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   BVerwG, 24.11.1994 - 3 C 2.93   

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BVerwG, 24.11.1994 - 3 C 2.93 (https://dejure.org/1994,346)
BVerwG, Entscheidung vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 (https://dejure.org/1994,346)
BVerwG, Entscheidung vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 (https://dejure.org/1994,346)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Arzneimittel - Begriffsbestimmung - Therapeutische Wirksamkeit - Therapeutischer Zweck

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 97, 132
  • NVwZ 1996, 180 (Ls.)
  • NVwZ-RR 1995, 625
  • DVBl 1995, 1097 (Ls.)
  • DÖV 1995, 685
 
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Wird zitiert von ... (82)

  • BSG, 28.02.2008 - B 1 KR 16/07 R

    Gemeinsamer Bundesausschuss - Anfechtungsklage gegen Erlass einer Richtlinie im

    Diese Unterscheidung liegt auch der unterschiedlichen Definition des Arzneimittels in § 2 Abs. 1 Nr. 1 und 5 AMG zugrunde (vgl bereits BVerwGE 97, 132, 136 f = Buchholz 418.32 AMG Nr. 27 S 4 f).

    Dabei ist auf das Verhalten eines durchschnittlich informierten Verbrauchers abzustellen (EuGH, Urteil vom 21.3.1991 - C-369/88 - Delattre - EuGHE 1991, I-1487 RdNr 40; vgl auch BVerwGE 97, 132, 137 mwN).

    Die EWGRL 65/65 schützt - ebenso wie die sie ersetzenden Folgeregelungen - den Verbraucher nämlich nicht nur vor schädlichen oder giftigen Arzneimitteln als solchen, sondern auch vor Erzeugnissen, die anstelle der geeigneten Heilmittel verwendet werden (EuGH, Urteile vom 30.11.1983 - 227/82 - van Bennekom - EuGHE 1983, 3883 RdNr 17, und vom 16.4.1991 - C-112/89 - Upjohn - EuGHE 1991, I-1703 RdNr 16; vgl auch BVerwGE 97, 132, 137 mwN).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 17.03.2006 - 13 A 2095/02

    Abgrenzung von Arzneimitteln zu Nahrungsergänzungsmitteln

    vgl. in diesem Sinne BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, BVerwGE 97, 132 (136 ff., 140) in Bezug auf Art. 1 Nr. 2 Abs. 1 RL 65/65/EWG.

    Soweit diese vor allem auf die Bestimmung, d.h. den Verwendungszweck des Produkts abstellt, diesen an der stofflichen Zusammensetzung des Präparats, seiner Aufmachung und der Art seines Vertriebs festmacht, dabei allerdings maßgeblich auf die Sichtweise eines durchschnittlich informierten Verbrauchers abstellt mit der weiteren Erwägung, dass das Produkt mit seinem Erscheinungsbild bei dem Verbraucher Erwartungen und Vorstellungen über seine Zweckbestimmung begründe oder an eine schon bestehende Auffassung der Verbraucherkreise über den Zweck vergleichbarer Mittel und ihrer Anwendung anknüpfe, vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 1997 - 3 C 46.96 -, a. a. O., S. 92, sowie Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 135, entspricht das allerdings eher der gemeinschaftsrechtlichen Definition des Arzneimittels "nach Bezeichnung", d.h. des Präsentationsarzneimittels.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 137.

    Soweit darüber hinaus betont wird, dass der Anwendungsbereich der arzneimittelrechtlichen Vorschriften wegen der erstrebten Sicherheit im Verkehr mit Arzneimitteln, insbesondere im Hinblick auf ihre Qualität, ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit "objektiv" an Hand tatsächlicher Gegebenheiten abzugrenzen sei, vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 135, und dass die Auffassung der pharmazeutischen oder medizinischen Wissenschaft ein die Vorstellung der Verbraucher beeinflussender Faktor sein könne, vgl. in diesem Sinne BGH, Urteil vom 06. Mai 2004 - I ZR 275/01 -, a. a. O., S. 154, bestand und besteht kein wesentlicher Unterschied zu der im Rahmen der Gesamtabwägung vor allem auf pharmakologische Eigenschaften abstellenden Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes bzw. den nunmehr in Art. 1 Nr. 2 lit. b) RL 2001/83/EG normierten Merkmalen.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 17.03.2006 - 13 A 1977/02

    Klärung der Verkehrsfähigkeit eines Produkts in Deutschland bei Ablehnung der

    in diesem Sinne BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, BVerwGE 97, 132 (136 ff., 140) in Bezug auf Art. 1 Nr. 2 Abs. 1 RL 65/65/EWG.

