Rechtsprechung
   BVerwG, 12.03.1982 - 8 C 23.80   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion

    Auflage - Ermessensentscheidung - Anfechtung - Wohnraum - Zweckentfremdung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Hinweis zu den Links:
Zu Einträgen, die orange verlinkt sind, liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 65, 139
  • NJW 1982, 2269
  • NVwZ 1982, 627 (Ls.)
  • DVBl 1982, 637
  • DÖV 1982, 501



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (72)  

  • BVerwG, 17.10.1997 - 8 C 18.96  

    Zweckentfremdungsgenehmigung - Abbruch von Wohnraum - Schaffung von Ersatzraum -

    Die dem begünstigenden Verwaltungsakt als Nebenbestimmung hinzugefügte Auflage (vgl. § 36 VwVfG) ist selbständig anfechtbar (vgl. Urteile vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 - BVerwGE 65, 139 (140 [BVerwG 12.03.1982 - 8 C 23/80] ), vom 7. September 1984 - BVerwG 8 C 48.83 - Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 11 S. 29 (35), vom 19. Januar 1989 - BVerwG 7 C 31.87 - BVerwGE 81, 185 (186 [BVerwG 19.01.1989 - 7 C 31/87] ), vom 8. März 1990 - BVerwG 3 C 15.84 - Buchholz 451.90 EWG-Recht Nr. 93 S. 80 (81); Beschluß vom 17. Juli 1995 - BVerwG 1 B 23.95 - Buchholz 451.20 § 33 i GewO Nr. 19 S. 5 f.).

    Berührt eine Zweckentfremdung von Wohnraum die durch ihr generelles Verbot geschützte allgemeine Wohnraumversorgung nicht, muß eine uneingeschränkte Genehmigung erteilt werden (vgl. Urteile vom 18. Mai 1977 - BVerwG VIII C 44.76 BVerwGE 54, 54 (62), vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 - BVerwGE 65, 139 (142) [BVerwG 12.03.1982 - 8 C 23/80]).

    Deren Zweck erschöpft sich "im Bestandsschutz von Wohnraum mit dem Ziel einer ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum zu angemessenen Bedingungen" (BVerfG, Beschluß vom 4. Februar 1975, a.a.O. S. 359; BVerwG, Urteil vom 12. März 1982, a.a.O. S. 142 f.).

    Eine Zweckentfremdungsgenehmigung kann deswegen beanspruchen, wer für den abzubrechenden Wohnraum einen dessen Verlust für den Wohnungsmarkt ausgleichenden Ersatzraum geschaffen hat oder wahrhaft verläßlich schaffen will (vgl. Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 143 ff., vom 20. August 1986 - BVerwG 8 C 16.84 - Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 13 S. 46 (51 ff.) und vom 22. April 1994 - BVerwG 8 C 29.92 - BVerwGE 95, 341 (354 ff.) [BVerwG 22.04.1994 - 8 C 29/92]).

    Dieser Schutzzweck rechtfertigt es nicht, dem Eigentümer unter Einschränkung seiner Verfügungsbefugnis zu verwehren, veralteten Wohnraum durch neuen zu ersetzen (vgl. BVerfG, Beschluß vom 2. Dezember 1980, a.a.O. S. 258; BVerwG, Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 143 f., vom 10. Mai 1985, a.a.O. S. 44 f., vom 20. August 1986 a.a.O. S. 51 f. u. 54 f. und vom 22. April 1994, a.a.O. S. 14; Beschluß vom 25. Juni 1996 - BVerwG 8 B 129.96 - Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 23 S. 25 (26)).

    Zweckentfremdungsrechtlich muß der Abbruch eines veralteten Wohngebäudes genehmigt werden, wenn der durch den Abriß eintretende Wohnraumverlust durch neu geschaffenen gleichwertigen Ersatzraum ausgeglichen wird (stRspr; vgl. Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 143 ff., vom 20. August 1986, a.a.O. S. 51 ff. und vom 22. April 1994, a.a.O. S. 355; Beschluß vom 25. Juni 1996 - BVerwG 8 B 129.96 - Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 23 S. 25 (26 f.)).

