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   OLG Düsseldorf, 12.12.1995 - 21 U 53/95   

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https://dejure.org/1995,3706
OLG Düsseldorf, 12.12.1995 - 21 U 53/95 (https://dejure.org/1995,3706)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 12.12.1995 - 21 U 53/95 (https://dejure.org/1995,3706)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 12. Dezember 1995 - 21 U 53/95 (https://dejure.org/1995,3706)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 635
    Schadensersatz bei nichtgenehmigter Planung

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Honorar trotz Versagung der Baugenehmigung? (IBR 1996, 70)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1996, 403
  • BauR 1996, 287
 
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Wird zitiert von ... (8)

  • OLG Hamm, 04.01.2001 - 21 U 159/99

    Pflichtenstellung des Architekten

    Wird die Baugenehmigung nicht erteilt, macht sich der Architekt deshalb grundsätzlich schadensersatzpflichtig (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 2000, 1515 und BauR 1996, 287, 288 m.w.N.).

    Dies setzt aber voraus, dass der Architekt den Bauherrn unter Ablehnung der eigenen Haftung ausreichend über etwaige Bedenken gegen die Genehmigungsfähigkeit des Antrags hingewiesen und ihn eingehend über die zu erwartenden Schwierigkeiten belehrt hat (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 2000, 1515, 1516; BauR 1996, 287; OLG Köln, BauR 1993, 358, 359; Werner/Pastor, Rdnr.1482 und 1765).

    Der Beklagte könnte sich im vorliegenden Rechtsstreit zudem nur dann darauf berufen, dass die Baugenehmigung zu Unrecht versagt worden ist, wenn eine deutliche Fehlentscheidung vorliegen würde (vgl. Werner/Pastor, Rn. 1482, OLG Düsseldorf BauR 1996, 287; Maser BauR 1994, 180, 184, 186; Bindhard/Jagenburg, § 6, Rn. 77).

    Der Architekt darf den Bauherrn nicht mit Kosten für eine Genehmigungsplanung belasten, wenn weniger aufwendige Architektenleistungen, z.B. eine Voranfrage unter Beifügung von Vorentwürfen genügt hätte (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 2000, 1515, 1516; BauR 1996, 287; OLG Köln, BauR 1993, 358, 359; Hesse/Korbion/Mantscheff/Vygen, Kommentar zur HOAI, 4. Aufl., § 15 Rdnr.32; Motzke/Wolff, Praxis der HOAI, 2.Aufl., § 15, S.188; Bindhardt/Jagenburg, Die Haftung des Architekten, 8.Aufl., § 6 Rdnr.72f).

    Verletzt der Architekt seine Verpflichtung zur umfassenden Aufklärung des Bauherrn, so muß er diesem den Schaden nach § 635 BGB ersetzen (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 2000, 1515, 1516; BauR 1996, 287).

    Wäre dann die mangelnde Genehmigungsfähigkeit bereits bei der Voranfrage geklärt worden, so erhält ein Architekt grundsätzlich nur das Honorar für die Leistungsphasen l und 2 des § 15 HOAI, nicht aber für die Leistungsphasen 3 und 4 (Entwurfs- -und Genehmigungsplanung)(OLG Düsseldorf BauR 2000, 1515, 1517; BauR 1996, 287, 288 m.w.N.).

  • OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08

    Bestimmung des Umfangs der Rechtskraft eines Feststellungsurteils; Haftung des

    Selbst für den Fall, dass der Bauherr und der Architekt bewusst eine "riskante" Planung (z.B. mit dem Ziel einer "Maximalbebauung", vgl. OLG Köln, Urteil vom 21.10.1992, 11 U 84/92, BauR 1993, 358; OLG Stuttgart, Urteil vom 17.12.1996, 1o U 130/96, BauR 1997, 681) eingehen und damit die Gefahr einer Ablehnung des Bauantrages in Kauf nehmen (vgl. BGH, Urteil vom 25.03.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH, Urteil vom 25.10.1984, III ZR 80/83, NJW 1985, 1692; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469), so dass der Auftrag des Bauherrn an den Architekten nur auf den Versuch gerichtet ist, eine Baugenehmigung zu erhalten (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.12.1995, 21 U 53/95, BauR 1996, 287), setzt die Annahme der Übernahme des Risikos einer Ablehnung des Bauantrages durch den Bauherrn voraus, dass der Architekt den Bauherrn hinreichend über die Risiken der Genehmigungsfähigkeit (und ggf. die Möglichkeit einer Bauvoranfrage) aufgeklärt hat (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.06.2000, 21 U 162/99, BauR 2000, 1515; OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.12.1995, 21 U 53/95, BauR 1996, 287; OLG Oldenburg, Urteil vom 21.11.2006, 12 U 48/06, BauR 2008, 702; OLG Hamm, Urteil vom 21.12.1995, 21 U 15/95, BauR 1996, 578; OLG Köln, Urteil vom 21.10.1992, 11 U 84/92, BauR 1993, 358; Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 191-194; Rn 791 mwN in Fn 137; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.
  • OLG Düsseldorf, 20.06.2000 - 21 U 162/99