    Soweit diese vor allem auf die Bestimmung, d.h. den Verwendungszweck des Produkts abstellt, diesen an der stofflichen Zusammensetzung des Präparats, seiner Aufmachung und der Art seines Vertriebs festmacht, dabei allerdings maßgeblich auf die Sichtweise eines durchschnittlich informierten Verbrauchers abstellt mit der weiteren Erwägung, dass das Produkt mit seinem Erscheinungsbild bei dem Verbraucher Erwartungen und Vorstellungen über seine Zweckbestimmung begründe oder an eine schon bestehende Auffassung der Verbraucherkreise über den Zweck vergleichbarer Mittel und ihrer Anwendung anknüpfe, vgl. BVerwG, Urteil vom 18.12.1997 - 3 C 46.96 - a. a. O., S. 92, sowie Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 135, entspricht das allerdings eher der gemeinschaftsrechtlichen Definition des Arzneimittels "nach Bezeichnung", d.h. des Präsentationsarzneimittels.

    BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 137.

    Soweit darüber hinaus betont wird, dass der Anwendungsbereich der arzneimittelrechtlichen Vorschriften wegen der erstrebten Sicherheit im Verkehr mit Arzneimitteln, insbesondere im Hinblick auf ihre Qualität, ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit "objektiv" an Hand tatsächlicher Gegebenheiten abzugrenzen sei, vgl. BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 135, und dass die Auffassung der pharmazeutischen oder medizinischen Wissenschaft ein die Vorstellung der Verbraucher beeinflussender Faktor sein könne, vgl. in diesem Sinne BGH, Urteil vom 6.5.2004 - I ZR 275/01 -, a. a. O., S. 154, bestand und besteht kein wesentlicher Unterschied zu der im Rahmen der Gesamtabwägung vor allem auf pharmakologische Eigenschaften abstellenden Rechtsprechung des EuGH bzw. den nunmehr in Art. 1 Nr. 2 lit. b) RL 2001/83/EG normierten Merkmalen.

  • OVG Niedersachsen, 07.10.2020 - 13 ME 332/20

    Unterlassung des Inverkehrbringens und Rückruf von Präsentationstierarzneimitteln

    Unter den Begriff des Präsentationsarzneimittels fällt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs folgt (vgl. EuGH, Urt. v. 15.11.2007 - C-319/05 -, juris Rn. 44 ff.; BVerwG, Urt. v. 20.11.2014 - 3 C 25/13 -, juris Rn. 14; vgl. auch schon: BVerwG, Urt. v. 24.11.1994, - 3 C 2/93 -, juris Rn. 25), ein Erzeugnis, wenn es ausdrücklich als ein Mittel zur Heilung oder zur Verhütung von menschlichen oder tierischen Krankheiten bezeichnet.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 17.03.2006 - 13 A 2098/02

    Einstufung von Vitaminpräparaten als Arzneimittel; Vitamin E-Kapseln als

    vgl. in diesem Sinne BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, BVerwGE 97, 132 (136 ff., 140) in Bezug auf Art. 1 Nr. 2 Abs. 1 RL 65/65/EWG.

    Soweit diese vor allem auf die Bestimmung, d.h. den Verwendungszweck des Produkts abstellt, diesen an der stofflichen Zusammensetzung des Präparats, seiner Aufmachung und der Art seines Vertriebs festmacht, dabei allerdings maßgeblich auf die Sichtweise eines durchschnittlich informierten Verbrauchers abstellt mit der weiteren Erwägung, dass das Produkt mit seinem Erscheinungsbild bei dem Verbraucher Erwartungen und Vorstellungen über seine Zweckbestimmung begründe oder an eine schon bestehende Auffassung der Verbraucherkreise über den Zweck vergleichbarer Mittel und ihrer Anwendung anknüpfe, vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 1997 - 3 C 46.96 -, a. a. O., S. 92, sowie Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 135, entspricht das allerdings eher der gemeinschaftsrechtlichen Definition des Arzneimittels "nach Bezeichnung", d.h. des Präsentationsarzneimittels.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 137.