    Für den Fall eines solchen die Wohnraumversorgung nicht beeinträchtigenden Ausgleichs durch gleichwertigen Ersatzraum darf der Zweckentfremdungsgenehmigung keine diese einschränkende Nebenbestimmung hinzugefügt werden,(vgl. BVerfG, Beschluß vom 2. Dezember 1980, a.a.O. S. 260; BVerwG, Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 10, vom 20. August 1986, a.a.O. S. 51 f., 54 f. und vom 22. April 1994, a.a.O. S. 14).

    Zweckentfremdungsrechtlich beachtlicher Ersatzraum muß insgesamt sechs von der Rechtsprechung des Senats aufgestellte Eignungsvoraussetzungen erfüllen: Er muß - erstens - zweckentfremdeten Wohnraum in derselben Gemeinde ersetzen, - zweitens - in zeitlichem Zusammenhang mit der Zweckentfremdung geschaffen werden oder geschaffen worden sein, - drittens - eine unter dem Blickwinkel der Verfügungsberechtigung mindestens gleichwertige Ausgleichsleistung des durch das Zweckentfremdungverbot Belasteten darstellen, - viertens - in Größe und baulichem Standard mindestens dem zweckentfremdeten Raum entsprechen, - fünftens - die einer Überschreitung des Standards des zweckentfremdeten Raumes gezogene obere Grenze einhalten und - sechstens - dem allgemeinen Wohnungsmarkt so zur Verfügung stehen wie zuvor der durch Abriß zweckentfremdete Wohnraum (vgl. Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 150 f. und vom 20. August 1986, a.a.O. S. 54 f.).

    Die erste Anforderung an die Eignung als Ersatzraum ergibt sich daraus, daß die bundesrechtliche Ermächtigung zum Erlaß des Zweckentfremdungsverbots (Art. 6 § 1 Abs. 1 Satz 1 MRVerbG) an eine örtlich bestehende besondere Gefährdung der Wohnraumversorgung anknüpft (vgl. Urteil vom 12. März 1982, a.a.O. S. 145).

    Der zweitens geforderte zeitliche Zusammenhang begegnet der Gefahr, daß durch den Neubau von Wohnungen generell und "auf Vorrat" Ansprüche auf Erteilung von Zweckentfremdungsgenehmigungen begründet werden könnten (vgl. Urteil vom 12. März 1982, a.a.O. S. 145).

    Hierfür genügt es, wenn anstelle veralteten Wohnraums neuer, "nicht ausgesprochen luxuriöser Wohnraum" geschaffen wird (BVerfG, Beschluß vom 2. Dezember 1980, a.a.O. S. 260; BVerwG, Urteil vom 12. März 1982, a.a.O. S. 146).

    Neugeschaffenen Ersatzwohnraum muß der Eigentümer dem Wohnungsmarkt nicht zu den gleichen Mietpreisbedingungen zur Verfügung stellen wie zuvor den veralteten durch Abriß zweckentfremdeten Wohnraum (vgl. BVerfG, Beschluß vom 2. Dezember 1980, a.a.O. S. 259 f.; BVerwG, Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 146; Beschlüsse vom 15. März 1991 - BVerwG 8 B 33.91 - (n. v.) und vom 25. Juni 1996, a.a.O. S. 27).

    Wird das öffentliche Interesse nicht berührt, weil der Eigentümer gleichwertigen Ersatzraum geschaffen hat oder verläßlich anbietet, muß die Zweckentfremdungsgenehmigung von Rechts wegen uneingeschränkt erteilt werden (vgl. Urteile vom 18. Mai 1977 - BVerwG VIII C 44.76 - BVerwGE 54, 54 (62) [BVerwG 18.05.1977 - VIII C 44/76], vom 12. März 1982, a.a.O. S. 10 und vom 20. August 1986, a.a.O. S. 51 f.).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 16.04.2018 - 4 A 589/17  

