Rechtsprechung
   BVerwG, 29.10.1992 - 7 C 34.91   

Bonner Hofgartenwiese

Art. 8 GG, (kein) Leistungsrecht, Ermessensausübung

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion

    Kein genereller Anspruch aus Art. 8 GG - Veranstaltungen auf öffentlichen Grünflächen - Großkundgebungen - Antrag auf Zulassung zur Großkundgebung - Bedeutung der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BVerwGE 91, 135
  • NJW 1993, 609
  • NVwZ 1993, 358 (Ls.)
  • DVBl 1993, 210
  • DÖV 1993, 203



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Wird zitiert von ... (32)  

  • BVerfG, 22.02.2011 - 1 BvR 699/06  

    Fraport

    8 Abs. 1 GG begründe kein Nutzungsrecht, das nicht schon nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen bestehe, sondern setze die rechtliche Verfügungsbefugnis über den Versammlungsort voraus (unter Verweis auf BVerwGE 91, 135 ).

    Allerdings folgten nach seiner Rechtsprechung aus dem Abwehrrecht des Art. 8 Abs. 1 GG grundsätzlich keine Leistungsansprüche gegen den Staat und damit auch nicht gegen einen Träger einer öffentlichen Einrichtung auf Überlassung eines Grundstücks zu Demonstrationszwecken (vgl. BVerwGE 91, 135 ).

  • BVerwG, 30.11.2011 - 6 C 20.10  

    Feststellungsklage; Rechtsverhältnis; Feststellungsinteresse; Prozessfähigkeit;

    Dies gilt auch für ein Grundstück, das nach dem Willen des Trägers nur im Rahmen einer eingeschränkten Zweckbestimmung zur Verfügung steht (Urteil vom 29. Oktober 1992 - BVerwG 7 C 34.91 - BVerwGE 91, 135 = Buchholz 11 Art. 8 GG Nr. 6 S. 15; vgl. auch BVerfG, Urteil vom 22. Februar 2011 - 1 BvR 699/06 - NJW 2011, 1201 ).
  • BGH, 20.01.2006 - V ZR 134/05  

    Flughafenverbot für Abschiebungsgegnerin rechtmäßig

    Die Entscheidung über den Ort der Versammlung setzt aber die rechtliche Verfügungsbefugnis über den Versammlungsort voraus, begründet also kein Benutzungsrecht, das nicht schon nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen besteht (vgl. BVerwGE 91, 135, 138).

    (2) Die Klägerin kann auch nichts daraus herleiten, dass es der Beklagten - sollte sie einer unmittelbaren Grundrechtsbindung unterliegen - möglicherweise nicht völlig freisteht, über Anträge auf Nutzung des Flughafengeländes jenseits seines Bestimmungszwecks nach Belieben zu entscheiden, sondern dass sie gehalten sein könnte, hierbei auch das Interesse des jeweiligen Antragstellers an der Wahrnehmung seiner Grundrechte auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit gebührend zu berücksichtigen (vgl. allgemein: BVerwGE 91, 135, 139 f.; für einen öffentlich zugänglichen Parkplatz auf dem Gelände der Beklagten: VGH Kassel NVwZ 2003, 874; siehe ferner Dietel/Gintzel/Kniesel, Demonstrations- und Versammlungsfreiheit, 14. Aufl., § 1 Rdn. 52; Mikesic, NVwZ 2004, 788, 791).

  • VG Hamburg, 07.06.2017 - 19 E 5697/17  

    Erfolgreicher Eilantrag hinsichtlich eines sog. Protestcamps im Stadtpark

    Insbesondere gewährt sie keinen Zutritt zu Orten, die der Öffentlichkeit nicht allgemein zugänglich sind oder zu denen schon den äußeren Umständen nach nur zu bestimmten Zwecken Zugang gewährt wird (vgl. BVerfG, Urt. v. 22.2.2011, 1 BvR 699/06, BVerfGE 128, 226, juris Rn. 65; BVerwG Urt. v. 29.10.1992, 7 C 34/91, BVerwGE 91, 135, juris Rn. 14).
  • VGH Hessen, 31.07.2008 - 6 B 1629/08  