    Soweit darüber hinaus betont wird, dass der Anwendungsbereich der arzneimittelrechtlichen Vorschriften wegen der erstrebten Sicherheit im Verkehr mit Arzneimitteln, insbesondere im Hinblick auf ihre Qualität, ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit "objektiv" an Hand tatsächlicher Gegebenheiten abzugrenzen sei, vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., S. 135, und dass die Auffassung der pharmazeutischen oder medizinischen Wissenschaft ein die Vorstellung der Verbraucher beeinflussender Faktor sein könne, vgl. in diesem Sinne BGH, Urteil vom 06. Mai 2004 - I ZR 275/01 -, a. a. O., S. 154, bestand und besteht kein wesentlicher Unterschied zu der im Rahmen der Gesamtabwägung vor allem auf pharmakologische Eigenschaften abstellenden Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes bzw. den nunmehr in Art. 1 Nr. 2 lit. b) RL 2001/83/EG normierten Merkmalen.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.04.2005 - 13 A 1010/02

    Pferdesalbe als Arzneimittel oder Tierpflegemittel; Gemeinschaftsrechtlicher

    EuGH, Urteile vom 21.3.1991 - Rs C-369/88 -, LRE 28, 1, vom 16.4.1991 - Rs C-112/89 -, LRE 28, 19, und vom 20.5.1992 - Rs C-290/90 -, LRE 28, 170; BVerwG, Urteile vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, BVerwGE 97, 132 = NVwZ-RR 1995, 625, und vom 18.12.1997 - 3 C 46.96 -, BVerwGE 106, 90 = NJW 1998, 3433; BGH, Urteile vom 10.2.2000 - I ZR 97/98 -, LRE 38, 157 = ZLR 2000, 375, vom 25.4.2001 - 2 StR 374/00 -, NJW 2001, 2812, und vom 11.7.2002 - I ZR 34/01 -, BGHZ 151, 286 = NJW 2002, 3469; OVG NRW, Beschluss vom 14.8.2003 - 13 A 5022/00 -, LRE 46, 313 = ZLR 2004, 208.

    BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a.a.O.; Rehmann, AMG, § 2 Rdnr. 28.

    Auch wenn bei der Einschätzung, ob ein Arzneimittel gegeben ist, das Gesamtprodukt in den Blick zu nehmen ist, vgl. BVerwG, Urteile vom 18.12.1997 - 3 C 46.96 -, a.a.O., und vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a.a.O.; BGH, Urteil vom 25.4.2001 - 2 StR 374/00 -, a.a.O., orientiert sich die Einschätzung, ob es sich bei "C. P." um ein Arzneimittel handelt, doch an diesem Inhaltsstoff, auch wenn - wie dargelegt - dem Verbraucher mangels konkreter Angaben auf dem Behältnisetikett die Konzentrationen der Bestandteile der Salbe nicht bekannt sind und er die positive Wirkung beim Tier und/oder beim Menschen nicht dem Bestandteil Kampfer, sondern der Salbe als solcher zuschreibt.

    BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O. .

    BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a.a.O. ; Nds. OVG, Urteil vom 17.11.1992 - 10 L 233/89 -.

    So aber BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O.; Nds. OVG, Urteil vom 17.11.1992 - 10 L 233/89 -.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.11.2005 - 13 A 463/03
    in diesem Sinne BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, BVerwGE 97, 132 (136 ff., 140), in Bezug auf Art. 1 Nr. 2 Abs. 1 RL 65/65/EWG.