    Spielhallen benötigen in NRW keine Erlaubnis mehr nach § 33i GewO

    vgl. zur Zulässigkeit der Anfechtungsklage sogar bei Vorliegen einer die Begünstigung und die Nebenbestimmung umfassenden einheitlichen Ermessensentscheidung BVerwG, Urteil vom 12.3.1982 - 8 C 23.80 -, BVerwGE 65, 139 = juris, Rn. 14, krit. hierzu mit beachtlichen Argumenten allerdings SächsOVG, Urteil vom 10.10.2012 - 1 A 389/12 -, NuR 2013, 724 = juris, Rn. 26; HambOVG, Urteil vom 22.6.2017 - 4 Bf 160/14 -, NVwZ 2017, 1805 (Leitsatz) = juris, Rn. 68, sieht in einem Einzelfall eine Befristung als konstitutiven Bestandteil der Erlaubnis an und hält deshalb (nur) die Verpflichtungsklage für statthaft; entsprechend für eine zeitliche Erwerbsbeschränkung BVerwG, Urteil vom 14.11.2007 - 6 C 1.07 -, GewArch 2008, 163 = juris, Rn. 17.
  • BVerwG, 22.04.1994 - 8 C 29.92  

    Mietrecht - Kündigung - Beiladung - Zweckentfremdung - Klagebefugnis -

    Denn eine Zweckentfremdungsgenehmigung kann von Rechts wegen beanspruchen, wer für den anderweitig zu nutzenden Wohnraum einen dessen Verlust für den Wohnungsmarkt ausgleichenden Ersatzraum geschaffen hat oder wahrhaft verläßlich schaffen will (st. Rspr.; vgl. Urteile vom 12. März 1982 - BVerwGE 65, 139 (143 ff.) und vom 20. August 1986, a.a.O. S. 51 ff.).

    Dieser Schutzzweck rechtfertigt es nicht, dem Eigentümer unter Einschränkung seiner Verfügungsbefugnis zu verwehren, zweckentfremdeten Wohnraum durch gleichwertigen Ersatzraum zu ersetzen (vgl. BVerfG, Beschluß vom 2. Dezember 1980 - 1 BvR 436, 437/78 - BVerfGE 55, 249 (258 ff.); ebenso: BVerwG, Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 143 ff., vom 10. Mai 1985, a.a.O. S. 44 f. und vom 20. August 1986, a.a.O. S. 51 f. und 54 f.; zum Kündigungsrecht des Vermieters in diesem Falle vgl. Barthelmess, Zweites Wohnraumkündigungsschutzgesetz, 4. Aufl. 1990, § 564 b BGB Rn. 98 (c).).

    Für den Fall eines die Wohnraumversorgung nicht beeinträchtigenden Ausgleichs durch gleichwertigen Ersatzraum darf der Zweckentfremdungsgenehmigung keine diese einschränkende Nebenbestimmung, insbesondere auch keine Zahlungsauflage, hinzugefügt werden (vgl. BVerfG, Beschluß vom 2. Dezember 1980, a.a.O. S. 260; BVerwG, Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 192 und vom 20. August 1986, a.a.O. S. 51 f., 54 f.).

  • BVerwG, 17.10.2012 - 4 C 5.11  

    Windenergieanlage; Außenbereich; immissionsschutzrechtliche Genehmigung;

    Ob eine Nebenbestimmung isoliert aufgehoben werden, die Genehmigung also ohne die Nebenbestimmung sinnvoller- und rechtmäßigerweise bestehen bleiben kann, ist eine Frage der Begründetheit und nicht der Zulässigkeit des mit der Anfechtungsklage verfolgten Aufhebungsbegehrens, sofern nicht eine isolierte Aufhebbarkeit offenkundig von vornherein ausscheidet (Urteile vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 - BVerwGE 65, 139 , vom 7. September 1984 - BVerwG 8 C 48.83 - Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 11 S. 35, vom 19. Januar 1989 - BVerwG 7 C 31.87 - BVerwGE 81, 185 und vom 22. November 2000 - BVerwG 11 C 2.00 - BVerwGE 112, 221 ; Beschluss vom 16. August 1995 - BVerwG 1 B 25.95 - Buchholz 310 § 120 VwGO Nr. 9).
  • VG Berlin, 15.11.2017 - 6 K 594.17  

    Zweckentfremdung: Ersatzwohnraum darf berlinweit angeboten werden

    Hierdurch werden - ganz im Sinne des Regelungsziels - Anreize gesetzt, weiteren Wohnraum zu schaffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 -, juris Rn. 17).

