Weitere Entscheidungen unten: Generalanwalt beim EuGH, 22.05.2003 | EuGH, 02.01.2003

Rechtsprechung
   EuGH, 02.10.2003 - C-148/02   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • Jurion

    Vorlagefrage in einem Rechtsstreit zwischen einem Vater als gesetzlichem Vertreter seiner Kinder und dem belgischen Staat über einen Antrag auf Änderung des Familiennamens dieser Kinder; Doppelnamen von Kindern bei doppelter Staatsbürgerschaft; Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrechts hinsichtlich der die Unionsbürgerschaft regelnden Bestimmungen des Vertrages in Bezug auf das Namensrecht; Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot bei Bescheidung eines Antrags auf Änderung des Namens minderjähriger Kinder mit doppelter Staatsbürgerschaft; Grundsatz der Unveränderlichkeit von Familiennamen als Grundprinzip der gesellschaftlichen Ordnung

  • Deutsches Notarinstitut

    EG Art. 12, 17, 18
    Diskriminierungsverbot und nationales Namensrecht (Garcia Avello)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    EG Art. 17, Art. 18
    Unionsbürgerschaft - Übertragung des Familiennamens - Kinder von Angehörigen von Mitgliedstaaten - Doppelte Staatsangehörigkeit

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä. (2)

  • nomos.de PDF, S. 90 (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Das grenzüberschreitende Element in der Rechtsprechung des EuGH zur Unionsbürgerschaft

  • whi-berlin.de PDF, S. 46 (Entscheidungsbesprechung)

Sonstiges (4)

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Europäisierung von Familienrecht und Personenstand - Traum oder Wirklichkeit?" von Prof. Dr. Walter Pintens, original erschienen in: StAZ 2008, 97 - 104.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Europäische Impulse für Namen und Status des Mehrstaaters" von Dr. Juliana Mörsdorf-Schulte, LL.M. (Berkeley), original erschienen in: IPRax 2004, 315 - 326.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Europarechtliche Vorgaben zur Bestimmung des Namensstatuts von Doppelstaatern: Anmerkung zu EuGH, Urteil vom 2.10.2003, C-148/02 - Garcia Avello" von Wiss. Ass. Dr. Tobias Helms, original erschienen in: GPR 2005, 36 - 39.

  • Europäischer Gerichtshof (Verfahrensdokumentation)

    Vorabentscheidungsersuchen des belgischen Conseil d'Etat, Abteilung für Verwaltungsrechtsstreitigkeiten - Auslegung der Grundsätze des Gemeinschaftsrechts in Bezug auf die europäische Staatsbürgerschaft und die Freizügigkeit (Artikel 17 und 18 EG) im Hinblick auf die Praxis eines Mitgliedstaats, Kindern, die neben ihrer eigenen Staatsangehörigkeit diejenige eines anderen Mitgliedstaats besitzen, die Führung des Familiennamens zu versagen, der der im anderen Mitgliedstaat geltenden Regelung entspricht

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • Slg. 2003, I-11613
  • FamRZ 2004, 173
  • DVBl 2004, 183



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Wird zitiert von ... (99)  

  • EuGH, 08.03.2011 - C-34/09  

    Unionsbürgerschaft - Die Unionsbürgerschaft gebietet, dass ein Mitgliedstaat es

    20 AEUV verleiht jeder Person, die die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats besitzt, den Status eines Unionsbürgers (vgl. insbesondere Urteile vom 11. Juli 2002, D"Hoop, C-224/98, Slg. 2002, I-6191, Randnr. 27, und vom 2. Oktober 2003, Garcia Avello, C-148/02, Slg. 2003, I-11613, Randnr. 21).

    Da das zweite und das dritte Kind von Herrn Ruiz Zambrano die belgische Staatsangehörigkeit besitzen und die Bedingungen für den Erwerb derselben der Zuständigkeit des fraglichen Mitgliedstaats unterliegen (vgl. in diesem Sinne insbesondere Urteil vom 2. März 2010, Rottmann, C-135/08, I-0000, Randnr. 39), genießen das zweite und das dritte Kind von Herrn Ruiz Zambrano eindeutig diesen Status (vgl. in diesem Sinne Urteile Garcia Avello, Randnr. 21, sowie Zhu und Chen, Randnr. 20).

