Rechtsprechung
   BVerfG, 02.03.2010 - 1 BvR 256/08; 1 BvR 263/08; 1 BvR 586/08   

Volltextveröffentlichungen (19)

  • HRR Strafrecht

    Art. 1 Abs. 1 GG; Art. 2 Abs. 1 GG; Art. 234 EG; § 96 TKG; § 113 TKG; § 113a TKG; § 113b TKG; § 100g StPO; Art. 267 AEU; Art. 10 Abs. 1 GG
    Vorratsdatenspeicherung; informationelle Selbstbestimmung; Richtlinie 2006/24/EG; Vorrang des Gemeinschaftsrechts; Vorabentscheidungsverfahren; Verfassungsbeschwerde (Zulässigkeit; Solange II); Telekommunikationsfreiheit (Verbindungsdaten; Emails); Geeignetheit (Zielerreichung; Zielförderung); Verhältnismäßigkeit; IP-Adressen; Nichtigkeit; abweichende Meinung (Schluckebier; Eichberger); Datensicherheit

  • lexetius.com
  • DFR

    Vorratsdatenspeicherung

  • IWW
  • openjur.de

    § 100g StPO; Art. 10 Abs. 1 GG; §§ 113a, 113b TKG

  • Bundesverfassungsgericht

    Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemäß

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Art 10 Abs 1 GG, Art 12 Abs 1 GG, Art 73 Abs 1 Nr 7 GG, Art 267 AEUV, Art 1 Abs 1 EGRL 24/2006
    Regelungen in §§ 113a, 113b TKG idF vom 2007-12-21 sowie § 100g StPO, soweit dieser die Erhebung von nach § 113a TKG gespeicherten Daten zulässt, mit Art 10 Abs 1 GG unvereinbar - eine die Diensteanbieter treffende Speicherungspflicht in dem durch das TKG vorgesehenen Umfang nicht von vornherein schlechthin verfassungswidrig, die konkrete Ausgestaltung der vorsorglichen Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten muss dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz entsprechen - Gewährleistung einer hinreichenden Datensicherheit sowie Begrenzung der Verwendungszwecke der Daten - zur Beachtung der verfassungsrechtlichen Transparenz und Rechtsschutzanforderungen

  • Telemedicus

    Verfassungsmäßigkeit der Vorratsdatenspeicherung

  • webshoprecht.de

    Verfassungswidrigkeit der Vorratdatenspeicherung

  • JurPC

    Vorratsdatenspeicherung in der bisherigen Form verfassungswidrig

  • aufrecht.de

    Aktuelle Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig und nichtig!

  • Jurion

    Vereinbarkeit der Regelungen des Telekommunikationsgesetzes und der Strafprozessordnung über die Vorratsdatenspeicherung mit Art. 10 GG; Pflicht zur Gewährleistung einer hinreichenden Datensicherheit und Begrenzung der Verwendungszwecke der Daten; Möglichkeit der Erstellung eines aussagekräftigen Persönlichkeitsprofils und Bewegungsprofils durch die Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten; Anforderungen an die zu treffenden Schutzvorkehrungen bezüglich der durch eine solche Speicherung geschaffenen Datenbestände; Verwendbarkeit der Daten für überragend wichtige Aufgaben des Rechtsgüterschutzes; Grundsatz der Offenheit der Erhebung und Nutzung von personenbezogenen Daten; Richtervorbehalt als Voraussetzung für die Übermittlung und Nutzung von gespeicherten Daten; Anforderungen an die mittelbare Nutzung der Daten zur Identifizierung von IP-Adressen; Verantwortlichkeit für die Ausgestaltung der Regelungen zur Sicherheit der gespeicherten und Übermittlung der Daten; Voraussetzungen der unmittelbaren Verwendung der gespeicherten Daten für die Strafverfolgung

  • kanzlei.biz

    Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig

  • sewoma.de

    Telekommunikationsüberwachung und andere verdeckte Ermittlungsmaßnahmen

  • presserecht-aktuell.de

    Vorratsdatenspeicherung

  • uni-bayreuth.de

    Vorratsdatenspeicherung

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Verfassungswidrigkeit der Vorschriften zur Vorratsdatenspeicherung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Vereinbarkeit der Regelungen des Telekommunikationsgesetzes und der Strafprozessordnung über die Vorratsdatenspeicherung mit Art. 10 GG; Pflicht zur Gewährleistung einer hinreichenden Datensicherheit und Begrenzung der Verwendungszwecke der Daten; Möglichkeit der Erstellung eines aussagekräftigen Persönlichkeitsprofils und Bewegungsprofils durch die Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten; Anforderungen an die zu treffenden Schutzvorkehrungen bezüglich der durch eine solche Speicherung geschaffenen Datenbestände; Verwendbarkeit der Daten für überragend wichtige Aufgaben des Rechtsgüterschutzes; Grundsatz der Offenheit der Erhebung und Nutzung von personenbezogenen Daten; Richtervorbehalt als Voraussetzung für die Übermittlung und Nutzung von gespeicherten Daten; Anforderungen an die mittelbare Nutzung der Daten zur Identifizierung von IP-Adressen; Verantwortlichkeit für die Ausgestaltung der Regelungen zur Sicherheit der gespeicherten und Übermittlung der Daten; Voraussetzungen der unmittelbaren Verwendung der gespeicherten Daten für die Strafverfolgung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (26)

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemäß

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Die anlasslose Speicherung von Telekommunkationsdaten ist verfassungswidrig - Vorratsdatenspeicherung

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemäß

  • heise.de (Pressebericht, 02.03.2010)

    Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung

  • heise.de (Pressebericht, 02.03.2010)

    Urteil zur Vorratsdatenspeicherung lässt weiten Interpretationsraum

  • heise.de (Pressebericht, 02.03.2010)

    Bundesverfassungsgericht legt Hürde für künftige Vorratsdatenspeicherung hoch

  • faz.net (Pressebericht, 03.03.2010)

    Urteil zur Vorratsdatenspeicherung: Rückschlüsse bis in die Intimsphäre

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Vorschriften zur Vorratsdatenspeicherung sind verfassungswidrig und nichtig

  • ebnerstolz.de (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung ist nicht verfassungsgemäß

  • spiegel.de (Pressebericht, 02.03.2010)

    Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen Verfassung

  • kanzlei.biz (Entscheidungsanmerkung und Pressemitteilung)

    Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig

  • aerzteblatt.de (Kurzinformation)

    Vorratsdatenspeicherung in der bisherigen Form war unzulässig

  • sokolowski.org (Auszüge)

    Vorratsdatenspeicherung grundsätzlich zulässig

  • starostik.de (Kurzinformation)

    Grundsätze des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig

  • lampmann-behn.de (Kurzinformation)

    Verfassungswidrige Vorratsdatenspeicherung = Freifahrtsschein für Filesharer?

  • recht-gehabt.de (Kurzinformation)

    Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig: Was bedeutet das für meine Daten?

  • peter-kehl.de (Kurzinformation)

    Vorratsdatenspeicherung insgesamt verfassungswidrig und nichtig

  • strafrecht-bundesweit.de (Kurzinformation)

    Die derzeitige Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig

  • strafrecht-bundesweit.de (Kurzinformation)

    Verurteilungen aufgrund der Vorratsdatenspeicherung

  • examensrelevant.de (Ausführliche Zusammenfassung)

    Vorratsdatenspeicherung in konkreter Ausgestaltung verfassungswidrig

  • beck.de (Kurzinformation)

    Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Urteilsverkündung in Sachen "Vorratsdatenspeicherung"

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemäß!

  • 123recht.net (Kurzinformation)

    Vorratsdatenspeicherungsnormen nichtig


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • spiegel.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 01.03.2010)

    Die Karlsruher Richter werden die Vorratsdatenspeicherung wohl nur unter strengen Vorgaben genehmigen

Besprechungen u.ä. (25)

  • HRR Strafrecht (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Aktuelle strafprozessuale Folgefragen des "Vorratsdatenurteils" des BVerfG (RA und FA f. StR Dirk Meinicke; HRRS 10/2011, 398 ff.)

  • zjs-online.com PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Art. 10 Abs. 1 GG; Art. 267 AEUV; Art. 1 Abs. 1, Art. 3 Ab... s. 1, Art. 6 EGRL 24/2006; §§ 100a Abs. 1 und 2, 100b Abs. 1 und 2, 100g Abs. 1, 100g Abs. 1 S. 1, 100g Abs. 2 S. 1 StPO; §§ 113a, 113b S. 1 Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 TKG vom 21.12.2007; Art. 2 TKÜNReglG
    Vorratsdatenspeicherung im Mehrebenensystem: Die Entscheidung des BVerfG vom 2.3.2010(Prof. Dr. Marion Albers, Dr. Jörn Reinhardt; ZJS 6/2010, 767)

  • damm-legal.de (Kurzanmerkung)

    Gegenwärtige Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen die Verfassung - Filesharer gehen leer aus

  • Telemedicus (Kurzanmerkung)

    BVerfG zu Vorratsdatenspeicherung: Was geht, was geht nicht?

  • Telemedicus (Entscheidungsbesprechung)

    Vorratsdatenspeicherung - chilling effects

  • beck-blog (Kurzanmerkung)

    Nach dem Urteil des BVerfG zur Vorratsdatenspeicherung - ELENA nun vor dem Aus?

