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   BFH, 19.09.2001 - XI B 6/01   

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https://dejure.org/2001,1392
BFH, 19.09.2001 - XI B 6/01 (https://dejure.org/2001,1392)
BFH, Entscheidung vom 19.09.2001 - XI B 6/01 (https://dejure.org/2001,1392)
BFH, Entscheidung vom 19. September 2001 - XI B 6/01 (https://dejure.org/2001,1392)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • Judicialis
  • Wolters Kluwer

    Besteuerungsgrundlagen - Schätzung - Strafverfahren - Steuerstraftat - Einleitung - Rohgewinnaufschlag - Beschwerde - Aussageverweigerung - Sachverständigengutachten - Tabelle

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AO (1977) §§ 162 393 Abs. 1
    Schätzung der Besteuerungsgrundlage und Strafverfahren

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • IWW (Kurzinformation)

    Feststellungsverfahren - Zulässigkeit einer Schätzung bei eingeleitetem Steuerstrafverfahren

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    §§ 162, 393 Abs. 1 AO
    Steuerstrafrecht; Zulässigkeit einer Schätzung bei einem eingeleiteten Steuerstrafverfahren

Besprechungen u.ä.

  • drburkhard.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    § 363 AO; § 97 InsO
    Die Taktik der Steuerfahndungsdienststellen in Steuerstrafverfahren (RA Dr. jur. Jörg Burkhard, Wiesbaden; AnwBl 2003, 70)

In Nachschlagewerken

Papierfundstellen

  • BFHE 196, 200
  • NJW 2002, 847
  • BB 2002, 34
  • BStBl II 2002, 4
 
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Wird zitiert von ... (21)

  • BFH, 04.10.2006 - VIII R 53/04

    Fernwirkung von qualifizierten materiell-rechtlichen Verwertungsverboten -

    a) Ungeachtet der gegen die Gesellschafter der Klägerin eingeleiteten Ermittlungsverfahren (vgl. Einleitungsverfügungen vom 3. Februar 2000) bleiben die beschuldigten Steuerpflichtigen im Besteuerungsverfahren entsprechend der in der AO 1977 enthaltenen gesetzlichen Regelung zur Mitwirkung, insbesondere bei der Aufklärung des Sachverhalts, verpflichtet (BFH-Beschlüsse vom 19. September 2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200, BStBl II 2002, 4, m.w.N.; vom 17. Juli 2003 X B 19/03, BFH/NV 2003, 1594; BFH-Urteil vom 23. Januar 2002 XI R 10, 11/01, BFHE 198, 7, BStBl II 2002, 328).
  • FG Bremen, 01.10.2003 - 2 V 628/02

    Sicherheitsleistung bei Aussetzung der Vollziehung eines Grundlagenbescheides;

    Die Mitwirkungspflichten eines Steuerpflichtigen im Besteuerungsverfahren bleiben nämlich auch bei Einleitung eines Steuerstrafverfahrens gegen ihn bestehen (BFH-Beschluss vom 19.09.2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200 , BStBl II 2002, 4).

    Es ist höchstrichterlich geklärt, dass ein Fortbestehen der Mitwirkungspflichten im Besteuerungsverfahren während eines Steuerstrafverfahrens verfassungsrechtlich unbedenklich ist (BFH-Beschluss vom 19.09.2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200 , BStBl II 2002, 4, m. w. N.).

    Jede andere Auffassung würde zu einer mit dem Gleichheitssatz (Prinzip der Belastungsgleichheit) unvereinbaren Privilegierung des in ein Strafverfahren verwickelten Steuerpflichtigen führen (BFH-Beschluss vom 19.09.2001 XI B 6/01, a. a. O., m. w. N.).

    Dafür, dass ein Rohgewinnaufschlagsatz von 350 v.H. bei italienischen Restaurants, die ein ganz ähnliches Speisesortiment wie das Restaurant des Ast. aufweisen, nicht unüblich ist, lässt sich schließlich auch der Fall anführen, über den der BFH am 19.09.2001 (BFH-Beschluss vom 19.09.2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200 , BStBl II 2002, 4) zu entscheiden hatte.