    Sechstens muss er dem allgemeinen Wohnungsmarkt so zur Verfügung stehen wie zuvor der zweckentfremdete Wohnraum (st. Rspr. vgl. BVerwG, Urteil vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 -, juris Rn. 18; BVerwG, Urteil vom 17. Oktober 1997 - BVerwG 8 C 18.96 -, juris Rn. 10 f. m.w.N.).

    Die Kammer folgt dem Beklagten darin, dass das Bundesverwaltungsgericht das erste Eignungskriterium mit der bundesgesetzlichen Ermächtigung in Art. 6 § 1 Abs. 1 Satz 1 MRVerbG begründet hat, deren Wortlaut an "Gemeinden" anknüpfte (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 -, juris Rn. 18), wozu die Berliner Stadtbezirke mangels Gemeindequalität nicht zählen konnten (vgl. OVG Berlin, Beschluss vom 5. Januar 1996 - OVG 5 S 121.95 -, Das Grundeigentum 1996, 333; OVG Berlin, Beschluss vom 23. September 1996 - OVG 5 S 136/96 -, NJWE-MietR 1997, 68).

    Ihr darf insbesondere auch keine Zahlungsauflage beigefügt werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 -, juris Rn. 17).

  • VGH Hessen, 24.01.2000 - 4 TG 4070/99  

    Genehmigung der Zweckentfremdung von Wohnraum - Ersatzwohnraumangebot

    Die erteilte Genehmigung konnte gemäß Art. 6 § 1 Abs. 2 MRVerbG rechtmäßig mit der Auflage verbunden werden, Ersatzwohnraum zu schaffen, der die in Auslegung des knappen Gesetzestextes in der Rechtsprechung (BVerwG, Urteil vom 12.03.1982 - 8 C 23.80 - in BVerwGE 65, 139) entwickelten sechs Kriterien erfüllt.

    Der Abbruch eines veralteten Wohngebäudes muss zweckentfremdungsrechtlich genehmigt werden, wenn der Wohnraumverlust durch neu geschaffenen gleichwertigen Ersatzraum ausgeglichen wird (BVerwG, Urteil vom 12.03.1982, a.a.O. und vom 17.10.1997 - 8 C 18.96 - in Buchholz 454.51 Nr. 25).

    Zur Erfüllung der sechs Eignungsanforderungen an zweckentfremdungsrechtlich beachtlichen Ersatzraum, die die Gleichwertigkeit der Ersatzleistung im Hinblick auf die Wohnraumversorgung bewirken sollen, gehört auch, dass "der Zulässigkeit der Überschreitung des Standards, den der zweckentfremdete Wohnraum hat, eine obere Grenze gesetzt ist" (BVerwG, Urteil vom 12.03.1982 a.a.O.), anders ausgedrückt, dass "anstelle veralteten Wohnraums neuer, nicht ausgesprochen luxuriöser Wohnraum geschaffen wird (BVerwG, Urteil vom 17.10.1997 a.a.O. unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 02.12.1980 - 1 BvR 436, 437/78 - in BVerfGE 55, 249 [258, 260]).

    Die insoweit maßgebliche Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 12.03.1982 (a.a.O.) beschreibt als eine der Eignungsanforderungen für Ersatzwohnraum, dass er in zeitlichem Zusammenhang mit der Zweckentfremdung geschaffen wird oder geschaffen worden ist.