  • daten-speicherung.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Nach dem Vorratsdatenspeicherungs-Urteil - Was nun mit den anderen Massendatensammlungen passieren muss (Dr. Patrick Breyer; NJW-aktuell 18/2010, S. 12)

  • nomos.de PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Spät kommt Ihr, doch Ihr kommt: Warum wird die Grundrechtskonformität der Vorratsdatenspeicherungs-Richtlinie erst nach acht Jahren geklärt? (Prof. Dr. Thomas Giegerich; ZEuS 2014, 3-17)

  • heise.de (Entscheidungsbesprechung)

    Paukenschlag als Pyrrhussieg - Deutsche Regelung zur Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig (Dr. Marc Störing)

  • faz.net (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Vorratsdatenspeicherung: Da schalten wir mal einfach das Normbewusstsein ab (Prof. Dr. Christoph Möllers; FAZ 17.03.2011)

  • faz.net (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Netz-Sicherheit: Datenspeicherung als Dienstpistole (Frank Rieger; FAZ 24.02.2011)

  • faz.net (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Vorratsdatenspeicherung: Freiheit im Netz ist keine Frage der Technik (Prof. Dr. Christoph Möllers; FAZ 01.02.2011)

  • dr-wachs.de (Kurzanmerkung)

    Urteil zur Vorratsdatenspeicherung und die Auswirkungen auf Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen

  • zis-online.com PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    § 100g StPO; § 113a TKG; § 113b TKG
    Zur Verwertbarkeit der vor der Entscheidung des BVerfG zur Vorratsdatenspeicherung erlangten retrograden Verbindungsdaten (StA Dr. Marcus Marlie / Prof. Dr. Dennis Bock; ZIS 9/2010, S. 524-529)

  • mikap.de PDF, S. 3 (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Die Vorratsdatenspeicherung, das BVerfG und Urheberrechtsverstöße im Internet

  • heuking.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Urteil des BVerfG zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie - neue Eskalation zum Verhältnis Unions- und Verfassungsrecht bleibt aus

  • mayerbrown.com (Entscheidungsbesprechung)

    Datenschutz: Bundesverfassungsgericht urteilt über Vorratsdatenspeicherung - Folgen für Compliance, interne Revision und Ermittlungen durch Unternehmen

  • deutscheranwaltspiegel.de PDF, S. 3 (Entscheidungsbesprechung)

    Vorratsdatenspeicherung: nichtig, aber möglich (RA Georg Meyer-Spasche / RA Dr. Marc Störing; Deutscher AnwaltSpiegel 5/2010, S. 3-4)

  • kanzlei-papenhausen.de (Entscheidungsbesprechung)

    Die Vorratsdatenspeicherung, das BVerfG und Urheberrechtsverstöße im Internet

  • ja-aktuell.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Schutz informationeller Selbstbestimmung gegen schwerwiegende Grundrechtseingriffe (Prof. Dr. Gabriele Britz; JA 2/2011, 81)

  • zis-online.com PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Vorratsdatenspeicherung: Bestandsaufnahme und Ausblick (RA Felix Rettenmaier und RRef'in Lisa Palm; ZIS 2012, 469)

  • Verbraucherzentrale Bundesverband (Kurzanmerkung)

    Vorratsdatenspeicherung: Staat muss Vorbild sein - Informationelle Selbstbestimmung ist Schlüssel für souveränes Handeln

  • socialmediarecht.de (Entscheidungsbesprechung)

    Von der Vorratsdatenspeicherung (VDS), Geheimdiensten (NSA & Co) und privaten Datenkraken (Facebook, Google)

  • 123recht.net (Kurzanmerkung)

    Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung - Auswirkung auf Abmahnung wegen Filesharings?


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • Lehrstuhl Prof. Hoeren PDF (Aufsatz mit Bezug zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Die Umsetzung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung - Konsequenzen für die Privatwirtschaft (Prof. Dr. Thomas Hoeren; JZ 2008, 668)

Sonstiges (6)

  • beck-blog (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)

    Malmström: Nutzung von Vorratsdaten einschränken, aber hart bleiben gegen Deutschland

  • heise.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 13.05.2010)

    Staatsanwälte: Vorratsdatenspeicherung neu regeln

  • Telepolis (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 07.05.2010)

    Bundesregierung kann nicht sagen, ob Vorratsdaten zur Strafverfolgung erforderlich waren

  • Telepolis (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 02.04.2010)

    Lücke im Urteil: Wie die Berliner Staatsanwaltschaft doch Ergebnisse der Vorratsdatenspeicherung nutzen könnte

  • michael-rahe.de (Sitzungsbericht)
  • vorratsdatenspeicherung.de (Sitzungsbericht)

    Plädoyer von Rechtsanwalt Starostik vor dem Bundesverfassungsgericht

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGE 125, 260
  • NJW 2010, 833
  • NVwZ 2010, 770 (Ls.)
  • NStZ 2010, 341 (Ls.)
  • EuZW 2010, 280 (Ls.)
  • NJ 2010, 204
  • WM 2010, 569
  • MMR 2010, 356
  • DVBl 2010, 503
  • K&R 2010, 248
  • DÖV 2010, 407



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Wird zitiert von ... (139)  

  • BVerfG, 20.04.2016 - 1 BvR 966/09  

    BKA-Gesetz

    In der weiteren Verwendung von Daten kann eine eigene Grundrechtsverletzung liegen; maßgeblich sind insoweit die Grundrechte, die jeweils für deren Erhebung einschlägig waren (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 113, 348 ; 125, 260 ; 133, 277 ; stRspr).

    Dabei muss die Einräumung dieser Befugnisse aber in allen Fällen nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit einem legitimen Ziel dienen und zu dessen Erreichung geeignet, erforderlich und verhältnismäßig im engeren Sinne sein (vgl. BVerfGE 67, 157 ; 70, 278 ; 104, 337 ; 120, 274 ; 125, 260 ; stRspr).

    Diese betreffen spezifisch breitenwirksame Grundrechtsgefährdungspotenziale, insbesondere solche der elektronischen Datenverarbeitung (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 115, 320 ; 125, 260 ; 133, 277 ), ebenso wie einzelfallbezogene Maßnahmen gegen Betroffene, die in den Fokus der handelnden Behörden geraten sind (BVerfGE 107, 299 - Telekommunikationsverkehrsdatenerhebung -, BVerfGE 110, 33 ; 113, 348 ; 129, 208 - Telekommunikationsüberwachung nach Bundes-, Landes- und Strafprozessrecht -, BVerfGE 109, 279 - Wohnraumüberwachung -, BVerfGE 112, 304 - GPS-Observierung -, BVerfGE 120, 274 - Online-Durchsuchung -).

    Eine vorwiegend auf den Intuitionen der Sicherheitsbehörden beruhende bloße Möglichkeit weiterführender Erkenntnisse genügt zur Durchführung solcher Maßnahmen nicht (vgl. BVerfGE 107, 299 ; 110, 33 ; 113, 348 ; 120, 274 ; 125, 260 ).

    So bedarf die Durchführung einer Wohnraumüberwachung des Verdachts einer besonders schweren Straftat (vgl. BVerfGE 109, 279 ), die Durchführung einer Telekommunikationsüberwachung oder die Nutzung von vorsorglich erhobenen Telekommunikationsverkehrsdaten des Verdachts einer schweren Straftat (vgl. BVerfGE 125, 260 ; 129, 208 ) und die Durchführung einer anlassbezogenen Telekommunikationsverkehrsdatenerhebung oder einer Observation etwa durch einen GPS-Sender einer - im ersten Fall durch Regelbeispiele konkretisierten - Straftat von erheblicher Bedeutung (vgl. BVerfGE 107, 299 ; 112, 304 ; zu letzterer Entscheidung vgl. auch EGMR, Uzun v. Deutschland, Entscheidung vom 2. September 2010, Nr. 35623/05, § 70, NJW 2011, S. 1333 , zu Art. 8 EMRK).

    Für Maßnahmen, die der Gefahrenabwehr dienen und damit präventiven Charakter haben, kommt es unmittelbar auf das Gewicht der zu schützenden Rechtsgüter an (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Hierzu gehören Leib, Leben und Freiheit der Person sowie der Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes (vgl. BVerfGE 120, 274 ; 125, 260 ).

    Es hat den Zugriff auf vorsorglich gespeicherte Daten (vgl. BVerfGE 125, 260 ) oder die Durchführung von Wohnraumüberwachungen jedoch auch bei einer gemeinen Gefahr (vgl. BVerfGE 109, 279 ) und Online-Durchsuchungen bei einer Gefahr für Güter der Allgemeinheit, die die Existenz der Menschen berühren (vgl. BVerfGE 120, 274 ), für im Grundsatz mit der Verfassung vereinbar gehalten.

    b) Die Erhebung von Daten durch heimliche Überwachungsmaßnahmen mit hoher Eingriffsintensität ist im Bereich der Gefahrenabwehr zum Schutz der genannten Rechtsgüter grundsätzlich nur verhältnismäßig, wenn eine Gefährdung dieser Rechtsgüter im Einzelfall hinreichend konkret absehbar ist und der Adressat der Maßnahmen aus Sicht eines verständigen Dritten den objektiven Umständen nach in sie verfangen ist (vgl. BVerfGE 120, 274 ; 125, 260 ).

    Die Tatsachen müssen dafür zum einen den Schluss auf ein wenigstens seiner Art nach konkretisiertes und zeitlich absehbares Geschehen zulassen, zum anderen darauf, dass bestimmte Personen beteiligt sein werden, über deren Identität zumindest so viel bekannt ist, dass die Überwachungsmaßnahme gezielt gegen sie eingesetzt und weitgehend auf sie beschränkt werden kann (BVerfGE 120, 274 ; 125, 260 ).

    Dies gilt für Maßnahmen der Wohnraumüberwachung bereits gemäß Art. 13 Abs. 3 und 4 GG (vgl. hierzu BVerfGE 109, 279 ) und folgt im Übrigen unmittelbar aus dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz (vgl. BVerfGE 120, 274 ; 125, 260 ).

    Hierfür die notwendigen sachlichen und personellen Voraussetzungen zu schaffen, obliegt der Landesjustizverwaltung und dem Präsidium des zuständigen Gerichts (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz stellt auch Anforderungen an Transparenz, individuellen Rechtsschutz und aufsichtliche Kontrolle (BVerfGE 133, 277 ; vgl. auch BVerfGE 65, 1 ; 100, 313 ; 109, 279 ; 125, 260 ; stRspr; vgl. ähnlich auch Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die zuständigen Behörden zum Zwecke der Verhütung, Untersuchung, Aufdeckung oder Verfolgung von Straftaten oder der Strafvollstreckung sowie zum freien Datenverkehr vom 25. Januar 2012, KOM[2012] 10 endgültig - Stand nach Abschluss des Trilogs, 16. Dezember 2015: 15174/15; Stand 28. Januar 2016: 5463/16, Anlage).