    Zulassung einer Fahrraddemonstration auf einer Bundesautobahn

    Sind damit Autobahnen, anders als im Privateigentum stehende Grundstücke oder etwa öffentliche Sachen im Sondergebrauch, an denen kein Gemeingebrauch besteht und die folglich erst durch Zustimmung oder Erlaubnis des Berechtigten für andere Zwecke frei gemacht werden müssen (vgl. BVerwG, Urteil vom 29. Oktober 1992 - BVerwG 7 C 34.91 -, BVerwGE 91, 135, bezüglich der im Eigentum der Universität Bonn stehenden Hofgartenwiese), auch anderen Nutzungen außerhalb des Widmungszwecks nach § 1 Abs. 3 FStrG zugänglich, stehen sie schon nach den einfachgesetzlichen Bestimmungen des Bundesfernstraßengesetzes neben Veranstaltungen etwa gewerblicher Art dem Grundsatz nach auch für die Durchführung von Versammlungen zur Verfügung (im Ergebnis ebenso OVG Magdeburg, Beschluss vom 27. Juli 1993 - 2 M 24/93 -, Jurisdokument, Rdnr. 8;Verwaltungsgericht Schleswig, Urteil vom 19. Februar 2008 - 3 A 235/07 -, Jurisdokument, Rdnr. 33).
  • OVG Sachsen, 04.06.2009 - 3 B 59/06  

    Fortsetzungsfeststellungsklage; Ordner; Fackeln; Uniformverbot; Zelt;

    Anders als bei Vorliegen eines durch die Konzentrationswirkung des Versammlungsrechts (grundsätzlich) vermittelten Nutzungsanspruchs besteht im Straßenrecht kein genereller Anspruch auf Bereitstellung der beanspruchten Fläche durch Erlaubnis einer Sondernutzung, sondern nur auf eine fehlerfreie Ermessensentscheidung (vgl. BVerwG, Urt. 29.10.1992, BVerwGE 91, 135, 137; OVG Saarland, Beschl.. v. 12.2.2001 - 2 F 14/01 - Rn. 8 ff. m. w. N. , zitiert nach juris).

    Soweit eine ihrem Widmungszweck nach geeignete Fläche nicht zur Verfügung stehen sollte, führte ein weitergehender versammlungsrechtlicher Anspruch zu keinem günstigeren Ergebnis, da auch dieser nicht über den Widmungszweck hinausgehen kann (vgl. BVerwG, Urt. v. 29.10.1992 - 7 C 34/91 - Rn. 14 m. w. N., zitiert nach juris).

  • VG Frankfurt/Main, 06.08.2012 - 5 L 2558/12  

    Occupy-Camp vor EZB Frankfurt

    Demnach ergibt sich weder aus dem öffentlichen Sachenrecht noch aus dem Recht der öffentlichen Einrichtungen ein solcher Anspruch (Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 29.10.1992 - 7 C 34.91 -).

    Aus Art. 8 Abs. 1 GG lässt sich eine generelle Verpflichtung des Trägers der Einrichtung zur Erweiterung der von ihm festgelegten öffentlichen Zweckbestimmung nicht entnehmen (BVerwG, NJW 1993, Seite 609).

  • BGH, 31.07.2000 - NotZ 7/00  

    Abweichende Festlegung des Amtsbereichs eines Notars

    Ein Ermessensfehler liegt unter anderem dann vor, wenn ein für die Beurteilung wesentlicher Umstand außer acht gelassen worden und demgemäß eine sachgerechte Interessenabwägung unterblieben ist (vgl. Senat, Beschluß vom 29. November 1999 - NotZ 9/99 - NJW 2000, 1342 unter I; BVerwG NJW 1993, 609 f.).
  • OVG Brandenburg, 14.11.2003 - 4 B 365/03  

    Verbot einer angemeldeten Versammlung auf einem

    Das Grundrecht der Versammlungsfreiheit begründet insoweit kein Benutzungsrecht, das nicht schon - wie etwa bei öffentlichem Straßenraum - nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen besteht (vgl. nur BVerwGE 91, 135 ff; Sachs. OVG, Urteil vom 9. November 2001 - 3 BS 257/01 -, NVwZ-RR 2002, 96 ff.; s. auch Beschluss des erkennenden Senats vom 12. Mai 2000 - 4 B 101/00 -).
  • VG Berlin, 10.05.2012 - 1 L 102.12  

    Feststellung der Versammlungseigenschaft einer Veranstaltung

    Das vom Grundrecht auf Versammlungsfreiheit umfasste Recht der freien Ortswahl berechtigt nämlich nicht dazu, fremdes Grundeigentum nach Belieben in Anspruch zu nehmen; das gilt auch für ein Grundstück, das nach dem Willen des Trägers als öffentliche Einrichtung der Allgemeinheit nur im Rahmen einer eingeschränkten Zweckbestimmung zur Verfügung steht (BVerwG, NJW 1993, S. 609).