  • BVerwG, 20.08.1986 - 8 C 16.84  

    Wohnraum - Zweckentfremdung - Öffentliches Interesse - Eigeninteresse -

    In Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. etwa Urteil vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 - BVerwGE 65, 139 [BVerwG 12.03.1982 - 8 C 23/80]) hat das Berufungsgericht erkannt, daß - erstens - unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Erteilung einer (auflagenfreien) Zweckentfremdungsgenehmigung durch die Schaffung von Ersatzwohnraum begründet werden kann, weil eine Gefährdung bzw. Schwächung des Wohnungsmarktes dann nicht eintritt, wenn die Zweckentfremdung zwar zu einem Verlust führt, dieser Verlust aber durch den Ersatzwohnraum als "ausgeglichen" angesehen werden muß, und daß - zweitens - ausnahmsweise nicht in rechtlich beachtlicher, einen Anspruch auf Erteilung der Zweckentfremdungsgenehmigung begründender Weise Ersatzwohnraum geschaffen werden kann, wenn es aus besonderen Gründen des öffentlichen Interesses geboten ist, daß ganz bestimmter bestehender (gleichsam "individueller") Wohnraum nicht zweckentfremdet wird.

    Die Entscheidung des Berufungsgerichts über den Hilfsantrag könnte trotz der festgestellten Verletzung von Bundesrecht im Ergebnis richtig und die Revision deshalb auch insoweit zurückzuweisen sein (§ 144 Abs. 4 VwGO), wenn - zugunsten des Klägers unterstellt, er habe im Gebäude ... Ersatzwohnraum geschaffen - eine der sechs Voraussetzungen nicht erfüllt sein sollte, von denen die zweckentfremdungsrechtliche Beachtlichkeit (des Angebots, Ersatzwohnraum zu schaffen, bzw.) geschaffenen Ersatzwohnraums nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats abhängt (vgl. dazu im einzelnen Urteil vom 11. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 - a.a.O., S. 145).

  • BSG, 13.11.1985 - 6 RKa 15/84  

    Zulässigkeit der Teilanfechtungsklage - Teilanfechtungsklage - Beteiligung eines

    Zwar hat die Rechtsprechung bisher, soweit ersichtlich, nicht ausdrücklich unterschieden zwischen Zulässigkeit einer Teilanfechtungsklage und Begründetheit der Teilanfechtungsklage, man hat es jedoch auch in der Regel unterlassen, in den Urteilen klarzustellen, daß bei Unteilbarkeit des Gesamtverwaltungsaktes eine Teilanfechtungsklage unzulässig sei (Erichsen, Verwaltungsarchiv 1975, 299, 300 und 301 mwN; zur Rechtsprechung siehe BSGE 30, 218 ff, BVerwGE 14, 307, BVerwG, DÖV 74, 380, BVerwGE 60, 269, BVerwG, NJW 1982, 2269).

    Die Teilbarkeit der streitbefangenen Beschlüsse war hier zu bejahen (vgl zur Teilbarkeit BSGE 30, 218, 219 f; BVerwGE 60, 269; BVerwG NJW 1982, 2269 ff; Weyreuther, DVBl 69, 232 ff und 295 ff; Schenke, aaO; Erichsen, aaO).

  • BVerwG, 25.06.1996 - 8 B 129.96  

    Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Beschwerdegründe der

    Das Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum (Art. 6 § 1 MRVerbG) rechtfertigt es nicht, dem Eigentümer unter Einschränkung seiner Verfügungsbefugnis zu verwehren, veralteten Wohnraum durch neuen zu ersetzen (vgl. BVerfG, Beschluß vom 2. Dezember 1980, a.a.O. S. 258 ff.; BVerwG, Urteile vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 - BVerwGE 65, 139 [BVerwG 12.03.1982 - 8 C 23/80] und vom 20. August 1986 - BVerwG 8 C 16.84 - Buchholz 454.51 MRVerbG Nr. 13 S. 46 ).

    Der Abbruch eines veralteten Wohngebäudes muß zweckentfremdungsrechtlich uneingeschränkt ohne Zahlungsauflage genehmigt werden, wenn der durch den Abriß eintretende Wohnraumverlust durch neu geschaffenen gleichwertigen Ersatzraum ausgeglichen wird (stRspr; vgl. Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 143 ff., vom 20. August 1986, a.a.O. S. 51 ff. und vom 22. April 1994 - BVerwG 8 C 29.92 - BVerwGE 95, 341 [BVerwG 22.04.1994 - 8 C 29/92]).