    Wie der Gerichtshof mehrfach hervorgehoben hat, ist der Unionsbürgerstatus dazu bestimmt, der grundlegende Status der Angehörigen der Mitgliedstaaten zu sein (vgl. insbesondere Urteile vom 20. September 2001, Grzelczyk, C-184/99, Slg. 2001, I-6193, Randnr. 31, vom 17. September 2002, Baumbast und R, C-413/99, Slg. 2002, I-7091, Randnr. 82, Garcia Avello, Randnr. 22, Zhu und Chen, Randnr. 25, sowie Rottmann, Randnr. 43).

  • Generalanwalt beim EuGH, 14.01.2016 - C-438/14  

    Bogendorff von Wolffersdorff - Unionsbürgerschaft - Weigerung der Behörden eines

    Diese Rechtssache fügt sich in die nicht kurze Reihe von Rechtssachen ein, die die Unionsbürgerschaft im Zusammenhang mit dem Familiennamen betreffen und in denen folgende Urteile ergingen: Konstantinidis (C-168/91, EU:C:1993:115), Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539), Grunkin und Paul (C-353/06, EU:C:2008:559), Sayn-Wittgenstein (C-208/09, EU:C:2010:806) und Runevic-Vardyn und Wardyn (C-391/09, EU:C:2011:291).

    Der Gerichtshof hat ein derartiges Argument bereits in der Rechtssache, in der das Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539) erging, im Zusammenhang mit den Regeln des belgischen internationalen Privatrechts zurückgewiesen, das - entsprechend Art. 5 Abs. 1 EGBGB - bei Doppelstaatsangehörigkeit der belgischen Staatsangehörigkeit den Vorrang einräumte.

    In Rn. 27 des Urteils Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539) befand der Gerichtshof, dass "[e]in solcher Bezug zum [Unionsrecht] ... bei Personen [besteht], die sich in einer Situation wie derjenigen der Kinder von Herrn Garcia Avello befinden, die Angehörige eines Mitgliedstaats sind und sich rechtmäßig im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats aufhalten".

    Wie oben bereits ausgeführt(8), war der Gerichtshof mit dieser Frage schon in der Rechtssache konfrontiert, in der das Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539) erging.

    Wie der Gerichtshof erstmals in der Rechtssache, in der das Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539) erging, befunden hat, können "unterschiedliche ... Familiennamen für die Betroffenen ... zu schwerwiegenden Nachteilen beruflicher wie auch privater Art führen, die insbesondere aus den Schwierigkeiten resultieren können, in einem Mitgliedstaat, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, rechtliche Wirkungen von Urkunden oder Schriftstücken in Anspruch zu nehmen, die auf den Namen ausgestellt wurden, der in einem anderen Mitgliedstaat anerkannt ist, dessen Staatsangehörigkeit sie ebenfalls besitzen"(18).

    Aus der dem Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539) nachfolgenden Rechtsprechung ergibt sich, dass "viele alltägliche Handlungen im öffentlichen wie im privaten Bereich den Nachweis der Identität erfordern"(19) und eine "Divergenz hinsichtlich des Nachnamens Zweifel an der Identität der Person, an der Echtheit der Dokumente oder an der Wahrheitsgemäßheit der darin enthaltenen Angaben wecken kann"(20).

    Vgl. auch Urteile Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 25), Grunkin und Paul (C-353/06, EU:C:2008:559, Rn. 16) sowie Sayn-Wittgenstein (C-208/09, EU:C:2010:806, Rn. 38).

    6 - Vgl. Urteile Uecker und Jacquet (C-64/96 und C-65/96, EU:C:1997:285, Rn. 23), Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 26) sowie Grunkin und Paul (C-353/06, EU:C:2008:559, Rn. 16).

    7 - Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 31).

    10 - Vgl. Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 6 bis 8 und 32).

    18 - Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 36).

    22 - Urteil Runevic-Vardyn und Wardyn (C-391/09, EU:C:2011:291, Rn. 76) unter Bezugnahme auf die Urteile Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 36), Grunkin und Paul (C-353/06, EU:C:2008:559, Rn. 23 bis 28) sowie Sayn-Wittgenstein (C-208/09, EU:C:2010:806, Rn. 67, 69, 70).

    29 - Vgl. Urteile Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 36) sowie Grunkin und Paul (C-353/06, EU:C:2008:559, Rn. 22 und 23).

  • Generalanwalt beim EuGH, 04.02.2016 - C-165/14  

    Unionsbürgerschaft - Nach Ansicht von Generalanwalt Szpunar ist es nicht

    Vgl. auch Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539).