    Soweit diese vor allem auf die Bestimmung, d.h. den Verwendungszweck des Produkts abstellt, diesen an der stofflichen Zusammensetzung des Präparats, seiner Aufmachung und der Art seines Vertriebs festmacht, dabei allerdings maßgeblich auf die Sichtweise eines durchschnittlich informierten Verbrauchers abstellt mit der weiteren Erwägung, dass das Produkt mit seinem Erscheinungsbild bei dem Verbraucher Erwartungen und Vorstellungen über seine Zweckbestimmung begründe oder an eine schon bestehende Auffassung der Verbraucherkreise über den Zweck vergleichbarer Mittel und ihrer Anwendung anknüpfe, vgl. BVerwG, Urteile vom 18.12.1997 - 3 C 46.96 -, a. a. O., 92, sowie vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., 135, entspricht das zwar eher der gemeinschaftsrechtlichen Definition des Arzneimittels "nach Bezeichnung", d.h. des Präsentationsarzneimittels.

    BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., 137.

    Soweit darüber hinaus betont wird, dass der Anwendungsbereich der arzneimittelrechtlichen Vorschriften wegen der erstrebten Sicherheit im Verkehr mit Arzneimitteln, insbesondere im Hinblick auf ihre Qualität, ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit "objektiv" an Hand tatsächlicher Gegebenheiten abzugrenzen sei, vgl. BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., 135, und dass die Auffassung der pharmazeutischen oder medizinischen Wissenschaft ein die Vorstellung der Verbraucher beeinflussender Faktor sein könne, vgl. in diesem Sinne BGH, Urteil vom 6.5.2004 - I ZR 275/01 -, a. a. O., 154, bestand und besteht kein wesentlicher Unterschied zu der im Rahmen der Gesamtabwägung vor allem auf pharmakologische Eigenschaften abstellenden Rechtsprechung des EuGH bzw. den nunmehr in Art. 1 Nr. 2 lit. b) RL 2001/83/EG normierten Merkmalen.

    EuGH, Urteil vom 21.3.1991 - C-369/88 - (Delattre), a. a. O., 13 f.; ähnlich BVerwG, Urteil vom 24.11.1994 - 3 C 2.93 -, a. a. O., 135.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.03.2020 - 13 A 3139/17
    vgl. EuGH, Urteile vom 9. Juni 2005 - C-211/03 u.a. (HLH Warenvertrieb und Orthica) -, juris, Rn. 30, vom 29. April 2004 - C-150/00 (Kommission/Österreich) -, juris, Rn. 64, vom 20. Mai 1992 - C-290/90 (Kommission/Deutschland) -, juris, Rn. 17, vom 16. April 1991 - C-112/89 (Upjohn) -, juris, Rn. 23, und vom 21. März 1991 - C-60/89 (Monteil und Samanni) -, juris, Rn. 29; BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2007 - 3 C 34.06 -, juris, Rn. 24, und vom 18. Dezember 1997 - 3 C 46.96 -, juris, Rn. 19, sowie vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 25; OVG NRW, Beschlüsse vom 17. Januar 2018 - 13 A 1365/15 -, juris, Rn. 9, und vom 27. April 2016 - 13 A 1519/15 -, juris, Rn. 16, sowie vom 26. April 2005 - 13 A 1010/02 -, juris, Rn. 22.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 34.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 35; OVG NRW, Beschluss vom 6. Februar 2020 - 13 A 3137/17 -, juris, Rn. 19.

    Zumal eine individuelle Sicht des Herstellers oder Vertreibers tendenziös sein und wegen kurzfristiger Wandelung zu Rechtsunsicherheiten führen kann - vgl. BVerwG, Urteile vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 26, und vom 16. Februar 1971 - I C 25.66 -, juris, Rn. 60 ff.; Wesser, in: Kloesel/Cyran, AMG, 2019, § 2 Rn. 48; Müller, in: Kügel/Müller/Hofmann, AMG, 2. Auflage 2016, § 2 Rn. 112 - und den Interessen des Herstellers und Vertreibers dadurch Rechnung getragen wird, dass das Erscheinungsbild eines Produkts weitgehend von seiner Konzeption abhängt, mit der er es dem Markt präsentiert.

    vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2007 - 3 C 34.06 -, juris, Rn. 24, und vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 26; Bay. VGH, Beschluss vom 16. Februar 2012 - 9 CS 11.2908 -, juris, Rn. 23; Müller, in: Kügel/Müller/Hofmann, AMG, 2. Auflage 2016, § 2 Rn. 113.