    Die insoweit geltenden Anforderungen ergeben sich aus dem jeweiligen Grundrecht in Verbindung mit Art. 19 Abs. 4 GG (vgl. BVerfGE 125, 260 ; 133, 277 ).

    Durch sie soll, soweit möglich, den Betroffenen subjektiver Rechtsschutz ermöglicht und zugleich einer diffusen Bedrohlichkeit geheimer staatlicher Beobachtung entgegengewirkt werden (vgl. BVerfGE 125, 260 ; ähnlich EuGH, Urteil vom 8. April 2014 - C-293/12, C-594/12 -, Digital Rights Ireland Ldt/Minister for Communications, Marine and Natural Resources u.a., NJW 2014, S. 2169 , Rn. 37).

    Sie sind jedoch auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken (BVerfGE 125, 260 ).

    Liegen zwingende Gründe vor, die eine nachträgliche Benachrichtigung ausschließen, ist dies richterlich zu bestätigen und in regelmäßigen Abständen zu prüfen (BVerfGE 125, 260 ).

    Der Gesetzgeber hat diesbezüglich allerdings einen weiten Gestaltungsspielraum (vgl. BVerfGE 125, 260 m.w.N.).

    Grundsätzlich gehört hierzu, dass insoweit ein wenigstens seiner Art nach konkretisiertes und zeitlich absehbares Geschehen erkennbar ist (vgl. BVerfGE 110, 33 ; 113, 348 ; 120, 274 ; 125, 260 ).

    d) Verfahrensrechtlich normiert § 201 Abs. 3 BKAG in Einklang mit den verfassungsrechtlichen Anforderungen einen Richtervorbehalt (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Ein Eingriff in Art. 10 Abs. 1 GG durch Erhebung von Telekommunikationsverkehrsdaten wiegt, auch wenn hierdurch nicht unmittelbar der Inhalt der Kommunikation erfasst wird, schwer (vgl. BVerfGE 107, 299 ; für die vorsorgliche Speicherung solcher Daten vgl. auch BVerfGE 125, 260 ).

    Soweit er auf § 113a TKG (a.F.) verweist, läuft er leer, da das Bundesverfassungsgericht § 113a TKG (a.F.) für nichtig erklärt hat (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Die Anforderungen an die weitere Nutzung und Übermittlung staatlich erhobener Daten richten sich nach den Grundsätzen der Zweckbindung und Zweckänderung (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 120, 351 ; 125, 260 ; 130, 1 ; 133, 277 ; stRspr).

    a) Die Ermächtigung zu einer Nutzung von Daten zu neuen Zwecken begründet einen neuen Eingriff in das Grundrecht, in das durch die Datenerhebung eingegriffen wurde (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 125, 260 ; 133, 277 ; vgl. auch EGMR, Weber und Saravia v. Deutschland, Entscheidung vom 29. Juni 2006, Nr. 54934/00, § 79, NJW 2007, S. 1433 , zu Art. 8 EMRK).

    Für Daten aus eingriffsintensiven Überwachungs- und Ermittlungsmaßnahmen wie denen des vorliegenden Verfahrens kommt es danach darauf an, ob die entsprechenden Daten nach verfassungsrechtlichen Maßstäben neu auch für den geänderten Zweck mit vergleichbar schwerwiegenden Mitteln erhoben werden dürften (vgl. BVerfGE 125, 260 ; 133, 277 ; der Sache nach ist diese Konkretisierung nicht neu, vgl. bereits BVerfGE 100, 313 , und findet sich unter der Bezeichnung "hypothetischer Ersatzeingriff" auch in BVerfGE 130, 1 ).

    cc) In diesen Anforderungen an die Zulässigkeit einer Zweckänderung liegt eine konkretisierende Konsolidierung einer langen Rechtsprechung beider Senate des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 120, 351 ; 125, 260 ; 130, 1 ; 133, 277 ).

    Die Vorschrift eröffnet somit Grundrechtseingriffe, die jeweils an den Grundrechten zu messen sind, in die bei Erhebung der übermittelten Daten eingegriffen wurde (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 125, 260 ; 133, 277 ; vgl. auch EGMR, Weber und Saravia v. Deutschland, Entscheidung vom 29. Juni 2006, Nr. 54934/00, § 79, NJW 2007, S. 1433 , zu Art. 8 EMRK).

    Doch setzen die Datenerhebung und entsprechend eine zweckändernde Übermittlungsbefugnis auch hier zumindest die Ausrichtung an schweren Straftaten voraus (vgl. BVerfGE 125, 260 ; 129, 208 ).

    Danach ist etwa die Übermittlung von Daten aus Maßnahmen der Telekommunikationsüberwachung auf die Verhütung von schweren Straftaten und von Daten aus Wohnraumüberwachungen und Online-Durchsuchungen auf die Verhütung von besonders schweren Straftaten beschränkt (vgl. BVerfGE 109, 279 ; 125, 260 ; 129, 208 ; siehe auch oben C IV 1 a).

    Vorgaben dieser Strenge und Detailgenauigkeit an den Gesetzgeber ließen und lassen sich nach meiner Überzeugung der Verfassung aber nicht entnehmen (vgl. meine bereits in diese Richtung zielende Abweichende Meinung in BVerfGE 125, 380 zum Urteil des Senats zur Vorratsdatenspeicherung - BVerfGE 125, 260).

    Sie ist dort vornehmlich aber im Blick auf die spezifischen Grundrechtsgefährdungspotenziale der elektronischen Datenverarbeitung sowie die Breitenwirkung bestimmter Maßnahmen entwickelt worden, etwa in den Entscheidungen zur Antiterrordatei als Verbunddatei, sowie zur Vorratsdatenspeicherung, die die anlasslose Speicherung aller Telekommunikationsverkehrsdaten bei den Netzbetreibern vorsah (vgl. BVerfGE 125, 260 ; 133, 277 ).

    Die gegenteilige Auffassung des Senats ist zwar in seiner jüngeren Spruchpraxis angelegt, dort aber vornehmlich zu Sachverhalten entwickelt worden, die spezifische Grundrechtsgefährdungen zum Gegenstand hatten, welche sich bei der Vernetzung großer Dateien (Antiterrordatei als Verbunddatei) oder der Verwendung anlasslos in großer Breite von Netzbetreibern erhobener und vorzuhaltender Daten ergeben (vgl. BVerfGE 125, 260; 133, 277).

  • BVerfG, 24.01.2012 - 1 BvR 1299/05  

    Zuordnung dynamischer IP-Adressen

    Damit führen die angegriffenen Vorschriften unmittelbar und gegenwärtig zu einer Speicherung und Verwendung der Daten der Beschwerdeführer (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Darlegungen, durch die sich die Beschwerdeführer selbst einer Straftat bezichtigen müssten, sind zum Beleg der Selbstbetroffenheit ebenso wenig erforderlich wie der Vortrag, für sicherheitsgefährdende oder nachrichtendienstlich relevante Aktivitäten verantwortlich zu sein (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Allerdings überprüft das Bundesverfassungsgericht innerstaatliche Vorschriften, die zwingende Vorgaben des Unionsrechts in deutsches Recht umsetzen, grundsätzlich nicht am Maßstab der Grundrechte des Grundgesetzes; hiergegen gerichtete Verfassungsbeschwerden sind in der Regel unzulässig (vgl. BVerfGE 118, 79 ; 121, 1 ; 125, 260 ).

    Die Beschwerdeführer berufen sich - mit identischem Vorbringen wie in dem von dem Beschwerdeführer zu 1) zeitweise parallel und in Bezug auf dieselbe Richtlinie betriebenen Verfahren 1 BvR 256/08 u.a. (vgl. BVerfGE 125, 260) - auf die Ungültigkeit der genannten Richtlinie und erstreben eine Vorlage durch das Bundesverfassungsgericht an den Europäischen Gerichtshof, damit dieser im Wege der Vorabentscheidung nach Art. 267 AEUV die Richtlinie für nichtig erklärt und so den Weg für eine Überprüfung der angegriffenen Regelungen am Maßstab der deutschen Grundrechte freimacht.

    Auf diesem Weg ist eine Prüfung der von ihnen unmittelbar und ohne weitere Rechtsschutzmöglichkeit angegriffenen Vorschriften am Maßstab des Grundgesetzes nicht von vornherein ausgeschlossen (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    a) Art. 10 Abs. 1 GG gewährleistet das Telekommunikationsgeheimnis, welches die unkörperliche Übermittlung von Informationen an individuelle Empfänger mit Hilfe des Telekommunikationsverkehrs vor einer Kenntnisnahme durch die öffentliche Gewalt schützt (vgl. BVerfGE 125, 260 m.w.N.).

    Geschützt ist vielmehr auch die Vertraulichkeit der näheren Umstände des Kommunikationsvorgangs, zu denen insbesondere gehört, ob, wann und wie oft zwischen welchen Personen oder Telekommunikationseinrichtungen Telekommunikationsverkehr stattgefunden hat oder versucht worden ist (vgl. BVerfGE 67, 157 ; 100, 313 ; 107, 299 ; 125, 260 ; stRspr).

    Diese von den Diensteanbietern einzeln gespeicherten Telekommunikationsverbindungen fallen unter das Telekommunikationsgeheimnis, unabhängig davon, ob sie von den Diensteanbietern aufgrund gesetzlicher Verpflichtung vorrätig gehalten werden müssen (vgl. BVerfGE 125, 260 ) oder von ihnen auf vertraglicher Grundlage gespeichert werden.