    Die Versammlungsbehörde kann in diesem Fall unter Berücksichtigung des gesetzlichen Schutzzwecks und unter Beachtung des Gewichts des Interesses an der Wahrnehmung des Versammlungsgrundrechts Auflagen im Hinblick auf unmittelbar drohende Gefahren für die öffentliche Sicherheit erlassen (vgl. Ridder u.a., ebd.; BVerwG, Urteil vom 29. Oktober 1992 - 7 C 34.91 -, NJW 1993, 609 ).

  • OVG Brandenburg, 12.11.2004 - 4 B 317/04  

    Versammlungsrecht, Halbe 2004, Motto: "Ruhm und Ehre dem deutschen

  • BGH, 31.07.2000 - NotZ 6/00  

    Abweichende Festlegung des Amtsbereichs eines Notars

  • VGH Bayern, 22.11.2006 - 7 B 05.2273  

    Überlassung von Räumen einer Universität an privaten Kulturveranstalter;

  • VG Frankfurt/Oder, 14.03.2012 - 6 K 396/09  
  • BVerwG, 05.01.1996 - 1 B 151.95  

    Versammlungsrecht: Bestimmung des Veranstaltungsortes

  • VG Mainz, 10.08.2016 - 3 K 1487/15  

    Zum Anspruch auf Nutzung gemeindlicher Feldwege nach rheinland-pfälzlichem

  • VG Stuttgart, 14.03.2006 - 5 K 1489/05  

    Versagung des Versammlungsortes

  • VG Stuttgart, 09.11.2004 - 5 K 4608/03  

    Rechtmäßigkeit der Versagung einer Versammlung in einer Fußgängerzone

  • BVerwG, 08.03.2002 - 5 C 54.01  

    Zustimmung zur Einlegung der Sprungrevision in der mündlichen Verhandlung des

  • OVG Brandenburg, 17.06.2005 - 4 B 98/05  

    Räumliche Beschränkung der Versammlung in Halbe bestätigt

  • OVG Niedersachsen, 19.10.1994 - 13 L 1082/93  

    Ausstellung eines Vertriebenenausweises; Vertriebenenausweis; Vertreibungsgebiet;

  • VGH Bayern, 18.01.2010 - 7 ZB 09.2150  

    Überlassung von Räumen einer Universität an privaten Kulturveranstalter;

  • VG Schleswig, 19.02.2008 - 3 A 235/07  
  • VG Halle, 10.02.2015 - 4 A 71/13  

    Niederschlagswassergebühren für die Straßenentwässerung

  • VG Stuttgart, 20.11.2014 - 5 K 5117/14  

    Nutzung der Kopfbahnsteighalle des Stuttgarter Hauptbahnhofs für stationäre

  • VG Würzburg, 12.03.2009 - W 5 K 08.1753  

    Zeltlager als Versammlung im Raum Kitzingen; Verbot der Versammlung an bestimmtem

  • VG Hamburg, 30.11.2011 - 17 K 361/11  

    Anspruch auf Zugang zu Kunstwerken über das Informationsfreiheitsgesetz;

  • VG Regensburg, 15.07.2009 - RO 1 K 08.1035  

    Überlassung von Räumen einer Universität an private Kulturveranstalter

  • VG Aachen, 26.02.2009 - 7 L 84/09  

    Friedhofsrechtliche Erlaubnis für ein sogenanntes Heldengedenken auf einem

  • VG Braunschweig, 09.03.2010 - 5 B 49/10  

    Gentechnik-Demo darf nicht auf Gelände des vTI

  • VGH Bayern, 04.03.2009 - 10 ZB 08.2726  

    Steht ein Denkmal auf einem straßenrechtlich gewidmeten öffentlichen Platz,

  • VG Oldenburg, 16.06.2004 - 7 A 2045/03  

    Rentenanpassung des Altersversorgungswerks der Zahnärztekammer Niedersachsen

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