    Ungeachtet der in der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union in diesem Zusammenhang nicht abschließend geklärten Fragen - vgl. EuGH vom 15. November 2007 - C-319/05 (Kommission ./. Deutschland III, Knoblauchkapseln) -, juris, Rn. 49; vgl. auch: BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 28 -, erschließt sich im vorliegenden Fall nicht, dass die von der Beklagten benannten, in Pappschachteln und Blistern angebotenen sowie unter Angabe eines Mischungsverhältnisses beworbenen Arzneimittel eine derartig ähnliche Aufmachung aufwiesen, dass der Verbraucher das streitgegenständliche Produkt zwangsläufig in dieselbe Kategorie einordnen würde.

  • BGH, 10.02.2000 - I ZR 97/98

    L-Carnitin - Vorsprung durch Rechtsbruch

    Die Vorstellung der Verbraucher von der Zweckbestimmung eines Produkts kann weiter durch die Auffassung der pharmazeutischen oder medizinischen Wissenschaft beeinflußt sein, ebenso durch die dem Mittel beigefügten oder in Werbeprospekten enthaltenen Indikationshinweise und Gebrauchsanweisungen sowie die Aufmachung, in der das Mittel dem Verbraucher allgemein entgegentritt (vgl. BGH GRUR 1995, 419, 420 - Knoblauchkapseln; BGH, Urt. v. 3.12.1997 - 2 StR 270/97, NJW 1998, 836, 837; BVerwGE 97, 132, 135 f.; VGH München NJW 1998, 845).

    (1) Das Berufungsgericht hat allerdings zutreffend angenommen, daß die Bezeichnung von "B. " als diätetisches Lebensmittel auf der Verpackung für sich genommen noch nicht bewirkt, daß es als Lebensmittel einzustufen ist (vgl. BVerwGE 97, 132, 135).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.03.2020 - 13 A 3138/17
    vgl. EuGH, Urteile vom 9. Juni 2005 - C-211/03 u.a. (HLH Warenvertrieb und Orthica) -, juris, Rn. 30, vom 29. April 2004 - C-150/00 (Kommission/Österreich) -, juris, Rn. 64, vom 20. Mai 1992 - C-290/90 (Kommission/Deutschland) -, juris, Rn. 17, vom 16. April 1991 - C-112/89 (Upjohn) -, juris, Rn. 23, und vom 21. März 1991 - C-60/89 (Monteil und Samanni) -, juris, Rn. 29; BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2007 - 3 C 34.06 -, juris, Rn. 24, und vom 18. Dezember 1997 - 3 C 46.96 -, juris, Rn. 19, sowie vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 25; OVG NRW, Beschlüsse vom 17. Januar 2018 - 13 A 1365/15 -, juris, Rn. 9, und vom 27. April 2016 - 13 A 1519/15 -, juris, Rn. 16, sowie vom 26. April 2005 - 13 A 1010/02 -, juris, Rn. 22.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 34.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 35; OVG NRW, Beschluss vom 6. Februar 2020 - 13 A 3137/17 -, juris, Rn. 19.

    Zumal eine individuelle Sicht des Herstellers oder Vertreibers tendenziös sein und wegen kurzfristiger Wandelung zu Rechtsunsicherheiten führen kann - vgl. BVerwG, Urteile vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 26, und vom 16. Februar 1971 - I C 25.66 -, juris, Rn. 60 ff.; Wesser, in: Kloesel/Cyran, AMG, 2019, § 2 Rn. 48; Müller, in: Kügel/Müller/Hofmann, AMG, 2. Auflage 2016, § 2 Rn. 112 - und den Interessen des Herstellers und Vertreibers dadurch Rechnung getragen wird, dass das Erscheinungsbild eines Produkts weitgehend von seiner Konzeption abhängt, mit der er es dem Markt präsentiert.

    vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Mai 2007 - 3 C 34.06 -, juris, Rn. 24, und vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 26; Bay. VGH, Beschluss vom 16. Februar 2012 - 9 CS 11.2908 -, juris, Rn. 23; Müller, in: Kügel/Müller/Hofmann, AMG, 2. Auflage 2016, § 2 Rn. 113.

