Rechtsprechung
   BGH, 24.05.1967 - VIII ZR 278/64   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Jurion

    Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs wegen einer positiven Vertragsverletzung - Bestimmung des Nachprüfungsumfangs im Revisionsverfahren - Auslegung eines Mietvertrages - Revisionsgrund der fehlenden erschöpfenden Würdigung des Sachverhalts - Rechtsfolgen des Verschweigens eines Mietinteressenten

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Mietnachfolger - Annahme bei entsprechender Bonität

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

  • IWW (Entscheidungsanmerkung)

    Erstattung der Inkassokosten

Papierfundstellen

  • BeckRS 2011, 24089



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Wird zitiert von ... (9)  

  • BGH, 29.06.2005 - VIII ZR 299/04  

    Durchbrechung der Rechtskraft eines Vollstreckungstitels als Folge eines

    Der Senat hat in einer Entscheidung vom 24. Mai 1967 (VIII ZR 278/64, unter II) die einem Gläubiger durch den Auftrag zur Einziehung einer Forderung bei einem Inkassobüro entstandenen Kosten als möglichen Verzugsschaden angesehen, der grundsätzlich gemäß § 286 BGB zu ersetzen ist, und lediglich unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderungspflicht des Gläubigers nach § 254 Abs. 2 BGB die Frage aufgeworfen, ob der Gläubiger eine Erfolglosigkeit der Bemühungen des Inkassobüros voraussehen konnte.
  • BVerfG, 07.09.2011 - 1 BvR 1012/11  

    Verletzung der Garantie effektiven Rechtsschutzes (Art 2 Abs 1 GG iVm Art 20 Abs

    Begründet wurde die Geltendmachung der Inkassokosten insbesondere auch unter Bezugnahme auf mehrere obergerichtliche Entscheidungen wie unter anderem BGH, Urteil vom 24. Mai 1967 - VIII ZR 278/64 -, juris und OLG Dresden, Urteil vom 4. April 1995 - 13 U 1515/93 -, NJW-RR 1996, S. 1471.

    Die Kosten eines Inkassobüros können - wenngleich im Einzelnen manches umstritten ist (vgl. BGH, Urteil vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 299/04 -, NJW 2005, S. 2991 m.w.N.) - nach vielfacher höchst- und obergerichtlicher Rechtsprechung und herrschender Meinung in der Literatur, unbeschadet bestimmter Einschränkungen, grundsätzlich als Verzugsschaden geltend gemacht werden (vgl. etwa BGH, Urteil vom 24. Mai 1967 - VIII ZR 278/64 -, juris; OLG München, Urteil vom 29. November 1974 - 19 U 3081/74 -, NJW 1975, S. 832; OLG Karlsruhe, Urteil vom 11. Juni 1986 - 6 U 234/85 -, NJW-RR 1987, S. 15; OLG Frankfurt, Urteil vom 14. November 1989 - 11 U 14/89 -, NJW-RR 1990, S. 729; OLG Dresden, Urteil vom 4. April 1995 - 13 U 1515/93 -, NJW-RR 1996, S.1471; OLG Oldenburg, Urteil vom 24. April 2006 - 11 U 8/06 -, JurBüro 2006, S. 481; Unberath, in: Bamberger/Roth, BeckOK zum BGB, Stand: 1. Februar 2009, § 286 Rn. 74; Ernst, in: Münchener Kommentar zum BGB, 5. Aufl. 2007, § 286 Rn. 157 m.w.N.).

  • OLG Dresden, 01.12.1993 - 5 U 68/93  

    Beauftragung eines Inkassobüros, nachträgliche Anwaltsbeauftragung,

    Urt. v. 24.05.1967 Az. VIII ZR 278/64, mitgeteilt von Jäckle, Die Erstattungsfähigkeit der Kosten eines Inkassobüros, Berlin: Duncker & Humblot, 1978, S. 52 und von Seitz, Das Inkasso-Handbuch, Rdn. 240; OLG Köln, OLGZ 1972, 411; OLG Hamm, MDR 1979, 579; MDR 1983, 497; OLG Koblenz, JurBüro 1985, 295, 296; OLG Bamberg, JurBüro 1988, 72; OLG Frankfurt/Main, MDR 1990, 438 NJW-RR 1990, 729 ).

    Die Entscheidung des Senats, wonach, wenn später ein Rechtsanwalt beauftragt wurde, der Inkassokostenersatz grundsätzlich zu verneinen ist, weicht ab von dem nicht veröffentlichten Urteil des Bundesgerichtshofs vom 24.05.1967 Az. VIII ZR 278/64, in dem der Anspruch für den Fall bejaht wurde, daß der Gläubiger die Erfolglosigkeit der Beanspruchung des Inkassobüros nicht voraussehen konnte.

