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   BFH, 09.11.1994 - I R 68/92   

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BFH, 09.11.1994 - I R 68/92 (https://dejure.org/1994,1419)
BFH, Entscheidung vom 09.11.1994 - I R 68/92 (https://dejure.org/1994,1419)
BFH, Entscheidung vom 09. November 1994 - I R 68/92 (https://dejure.org/1994,1419)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG
    Einkommensteuer; von Kreditinstituten zur Vermeidung höherer Forderungsausfälle ersteigerte Grundstücke

Papierfundstellen

  • BFHE 176, 239
  • BB 1995, 615
  • DB 1995, 654
  • BStBl II 1995, 336
 
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Wird zitiert von ... (13)

  • BFH, 06.12.1995 - I R 14/95

    Bildung von Rückstellungen

    Soweit die Notwendigkeit einer Verlustantizipation für den Streitfall aus § 253 Abs. 3 des Handelsgesetzbuches (HGB) abgeleitet wird (so Körner, Buchführung, Bilanz und Kostenrechnung, Fach 17, 1492), bleibt darauf hinzuweisen, daß diese Vorschrift nur für Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens gilt (vgl. hierzu auch BFH-Urteil vom 9. November 1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336 m. w. N.).
  • BFH, 25.07.2000 - VIII R 35/97

    Fahrzeugr & uuml; cknahmen in 1992 insgesamt

    In diesem Fall kann in Höhe des ungedeckten Betrags eine Teilwertabschreibung von den Anschaffungskosten vorgenommen werden (sog. retrograde Bewertungsmethode; ständige Rechtsprechung, vgl. u.a. BFH-Urteile vom 27. Oktober 1983 IV R 143/80, BFHE 139, 282, BStBl II 1984, 35, m.w.N.; vom 24. Februar 1994 IV R 18/92, BFHE 174, 149, BStBl II 1994, 514; vom 9. November 1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, m.w.N.; vom 29. April 1999 IV R 14/98, BFHE 189, 51, BStBl II 1999, 681).

    Die verlustfreie Bewertung von Waren und sonstigem Vorratsvermögen ist nicht auf die Bewertung großer Warenlager beschränkt, bei denen es technisch schwierig ist, die Wareneinstandspreise im Einzelnen zu ermitteln (vgl. dazu BFH-Urteil vom 5. Juni 1985 I R 65/82, BFH/NV 1986, 204, m.w.N.); sie kann auch bei individualisierbaren Wirtschaftsgütern mit bekannten Anschaffungskosten und selbst dann eine geeignete Methode zur Ermittlung des Teilwerts sein, wenn am Bilanzstichtag der kalkulierte oder der nach den Erfahrungen der Vergangenheit voraussichtlich erzielbare Veräußerungserlös den Anschaffungskosten entspricht oder darunter liegt (BFH-Urteil in BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, unter II. 1. a der Gründe).

    Werden für diese Wirtschaftsgüter keine Unternehmensgewinne kalkuliert, darf bei der Teilwertermittlung von den Veräußerungserlösen auch kein kalkulatorischer (durchschnittlicher) Unternehmergewinn abgezogen werden (BFH-Urteil in BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, unter II. 1. b, c der Gründe).

    e) Dagegen war ein Teilwert mindernder Ansatz derjenigen Kosten, die anlässlich der Verwertung der Gebrauchtwagen nach dem Bilanzstichtag noch zu erwarten waren, geboten (zum Ausschluss der bis zum Bilanzstichtag bereits angefallenen Aufwendungen vgl. BFH-Urteile in BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, unter II. 1. b der Gründe, m.w.N.; in BFHE 189, 51, BStBl II 1999, 681).

    Bei dem offenbar erheblichen Umfang des Leasing- und Gebrauchtwagengeschäfts ist davon auszugehen, dass diese Kosten kein unbedeutendes Gewicht haben (zum Abzug von anteiligen Fixkosten vgl. allgemein Herrmann/Heuer/Raupach, a.a.O., § 6 EStG Anm. 1009; BFH-Urteile vom 13. März 1964 IV 236/63 S, BFHE 79, 529, BStBl III 1964, 426, und in BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, unter II. 1. b der Gründe).

  • FG Münster, 21.11.2018 - 13 K 444/16

    Zur Bewertung von Teilwertabschreibungen bei Saisonwaren

    Deckt dieser Preis nicht mehr die Selbstkosten der Waren zuzüglich des im Betrieb durchschnittlichen Unternehmergewinns, so sind die Anschaffungskosten um den Fehlbetrag zu mindern; in diesem Falle ist eine Teilwertabschreibung in Höhe der Differenz erlaubt, ggf. geboten (BFH-Urteile vom 9.12.2014 X R 36/12, BFH/NV 2015, 821, Rz. 22; vom 24.2.1994 IV R 18/92, BFHE 174, 149, BStBl II 1994, 514, Rz. 11; vom 9.11.1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, Rz. 10, m.w.N.; vom 29.4.1999 IV R 14/98, BFHE 189, 51, BStBl II 1999, 681, Rz. 9; vom 25.7.2000 VIII R 35/97, BFHE 193, 93; BStBl II 2001, 566, Rz. 49).