    Was die Ansicht des Ast. anlangt, es müsse im Hauptsacheverfahren ein Sachverständigengutachten zur Höhe des ermittelten Rohgewinnaufschlagsatzes eingeholt werden, weist das Gericht vorsorglich darauf hin, dass die Schätzung von Besteuerungsgrundlagen gemäß § 162 AO keine der Beweiserhebung zugängliche Tatsache, sondern eine Schlussfolgerung darstellt (vgl. BFH-Beschluss vom 19.09.2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200 , BStBl II 2002, 4, m. w. N.).

    Das Gericht ist daher auch bei entsprechendem Beweisantrag nicht gehalten, im Rahmen seiner eigenen Schätzung ein Sachverständigengutachten zur Höhe des ermittelten Rohgewinnaufschlagsatzes einzuholen (BFH-Beschluss vom 19.09.2001 XI B 6/01, a. a. O.).

    Der BFH hat hierzu bereits zutreffend ausgeführt, dass auch der einer Schätzung zugrunde gelegte durchschnittliche Rohgewinnaufschlagsatz nur das Ergebnis einer Schätzung sein kann, da die tatsächlichen Aufschläge in den Streitjahren nicht bekannt sind und auch ein Sachverständiger diese nicht nachträglich feststellen könnte (BFH-Beschluss vom 19.09.2001 XI B 6/01, a. a. O.).

  • BFH, 04.10.2006 - VIII R 54/04

    Außenprüfung; Auskunftsbegehren an Dritte; Fernwirkung von Verwertungsverboten

    a) Ungeachtet der gegen die Gesellschafter der Klägerin eingeleiteten Ermittlungsverfahren (vgl. Einleitungsverfügungen vom 3. Februar 2000) bleiben die beschuldigten Steuerpflichtigen im Besteuerungsverfahren entsprechend der in der AO 1977 enthaltenen gesetzlichen Regelung zur Mitwirkung, insbesondere bei der Aufklärung des Sachverhalts, verpflichtet (BFH-Beschlüsse vom 19. September 2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200, BStBl II 2002, 4, m.w.N.; vom 17. Juli 2003 X B 19/03, BFH/NV 2003, 1594; BFH-Urteil vom 23. Januar 2002 XI R 10, 11/01, BFHE 198, 7, BStBl II 2002, 328).
  • BGH, 21.08.2012 - 1 StR 26/12

    Steuerhinterziehung im Beitreibungsverfahren (wiederholte Steuerhinterziehung;

    Während - verfassungsrechtlich unbedenklich (vgl. BVerfG, Beschluss vom 13. Januar 1981 - 1 BvR 116/77, BVerfGE 56, 37, 41) - im gesamten Besteuerungsverfahren die gesetzlich normierten Mitwirkungspflichten auch während eines eingeleiteten Steuerstrafverfahrens fortbestehen (anderes führte zu einer mit dem Gleichheitssatz unvereinbaren Privilegierung des in ein Strafverfahren verwickelten Steuerpflichtigen, BFH, Beschluss vom 19. September 2001 - XI B 6/01, BFHE 196, 200 mwN), ergibt sich für das Strafverfahren aus dem Nemo-tenetur-Grundsatz, dass die im Rahmen einer eidesstattlichen Versicherung nach § 284 AO gemachten wahrheitsgemäßen Angaben über die Vermögenssituation nicht in dem das Festsetzungsverfahren betreffenden Steuerstrafverfahren verwertet werden dürfen.
  • BFH, 28.12.2006 - VIII B 48/06

    NZB: Mitwirkungspflicht, Besteuerungsverfahren, Strafverfahren

    Das Zwangsmittelverbot des § 393 Abs. 1 Satz 2 AO steht dabei der Zulässigkeit der Schätzung gemäß § 162 AO nicht entgegen (BFH-Beschluss vom 19. September 2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200, 204, BStBl II 2002, 4, 6).

    Der strafrechtsprozessuale Grundsatz, dass niemand gehalten ist, sich selbst zu beschuldigen, findet hierbei keine Anwendung (BFH-Beschlüsse in BFHE 196, 200, BStBl II 2002, 4; in BFH/NV 2005, 503).

