Rechtsprechung
   BAG, 02.04.1987 - 2 AZR 227/86   

Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BAGE 55, 190
  • NZA 1988, 18
  • BB 1988, 485
  • DB 1987, 2525



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Wird zitiert von ... (48)  

  • LAG Hamm, 17.03.2016 - 17 Sa 1660/15

    Fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen Nichtbefolgung einer nicht

    Den Arbeitnehmer trifft die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass er wegen seiner Rechtsausübung vom Arbeitgeber benachteiligt worden ist (BAG 02.04.1987 - 2 AZR 227/86, Rdnr. 27, NZA 1988, 18).
  • BAG, 21.02.2001 - 2 AZR 15/00

    Kündigungsschutz im Kleinbetrieb

    Der schwere Vorwurf der Sittenwidrigkeit kann daher nur in besonders krassen Fällen erhoben werden (BAG 2. April 1987 - 2 AZR 227/86 - BAGE 55, 190, 196; 24. Oktober 1996 - 2 AZR 874/95 - RzK I 8 I Nr. 22 zu II 2 der Gründe; 23. September 1976 - 2 AZR 309/75 - BAGE 28, 176, 183 f. jeweils mwN).
  • OLG Frankfurt, 06.04.2016 - 18 U 10/15

    Kündigung als Maßnahme im Sinne von § 612a BGB

    Eine solche Benachteiligung ist anzunehmen, wenn der Arbeitgeber einer zulässigen Rechtsausübung eines Arbeitnehmers mit einer Vereinbarung oder Maßnahme begegnet, die der Arbeitgeber gegenüber dem Betroffenen oder gegenüber einem anderen, in seiner Rechtsstellung und Funktion vergleichbarem Arbeitnehmer, der die ihm zustehenden Rechte nicht ausgeübt hat, nicht vorgenommen hätte (vgl. BAG, Urteil v. 2.4.1987 - 2 AZR 227/86, NZA 1988, 18).
  • BAG, 16.02.1989 - 2 AZR 299/88

    Kündigung: Prüfung der sozialen Rechtfertigung einer Kündigung wegen häufiger

    Eine Kündigung kann allerdings eine Maßnahme im Sinne von § 612 a BGB sein (Senatsurteil vom 2. April 1987 - 2 AZR 227/86 - BAGE 55, 190 = AP Nr. 1 zu § 612 a BGB).

    Nach dem Senatsurteil vom 2. April 1987 (a.a.O.) liegt eine Kündigung wegen zulässiger Rechtsausübung nur vor, wenn die Rechtsausübung für die Kündigung nicht nur in irgendeiner Weise auch ursächlich und deren äußerer Anlaß, sondern für den Kündigenden der tragende Beweggrund, d.h. das wesentliche Motiv gewesen ist.

    Ein Weiterbeschäftigungsanspruch des Klägers kann somit nur entstehen, wenn das Berufungsgericht aufgrund der erneuten Verhandlung wiederum zu dem Ergebnis kommt, daß die Kündigung der Beklagten unwirksam ist (Senatsurteil vom 2. April 1987, a.a.O.).

  • ArbG Berlin, 17.04.2015 - 28 Ca 2405/15

    Kündigung des Arbeitsverhältnisses nach Geltendmachung des Mindestlohnes

    [55] S. hierzu statt vieler BAG 2, 4.1987 - 2 AZR 227/86 - BAGE 55, 190 = AP § 612 a BGB Nr. 1 = EzA § 612 a BGB Nr. 1 = DB 1987, 2525 = NZA 1988, 18 [Leitsatz 1.]: "Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber kann eine Maßnahme im Sinne von § 612 a BGB sein, wenn ihr tragender Beweggrund eine zulässige Rechtsausübung durch den Arbeitnehmer ist (...)"; im Anschluss anschaulich etwa BAG 20.4.1989 - 2 AZR 498/88 - RzK I 8 l Nr. 15 [II.2 a, aa.
  • BAG, 21.11.2000 - 9 AZR 665/99

    Allgemeiner Auskunftsanspruch

    Danach liegt eine unzulässige Maßregelung bereits dann vor, wenn dem Arbeitnehmer ein Vorteil vorenthalten wird, welcher anderen Arbeitnehmer gewährt wird, die ihre Rechte nicht in entsprechender Weise ausgeübt haben (BAG 23. Februar 2000 - 10 AZR 1/99 - AP BAT §§ 22, 23 Lehrer Nr. 80; 2. April 1987 - 2 AZR 227/86 - BAGE 55, 190).
  • BAG, 20.04.1989 - 2 AZR 498/88

    Kündigung: Überprüfung der Wirksamkeit außerhalb des KSchG

    Zu diesen Normen gehört auch § 612 a BGB (BAGE 55, 190, 195 f. = AP Nr. 1 zu § 612 a BGB, zu II 1 a der Gründe; Pröbsting, Anm. zu AP Nr. 1 zu § 612 a BGB).