    Ungeachtet der in der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union in diesem Zusammenhang nicht abschließend geklärten Fragen - vgl. EuGH vom 15. November 2007 - C-319/05 (Kommission ./. Deutschland III, Knoblauchkapseln) -, juris, Rn. 49; vgl. auch: BVerwG, Urteil vom 24. November 1994 - 3 C 2.93 -, juris, Rn. 28 -, erschließt sich im vorliegenden Fall nicht, dass die von der Beklagten benannten, in Pappschachteln und Blistern angebotenen sowie zumeist mit dem Inhaltsstoff eines "Dickextraktes" unter Angabe eines Mischungsverhältnisses beworbenen Arzneimittel eine derartig ähnliche Aufmachung aufwiesen, dass der Verbraucher das streitgegenständliche Produkt zwangsläufig in dieselbe Kategorie einordnen würde.

  • BGH, 25.04.2001 - 2 StR 374/00

    Abgrenzung von Arznei- und Lebensmitteln bei Vitaminpräparaten; Überwiegende

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.04.2016 - 13 A 1519/15

    Definition und Begriffsbestimmung eines Arzneimittels; Annahme eines

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.04.2005 - 13 A 1009/02
  • BVerwG, 16.05.2007 - 3 C 34.06

    Arzneimittel; Tierarzneimittel; Präsentationsarzneimittel; Funktionsarzneimittel;

  • BSG, 16.12.2008 - B 1 KN 3/07 KR R

    Krankenversicherung - keine Leistungspflicht für Lorenzos Öl wegen

  • BGH, 03.12.1997 - 2 StR 270/97

    Begriff des Arzneimittels (Designer-Drogen); Verhältnis zwischen

  • BVerwG, 18.12.1997 - 3 C 46.96

    Arzneimittel; Abgrenzung der Arzneimittel von kosmetischen Mitteln; Umsetzung

  • BGH, 08.12.2009 - 1 StR 277/09

    Handel mit Gamma-Butyrolacton (GBL) zu Konsumzwecken nach dem Arzneimittelgesetz

  • BGH, 07.12.2000 - I ZR 158/98

    Franzbranntwein-Gel

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.02.2020 - 13 A 3137/17

    Anforderungen an die Begründungen eines Antrags auf Zulassung der Berufung;

  • KG, 28.05.2002 - 5 U 74/01

    Internationale Zuständigkeit bei Begehungsgefahr; Präsentationsarzneimittel bei

  • VGH Baden-Württemberg, 02.01.2008 - 9 S 2089/06

    Abgrenzung zwischen Kosmetika und Medizinprodukten; Zahnbleichmittel

  • VGH Baden-Württemberg, 22.02.2000 - 9 S 188/00

    Abgrenzung Lebensmittel - Arzneimittel

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 18.05.2005 - 13 A 2062/03

    Einordnung eines antiparasitären Klauenbehandlungsmittel als Arzneimittel;

  • VGH Baden-Württemberg, 15.01.1999 - 10 S 1797/97

    Abgrenzung zwischen Arzneimittel, Wirkstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln und

  • VGH Baden-Württemberg, 13.12.2007 - 9 S 509/07

    Abgrenzung kosmetische Mittel zu Arzneimittel

  • BVerwG, 18.12.1997 - 3 C 47.96

    Arzneimittel; Abgrenzung der Arzneimittel von kosmetischen Mitteln; Umsetzung

  • VGH Bayern, 10.07.2020 - 20 CS 20.435

    Untersagung des Inverkehrbringens eines in Deutschland vertriebenen Produkts

  • VG Berlin, 22.06.2017 - 14 K 279.15

    Einstufung eines Nahrungsergänzungsmittels als Präsentationsarzneimittel;