    Insbesondere ist insoweit zwischen der Erhebung, Speicherung und Verwendung von Daten zu unterscheiden (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 115, 320 ; 120, 378 ; 125, 260 ).

    Solche Regelungen sind im Hinblick auf die Gesetzgebungskompetenz jeweils dem Rechtsbereich zuzuordnen, für dessen Zwecke die Überwachung erfolgt (vgl. BVerfGE 113, 348 ; 125, 260 ).

    Er bedarf dafür eines eigenen Kompetenztitels oder muss die Entscheidung hierüber den Ländern überlassen (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG verbietet nicht jede vorsorgliche Erhebung und Speicherung von Daten überhaupt, sondern sieht für solche vorsorglichen Datensammlungen lediglich besondere Begründungsanforderungen vor und bindet sie an eine maßvolle Ausgestaltung (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Strikt verboten ist demgegenüber die Speicherung von personenbezogenen Daten auf Vorrat zu unbestimmten und noch nicht bestimmbaren Zwecken (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 100, 313 ; 125, 260 ).

    Es ist nicht erforderlich, dass das Regelungsziel in jedem Fall tatsächlich erreicht wird; die Geeignetheit verlangt lediglich die Förderung der Zweckerreichung (vgl. BVerfGE 63, 88 ; 67, 157 ; 96, 10 ; 103, 293 ; 125, 260 ).

    Zwar muss eine vorsorgliche Datenspeicherung immer eine Ausnahme bleiben und ist begründungsbedürftig (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Grundlegend anders als im Fall der vorsorglichen Speicherung sämtlicher Telekommunikationsverkehrsdaten (vgl. BVerfGE 125, 260 ) umfassen diese Daten als solche weder höchstpersönliche Informationen noch ist mit ihnen die Erstellung von Persönlichkeits- oder Bewegungsprofilen möglich.

    Richtig ist allerdings, dass auch die Möglichkeiten der modernen Telekommunikationsmittel keine Rechtfertigung dafür bieten, möglichst alle Aktivitäten der Bürger vorsorglich zu registrieren und so grundsätzlich rekonstruierbar zu machen (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Er ist danach auf die Regelung solcher datenschutzrechtlicher Bestimmungen begrenzt, die verständigerweise nur im Zusammenhang mit den Bestimmungen zur Errichtung einer Telekommunikationsinfrastruktur und zur Informationsübermittlung mit Hilfe von Telekommunikationsanlagen geregelt werden können (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Die Ermächtigungen zum Datenabruf selbst bedürfen eines eigenen Kompetenztitels oder müssen den Ländern überlassen bleiben (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Gleichwohl kann die Zuordnung einer IP-Adresse zu einem Anschlussinhaber vom Gewicht für den Betroffenen her mit der Identifizierung einer Telefonnummer nicht gleichgesetzt werden, weil erstere die Erschließung von nach Umfang und Inhalt wesentlich weiterreichenden Informationen ermöglicht (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Angesichts dieses erhöhten Informationspotenzials wäre die generelle Möglichkeit der Identifizierung von IP-Adressen nur unter engeren Grenzen verfassungsrechtlich zulässig (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Hiernach kann der Bund die Telekommunikationsdiensteanbieter berechtigen und - in Korrespondenz zu einer fachrechtlich begründeten Auskunftspflicht - auch verpflichten, für bestimmte, von ihm im Einzelnen zu regelnde Zwecke (vgl. BVerfGE 125, 260 ) solche Daten bei Vorliegen eines wirksamen Datenabrufs an bestimmte Behörden zu übermitteln.

    Anlass, Zweck und Umfang des jeweiligen Eingriffs sind dabei durch den Gesetzgeber bereichsspezifisch, präzise und normenklar festzulegen (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 113, 348 ; 125, 260 ; stRspr).

    Schon vom Umfang, vor allem aber vom Inhalt der Kontakte her, über die sie Auskunft geben kann, hat sie jedoch eine erheblich größere Persönlichkeitsrelevanz und kann mit ihr nicht gleichgesetzt werden (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Aus den Anforderungen des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes ergibt sich für Auskünfte gemäß § 112 und § 113 TKG - auch auf der Ebene der fachrechtlichen Abrufnormen, wo solche Regelungen kompetenzrechtlich anzusiedeln wären (vgl. BVerfGE 125, 260 ) - kein flächendeckendes Erfordernis zur Benachrichtigung der von der Auskunft Betroffenen.

  • BVerfG, 12.10.2011 - 2 BvR 236/08  

    TKÜ-Neuregelung

    Die abgetrennten Verfahren sind dort unter den Aktenzeichen 1 BvR 601/08 (Beschwerdeführer des Verfahrens 2 BvR 237/08), 1 BvR 602/08 (Beschwerdeführer des Verfahrens 2 BvR 236/08) und 1 BvR 263/08 (Beschwerdeführer des Verfahrens 2 BvR 422/08) geführt worden.

    Mit Urteil vom 2. März 2010 (- 1 BvR 256/08, 1 BvR 263/08, 1 BvR 586/08 -, BVerfGE 125, 260) hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die §§ 113a und 113b TKG sowie § 100g Abs. 1 Satz 1 StPO, soweit danach Verkehrsdaten nach § 113a TKG erhoben werden durften, jeweils in der Fassung des Gesetzes zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung, wegen Verstoßes gegen Art. 10 Abs. 1 GG für nichtig erklärt.

    Insoweit habe das Bundesverfassungsgericht selbst ausgeführt, dass die Benachrichtigung weiterer Personen von einer Maßnahme den Grundrechtseingriff der betroffenen Zielperson vertiefen könne (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Der Anspruch auf Benachrichtigung von verdeckten Ermittlungsmaßnahmen gehört zu den wesentlichen Erfordernissen effektiven Grundrechtsschutzes im Bereich sowohl des behördlichen als auch des gerichtlichen Verfahrens (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 120, 351 ; 125, 260 ).

    Eingriffe in das Fernmeldegeheimnis setzen jedoch die Qualifizierung einer Straftat als schwer voraus, was aber in der Strafnorm - insbesondere etwa durch den Strafrahmen - einen objektivierten Ausdruck finden muss (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Dies allein qualifiziert die Delikte allerdings noch nicht als schwere Straftaten, bei denen ein Eingriff in Art. 10 Abs. 1 GG erst verhältnismäßig ist (vgl. BVerfGE 124, 43 ; 125, 260 ).

    Da es bei dem Tatbestandsmerkmal entscheidend auf die Würdigung der Umstände des Einzelfalls ankommt (vgl. zur Bedeutung dieser zusätzlichen, über die abstrakte Festlegung eines Straftatenkatalogs hinausgehenden Freiheitssicherung BVerfGE 125, 260 ; m.w.N.), bedarf es von Verfassungs wegen keiner weiteren Ausdifferenzierung auf gesetzlicher Ebene.

    Er habe Regelungen zur Information der von Datenerhebungen oder -nutzungen Betroffenen zu schaffen, da diese allgemein zu den elementaren Instrumenten des grundrechtlichen Datenschutzes gehörten (vgl. BVerfGE 125, 260 unter Verweis auf BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 118, 168 ; 120, 351 ).

    Ohne zumindest nachträgliche Kenntnis können die Betroffenen weder eine Unrechtmäßigkeit der Datenverwendung noch etwaige Rechte auf Löschung, Berichtigung oder Genugtuung geltend machen (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 118, 168 ; 120, 351 ; 125, 260 ).

    Sie sind jedoch auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken (vgl. BVerfGE 109, 279 ; 125, 260 ).

    Bei der Strafverfolgung sind Ausnahmen von den Benachrichtigungspflichten denkbar, wenn beispielsweise die Kenntnis des Eingriffs in das Telekommunikationsgeheimnis dazu führen würde, dass dieser seinen Zweck verfehlt, wenn die Benachrichtigung nicht ohne Gefährdung von Leib und Leben einer Person geschehen kann oder wenn ihr überwiegende Belange einer betroffenen Person entgegenstehen, etwa weil durch die Benachrichtigung von einer Maßnahme, die keine weiteren Folgen gehabt hat, der Grundrechtseingriff noch vertieft würde (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 125, 260 ).

    Eine Benachrichtigung kann ihnen gegenüber im Einzelfall den Eingriff vielfach sogar vertiefen (vgl. BVerfGE 109, 279 ; 125, 260 ; BVerfGK 9, 62 ).

    In diesen Fällen kann eine Benachrichtigung grundsätzlich schon dann unterbleiben, wenn die Betroffenen von der Maßnahme nur unerheblich betroffen wurden und anzunehmen ist, dass sie kein Interesse an der Benachrichtigung haben (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Es handelt sich - mit Ausnahme der vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärten Vorratsdatenspeicherung nach § 100g Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 113a TKG (vgl. BVerfGE 125, 260) - somit nicht um eine anlasslose, verdachtsunabhängige Informationsbeschaffung mit großer Streubreite (vgl. zur Bedeutung dieser Kriterien für die Intensität von Grundrechtseingriffen BVerfGE 115, 320 ).

    Der Gesetzgeber hat mit der Regelung des § 101 Abs. 4 Satz 3 StPO die Erwägung des Bundesverfassungsgerichts aufgenommen, nach der es verfassungsrechtlich nicht geboten ist, vergleichbar strenge Benachrichtigungspflichten gegenüber Personen zu begründen, deren Daten nur zufällig miterfasst wurden (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    In Bezug auf diese Personengruppe bedarf es von Verfassungs wegen keiner richterlichen Bestätigung der Abwägungsentscheidung über einen Ausschluss der Benachrichtigung nach § 101 Abs. 4 Satz 3 StPO (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Denn bei lediglich unerheblichen Grundrechtseingriffen gegen Personen, die nicht Ziel behördlichen Handelns waren, bedarf es keiner Bestätigung der Entscheidung, den Betroffenen hiervon nicht zu benachrichtigen, durch ein Gericht oder eine andere unabhängige Instanz (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    In Bezug auf diese Personengruppe können Nachforschungen den Grundrechtseingriff sowohl für die Zielperson als auch für sonstige Beteiligte vertiefen (vgl. BVerfGE 109, 279 ; 125, 260 ; siehe auch BTDrucks 16/5846 S. 60).