    Die Vorschrift des § 612 a BGB erfaßt einen Sonderfall der Sittenwidrigkeit, nämlich die Kündigung als Maßregelung (BAGE 55, 190, 196 = AP, aaO, zu II 1 d der Gründe; BAG Urteil vom 21. Juli 1988 - 2 AZR 527/87 -, zur Veröffentlichung in der Fachpresse bestimmt, zu II 2 c der Gründe; Pröbsting, aa0).

    Sie ist vielmehr auch dann anzunehmen, wenn der Arbeitgeber einer zulässigen Rechtsausübung eines Arbeitnehmers mit einer Vereinbarung oder Maßnahme begegnet, die der Arbeitgeber gegenüber dem Betroffenen oder gegenüber einem anderen, in seiner Rechtsstellung und Funktion vergleichbarem Arbeitnehmer, der die ihm zustehenden Rechte nicht ausgeübt hat, nicht vorgenommen hätte (BAGE 55, 190, 197 = AP, aa0, zu II 1 d, bb der Grün de; BAG Urteil vom 21. Juli 1988 - 2 AZR 527/87 -, aaO; Pröbsting, aaO).

    Ob eine Maßregelung wegen einer zulässigen Wahrnehmung von Arbeitnehmerrechten vorliegt, richtet sich bei einer Kündigung nach den gleichen Rechtsgrundsätzen, die der erkennende Senat für das Verbot der Kündigung wegen Betriebsübergangs nach § 613 a Abs. 4 BGB aufgestellt hat (BAGE 55, 190, 197 = AP, aaO, mit Hinweis auf BAGE 43, 13, 21 [BAG 26.05.1983 - 2 AZR 477/81] = AP Nr. 34 zu § 613 a BGB, zu B III 1 der Gründe und Urteil vom 31. Januar 1985 - 2 AZR 530/82 - AP Nr. 40 zu § 613 a BGB; BAG Urteil vom 21. Juli 1988 - 2 AZR 527/87 -, aaO).

    Nur dann, wenn das Motiv des Arbeitgebers nicht ausschließlich durch einen vom Gesetz ausgeschlossenen Kündigungsgrund bestimmt worden ist, stellt sich die vom erkennenden Senat in den Urteilen vom 31. Januar 1985 (aaO) und 2. April 1987 (BAGE 55, 190 = AP, aa0) nicht abschließend beantwortete Frage, ob das Benachteiligungsverbot dann eingreift, wenn bei mehreren Kündigungsgründen die Maßregelung (bzw. bei § 613 a Abs. 4 BGB die Kündigung wegen des Betriebsübergangs) für den Arbeitgeber zwar nicht das alleinige, aber das wesentliche Motiv gewesen ist (BAGE 55, 190, 197 f. = AP, aa0).

    Den klagenden Arbeitnehmer trifft die Darlegungs- und Beweislast dafür, daß er wegen seiner Rechtsausübung von dem verklagten Arbeitgeber durch den Ausspruch der Kündigung benachteiligt worden ist (BAGE 55, 190, 198 = AP, aaO, zu II 1 d, cc der Gründe; BAG Urteil vom 21. Juli 1988 - 2 AZR 527/87 -, aaO, zu II 2 c, bb der Gründe; LAG Hamm Urteile vom 18. Dezember 1987 - 17 Sa 1225/87 - LAGE Nr. 1 zu § 612 a BGB und vom 15. Januar 1985 - 7 (5) Sa 1430/84 - LAGE Nr. 5 zu § 20 BetrVG 1972; Lorenz, DB 1980, 1745, 1747; Knigge, BB 1980, 1272, 1276; Schleicher, ARBlattei, (D) Gleichbehandlung im Arbeitsverhältnis, II D VIII 3; MünchKomm-Schaub, BGB, 2. Aufl., § 612 a Rz 11; Soergel/Kraft, BGB, 11. Aufl., Nachträge, § 612 a Rz 6; Erman/Küchenhoff, BGB, 7. Aufl., § 612 a Rz 2); er hat den Kausalzusammenhang zwischen Rechtsausübung und Kündigung darzulegen.