  • OLG Oldenburg, 24.04.2006 - 11 U 8/06  

    Kostenerstattung: Behandlung der Kosten eines Inkassobüros bei dessen

    Allerdings stellen nach nahezu einhelliger Meinung (z.B. Soergel-Wiedemann, BGB, 12. Aufl., 1990, § 286, Rn. 27; BGH, Urteil vom 24.05.167 AZ. VIII ZR 278/64) die Kosten eines zugelassenen Inkassobüros regelmäßig einen vom Schuldner zu ersetzenden Verzugsschaden dar.

    Denn auch der Bundesgerichtshof hat in seiner vorgenannten Entscheidung aus dem Jahre 1967 (Az. VIII ZR 278/64), nach der die einem Gläubiger durch den Auftrag zur Einziehung einer Forderung bei einem Inkassobüro entstandenen Kosten als Verzugsschaden anzusehen sind, der grundsätzlich gemäß § 286 BGB zu ersetzen ist, auch unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderungspflicht des Gläubigers nach § 254 Absatz 2 BGB die Frage aufgeworfen, ob der Gläubiger eine Erfolglosigkeit der Bemühungen des Inkassobüros voraussehen konnte.

  • LG Düsseldorf, 08.06.2017 - 14c O 169/15  
    Es entspricht allgemeiner Meinung, dass Kosten eines Inkassounternehmens - wenngleich im Einzelnen manches umstritten ist - nach höchst- und obergerichtlicher Rechtsprechung mit bestimmten Einschränkungen grundsätzlich als Verzugsschaden geltend gemacht werden können (BVerfG, Beschl. v. 07.09.2011, Az. 1 BvR #####/####, Rn. 16, zitiert nach juris; in ständiger Rspr. BGH, seit Urt. v. 24.05.1967, Az. VIII ZR 278/64; Löwisch/Feldmann, in: Staudinger, BGB, Neubearbeitung 2014, § 286 Rn. 231; Seichter in: Herberger/ Martinek/Rüßmann u.a., jurisPK-BGB, 8. Aufl. 2017, § 286 BGB, Rn. 65).
  • AG Kehl, 26.04.2011 - 4 C 19/11  

    Verzugsschaden: Ersatzfähigkeit von Inkassokosten

    Die Frage, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe Inkassokosten einen ersatzfähigen Verzugsschaden darstellen, wird in Literatur und Rechtsprechung höchst unterschiedlich beurteilt (BGH NJW 2005, 2991, 2994; vgl. ausführlich OLG Dresden, NJW-RR 1994, 1139 ff mit Entscheidungsbesprechung Jäckle, NJW 1995, 2767 ff; dem Grunde nach wohl bejahend BGH, Urteil vom 24.05.1967, VIII ZR 278/64, Juris, allerdings bei Inkassokosten von unter 2% der Hauptforderung).

    Hierbei kann für die vorliegende Entscheidung offen bleiben, ob die Beauftragung des Inkassounternehmens durch den Gläubiger gegen die ihm gemäß § 254 BGB obliegende Verpflichtung zur Geringhaltung des Schadens und der Folgekosten verstößt (so die wohl überwiegende Auffassung: OLG Karlsruhe, NJW-RR 1987, 15; BGH, Urteil vom 24.05.1967, VIII ZR 278/64, Juris) oder ob von vornherein - was insbesondere im Hinblick auf die Darlegungs- und Beweislast zur Angemessenheit und Erforderlichkeit der Aufwendungen näher liegt - bereits ein dem Schuldner zurechenbarer, gemäß § 286 Abs. 1 BGB ersatzfähiger Schaden zu verneinen ist (in diesem Sinne OLG Karlsruhe, Justiz 2011, 100, Juris; OLG Dresden a.a.O.).

  • AG Brandenburg, 23.07.2012 - 37 C 54/12  

    Kostenerstattung: Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten

    Der Bundesgerichtshof hat zwar mit dem Urteil vom 24.05.1967, VIII ZR 278/64, (BeckRS 2011, 24089 unter II.) festgestellt, dass Inkassokosten als Verzugsschaden erstattungsfähig seien, weil sie durch den Verzug adäquat verursacht seien.
  • LG Berlin, 08.02.2012 - 4 O 452/11  

    Verzugsschadensersatz: Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht bei

    Auch die in Bezug genommene Entscheidung vom 24.05.1967 (VIII ZR 278/64) beruht nicht auf den dortigen Erwägungen zur Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten.
  • BGH, 27.11.1969 - VIII ZR 259/67  

    Nachfolgerklausel als wirksamer Bestandteil eines Mietvertrages - Verurteilung

    Entscheidend für die Beurteilung der Frage, ob dem Vermieter, der sich auf eine Nachfolgerklausel im Mietvertrag eingelassen hat, angesonnen werden kann, einen Mietnachfolger als solvent anzunehmen, ist nicht allein, wie dessen wirtschaftliche Verhältnisse zum Zeitpunkt der Übernahme des Vertrages sind, sondern auch und gerade, wie sie sich nach Eintritt in den Vertrag in Zukunft mutmaßlich gestalten werden (Senatsurteil vom 24. Mai 1967 - VIII ZR 278/64 -).
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