    Zweckentfremdungsrechtlich beachtlicher Ersatzraum muß freilich dem allgemeinen Wohnungsmarkt so zur Verfügung stehen wie zuvor der durch Abriß zweckentfremdete Wohnraum (vgl. Urteile vom 12. März 1982, a.a.O. S. 150 f. und vom 20. August 1986, a.a.O. S. 54 f.).

    Der infolge des zwar teureren, aber auch qualitativ besseren Neubaustandards eintretende sog. Sickereffekt führt dazu, daß die Wohnraumversorgung im Ergebnis nicht beeinträchtigt wird (vgl. BVerfG, Beschluß vom 2. Dezember 1980, a.a.O. S. 259 f.; BVerwG, Urteil vom 12. März 1982, a.a.O. S. 146; Beschluß vom 15. März 1991 - BVerwG 8 B 33.91 - ).

  • BVerwG, 07.09.1984 - 8 C 48.83  

    Rechtmäßigkeit von Auflagen in Zusammenhang mit einer erteilten

    Der erkennende Senat hat dies in seinemUrteil vom 12. März 1982 - BVerwG 8 C 23.80 - BVerwGE 65, 139 [140 ff.] - unter Aufgabe derim Urteil vom 14. Dezember 1977 - BVerwG 8 C 28.77 - BVerwGE 55, 135 [140 ff.] vertretenen gegenteiligen Meinung - näher dargelegt.

    Der erkennende Senat hat in Übereinstimmung mit dem Berufungsgericht bereits in seinem Urteil vom 12. März 1982 a.a.O. S. 145 ausgesprochen, daß eine Ersatzwohnung "jedenfalls nicht kleiner sein darf als der zweckentfremdete Raum".

    Trifft jedoch das zu, scheiden diese Wohnungen als beachtlicher "Ersatz" aus (s. Urteil vom 12. März 1982 a.a.O.).

  • VG Frankfurt/Main, 04.07.2000 - 4 E 3872/98  
  • VGH Hessen, 07.03.1989 - 4 UE 3335/86  

    Zur Wohnraumbestimmung im Rahmen des Zweckentfremdungsverbotes

  • VGH Baden-Württemberg, 21.12.2016 - 1 S 1843/16  

    Anspruch auf Pass ohne Vorname

  • BVerwG, 08.03.1990 - 3 C 15.84  

    Anfechtungsklage - Kautionsfestsetzung - Europarecht - Nationales Recht -

  • BVerwG, 10.05.1985 - 8 C 35.83  

    Möglichkeit der Versagung einer zweckentfremdungsrechtlichen Abrissgenehmigung -

  • OVG Berlin, 13.06.2002 - 5 B 22.01  

    Wohnungsrecht - Fortgeltung des Zweckentfremdungsverbots in Berlin?

  • BSG, 27.03.1996 - 3 RK 25/95  

    Kassenzulassung eines Masseurs und medizinischen Bademeisters

  • OLG Frankfurt, 18.06.2003 - 1 U 69/02  

    Anspruch auf Zweckentfremdungsgenehmigung ohne Auflagen; Verjährung des

  • VGH Bayern, 07.10.2004 - 22 B 03.3228  

    Wasserrechtliche Bewilligung, Anfechtung einer Benutzungsauflage,

  • BVerwG, 27.06.2006 - 5 B 108.05  

    Ausgleichszahlung; Austauschvertrag; Ersatzwohnraum; Gegenleistung; Genehmigung;