    (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Die Norm sieht differenzierte Regelungen vor, die den Grundsatz einer nachträglichen Benachrichtigung des Betroffenen verfassungsrechtlich tragfähig mit im Einzelfall ausnahmsweise entgegenstehenden überwiegenden Belangen in Ausgleich bringen (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

  • BVerfG, 24.04.2013 - 1 BvR 1215/07  

    „Antiterrordatei“

    Erfolgt die konkrete Beeinträchtigung erst durch die Vollziehung des angegriffenen Gesetzes, erlangt der Betroffene jedoch in der Regel keine Kenntnis von den Vollzugsakten, reicht es für die Möglichkeit der eigenen und gegenwärtigen Betroffenheit aus, wenn der Beschwerdeführer darlegt, dass er mit einiger Wahrscheinlichkeit durch die auf den angegriffenen Rechtsnormen beruhenden Maßnahmen in seinen Grundrechten berührt wird (vgl. BVerfGE 122, 63 ; 125, 260 ; stRspr).

    Die angegriffenen Vorschriften sind schon deshalb an den Grundrechten des Grundgesetzes zu messen, weil sie nicht durch Unionsrecht determiniert sind (vgl. BVerfGE 118, 79 ; 121, 1 ; 125, 260 ; 129, 78 ).

    Im Sinne eines kooperativen Miteinanders zwischen dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof (vgl. BVerfGE 126, 286 ) darf dieser Entscheidung keine Lesart unterlegt werden, nach der diese offensichtlich als Ultra-vires-Akt zu beurteilen wäre oder Schutz und Durchsetzung der mitgliedstaatlichen Grundrechte in einer Weise gefährdete (Art. 23 Abs. 1 Satz 1 GG), dass dies die Identität der durch das Grundgesetz errichteten Verfassungsordnung in Frage stellte (vgl. BVerfGE 89, 155 ; 123, 267 ; 125, 260 ; 126, 286 ; 129, 78 ).

    Soweit die von der Speicherung und Verwendung betroffenen Daten durch Eingriff in Art. 10 Abs. 1 oder Art. 13 Abs. 1 GG erhoben wurden, ist auch deren Folgeverwendung an diesen Grundrechten zu messen (vgl. BVerfGE 125, 260 ; stRspr).

    Die Regelung des Umfangs solcher zweckändernder Bereitstellung von Daten für andere Aufgabenträger ist kraft Sachzusammenhangs Teil der jeweiligen Kompetenz für die Datenerhebung und den hiermit korrespondierenden Datenschutz (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Vielmehr setzt § 5 Abs. 1 und 2 ATDG bei sachgerechtem Verständnis für die Nutzung der Datei seitens der jeweils Zugriff nehmenden Behörden eigene Datenerhebungsvorschriften, gegebenenfalls auf Landesebene, voraus (vgl. BVerfGE 125, 260 ; 130, 151 ).

    Soweit der Gesetzgeber die Erhebung personenbezogener Daten ausnahmsweise anlasslos vorsorglich oder zur bloßen Verhütung von Gefahren oder Straftaten erlaubt, ist dies besonders rechtfertigungsbedürftig und unterliegt gesteigerten verfassungsrechtlichen Anforderungen (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Im Strafverfahren zeigt sich dies beispielhaft an den zahlreichen Anhörungs-, Akteneinsichts- und Verteidigungsrechten des Beschuldigten, an der offenen Durchführung von Wohnungsdurchsuchungen (vgl. § 106 StPO), den Vorgaben für die Nutzung von vorsorglich gespeicherten Daten (vgl. BVerfGE 125, 260 ) sowie der grundsätzlich öffentlichen und mündlichen Verhandlung am Ende des Anklagevorwurfs im Strafverfahren.

    Allerdings entspricht die Regelung der Datei dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz im engeren Sinne nur, wenn sie hinsichtlich der zu erfassenden Daten sowie deren Nutzungsmöglichkeiten normenklar und in der Sache hinreichend begrenzt ausgestaltet ist sowie hierbei qualifizierte Anforderungen an die Kontrolle gestellt und beachtet werden (BVerfGE 125, 260 ).

    a) Bei der Speicherung und Nutzung personenbezogener Daten für die behördliche Aufgabenwahrnehmung hat der Gesetzgeber unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten auch Anforderungen an Transparenz, Rechtsschutz und aufsichtliche Kontrolle zu beachten (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

    Indem sie den Einzelnen Kenntnis hinsichtlich der sie betreffenden Datenverarbeitung verschafft, setzt sie sie in die Lage, die Rechtmäßigkeit der entsprechenden Maßnahmen - erforderlichenfalls auch gerichtlich - prüfen zu lassen und etwaige Rechte auf Löschung, Berichtigung oder Genugtuung geltend zu machen (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 118, 168 ; 120, 351 ; 125, 260 ; stRspr).

    Ebenso ist eine Weitergabe von Telekommunikationsdaten, die nur unter besonders strengen Bedingungen abgerufen werden dürfen, nur dann an eine andere Stelle zulässig, wenn sie zur Wahrnehmung von Aufgaben erfolgt, deretwegen ein Zugriff auf diese Daten auch unmittelbar zulässig wäre (vgl. BVerfGE 125, 260 ; ähnlich bereits BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ).

  • BGH, 19.04.2012 - I ZB 80/11  

    Alles kann besser werden

    Für Auskunftsansprüche von Rechtsinhabern gegenüber Diensteanbietern hinsichtlich der Anschlussinhaber bestimmter IP-Adressen, für deren Ermittlung auf vorsorglich gespeicherte Telekommunikationsdaten zurückgegriffen werden muss, müssen allerdings nicht von Verfassungs wegen die sonst für die Verwendung solcher Daten geltenden besonders strengen Voraussetzungen vorliegen (BVerfGE 125, 260 Rn. 254 - Vorratsdatenspeicherung).

    Systematische Ausforschungen über einen längeren Zeitraum oder die Erstellung von Persönlichkeits- und Bewegungsprofilen lassen sich allein auf Grundlage solcher Auskünfte nicht verwirklichen (BVerfGE 125, 260 Rn. 256 - Vorratsdatenspeicherung).

    Maßgeblich ist zum anderen, dass für solche Auskünfte nur ein von vornherein feststehender kleiner Ausschnitt der Daten verwendet wird, deren Speicherung für sich genommen unter deutlich geringeren Voraussetzungen angeordnet werden könnte als die nahezu vollständige Speicherung der Daten sämtlicher Telekommunikationsverbindungen (BVerfGE 125, 260 Rn. 257 - Vorratsdatenspeicherung).

    Auf ihrer Grundlage kann in Verbindung mit der systematischen Speicherung der Internetzugangsdaten in weitem Umfang die Identität von Internetnutzern ermittelt werden (BVerfGE 125, 260 Rn. 258 f. - Vorratsdatenspeicherung).

    Soweit Diensteanbieter für entsprechende Auskünfte Telekommunikationsverkehrsdaten auszuwerten haben, wirft dieses folglich keine prinzipiellen Bedenken auf (BVerfGE 125, 260 Rn. 260 - Vorratsdatenspeicherung).

    Hinsichtlich der Eingriffsschwellen ist allerdings sicherzustellen, dass eine Auskunft nicht ins Blaue hinein eingeholt wird, sondern nur aufgrund eines hinreichenden Anfangsverdachts oder einer konkreten Gefahr auf einzelfallbezogener Tatsachenbasis erfolgen darf (vgl. BVerfGE 125, 260 Rn. 261 - Vorratsdatenspeicherung).

    Die Aufhebung der Anonymität im Internet bedarf zumindest einer Rechtsgutsbeeinträchtigung, der von der Rechtsordnung auch sonst ein hervorgehobenes Gewicht beigemessen wird (BVerfGE 125, 260 Rn. 262 - Vorratsdatenspeicherung).

    Dabei ist der Auskunftsanspruch mit Blick auf die besondere Schutzwürdigkeit von Verkehrsdaten und im Interesse der Internet-Provider und Telekommunikationsunternehmen, die von der Prüfung entlastet werden sollen, ob eine offensichtliche Rechtsverletzung vorliegt, unter einen - verfassungsrechtlich nicht einmal gebotenen (vgl. BVerfGE 125, 260 Rn. 261 - Vorratsdatenspeicherung) - Richtervorbehalt gestellt (BT-Drucks. 16/5048, S. 40).

    Zwar greift die Verpflichtung zur Erteilung von Auskünften unter Verwendung von Verkehrsdaten in deren durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützte Berufsfreiheit ein (vgl. BVerfGE 125, 260 Rn. 294 f. - Vorratsdatenspeicherung).

  • BVerfG, 21.06.2016 - 2 BvR 637/09  

    Zur Zulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde gegen das Zustimmungsgesetz zum

    1. Eine Verfassungsbeschwerde gegen ein Gesetz ist nur zulässig, wenn der Beschwerdeführer durch die angegriffene Norm selbst, gegenwärtig und unmittelbar in einem Grundrecht betroffen ist (vgl. BVerfGE 1, 97 ; 115, 118 ; 125, 260 ; stRspr).

    Hierfür dürften keine strengeren Maßstäbe gelten als für die Datenerhebung (Kriterium der hypothetischen Neuerhebung, vgl. BVerfGE 125, 260 ; 133, 277 ; BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 20. April 2016 - 1 BvR 966/09, 1 BvR 1140/09 -, juris, Rn. 287, zur Veröffentlichung in der amtlichen Sammlung vorgesehen).