    Die Beweiserleichterung des § 611 a Abs. 1 Satz 3 BGB kann auf § 612 a BGB nicht übertragen werden (BAGE 55, 190, 198 = AP, aaO, zu II 1 d, cc der Gründe; Pfarr/Bertelsmann, Gleichbehandlungsgesetz 1985, Rz 188; Soergel/Kraft, aa0).

    Es wird allerdings erwogen, ob insoweit zugunsten des Arbeitnehmers der Beweis des ersten Anscheins eingreifen kann (BAGE 55, 190, 198 = AP, aaO; Urteil vom 21. Juli 1988 - 2 AZR 527/87 -, aaO).

  • BAG, 20.12.2012 - 2 AZR 867/11

    Betriebsbedingte Kündigung - Verbot der Wiederholungskündigung

    Eine unzulässige Benachteiligung kann zwar auch darin liegen, dass der Arbeitgeber eine Kündigung ausspricht (Laux/Schlachter TzBfG 2. Aufl. § 5 Rn. 11; vgl. auch BAG 2. April 1987 - 2 AZR 227/86 - zu II 1 d aa der Gründe, BAGE 55, 190) .
  • LAG Düsseldorf, 10.05.2016 - 14 Sa 82/16

    Privathaushalt als Betrieb im Sinne des KSchG

    Der schwere Vorwurf der Sittenwidrigkeit kann daher nur in besonders krassen Fällen erhoben werden (BAG, Urteil vom 21.02.2001 - 2 AZR 15/00 -, BAGE 97, 92 - 106, Rn. 25; BAG, Urteil vom 24.10.1996 - 2 AZR 874/95 -, Rn. 15, BAG, Urteil vom 02.04.1987 - 2 AZR 227/86 -, BAGE 55, 190 - 202, Rn. 22).
  • BAG, 14.02.2007 - 7 AZR 95/06

    Befristeter Arbeitsvertrag - Vorbehalt - Maßregelung

    Die Vorschrift erfasst einen Sonderfall der Sittenwidrigkeit (BAG 2. April 1987 - 2 AZR 227/86 - BAGE 55, 190 = AP BGB § 612a Nr. 1 = EzA BGB § 612a Nr. 1, zu II 1 der Gründe; 22. Mai 2003 - 2 AZR 426/02 - AP KSchG 1969 § 1 Wartezeit Nr. 18 = EzA BGB 2002 § 242 Kündigung Nr. 2, zu B III 2 a der Gründe).
  • BAG, 16.09.2004 - 2 AZR 511/03

    Anhörung des Betriebsrats zur ordentlichen Kündigung eines Arbeitnehmers während

  • BAG, 21.07.1988 - 2 AZR 527/87

    Anspruch auf Vorruhestandsgeld - Bestehen eines Arbeitsverhältnisses bis zum

  • LAG Hamm, 17.03.2016 - 17 Sa 1661/15

    Fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen Nichtbefolgung einer nicht