  • OVG Niedersachsen, 20.06.1996 - 10 L 780/94

    Arzneimitteleigenschaft eines Präparates trotz Zweckbestimmung durch Hersteller

  • VG Hannover, 01.10.2008 - 11 A 4513/06

    Abgrenzung von Futtermitteln und Tierarzneimitteln (hier: Bolus)

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.05.2007 - 13 A 3657/04

    Kriterien für das Vorliegen einer irreführenden Bezeichnung eines Arzneimittels;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 17.01.2018 - 13 A 1365/15

    Lutschtabletten als Präsentationsarzneimittel und Medizinprodukt; Einordnung

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 14.08.2003 - 13 A 5022/00

    Medizinprodukte; Zahnbleichmittel; Erteilung der CE-Kennzeichnung als

  • VG Stade, 28.08.2003 - 6 B 1091/03

    Sofortige Untersagung des Inverkehrbringens von Red Rice Kapseln

  • LG Düsseldorf, 11.01.2006 - 12 O 165/05

    "Phaseolamin Phase 2" als zur unterstützenden Gewichtskontrolle bei Übergewicht

  • VG Karlsruhe, 02.02.2007 - 11 K 1924/06

    Untersagung des Inverkehrbringens der Produkte Vitamin K 1 2 % Lotion und Vitamin

  • VG Stuttgart, 15.12.1999 - 4 K 3744/99

    Streit um das Inverkehrbringen des Präparates "Chitosan-Drops"; Antrag auf

  • KG, 15.06.2000 - 25 W 2146/00

    Arzneimitteleigenschaft von Schlankheitsmitteln

  • VG Stade, 28.04.2005 - 6 A 1090/03

    Untersagung des Inverkehrbringens von "Red Rice 330 mg GPH Kapseln zur

  • BVerwG, 27.07.1999 - 3 B 56.99

    Anforderungen an die Begründung einer Nichtzulassungsbeschwerde - Darlegung der

  • KG, 04.09.1998 - 25 U 266/98

    Zurechnung des Verhaltens der Partei oder des Prozessbevollmächtigten bei

  • VGH Baden-Württemberg, 14.05.1996 - 10 S 256/96

    Abgrenzung von Arzneimitteln zu Nahrungsergänzungsmitteln im Falle von

  • VG Köln, 02.06.2015 - 7 K 4021/13

    Rechtmäßigkeit der Einordnung eines Babybalsams als zulassungspflichtiges

  • VG Osnabrück, 30.01.2013 - 6 B 65/12

    Abgrenzung von Präsentationsarzneimittel und Tierpflegeprodukt

  • KG, 30.11.2004 - 5 U 55/04

    Wettbewerbs- und Arzneimittelwerberecht: Handeln im geschäftlichen Verkehr zu

  • OVG Niedersachsen, 08.07.2004 - 11 ME 12/04

    Abgrenzung von Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln

  • OLG Karlsruhe, 08.03.2006 - 6 U 126/05

    Wettbewerbswidrige Werbung für eine Nahrungsergänzungsmittel: Werbung mit

  • OVG Niedersachsen, 29.09.2004 - 11 ME 303/03

    Abgrenzung zwischen Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel in Bezug auf das

  • BVerwG, 12.09.1996 - 3 B 43.96

    Pflanzenschutzrecht: Zuordnung eines Produkts zum Pflanzenschutz- oder

  • VG Osnabrück, 30.01.2013 - 6 B 82/12

    Abgrenzung von Präsentationsarzneimittel und Tierpflegeprodukt

  • VG Oldenburg, 14.05.2003 - 7 A 3023/01

    Abgrenzung Arzneimittel und Lebensmittel bei Maca-Produkten

  • VG Köln, 10.10.2017 - 7 K 3344/14
  • VG Köln, 07.11.2017 - 7 K 5706/14
  • VG Freiburg, 27.07.2006 - 3 K 1409/04

    Zur Abgrenzung von Medizinprodukten und Kosmetika - hier: Zahnbleichmittel

  • FG Bremen, 07.10.2004 - 4 K 195/02

    Abgrenzung zwischen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln; Rechtmäßigkeit

  • VG Köln, 07.11.2017 - 7 K 4696/16

    Zulassungspflicht eines Arzneimittels; Arzneimitteleigenschaft eines Produkts;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.09.2001 - 13 A 2814/99