  • OVG Berlin, 22.05.1992 - 2 B 22.90  

    Bauordnungsrecht, Abstandflächen, Privilegierte Vorbauten, Außenaufzug,

  • BSG, 19.03.1992 - 7 RAr 34/91  

    Begriff der Auflage iS. des Art. 1 § 2 Abs. 2 AÜG

  • BSG, 09.08.1990 - 7 RAr 120/89  

    Verfügbarkeit eines Ausländers für die Arbeitsvermittlung

  • VG Berlin, 15.10.2015 - 1 L 317.15  

    Abriss von Wohnraum nicht immer verbotene Zweckentfremdung

  • VGH Hessen, 01.09.1994 - 3 UE 154/90  

    Klageart - Anfechtung einer mit einer Rodungsgenehmigung verbundenen

  • BVerwG, 13.02.1987 - 8 C 111.84  

    Wohnungsbindung - Bauherrenprivileg - Selbstnutzung

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 16.10.2000 - 5 A 2025/97  

    Anfechtung von Nebenbestimmungen eines Verlängerungsbescheides bzgl. einer

  • VGH Baden-Württemberg, 25.01.1996 - 12 S 2680/94  

    Rechtmäßige Erteilung einer Zweckentfremdungsgenehmigung mit Auflagen - hier:

  • BSG, 13.11.1985 - 6 RKa 19/84  

    Kassenärztliche Versorgung - Beteiligung eines Chefarztes - Befristung

  • BVerwG, 25.06.1982 - 8 C 15.80  

    Rechtsfolge des Unterlassens einer rechtzeitigen Verfahrensrüge gem. § 295

  • BVerwG, 20.06.2000 - 5 B 213.99  
  • OVG Berlin-Brandenburg, 26.01.2006 - 11 B 12.05  

    Isolierte Anfechtung einer Ausgleichsabgabe mangels Rechtsgrundlage; Genehmigung

  • VGH Hessen, 28.08.1991 - 4 UE 1392/88  

    Zur Rechtmäßigkeit monatlicher Ausgleichszahlungen als Auflage zu einer

  • BVerwG, 04.09.1989 - 8 B 116.89  

    Voraussetzungen der zweckentfremdungsrechtlichen Beachtlichkeit geschaffenen

  • BVerwG, 25.06.1982 - 8 C 80.81  

    Villa - Wohnraum - Zweckentfremdung

  • VG Gießen, 25.04.2012 - 8 K 3258/11  

    Geeignetheitsbestätigung

  • VGH Hessen, 20.09.2001 - 4 UE 1212/96  

    Genehmigung der Zweckentfremdung von Wohnraum - Ersatzwohnraum

  • VGH Baden-Württemberg, 15.12.1992 - 10 S 3230/91  

    Mit Auflagen verbundene Genehmigung zum gewerbsmäßigen Handel mit Wirbeltieren

  • BVerwG, 14.01.1994 - 8 B 4.94  

    Anspruch auf Erteilung einer uneingeschränkten Zweckentfremdungsgenehmigung -

  • BVerwG, 15.03.1991 - 8 B 33.91  

    Anforderungen an die Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache -

  • VG Frankfurt/Main, 18.06.2001 - 4 E 3786/98  
  • VG Berlin, 19.03.2015 - 23 K 261.13  