    Demnach eröffnet der gesetzliche Teilwertbegriff über diese betriebswirtschaftlichen Überlegungen die Möglichkeit, künftige Aufwendungen vorwegzunehmen (so ausdrücklich BFH-Urteil vom 9.11.1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, Rz. 10).

    Auch dieser Wert kann aus dem Jahresabschluss abgeleitet werden (BFH-Urteil vom 9.12.2014 X R 36/12, BFH/NV 2015, 821, Rz. 23, unter Verweis auf BFH-Urteile vom 5.5.1966 IV 252/60, BFHE 86, 28, BStBl III 1966, 370; vom 20.7.1973 III R 100/72, BFHE 110, 203, BStBl II 1973, 794; vom 13.10.1976 I R 79/74, BFHE 122, 37, BStBl II 1977, 540; vom 27.10.1983 IV R 143/80, BFHE 139, 282, BStBl II 1984, 35, m.w.N.; vom 9.11.1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336; vom 25.7.2000 VIII R 35/97, BFHE 193, 93, BStBl II 2001, 566; vom 7.9.2005 VIII R 1/03, BFHE 211, 168, BStBl II 2006, 298; vom 25.11.2009 X R 27/05, BFH/NV 2010, 1090).

    Die Rechtsprechung legt hier ausgehend von der Teilwertdefinition in § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG, die auf die Betriebsfortführung abstellt, seit jeher den "im Betrieb durchschnittlichen Unternehmergewinn" zu Grunde (BFH-Urteil vom 9.11.1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, Rz. 10).

    Der Umstand, dass sich der BFH in den vorgenannten Entscheidungen mehrfach mit der Frage beschäftigt hat, ob bzw. inwieweit bis zum und nach dem Bilanzstichtag anfallende Kosten bei der Teilwertermittlung berücksichtigt werden können (siehe für bis zum Bilanzstichtag anfallende Kosten etwa die BFH-Urteile vom 9.11.1994 I R 68/92, BStBl II 1995, 336 und vom 29.4.1999 IV R 14/98, BStBl II 1999, 681; siehe für nach dem Bilanzstichtag anfallende kalkulatorische Kosten etwa das BFH-Urteil vom 25.7.2000 VIII R 35/97, BStBl II 2001, 566), spricht im Gegenteil vielmehr dafür, dass zwischen Bilanzstichtag und voraussichtlichem Verkauf der Waren anfallende Kosten nach Auffassung des BFH auch dann in vollem Umfang bei der Teilwertermittlung zu berücksichtigen sind, wenn bei der Ermittlung des Rohgewinnsatzes Kosten Berücksichtigung gefunden haben, die auf zum vorhergehenden Bilanzstichtag bereits vorhandene Waren entfallen.

  • BFH, 29.04.1999 - IV R 14/98

    Teilwertabschreibung bei Verlustprodukten

    Wäre dies der Fall, so wäre nach der Rechtsprechung des Senats eine Teilwertabschreibung --auch ohne Preisherabsetzung-- zulässig (Senatsurteil in BFHE 174, 149, BStBl II 1994, 514, unter 3. d der Gründe; ebenso Groh, Der Betrieb --DB-- 1985, 1245, 1248; vgl. auch BFH-Urteil vom 9. November 1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336).

    Sie dürfen, um nicht doppelt angesetzt zu werden, nicht bei der Ermittlung des Teilwerts berücksichtigt werden (BFH-Urteil in BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, m.w.N.).

  • BFH, 09.12.2014 - X R 36/12

    Teilwertabschreibung und Einzelbewertung

    Auch dieser Wert kann aus dem Jahresabschluss abgeleitet werden (grundlegend zu alledem unter Aufgabe zwischenzeitlich abweichender Rechtsprechung BFH-Urteil vom 5. Mai 1966 IV 252/60, BFHE 86, 28, BStBl III 1966, 370, und weiter im Kern unverändert etwa BFH-Urteile vom 13. Oktober 1976 I R 79/74, BFHE 122, 37, BStBl II 1977, 540; vom 27. Oktober 1983 IV R 143/80, BFHE 139, 282, BStBl II 1984, 35, m.w.N.; vom 20. Juli 1973 III R 100/72, BFHE 110, 203, BStBl II 1973, 794; vom 9. November 1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336 --teilweise zweifelnd, aber nicht abweichend--; vom 25. Juli 2000 VIII R 35/97, BFHE 193, 93, BStBl II 2001, 566; vom 7. September 2005 VIII R 1/03, BFHE 211, 168, BStBl II 2006, 298, und jüngst vom 25. November 2009 X R 27/05, BFH/NV 2010, 1090; zur Verwaltungsauffassung der Einkommensteuer-Richtlinien --EStR-- R 6.7, 6.8, H 6.7, 6.8 mit Berechnungsbeispielen; aus der Literatur Werndl, in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff --KSM--, EStG, § 6 Rz B 321 ff.; Kleinle/Dreixler in Herrmann/Heuer/Raupach --HHR--, § 6 EStG Rz 970 ff.; Hoffmann in Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, § 6 Rz 400 ff.; Schmidt/Kulosa, EStG, 33. Aufl., § 6 Rz 231 ff.; Blümich/Ehmcke, § 6 EStG Rz 540 ff.).
  • BFH, 15.10.1997 - I R 16/97