    64 - Vgl. u. a. Urteile Grzelczyk (C-184/99, EU:C:2001:458, Rn. 31), D"Hoop (C-224/98, EU:C:2002:432, Rn. 28), Baumbast und R (C-413/99, EU:C:2002:493, Rn. 82), Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 22), Orfanopoulos und Oliveri (C-482/01 und C-493/01, EU:C:2004:262, Rn. 65), Pusa (C-224/02, EU:C:2004:273, Rn. 16), Zhu und Chen (C-200/02, EU:C:2004:639, Rn. 25), Bidar (C-209/03, EU:C:2005:169, Rn. 31), Kommission/Österreich (C-147/03, EU:C:2005:427, Rn. 45), Schempp (C-403/03, EU:C:2005:446, Rn. 15), Spanien/Vereinigtes Königreich (C-145/04, EU:C:2006:543, Rn. 74), Kommission/Niederlande (C-50/06, EU:C:2007:325, Rn. 32), Huber (C-524/06, EU:C:2008:724, Rn. 69), Rottmann (C-135/08, EU:C:2010:104), Prinz und Seeberger (C-523/11 und C-585/11, EU:C:2013:524, Rn. 24) sowie Martens (C-359/13, EU:C:2015:118, Rn. 21).

    Das Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539) betraf nämlich bereits Eltern, die sich als spanische bzw. belgische Staatsangehörige in Belgien niedergelassen hatten, deren zwei Kinder, die eine doppelte - die spanische und die belgische - Staatsangehörigkeit besaßen und deren streitiger Nachname Gegenstand des Verfahrens war, aber in Belgien geboren waren und diesen Mitgliedstaat nie verlassen hatten.

    Vgl. auch Urteile Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539) sowie Zhu und Chen (C-200/02, EU:C:2004:639).

    82 - Vgl. in diesem Sinne Urteile Bickel und Franz (C-274/96, EU:C:1998:563, Rn. 17 [betreffend eine nationale Regelung im Bereich des Straf- und Strafverfahrensrechts]), Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 25 [betreffend nationale Vorschriften über den Namen von Personen]), Schempp (C-403/03, EU:C:2005:446, Rn. 19 [betreffend nationale Vorschriften über direkte Steuern]), und Spanien/Vereinigtes Königreich (C-145/04, EU:C:2006:543, Rn. 78 [betreffend nationale Vorschriften über die Bestimmung der aktiv und passiv Wahlberechtigten für die Wahlen zum Europäischen Parlament]).

    96 - Vgl. u. a. Urteile Micheletti u. a. (C-369/90, EU:C:1992:295), Singh (C-370/90, EU:C:1992:296), Bickel und Franz (C-274/96, EU:C:1998:563), Kaur (C-192/99, EU:C:2001:106), D"Hoop (C-224/98, EU:C:2002:432), Baumbast und R (C-413/99, EU:C:2002:493), Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539), Zhu und Chen (C-200/02, EU:C:2004:639), Schempp (C-403/03, EU:C:2005:446), Spanien/Vereinigtes Königreich (C-145/04, EU:C:2006:543) sowie Rottmann (C-135/08, EU:C:2010:104).

    99 - Beispielsweise ist darauf hinzuweisen, dass es in der Rechtssache, in der das Urteil Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539) ergangen ist, nach Auffassung des Gerichtshofs "nicht darauf an[kam], ob die Unterschiedlichkeit der Nachnamen aus der doppelten Staatsangehörigkeit der Betroffenen folgt[e], sondern vielmehr darauf, dass diese Unterschiedlichkeit für die Unionsbürger zu schwerwiegenden Nachteilen führen konnte, die eine Behinderung der Freizügigkeit darstellten, die allenfalls dann gerechtfertigt wäre, wenn sie auf objektiven Erwägungen beruhte und in einem angemessenen Verhältnis zum legitimerweise verfolgten Zweck stünde".

    106 - Urteile Garcia Avello (C-148/02, EU:C:2003:539, Rn. 21) sowie Zhu und Chen (C-200/02, EU:C:2004:639, Rn. 21).

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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • Europäischer Gerichtshof PDF (Pressemitteilung)

    Unionsbürgerschaft - NACH ANSICHT DES GENERALANWALTS STELLT DIE WEIGERUNG, EIN KIND MIT DOPPELTER STAATSANGEHÖRIGKEIT NACH SPANISCHER TRADITION MIT DEM NAMEN BEIDER ELTERN IN DIE PERSONENSTANDSBÜCHER EINZUTRAGEN, EINE NACH DEM GEMEINSCHAFTSRECHT VERBOTENE DISKRIMINIERUNG AUS GRÜNDEN DER STAATSANGEHÖRIGKEIT DAR.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • Slg. 2003, I-11613



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