    Anfechtungsklage gegen die Nebenbestimmungen einer Werbeerlaubnis für Lotterien

  • VGH Baden-Württemberg, 08.06.1993 - 10 S 110/92  

    Erlaubnis zum Umbau einer Tankstelle: Genehmigungsinhaltsbestimmung -

  • BayObLG, 31.08.1993 - REMiet 2/93  

    Kündigung eines Mietverhältnisses zwecks Neubaus, wenn noch keine baurechtliche

  • BVerwG, 27.09.1982 - 8 C 96.81  

    Wohnungsrecht - Darlehn - Widerruf

  • OVG Rheinland-Pfalz, 29.08.1989 - 7 A 9/89  

    Einschränkung der Faherlaubnis

  • VGH Baden-Württemberg, 28.07.1983 - 2 S 299/81  

    Kiesabbaugenehmigung - Sicherheitsleistungen - naturschutzrechtliche

  • VGH Hessen, 12.07.1984 - 10 TH 1852/84  

    Vorläufiger Rechtsschutz eines Folgeantragstellers gegen das der

  • VG Berlin, 24.02.2015 - 23 K 390.14  

    Anfechtungsklage gegen die Nebenbestimmungen einer Werbeerlaubnis für Lotterien

  • VGH Bayern, 11.11.2004 - 5 ZB 04.916  

    Einbürgerung, Mehrstaatigkeit, Volljährigkeit, Auflage, Entlassungsbemühungen,

  • VGH Hessen, 14.09.1988 - 4 TH 18/88  

    Zweckentfremdung von Wohnraum - hier: Nutzung als Anwaltskanzlei

  • VG Köln, 28.02.2018 - 21 K 4951/17  

    Genehmigungspflicht eines Anbieters von Telekommunikationsdienstleistungen für

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.09.1999 - 14 A 6727/95  

    Voraussetzungen der bauordnungsrechtlichen Genehmigungsbedürftigkeit der

  • BVerwG, 22.12.1983 - 8 B 70.83  

    Aufhebung einer Entscheidung über einen Anspruch auf Erteilung einer

  • OLG Saarbrücken, 31.10.1996 - 8 U 904/95  

    Bewirkung der Verlängerung eines Mietvertrages durch Optionserklärung;

  • VG Karlsruhe, 02.02.2000 - 6 K 3124/99  

    Rechtliche Einordnung des Einzelfallverbots einer selbständigen Erwerbstätigkeit;

  • VGH Hessen, 30.04.1990 - 4 TH 3146/89  

    Sofort vollziehbare Anordnung, die zweckfremde Nutzung von Wohnräumen zu beenden

  • OVG Hamburg, 31.10.1989 - Bf VI 34/87  

    Gaststättenerlaubnis; Beschränkung der Besucherzahl; Diskothek; Anfechtbarkeit

  • VG Berlin, 06.04.2016 - 24 K 218.14  

    Statthaftigkeit der isolierten Anfechtung der Erhebung einer

  • BVerwG, 08.03.1990 - 3 C 18.84  

    Freigabe einer Kaution - Ungültigkeit einer Verordnung - Verpflichtung zum Ankauf

  • OVG Bremen, 18.01.1983 - 1 BA 39/82  

    Rechtmäßigkeit des Zweckentfremdungsverbot von Wohnungen; Auflage zur Zahlung

  • VG München, 14.10.2013 - M 8 K 12.3933  

    Zweckentfremdungsgenehmigung gegen Bereitstellung von Ersatzwohnraum

  • VG Ansbach, 22.03.2010 - AN 9 K 09.00408  

    Keine isolierte Anfechtbarkeit einer Bestimmung, durch die der Inhalt einer

  • VG Berlin, 03.05.2007 - 10 A 55.03  

    Nachträgliche Genehmigung einer Wohnungszweckentfremdung und die Erhebung einer

  • VG Berlin, 26.10.1998 - 10 A 551.97  

    Verstoß gegen das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum; Verpflichtung zur

  • VG Berlin, 21.09.1995 - 10 A 378.94  

    Versagung einer Zweckentfremdungsgenehmigung; Anordnung der aufschiebenden

  • VG Berlin, 02.03.1994 - 13 A 243.93  

    Summarische Prüfung im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes;

  • VG Berlin, 31.01.2013 - 16 K 7.12  

    Wohnraumförderung - Ausgleichszahlung wegen Zweckentfremdung

  • VG München, 05.05.2009 - M 1 K 08.1956  

    Abweichung; Brandmeldeanlage; Aufschaltung auf noch einzurichtende integrierte

  • VG Saarlouis, 28.10.1997 - 1 K 122/97  

    Sprengstoffgesetz - Wiederladegenehmigung und Nebenbestimmungen

  • VG Leipzig, 30.05.1996 - 4 K 146/95  

    Anfechtungsklage; Auflage; Denkmal; Ermessen; Zumutbarkeit

  • OVG Schleswig-Holstein, 24.06.1991 - 1 L 132/91  
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?

Ablegen in

Benachrichtigen, wenn:




 Alle auswählen Alle auswählen


 


Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht