenabzug nicht nur dann für ausgeschlossen, wenn die Ausgaben zur Erlangung einer Gegenleistung des Empfängers erbracht werden, sondern schon dann, wenn die Zuwendungen an den Empfänger unmittelbar und ursächlich mit einem von diesem oder einem Dritten gewährten Vorteil zusammenhängen, ohne dass der Vorteil unmittelbar wirtschaftlicher Natur sein muss (BFH-Urteile vom 02.08.2006 XI R 6/03, BFHE 214, 378 , BStBl. II 2007, 8, vom 22.03.1995 X B 285/94, BFH/NV 1995, 963 und BFH in BFHE 163, 197 , BStBl. II 1991, 234).

    Eine Spende müsse um der Sache willen ohne die Erwartung eines besonderen Vorteils gegeben werden; die Spendenmotivation müsse im Vordergrund stehen; dies ergebe sich aus der gesetzlichen Formulierung "zur Förderung" (BFH in BFH/NV 1995, 963 und in BFHE 163, 197 , BStBl. II 1991, 234).

  • FG Thüringen, 23.04.2015 - 1 K 743/12

    Von Partei veranstaltetes Rockkonzert mit politischen Reden in den Pausen als

    Hinsichtlich der vom Publikum geleisteten Unkostenbeiträge verweise er auf § 10b EStG und auf die Urteile des BFH vom 2. August 2006 (XI R 6/03) sowie vom 19. Dezember 1990 (X R 40/86).
  • BFH, 03.12.1996 - I R 67/95

    Die Erstattung von Aufwand eines Vereinsmitglieds ist auch dann unschädlich für

    Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) setzt der Abzug einer "Spende" i. S. des § 10b EStG voraus, daß die Ausgabe zu einer endgültigen wirtschaftlichen Belastung des Spenders führt (Urteil vom 20. Februar 1991 X R 191/87, BFHE 164, 235, BStBl II 1991, 690) und die Spende um der Sache willen ohne die Erwartung eines besonderen Vorteils gegeben werden muß (vgl. BFH-Urteil vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197, BStBl II 1991, 234; Beschluß vom 22. März 1995 X B 285/94, BFH/NV 1995, 963).
  • FG Hamburg, 17.12.2001 - II 657/99

    Abzugsfähigkeit von Spenden bei Neuaufnahme in einen Golf-Club

    b) Ausgeschlossen ist ein Spendenabzug jedoch dann, wenn die als Spenden bezeichneten Ausgaben bei wirtschaftlicher Betrachtung das Entgelt für eine Leistung des Empfängers darstellen (sog. "Beitrittsspende"; vgl. Abschn. 111 Abs. 1 EStR 1984; BFH-Entscheidungen vom 25. November 1987 I R 126/85, BFHE 151, 544 , BStBl II 1988, 220; vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197 , BStBl II 1991, 234, und vom 22. März 1995 X B 285/94, BFH/NV 1995, 963).In einem derartigen Fall ist das Finanzamt nicht nach Treu und Glauben gehindert, den Einkommensteuerbescheid zu ändern (BFH in BStBl II 1997, 612), denn eine Spende liegt dann auch aus Sicht des Zuwendenden gar nicht vor.

    Steht eine Zahlung an einen Golfclub beispielsweise in ursächlichem Zusammenhang mit dem Erwerb der Mitgliedschaft scheidet ein Spendenabzug gemäß § 10b EStG aus (vgl. hierzu im einzelnen u. a. BFH-Beschlüsse vom 22. März 1995 X B 285/94, BFH/NV 1995, 963 und vom 12. August 1997 X B 279/96, BFH/NV 1998, 317 sowie BFH-Urteile vom 19. Dezember 1990 X R 40/86, BFHE 163, 197 , BStBl II 1991, 234; vom 25. November 1987 I R 126/85, BFHE 151, 544 , BStBl II 1988, 220; vom 25. August 1987 IX R 24/85, BFHE 151, 39 , BStBl II 1987, 850).

  • FG Münster, 13.12.2010 - 14 K 1789/08E

    Ausschluss der steuerlichen Berücksichtigung von Spenden bei Zusammenhängen von

  • BFH, 12.08.1997 - X B 279/96

    Abziehbarkeit von "Eintrittsspenden"

  • BFH, 22.03.1995 - X B 285/94

    Voraussetzungen für das Vorliegen einer Spende

  • FG Niedersachsen, 18.09.2002 - 9 K 637/97

    Zahlungen an einen Golf-Club als verdeckte Aufnahmegebühr

  • FG Niedersachsen, 18.09.2002 - 9 K 633/97

    Zahlungen an einen Golf-Club als verdeckte Aufnahmegebühr

  • FG Rheinland-Pfalz, 10.01.2000 - 5 K 1397/98

    Spende oder Entgelt für Beitritt in einen Golfclub

  • FG Saarland, 18.12.2008 - 2 K 2400/06

    Einkommensteuer; Spendenabzug bei sog. Organspende

  • FG Niedersachsen, 11.11.2003 - 13 K 121/98

    Abzugsfähigkeit einer im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Mitgliedschaft in

  • FG Baden-Württemberg, 24.02.2014 - 10 K 3811/12

    Zuwendungen an Stiftung nicht als Sonderausgaben abzugsfähig -

  • FG München, 18.03.2003 - 12 K 1211/03

    Zahlungen an einen Golfclub als Spenden i.S. des § 10b Abs. 1 EStG 1987

  • FG Düsseldorf, 09.06.1999 - 2 K 7411/96

    Spenden; Unentgeltlichkeit; Gegenleistung; Feststellungslast; Einkommensteuer

  • FG Hessen, 28.04.1999 - 2 K 5239/96

    Zahlungen von Golfclubmitgliedern als Spenden

  • FG Köln, 28.01.1999 - 15 K 2499/98

    Abzugsfähigkeit einer Spende; Vorliegen einer freiwilligen und unentgeltlichen

  • FG München, 18.03.2003 - 12 K 3853/94

    Spenden an eine Gemeinde für einen Golfclub als nicht abzugsfähige

  • FG Hessen, 28.04.1999 - 2 K 539/96
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