  • ArbG Berlin, 11.04.2014 - 28 Ca 19104/13

    Kündigung durch einen Arbeitgeber als verbotene Maßregelung eines Arbeitnehmers

  • BAG, 21.02.2002 - 2 AZR 556/00

    Betriebsbedingte Änderungskündigung nach betrieblicher Organisationsänderung

  • BAG, 25.11.1993 - 2 AZR 517/93

    Beweislast bei Leistung von Überstunden

  • BAG, 16.02.1989 - 2 AZR 347/88

    Kündigung nach Infektion mit HIV-Virus

  • LAG Mecklenburg-Vorpommern, 21.09.2011 - 2 Sa 142/11

    Betriebsbedingte Kündigung - Auslegung einer Rückkehrklausel in einem

  • BAG, 11.08.1992 - 1 AZR 103/92

    Kurzstreik, unverhältnismäßige Aussperrung u. Treueprämie

  • ArbG Dortmund, 12.02.2014 - 9 Ca 5518/13

    Unwirksamkeit einer Kündigung während der Probezeit wegen Verstoßes gegen das

  • LAG Niedersachsen, 29.10.2015 - 4 Sa 951/14

    Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit

  • BAG, 15.06.1993 - 9 AZR 18/92

    Vorruhestandsgeld im Konkurs - Beginn des Vorruhestandes nach Konkurseröffnung

  • LAG Hamm, 21.04.2016 - 17 Sa 106/16

    § 21 VII BEEG ist auch anwendbar, wenn die Vertretungskraft unbefristet

  • LAG Niedersachsen, 12.09.2005 - 5 Sa 396/05

    Elternzeitverlangen bei Adoption eines Kindes

  • LAG Hessen, 21.02.2003 - 12 Sa 561/02

    Kündigung in der Probezeit

  • LAG Nürnberg, 14.11.2013 - 8 Sa 334/13

    Betriebliche Altersversorgung - Ausscheiden mit 63 - versicherungsmathematischer

  • ArbG Ulm, 20.08.2010 - 1 Ca 74/10

    Urlaubsabgeltung - Masseforderung - Insolvenzeröffnung - langandauernde Krankheit

  • LAG Berlin-Brandenburg, 07.10.2010 - 25 Sa 1435/10
  • ArbG Hamburg, 31.08.2010 - 19 Ca 215/10

    Unwirksamkeit einer Kündigung - Maßregelung - Zusammenhang zwischen

  • LAG Hamm, 31.03.2016 - 17 Sa 1619/15

    Nachwirkung einer vom Betriebsrat gekündigten Betriebsvereinbarung zur

  • ArbG Bonn, 28.11.2012 - 5 Ca 1834/12

    Kündigung außerhalb des Anwendungsbereichs des KSchG;

  • LAG Thüringen, 22.12.2009 - 7 Sa 31/09
  • LAG Hamm, 15.07.1993 - 17 Sa 428/93

    Betriebsrat: Anspruch auf Mitteilung tariflicher Kündigungsfristen durch den

  • BAG, 15.06.1993 - 9 AZR 102/92

    Vorruhestandsgeld: Ansprüche im Konkurs, wenn der Beginn des Vorruhestandes nach

  • LAG Thüringen, 23.11.1994 - 9 (2) Sa 2010/93

    Sozialauswahl ; Kündigung ; Mangelnder Bedarf

  • LAG Hessen, 22.01.2007 - 17 Sa 1318/06

    Kleinbetrieb - Auswahlentscheidung - Auswahlfehler - Betriebszugehörigkeit

  • LAG Berlin, 01.09.2000 - 8 Sa 1094/00

    Kündigung: Unwirksamkeit - Verstoß gegen § 612 BGB

  • BAG, 09.05.1996 - 2 AZR 128/95

    Wirksamkeit einer Kündigung in der Probezeit - Ordnungsgemäße Beteiligung des

  • LAG Köln, 04.10.1990 - 10 Sa 629/90

    Arbeitsentgelt: Streikbruchprämie - Benachteiligungsverbot

  • LAG Köln, 17.12.1993 - 13 Sa 748/93

    Kündigung: verhaltensbedingte Kündigung eines Chefarztes wegen

  • LAG Hessen, 09.12.1991 - 11 Sa 277/90

    Konkursrechtliche Qualifizierung von Ansprüchen auf Zahlung von

  • LAG Hessen, 07.11.2000 - 9 Sa 675/00

    Wirksamkeit einer fristlosen und vorsorglich ordentlichen Kündigung

  • ArbG Herford, 08.09.2010 - 1 Ca 387/10

    Kündigung wegen Verstoßes gegen das Maßregelungsverbot (hier: nach Geltendmachung

  • LAG Düsseldorf, 13.12.1988 - 8 Sa 663/88

    Kündigung: Maßregelungskündigung wegen Vollstreckungsversuchs bezüglich des

  • LAG Hessen, 29.10.1990 - 11 Sa 62/90

    Erstattung von Vorruhestandsleistungen an die Arbeitgeber des Baugewerbes ;

  • ArbG Detmold, 26.01.2007 - 3 Ca 1058/06
  • LAG Nürnberg, 30.11.1992 - 7 Sa 309/92

    Widerruf einer freiwilligen Leistungszulage nach billigem Ermessen ; Mangelnde

  • ArbG Wiesbaden, 14.11.1991 - 4 Ca 1615/91

    Klage gegen den insolventen Arbeitgeber auf anteilige Tragung der

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