    Untersagung von gemeinsamen Einzelaktionen eines Apothekenbetreibers mit einem

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 03.02.2000 - 13 A 5579/97

    Berufsrecht - Apotheker: Bezeichnung einer Apotheke als "internationale Apotheke"

  • VG Minden, 24.01.2002 - 7 K 2323/01

    Vertrieb des kampferhaltigen Mittels "Cold Pack" untersagt

  • VG Stuttgart, 10.11.2008 - 12 K 414/08

    Beihilfefähigkeit des Mittels "Thick & Easy"

  • OVG Berlin-Brandenburg, 21.09.2006 - 5 B 12.05

    Arzneimittel; Anwendungsgebiet; Einschränkung des - ; Indikation; Rekonvaleszenz;

  • VG Sigmaringen, 01.09.2005 - 2 K 1021/03

    Mistelkrauttee aus der Apotheke ist Arzneimittel

  • VG Köln, 04.05.2005 - 24 K 5017/01

    Zulässigkeitsvoraussetzungen einer gegen die Feststellung der

  • OVG Sachsen, 23.10.2018 - 2 A 948/17

    Beihilfe; Wundpflegecreme; objektive Zweckbestimmung

  • VG Ansbach, 20.11.2012 - AN 1 K 11.02035

    Verbot des Inverkehrbringens kosmetischer Mittel; Abgrenzung kosmetisches Mittel

  • OVG Niedersachsen, 05.03.2001 - 11 L 1592/00

    Gelee royale ist Arzneimittel

  • VG Minden, 24.01.2002 - 7 K 2759/00

    Vertrieb des kampferhaltigen Mittels "Cold Pack" untersagt

  • OLG Celle, 24.06.1999 - 13 U 320/98

    Unlauterer Wettbewerb; Arzneimittel; Lebensmittel; Nahrungsergänzungsmittel;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.01.1997 - 13 B 2280/96

    Sättigungskapseln; Quellkörper; Ernährungs- oder Genußwert; Arzneimittelgesetz

  • VG Stuttgart, 04.12.2008 - 12 K 6410/07

    Beihilfefähigkeit eines nichtverschreibungspflichtigen Arzneimittels

  • VG Stuttgart, 17.09.2007 - 17 K 126/07

    Abgrenzung Arzneimittel von Lebensmittel; keine Beihilfefähigkeit von

  • VG Ansbach, 23.04.2008 - AN 15 K 07.02708

    Zur Anwendbarkeit der Beihilfevorschriften in der Fassung der 27. und 28.

  • VGH Bayern, 12.03.2003 - 25 CS 02.3162

    Erfahrungsgemäße Unbedenklichkeit eines fermentierten pflanzlichen

  • KG, 10.12.2002 - 5 U 327/01

    Zur Arzneimitteleigenschaft von Produkten mit der Bezeichnung "Prof. M

  • OLG München, 13.09.2001 - 6 U 1917/99

    Wettbewerbsverstoß bei Beigabe von Melisse und Johanniskraut in Yoghurt

  • VG Darmstadt, 15.12.1999 - 5 E 405/95

    Arzneimitteleigenschaft und Arzneimittelbegriff; Gewährung von Beihilfen in

  • OVG Niedersachsen, 09.12.1998 - 11 M 4962/98

    Arzneimittelrechtliche Untersagung;; Arzneimittel; Inverkehrbringen;

  • OVG Schleswig-Holstein, 20.08.1998 - 2 L 46/98

    Voraussetzungen für die Zulassung eines Arzneimittels aim Beispiel von "Melatonin

  • VG Ansbach, 29.11.2011 - AN 1 K 11.02034

    Verbot des Inverkehrbringens kosmetischer Mittel; Abgrenzung kosmetisches Mittel

  • VG Braunschweig, 26.02.2003 - 5 B 125/03

    Einordnung eines Infusionssystems als Arzneimittel

  • VG Augsburg, 08.07.2010 - Au 2 K 09.1028

    Beihilfe; ärztlich verordnete Mittel; beihilferechtliche Arzneimitteleigenschaft

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