    Drohverlustrückstellung bei Leasinggeschäften

    Im übrigen bestehen gegen die Höhe der von der Klägerin gebildeten Rückstellung keine Bedenken (vgl. Senatsurteil vom 9. November 1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336, m.w.N.).
  • FG Baden-Württemberg, 15.12.2005 - 3 K 294/01

    Wertberichtigungen bei "notleidenden" Bankforderungen

    Damit werde erreicht, dass die bis zur Realisierung der Sicherheiten anfallenden zukünftigen Refinanzierungsaufwendungen durch die zukünftigen Aufzinsungsbeträge gedeckt und damit ausgeschlossen werde, dass in späteren Perioden Verluste entstünden, was nach der Rechtsprechung des BFH bei der Bewertung durch den Teilwert berücksichtigt werden könne (BFH-Urteil vom 9. November 1994 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336).

    Diesem Wert seien nach dem BFH-Urteil vom 9. November 1994 I R 68/92 (BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336) die sog. Selbstkosten, bestehend aus den Anschaffungskosten und dem Anteil an betrieblichem Aufwand, der auf das zu bewertende Wirtschaftsgut des Umlaufvermögens entfalle, d.h. die bereits angefallenen und die künftigen Aufwendungen, gegenüberzustellen.

  • BFH, 19.05.1998 - I R 54/97

    Aus dem bloßen Anstieg der Marktzinsen kann ein unter den Anschaffungskosten

    Die Teilwertabschreibung führt allenfalls zu einer Verlustantizipation (Groh, Steuer und Wirtschaft --StuW-- 1991, 297, 299), nicht aber zur gewinnmindernden Berücksichtigung fiktiv entgangener Gewinne (vgl. hierzu auch BFH-Urteil vom 9. November 1991 I R 68/92, BFHE 176, 239, BStBl II 1995, 336).
  • FG Niedersachsen, 13.11.1997 - XIV 291/93

    Teilwertabschreibung bei sogenannten Verlustprodukten des Umlaufvermögens

    a) Bei Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens hat die Rechtsprechung des BFH einen unter den Anschaffungskosten liegenden niedrigeren Teilwert angenommen, wenn entweder die Wiederbeschaffungskosten gesunken sind oder der nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwartende Veräußerungserlös nicht mehr die Selbstkosten der Waren zuzüglich eines durchschnittlichen Unternehmergewinns deckt (vgl. BFH-Urteil vom 27.10.1983 IV R 143/80, BStBl II 1984, 35 ; BFH-Urteil vom 09.11.1994 I R 68/92, BStBl II 1995, 356).

    Zum Nachweis eines im Vergleich zu den Anschaffungskosten niedrigeren Teilwertes setzt die Rechtsprechung des BFH für Warenvorräte grundsätzlich eine tatsächliche Herabsetzung der Verkaufspreise voraus (vgl. BFH-Urteil vom 05.06.1985 I R 65/82 a.a.O.; vom 09.11.1994 I R 68/92 a.a.O.).

  • FG München, 09.12.2008 - 12 K 4221/05

    Auslegung eines Grundstückskaufvertrags - Passivierung einer von der Genehmigung

    In Ausfüllung dieser Teilwertdefinition ist bei der Bewertung von Umlaufvermögen grundsätzlich davon auszugehen, dass der Teilwert den Wiederbeschaffungskosten entspricht (BFH-Urteile vom 9. November 1994 I R 68/92, BStBl II 1995, 336; vom 28. Juni 2001 IV R 40/97, BStBl II 2001, 717; Schmidt/Glanegger, EStG, 27. Aufl., § 6 Rz. 233).

    Es ist auch nicht erkennbar, dass der bei einer Teilwertabschreibung ebenfalls zu berücksichtigende, nach einer Bebauung für die Wohneinheiten erzielbare Verkaufserlös (vgl. BFH-Urteil vom 9. November 1994 I R 68/92, BStBl II 1995, 336) bereits zum Bilanzstichtag als so niedrig eingeschätzt werden musste, dass eine höhere Teilwertabschreibung gerechtfertigt wäre.

  • FG Baden-Württemberg, 17.04.1997 - 6 K 247/91

    Pflicht zur Ermittlung des Gewinns nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer

  • FG Saarland, 06.12.2005 - 1 V 282/05

    Körperschaftsteuer; Teilwertabschreibung wegen dauernder Wertminderung beim

  • FG Hamburg, 07.04.1999 - V 216/98

    Teilwert-Abschreibung von Warenbeständen; Minderung der Inventurwerte des

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