  • FG Münster, 14.08.2003 - 8 V 2651/03

    Aussetzung der Vollziehung der Änderungsbescheide ohne Sicherheitsleistung

    Ist, wie im Streitfall, Privatvermögen betroffen, können auch aus einer unter Umständen als unzureichend angesehenen Mitwirkung des Steuerpflichtigen keine nachteiligen Schlüsse gezogen werden, da der Steuerpflichtige für sein Privatvermögen keine Aufzeichnungspflichten hat (BFH-Urteil vom 28. Mai 1986, I R 265/83, BStBl. II 1986, 732, 733 f. sowie BFH-Beschlüsse vom 19. September 2001, XI B 6/01, BStBl. II 2002, 4 und vom 4. Dezember 2001, III B 76/01, BFH/NV 2002, 476).
  • BFH, 17.01.2002 - V B 88/01

    Außenprüfung; Steuerfahndungsprüfung

    Durch die Rechtsprechung des BFH ist jedoch geklärt, dass das Verfahren zur Aufklärung von Steuerstraftaten und das Verfahren zur Aufklärung der Besteuerungsgrundlagen unabhängig und gleichrangig nebeneinander durchgeführt werden können (BFH-Beschluss vom 19. September 2001 XI B 6/01, BStBl II 2002, 4).
  • BFH, 19.10.2005 - X B 88/05

    Schätzung bei eingeleitetem Steuerstrafverfahren

    Soweit in der Literatur ein Vorrang der strafrechtlichen Verfahrensvorschriften bejaht wird (vgl. z.B. Streck, Die Steuerfahndung, 3. Aufl., Rz. 467), steht dem nach der Rechtsprechung des BFH (vgl. Urteil vom 19. August 1998 XI R 37/97, BFHE 186, 506, BStBl II 1999, 7; Beschluss vom 19. September 2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200, BStBl II 2002, 4) der eindeutige Wortlaut des § 393 Abs. 1 Satz 1 AO 1977 entgegen.
  • BFH, 13.01.2006 - VIII B 7/04

    Grundsätzliche Bedeutung; Verhältnis Strafverfahren/FG-Verfahren

    Bei Verletzung dieser Mitwirkungspflicht sind die Besteuerungsgrundlagen nach § 162 AO 1977 zu schätzen (BFH-Beschluss vom 19. September 2001 XI B 6/01, BFHE 196, 200, BStBl II 2002, 4; zuletzt bestätigt im BFH-Beschluss vom 9. Dezember 2004 III B 83/04, BFH/NV 2005, 503).
  • FG Köln, 22.03.2017 - 3 K 123/14
    Dass gegen den Steuerpflichtigen ein Steuerstrafverfahren eingeleitet worden ist, steht dem nicht entgegen (BFH, Beschluss vom 19.9.2001 XI B 6/01, BStBl II 2002, 4).
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 31.05.2017 - L 8 R 167/14

    Beitragspflicht zur Sozialversicherung

  • BFH, 06.10.2005 - II B 9/04

    Steuerstrafverfahren - Mitwirkungspflicht im Besteuerungsverfahren

  • BFH, 03.04.2003 - XI B 60/02

    Nebeneinander von Besteuerungs- und Steuerstrafverfahren

  • BFH, 26.03.2003 - VI B 151/01

    NZB: teilbarer Streitgegenstand

  • FG Baden-Württemberg, 06.09.2005 - 4 K 333/03

    Erlass von Steuerbescheiden im Wege der Schätzung auch bei eingeleitetem

  • FG Düsseldorf, 14.12.2005 - 4 K 1812/04

    Festsetzung einer höheren Erbschaftssteuer aufgrund nachträglich bekannt

  • BFH, 29.09.2004 - X B 66/03

    Schätzung von Besteuerungsgrundlagen auch nach Einleitung eines

  • FG Münster, 08.03.2002 - 14 K 4884/01

    Schätzung gewerblicher Einkünfte mangels ordnungsgemäßer Buchführung - Kein

  • FG Niedersachsen, 04.06.2002 - 6 K 840/01

    Außenprüfung bei eingeleitetem Steuerstrafverfahren

  • FG Nürnberg, 27.04.2004 - II 8/03
  • FG München, 14.05.2002 - 6 K 4569/01

    Prozessuale Mitwirkungspflicht bei laufendem Strafverfahren;

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