    Eine angemessene Verfahrensgestaltung (vgl. BVerfGE 73, 280 ; 82, 209 ; 113, 29 ) erfordert, dass bei der Speicherung und Nutzung personenbezogener Daten Transparenz, aufsichtliche Kontrolle und ein effektiver Rechtsschutz sichergestellt werden (vgl. BVerfGE 125, 260 ; 133, 277 ; BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 20. April 2016, a.a.O., Rn. 134 ff.; stRspr).

    Darüber hinaus kann eine Verpflichtung bestehen, Sanktionen für Rechtsverletzungen vorzusehen (vgl. BVerfGE 125, 260 ; BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 20. April 2016, a.a.O., Rn. 139).

    Daten, die für die festgelegten Zwecke oder den gerichtlichen Rechtsschutz nicht mehr benötigt werden, sind zu löschen (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 113, 29 ; 125, 260 ; BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 20. April 2016, a.a.O., Rn. 144).

  • BVerfG, 06.07.2010 - 2 BvR 2661/06  

    Ultra-vires-Kontrolle Mangold

    Die Pflicht des Bundesverfassungsgerichts zur Wahrung des Grundgesetzes besteht gegenüber allen Maßnahmen der deutschen öffentlichen Gewalt, grundsätzlich auch solchen, die die innerstaatliche Geltung von Gemeinschafts- und Unionsrecht begründen (vgl. BVerfGE 89, 155 ; 123, 267 ), Gemeinschafts- und Unionsrecht umsetzen (vgl. BVerfGE 113, 273 ; 118, 79 ; BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 2. März 2010 - 1 BvR 256/08, 1 BvR 263/08, 1 BvR 586/08 -, NJW 2010, S. 833 ) oder vollziehen.
  • BVerfG, 19.07.2011 - 1 BvR 1916/09  

    Anwendungserweiterung

    Zwar übt das Bundesverfassungsgericht seine Gerichtsbarkeit über die Anwendbarkeit von Unionsrecht, das als Grundlage für ein Verhalten deutscher Gerichte und Behörden im Hoheitsbereich der Bundesrepublik Deutschland in Anspruch genommen wird, grundsätzlich nicht aus und überprüft dieses Recht nicht am Maßstab der Grundrechte des Grundgesetzes, solange die Europäische Union, auch durch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, einen wirksamen Schutz der Grundrechte generell gewährleistet, der dem vom Grundgesetz jeweils als unabdingbar gebotenen Grundrechtsschutz im Wesentlichen gleich zu achten ist, zumal den Wesensgehalt der Grundrechte generell verbürgt (vgl. BVerfGE 73, 339 ; 102, 147 ; 125, 260 ).

    Verfassungsbeschwerden, die sich gegen die Anwendung unionsrechtlich vollständig determinierter Bestimmungen des nationalen Rechts richten, sind grundsätzlich unzulässig (vgl. BVerfGE 125, 260 ).

  • FG Köln, 07.07.2010 - 2 K 3093/08  

    Klagen gegen zentrale Steuernummer zurückgewiesen // Richter äußern aber

    Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit muss eine Maßnahme zur Erreichung des angestrebten Zweckes geeignet und erforderlich sein; der mit ihr verbundene Eingriff darf seiner Intensität nach nicht außer Verhältnis zur Bedeutung der Sache und den vom Bürger hinzunehmenden Einbußen stehen (BVerfG-Urteil vom 15. Dezember 1983, 1 BvR 209/83 u.a., BVerfGE 65, 1, Rn. 175; BVerfG-Urteil vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., BGBl I 2010, 272, Rn. 204).

    (aaa) Die Erforderlichkeit setzt voraus, dass das Ziel nicht durch eine weniger belastende Maßnahme gleichermaßen wirksam erreicht werden könnte (vgl. BVerfG-Beschluss vom 5. Juli 2010, 2 BvR 759/10, abrufbar über Juris; vom 11. Juni 2010, 1 BvR 915/10, abrufbar über Juris; vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., BGBl I 2010, 272).

    An ihre Erforderlichkeit sind hohe Anforderungen zu stellen (BVerfG-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., BGBl I 2010, 272, Rn. 227).

    Im Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung, insbesondere der Frage der Verfassungsgemäßheit des § 113a TKG, hat das BVerfG zugunsten dieses Gesetzes ausgeführt, für die adäquate gesetzliche Ausgestaltung der Norm u.a. maßgeblich ist, dass die vorgesehene Speicherung der Telekommunikationsverkehrsdaten nicht direkt durch den Staat, sondern durch eine Verpflichtung der privaten Diensteanbieter verwirklicht wird (BVerfG-Urteil vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., BGBl I 2010, 272 Rn. 214).

    Für das Bundesverfassungsgericht war dabei von Bedeutung, dass die Daten damit bei der Speicherung selbst noch nicht zusammengeführt werden, sondern auf viele Einzelunternehmen verteilt bleiben und dem Staat unmittelbar als Gesamtheit nicht zur Verfügung stehen; der Abruf der Daten seitens staatlicher Stellen erfolgt erst in einem zweiten Schritt und nunmehr anlassbezogen nach rechtlich näher festgelegten Kriterien (BVerfG-Urteil vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., a.a.O., Rn. 214, vgl. auch Rn. 218).

    So hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Vorratsdatenspeicherungs-Urteil (vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., BGBl I 2010, 272, Rn. 214, 218) es, wie bereits dargelegt, für die Verhältnismäßigkeit der Vorratsdatenspeicherung nach §§ 113a, 113b TKG u.a. als maßgeblich angesehen, dass die Speicherung der Telekommunikationsverkehrsdaten nicht direkt durch den Staat, sondern durch eine Verpflichtung der privaten Diensteanbieter verwirklicht wird.

    Nach dem Vorratsdatenspeicherungsurteil des Bundesverfassungsgerichts kann aber die durch den Betroffenen unmittelbar nicht bemerkte Speicherung von Daten und deren Verwendung geeignet sein, ein diffus bedrohliches Gefühl des Beobachtetseins hervorzurufen, das eine unbefangene Wahrnehmung der Grundrechte in vielen Bereichen beeinträchtigen kann (vgl. BVerfG-Urteil vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., BGBl I 2010, 272, Rn. 212).

    Dabei hat das BVerfG jüngst in seinem Vorratsdatenspeicherungsurteil unter Berufung auf seine ständige Rechtsprechung hervorgehoben, dass Anlass, Zweck und Umfang des jeweiligen Eingriffs sowie die entsprechenden Eingriffsschwellen durch den Gesetzgeber bereichsspezifisch, präzise und normenklar zu regeln sind (vgl. BVerfG-Urteil vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., BGBl I 2010, 272, Rn. 226 m.w.N.).

    Seinen Grund hat dies in dem unaufhebbaren verfassungsrechtlichen Zusammenhang von Datenspeicherung und Verwendungszweck, wie es gefestigter Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts entspricht: Daten dürfen von vornherein nur zu bestimmten, bereichsspezifischen, präzise und normenklar festgelegten Zwecken gespeichert werden, so dass bereits bei der Speicherung hinreichend gewährleistet ist, dass die Daten nur für solche Zwecke verwendet werden, die das Gewicht der Datenspeicherung rechtfertigen (BVerfG-Urteil vom 2. März 2010, 1 BvR 256/08 u.a., BGBl I 2010, 272, Rn. 266).

  • BGH, 19.04.2012 - I ZB 77/11  

    Urheberrechtsverletzung: Auskunftsanspruch gegen den Internetprovider bei

    Für Auskunftsansprüche von Rechtsinhabern gegenüber Diensteanbietern hinsichtlich der Anschlussinhaber bestimmter IP-Adressen, für deren Ermittlung auf vorsorglich gespeicherte Telekommunikationsdaten zurückgegriffen werden muss, müssen allerdings nicht von Verfassungs wegen die sonst für die Verwendung solcher Daten geltenden besonders strengen Voraussetzungen vorliegen (BVerfGE 125, 260 Rn. 254 - Vorratsdatenspeicherung).

    Systematische Ausforschungen über einen längeren Zeitraum oder die Erstellung von Persönlichkeits- und Bewegungsprofilen lassen sich allein auf Grundlage solcher Auskünfte nicht verwirklichen (BVerfGE 125, 260 Rn. 256 - Vorratsdatenspeicherung).

    Maßgeblich ist zum anderen, dass für solche Auskünfte nur ein von vornherein feststehender kleiner Ausschnitt der Daten verwendet wird, deren Speicherung für sich genommen unter deutlich geringeren Voraussetzungen angeordnet werden könnte als die nahezu vollständige Speicherung der Daten sämtlicher Telekommunikationsverbindungen (BVerfGE 125, 260 Rn. 257 - Vorratsdatenspeicherung).

    Auf ihrer Grundlage kann in Verbindung mit der systematischen Speicherung der Internetzugangsdaten in weitem Umfang die Identität von Internetnutzern ermittelt werden (BVerfGE 125, 260 Rn. 258 f. - Vorratsdatenspeicherung).

    Soweit Diensteanbieter für entsprechende Auskünfte Telekommunikationsverkehrsdaten auszuwerten haben, wirft dieses folglich keine prinzipiellen Bedenken auf (BVerfGE 125, 260 Rn. 260 - Vorratsdatenspeicherung).

    Hinsichtlich der Eingriffsschwellen ist allerdings sicherzustellen, dass eine Auskunft nicht ins Blaue hinein eingeholt wird, sondern nur aufgrund eines hinreichenden Anfangsverdachts oder einer konkreten Gefahr auf einzelfallbezogener Tatsachenbasis erfolgen darf (vgl. BVerfGE 125, 260 Rn. 261 - Vorratsdatenspeicherung).

    Die Aufhebung der Anonymität im Internet bedarf zumindest einer Rechtsgutsbeeinträchtigung, der von der Rechtsordnung auch sonst ein hervorgehobenes Gewicht beigemessen wird (BVerfGE 125, 260 Rn. 262 - Vorratsdatenspeicherung).