    Aufklärungspflicht des Architekten

    Wird die Baugenehmigung nicht erteilt, macht er sich grundsätzlich schadensersatzpflichtig (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 1996, Seite 287, 288 m.w.N.).

    Dies setzt aber voraus, daß der Architekt den Bauherrn unter Ablehnung der eigenen Haftung ausreichend über etwaige Bedenken hinsichtlich der Genehmigung hingewiesen und ihn eingehend über die zu erwartenden Schwierigkeiten belehrt hat (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 1996, Seite 287; Werner/Pastor Der Bauprozeß, 9. Aufl., Rndr. 1765; OLG Köln, BauR 1993, Seite 358, 359).

    Wäre dann die mangelnde Genehmigungsfähigkeit bereits bei der Voranfrage geklärt worden, so erhält ein Architekt grundsätzlich nur die Leistungsphasen 1 und 2 des § 15 HOAI, nicht aber die Leistungsphasen 3 und 4 (Entwurfs- und Genehmigungsplanung) vergütet (vgl. OLG Düsseldorf BauR 1996, 287, 288 m.w.N.).

  • LG Mönchengladbach, 27.06.2002 - 10 O 587/97

    Werklohnansprüche und Schadensersatzanspruch im Zusammenhang mit einem

    Dies bedeutet insbesondere, dass die Planung den geltenden bauordnungsrechtlichen undbauplanungsrechtlichen Vorschriften entsprechen musste (OLG Düsseldorf, NJW-RR 1996, 403, 404 m.w.N.).

    Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Architektden Bauherrn unter Ablehnung der eigenen Haftung ausreichend ü-ber etwaige Bedenken hinsichtlich der Genehmigung hingewiesen und ihn eingehend über das zu erwartende Risiko und die möglichen Schwiegkeiten belehrt hat (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 1996, S. 287; OLG Düsseldorf, BauR 1986,S. 469 (471)).

    Die Beweislastfür eine entsprechende Aufklärung obliegt dem Architekten (OLGDüsseldorf; BauR 1996, S. 287 (288)).

  • OLG Karlsruhe, 17.02.2015 - 19 U 32/13

    Auch mögliche Schallschutzprobleme sind Architektensache!

    Jedenfalls das Honorar für die Leistungsphasen 3 und 4 muss abgelehnt werden (vgl. Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 4. Aufl., 12. Teil Rn. 705; vgl. auch OLG Düsseldorf, BauR 1986, 469/472 und BauR 1996, 287/288; OLG Nürnberg, NJW-RR 2002, 670).
  • OLG Düsseldorf, 23.07.2004 - 22 U 137/02

    Kündigung bei nicht genehmigungsfähiger Planung

    Genehmigungsfähigkeit setzt nicht nur Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik voraus, sondern auch Einhaltung der bauordnungs- und bauplanungsrechtlichen Vorschriften (vgl. OLG Düsseldorf, 21. Zivilsenat, BauR 1996, 287 m.w.N.).
  • OLG Bamberg, 14.02.2008 - 4 U 102/07

    Architektenvertrag: Schadensersatz wegen Verzögerungsschäden unter

    Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Bauherr die Vorschriften des öffentlichen Baurechts bis an die Grenzen des Möglichen "ausreizen" will (BGH NJW-RR a.a.O.) und deshalb seinen Auftrag lediglich auf den "Versuch" beschränkt, eine bestandskräftige Genehmigung für das risikobehaftete Bauprojekt zu erhalten (vgl. OLG Köln NJW-RR 1996, 403f.).
  • OLG Brandenburg, 21.04.1999 - 13 U 84/98

    Haftet Architekt für die Genehmigungsfähigkeit der Planung?

    Dabei muß die Genehmigungsplanung des Architekten neben den allgemein anerkannten Regeln der Technik auch den geltenden bauordnungsrechtlichen Vorschriften entsprechen (vgl. BGH a.a.O.; OLG München BauR 1996, S. 287 f; OLG Düsseldorf BauR 1992, S. 534 f).
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