    Dabei ist der Auskunftsanspruch mit Blick auf die besondere Schutzwürdigkeit von Verkehrsdaten und im Interesse der Internet-Provider und Telekommunikationsunternehmen, die von der Prüfung entlastet werden sollen, ob eine offensichtliche Rechtsverletzung vorliegt, unter einen - verfassungsrechtlich nicht einmal gebotenen (vgl. BVerfGE 125, 260 Rn. 261 - Vorratsdatenspeicherung) - Richtervorbehalt gestellt (BT-Drucks. 16/5048, S. 40).

    Zwar greift die Verpflichtung zur Erteilung von Auskünften unter Verwendung von Verkehrsdaten in deren durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützte Berufsfreiheit ein (vgl. BVerfGE 125, 260 Rn. 294 f. - Vorratsdatenspeicherung).

  • OVG Rheinland-Pfalz, 21.04.2016 - 7 A 11108/14  

    Anknüpfungsverbot; Ausländer; Auswahlentscheidung; Ausweiskontrolle;

  • BVerfG, 08.06.2016 - 1 BvQ 42/15  

    Eilanträge gegen das Vorratsdatenspeicherungsgesetz erfolglos

  • VerfGH Thüringen, 21.11.2012 - VerfGH 19/09  

    Staats- und Verfassungsrecht; Verfassungsbeschwerde; Verfassungsbeschwerde;

  • OLG Frankfurt, 16.06.2010 - 13 U 105/07  

    Kein Anspruch gegen den Provider auf sofortige Löschung von IP-Adressen

  • FG Köln, 07.07.2010 - 2 K 3986/08  

    Klagen gegen zentrale Steuernummer zurückgewiesen // Richter äußern aber

  • VerfGH Bayern, 15.05.2014 - 8-VII-12  

    Verfassungsmäßigkeit von Bestimmungen des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags

  • BGH, 13.01.2011 - III ZR 146/10  

    Speicherung dynamischer IP-Adressen

  • BVerfG, 17.09.2013 - 2 BvR 2436/10  

    Abgeordnetenbeobachtung durch den Verfassungsschutz unterliegt strengen

  • OLG Köln, 18.07.2014 - 6 U 192/11  

    Access-Provider nicht zu Netzsperren verpflichtet

  • FG Köln, 07.07.2010 - 2 K 3834/08  

    Verfassungsmäßigkeit der Steueridentifikationsnummer

  • FG Köln, 07.07.2010 - 2 K 3265/08  

    Klagen gegen zentrale Steuernummer zurückgewiesen // Richter äußern aber

  • BVerfG, 18.05.2016 - 1 BvR 895/16  

    Erfolgloser Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen einzelne

  • FG Köln, 07.07.2010 - 2 K 3838/08  

    Verfassungsmäßigkeit der Steueridentifikationsnummer

  • FG Köln, 07.07.2010 - 2 K 3837/08  

    Verfassungsmäßigkeit der Steueridentifikationsnummer

  • FG Köln, 07.07.2010 - 2 K 2999/08  

    Verfassungsmäßigkeit der Steueridentifikationsnummer

  • BVerfG, 06.07.2016 - 2 BvR 1454/13  

    Verfassungsbeschwerde betreffend die Überwachung der Internetnutzung in einem

  • BGH, 18.01.2011 - 1 StR 663/10  

    Verwertbarkeit von Telekommunikationsdaten nach der einstweiligen Anordnung des

  • OLG Hamm, 13.04.2010 - 3 Ws 140/10  

    Verwertung von Telekommunikationsdaten

  • BGH, 13.01.2011 - 3 StR 332/10  

    Verwendung von Vorratsdaten; Beweisverwertungsverbot; Verfassungswidrigkeit der

  • BAG, 09.12.2015 - 10 AZR 423/14  

    Angemessener Ausgleich für Dauernachtarbeit

  • BVerfG, 04.10.2011 - 1 BvL 3/08  

    Zur Zulässigkeit der konkreten Normenkontrolle betreffend ein Gesetz, das Recht

  • OLG Hamm, 13.04.2010 - 3 Ws 166/10  

    Verwertung von Telekommunikationsdaten

  • BVerfG, 08.06.2016 - 1 BvR 229/16  

    Eilanträge gegen das Vorratsdatenspeicherungsgesetz erfolglos

  • BVerfG, 08.12.2011 - 1 BvR 1932/08  

    Zur gerichtlichen Kontrolle der TK-Marktregulierung der BNetzA

  • OLG Hamm, 13.04.2010 - 3 Ws 156/10  

    Verwertung von Telekommunikationsdaten

  • BGH, 20.12.2012 - 3 StR 117/12  

    Molekulargenetische Reihenuntersuchung (Verwertbarkeit der Erkenntnis einer

  • BVerfG, 24.11.2010 - 1 BvF 2/05  

    Gentechnikgesetz

  • BVerfG, 13.11.2010 - 2 BvR 1124/10  

    Auskunftsanspruch von Strafverfolgungsbehörden bei IP-Adressen

  • BFH, 18.01.2012 - II R 49/10  

    Zuteilung der Identifikationsnummer und dazu erfolgte Datenspeicherung mit

  • OLG Köln, 05.10.2010 - 6 W 82/10  

    Beschwerderecht des Anschlussinhabers im Auskunftsverfahren bei illegalem

  • OLG Frankfurt, 28.08.2013 - 13 U 105/07  

    Speicherung von IP-Adressen durch Provider

  • VerfGH Berlin, 11.04.2014 - VerfGH 129/13  

    Verfassungsmäßigkeit der Regelung zu Übersichtsaufnahmen von Versammlungen unter

  • BVerfG, 29.04.2010 - 2 BvR 871/04  

    Steuerhinterziehung durch Verstoß gegen die Milch-Garantienmengen-Verordnung;

  • LG Berlin, 31.01.2013 - 57 S 87/08  

    Zur Personenbezogenheit von IP-Adressen

  • LSG Baden-Württemberg, 21.06.2016 - L 11 KR 2510/15  

    Elektronische Gesundheitskarte rechtmäßig - Kein Recht der Versicherten auf

  • BVerfG, 25.03.2011 - 2 BvR 1413/10  

    Erforderlichkeit von Deutschkenntnissen für Erteilung von Visa zwecks

  • BVerfG, 13.05.2015 - 2 BvR 616/13  

    Molekulargenetische Reihenuntersuchung (Verwertbarkeit der Erkenntnis einer

  • LG München I, 12.07.2011 - 7 O 1310/11  

    Gestattungsanordnung zur Bekanntgabe von Internetanschlussinhabern: Gewerbliches

  • OVG Hamburg, 22.06.2010 - 4 Bf 276/07  

    Umfang der erlaubten polizeilichen Videoüberwachung von hamburgischen

  • Generalanwalt beim EuGH, 12.12.2013 - C-293/12  

    Digital Rights Ireland - Elektronische Kommunikation - Richtlinie 2006/24/EG -

  • VG Köln, 08.09.2009 - 21 L 1107/09  

    HanseNet muss Vorratsdatenspeicherung umsetzen

  • BVerfG, 01.04.2014 - 2 BvF 1/12  

    Normenkontrollanträge gegen die Rechtsverordnung zur Erprobung von „Gigalinern“

  • BVerwG, 28.05.2014 - 6 A 1.13  

    Feststellungsklage; konkretes Rechtsverhältnis; strategische

  • SG Mainz, 18.04.2016 - S 3 AS 149/16  

    Verfassungswidrigkeit des § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II und des § 7

  • BGH, 05.12.2012 - I ZB 48/12  

    Die Heiligtümer des Todes

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.11.2014 - 13 A 1973/13  

    BNetzA kann keine Auskunft über Kundendaten zu dynamischer IP-Adresse verlangen -

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.04.2013 - 13 B 192/13  

    Verletzung der informationellen Selbstbestimmung der betroffenen Lebensmittel-

  • BVerfG, 19.08.2011 - 1 BvL 15/11  

    Normenkontrollantrag betreffend die Regelung der Bezugszeit von Elterngeld -

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.04.2013 - 13 B 215/13  

    Verletzung der informationellen Selbstbestimmung der betroffenen Lebensmittel-

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.04.2013 - 13 B 238/13  

    Information der Öffentlichkeit über Überschreitungen von Grenzwerten,

  • OLG Köln, 21.07.2010 - 6 W 79/10  

    Ansprüche des Urheberrechtsinhabers auf Nennung von Bestanddaten

  • VG Aachen, 24.01.2011 - 6 K 140/10  

    Polizeiliche Dauerüberwachung in Heinsberg-Randerath ist rechtmäßig

  • BVerfG, 19.03.2014 - 1 BvR 1417/10  

    Nichtannahmebeschluss: Pauschalierte Erstattung des Fahrgeldausfalls von

  • BVerfG, 20.03.2013 - 1 BvR 3063/10  

    Nichtannahmebeschluss: Versagung der "Ist-Besteuerung" (Umsatzbesteuerung nach

  • StGH Baden-Württemberg, 19.08.2013 - 1 VB 65/13  
  • BVerwG, 24.11.2011 - 2 C 57.09  

    Ruhegehalt; Versorgungsbezüge; Mitglied der Bundesregierung; Bundesminister;

  • BVerfG, 26.10.2011 - 1 BvR 2075/11  

    Regelung zu sog. Partner- oder Vätermonaten nach § 4 Abs 3 S 1 BEEG durch

  • VG Lüneburg, 31.08.2010 - 3 A 115/08  

    Speicherung personenbezogener Daten in Polizeidatenbanken nach dem Nds. Gesetz

  • BGH, 04.11.2010 - 4 StR 404/10  

    Zum Beweisverwertungsverbot für Daten aus Vorratsdatenspeicherung

  • OLG München, 26.07.2011 - 29 W 1268/11  

    Stets gewerbliches Ausmaß bei Filesharing-Fällen

  • BFH, 20.12.2011 - II S 28/10  

    Zuteilung der Identifikationsnummer und dazu erfolgte Datenspeicherung mit

  • VG Mainz, 16.10.2013 - 3 K 1164/12  

    Wasserverkehrsrecht

  • BVerfG, 17.01.2013 - 2 BvR 2576/11  

    Nichtannahmebeschluss: Zentralisierung der Datenverarbeitung der hessischen

  • OLG Düsseldorf, 07.03.2013 - 20 W 121/12  

    Anspruch auf Sicherung der Verkehrsdaten laufender Verbindungen

  • OLG Hamm, 02.11.2010 - 4 W 119/10  

    § 101 UrhG - Keine Speicherung auf Zuruf

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.09.2010 - 6 A 2077/08  

    Klagen von Beamten der früheren Versorgungsämter und der Umweltverwaltung gegen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.09.2010 - 6 A 3249/08  

    Klagen von Beamten der früheren Versorgungsämter und der Umweltverwaltung gegen

  • VG Aachen, 18.03.2010 - 6 L 28/10  

    Polizei darf Observation in Heinsberg-Randerath einstweilen fortsetzen

  • Generalanwalt beim EuGH, 17.06.2010 - C-92/09  

    Volker und Markus Schecke - Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung

  • AG Meldorf, 29.03.2011 - 81 C 1403/10  

    DSL-Vertrag und Speicherung von IP-Adressen

  • BVerfG, 30.12.2012 - 1 BvR 502/09  

    Nichtannahmebeschluss: Rechtssatzverfassungsbeschwerde gegen § 4 Abs 3, Abs 4

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.09.2010 - 6 A 2144/08  

    Klagen von Beamten der früheren Versorgungsämter und der Umweltverwaltung gegen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.09.2010 - 6 A 3164/08  

    Klagen von Beamten der früheren Versorgungsämter und der Umweltverwaltung gegen

  • BGH, 13.01.2011 - 3 StR 337/10  

    Beweiswürdigung (Freispruch); Verfahrensrüge wegen Ablehnung eines Beweisantrags

  • OLG Köln, 23.01.2012 - 6 W 13/12  

    Zum Auskunftsanspruch wegen Urheberrechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß

  • OLG Düsseldorf, 07.03.2013 - 20 W 118/12  

    Anspruch auf Sicherung der Verkehrsdaten laufender Verbindungen

  • BAG, 09.12.2015 - 10 AZR 156/15  

    Angemessener Ausgleich für Dauernachtarbeit

  • BGH, 25.03.2010 - 4 StR 594/09  

    Beweiswürdigung beim Vorwurf des versuchten Totschlages (zu hohe Anforderungen an

  • OLG Köln, 02.11.2011 - 6 W 237/11  

    Begriff der Rechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.02.2012 - 4 B 978/11  

    "Heatballs" bleiben vorläufig verboten // Glühbirnen dürfen nicht als

  • VG Ansbach, 21.06.2012 - AN 4 K 11.02441  

    Auskunftspflicht bei der Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen des Zensus 2011

  • OVG Niedersachsen, 30.01.2013 - 11 LC 470/10  

    Rechtsschutz gegen Speicherung personenbezogener Daten in landespolizeilichen

  • OLG Düsseldorf, 07.03.2013 - 20 W 143/12  

    Anspruch auf Sicherung der Verkehrsdaten laufender Verbindungen

  • VG Würzburg, 02.01.2015 - W 1 S 14.50120  

    Frist für Wiederaufnahmeersuchen bei Eurodac-Treffer

  • OLG Köln, 21.07.2010 - 6 W 63/10  

    Voraussetzungen des Auskunftsanspruchs

  • LG München I, 12.01.2012 - 17 HKO 1398/11  

    WLAN-Betreiber: Speicherpflicht von Nutzerdaten bei Verwendung eines

  • OLG Düsseldorf, 07.03.2013 - 20 W 123/12  

    Anspruch auf Sicherung der Verkehrsdaten laufender Verbindungen

  • OLG Düsseldorf, 07.03.2013 - 20 W 124/12  

    Anspruch auf Sicherung der Verkehrsdaten laufender Verbindungen

  • OLG Düsseldorf, 07.03.2013 - 20 W 126/12  

    Vodafone muss IP-Adressen nicht zu Auskunftszwecken speichern

  • OLG Düsseldorf, 07.03.2013 - 20 W 128/12  

    Vodafone muss IP-Adressen nicht zu Auskunftszwecken speichern

  • VG Augsburg, 11.07.2016 - Au 7 K 16.263  

    Rundfunkbeiträge und diesbezügliche Säumniszuschläge im privaten Bereich und

  • OLG Düsseldorf, 15.03.2011 - 20 U 136/10  

    Umfang des Auskunftsanspruchs eines Urhebers über Verkehrsdaten

  • LG München I, 22.08.2011 - 21 O 13977/11  

    Urheberrechtlicher Anspruch auf Drittauskunft, zum Anspruch einer

  • OLG Düsseldorf, 07.03.2013 - 20 W 142/12  

    Anspruch auf Sicherung der Verkehrsdaten laufender Verbindungen

  • OLG München, 27.05.2010 - 2 Ws 404/10  

    Anlasslose Vorratsdatenspeicherung: Verwertbarkeit von vor der Entscheidung des

  • OLG Köln, 23.07.2010 - 6 U 31/10  

    "Kfz-Diagnose-Software"; Verwertbarkeit von Erkenntnissen über die Zuordnung

  • OLG Köln, 14.12.2015 - 12 U 16/13  

    Datenspeicherung bei DSL-Anschluss

  • OLG Köln, 09.06.2011 - 6 W 159/10  

    Auskunftsansprüche eines als Internetprovider tätigen TV-Kabelnetzbetreibers über

  • OLG Köln, 13.10.2011 - 6 W 223/11  

    Begriff der Rechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß i.S.von § 101 UrhG

  • LG Köln, 10.01.2013 - 111 Ks 1/12  

    Verurteilung eines Angeklagten wegen Mordes auf der Grundlage von Indizien

  • OLG Köln, 30.09.2011 - 6 W 213/11  

    Kein gewerbliches Ausmaß bei 8 Monate altem Kinofilm

  • OLG München, 12.12.2011 - 29 W 1708/11  

    Auskunftsanspruch gegen Internet-Provider: Fristbeginn der Beschwerde des

  • OVG Niedersachsen, 14.06.2013 - 13 ME 18/13  

    Veröffentlichung nach § 40 Abs. 1a LFGB - vorläufiger Rechtsschutz

  • VG München, 08.05.2015 - M 17 K 13.1925  

    Must-Carry-Pflicht von Kabelnetzbetreibern auch ohne Vertrag

  • AG Meldorf, 18.05.2010 - 81 C 305/10  

    Videoüberwachung vor Gerichtsgebäuden

  • OLG Köln, 25.11.2011 - 6 W 260/11  

    Begriff der Rechtsverletzung im gewerblichem Ausmaß i.S. von § 101 Abs. 9

  • FG Sachsen-Anhalt, 27.02.2012 - 1 K 1303/11  

    (Umsetzungsspielraum des deutschen Gesetzgebers bei der Ausgestaltung des § 2

  • VGH Bayern, 25.06.2013 - 10 CS 13.145  

    Zur Frage der Verfassungsmäßigkeit des Verbots, Sportwetten in Gebäuden oder

  • OLG Köln, 26.07.2010 - 6 W 77/10  

    Begriff der Rechtsverletzung von gewerblichem Ausmaß

  • OLG Köln, 16.11.2011 - 6 W 205/11  

    Begriff der Rechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß

  • OLG Köln, 16.11.2011 - 6 W 206/11  

    Begriff der Rechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß

  • SG Neuruppin, 03.07.2014 - S 20 KR 329/11  

    Krankenversicherung - Krankenhausträger - Vergütungsanspruch - Erforderlichkeit

  • LSG Berlin-Brandenburg, 20.03.2015 - L 1 KR 18/14  

    Keine Datenschutzverletzung durch die elektronische Gesundheitskarte in der

  • EGMR, 12.01.2016 - 37138/14  

    Ungarns Anti-Terror-Gesetz ist menschenrechtswidrig

  • OVG Sachsen, 10.03.2010 - 3 B 366/09  

    Zur Internetveröffentlichung über Empfänger von EU-Agrarsubventionen, hier: keine

  • OLG Köln, 13.04.2010 - 6 W 28/10  

    Begriff des gewerblichen Ausmaßes der Rechtsverletzung i.S. von § 101 Abs.

  • VG Ansbach, 29.10.2015 - AN 6 K 15.00732  

    Verfassungsmäßigkeit der Rundfunkbeitragserhebung und Verhältnis von

  • VG Berlin, 09.03.2016 - 4 K 1.16  
  • VG Cottbus, 11.06.2015 - 3 K 1152/12  

    Ordnungsrecht

  • OLG Köln, 21.07.2010 - 6 W 69/10  

    Voraussetzungen des Auskunftsanspruchs

  • LG Düsseldorf, 11.10.2010 - 4 Qs 50/10  

    Anfangsverdacht der Steuerhinterziehung aufgrund von Daten einer durch die

  • EGMR, 11.12.2012 - 46877/08  

    BUNARDZIC v. SERBIA AND OTHER APPLICATIONS

  • VG Augsburg, 13.04.2015 - Au 7 K 14.1160  

    Unzulässigkeit einer vorbeugenden Klage (Aufhebung künftiger

  • VerfGH Sachsen, 27.08.2015 - 85-IV-14  
  • LG Hamburg, 12.01.2012 - 327 O 443/11  
  • VG Düsseldorf, 10.01.2011 - 18 K 3229/10  

    Verstoß gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht durch Speicherung

  • VG Düsseldorf, 19.10.2011 - 22 K 4905/08  

    Elektronsiche Recherchierbarkeit Zweckbindungsbebot technische und

  • VG Düsseldorf, 24.10.2011 - 22 K 4905/08  

    Elektronsiche Recherchierbarkeit Zweckbindungsbebot technische und

  • LG München I, 01.08.2011 - 21 O 7841/11  

    Keine IP-Speicherung auf Zuruf

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