Rechtsprechung
   BGH, 25.05.2020 - VI ZR 252/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,11792
BGH, 25.05.2020 - VI ZR 252/19 (https://dejure.org/2020,11792)
BGH, Entscheidung vom 25.05.2020 - VI ZR 252/19 (https://dejure.org/2020,11792)
BGH, Entscheidung vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19 (https://dejure.org/2020,11792)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2020,11792) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (14)

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 826 BGB

  • verkehrslexikon.de

    Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung durch Volkswagen AG im Dieselskandal - Schadensersatz für Käufer eines Schummeldiesels unter Anrechnung der Nutzungsvorteile

  • rewis.io
  • juris.de

    Arglistige Täuschung des Fahrzeugkäufers durch Erschleichung der Typgenehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt; Darlegungslastverteilung für Kenntnis des Vorstands; Vermögensschaden trotz objektiver Werthaltigkeit von Leistung und Gegenleistung; Vorteilsausgleichung bei ...

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 12,79 €)

    Zur arglistigen Täuschung der Fahrzeugkäufer, wenn ein Fahrzeughersteller im Rahmen einer von ihm bei der Motorenentwicklung getroffenen strategischen Entscheidung die Typgenehmigungen der Fahrzeuge durch arglistige Täuschung des Kraftfahrt-Bundesamts erschleicht und die ...

  • kanzlei.biz

    Schadensersatzklage gegen VW infolge des sogenannten "Dieselskandals" überwiegend erfolgreich

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 31 ; BGB § 249 ; BGB § 826
    Dieselskandal: Anspruch auf Schadensersatz gegen VW wegen vorsätzlicher sitenwidriger Schädigung wegen des Verkaufs abgasmanipulierter Fahrzeuge; Bejahung eines Vermögensschadens in Form eines unerwünschten Vertrages; Anrechnung einer Nutzungsentschädigung

  • datenbank.nwb.de

    Arglistige Täuschung des Fahrzeugkäufers durch Erschleichung der Typgenehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt; Darlegungslastverteilung für Kenntnis des Vorstands; Vermögensschaden trotz objektiver Werthaltigkeit von Leistung und Gegenleistung; Vorteilsausgleichung bei ...

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Haftung der VW AG wegen vorsätzlicher sittenwidriger Täuschung durch Abgasmanipulation an Diesel-Kfz

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (79)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Schadensersatzklage im sogenannten "Dieselfall" gegen die VW AG überwiegend erfolgreich

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Schadensersatzklage im sogenannten "Dieselfall" gegen die VW AG überwiegend erfolgreich

  • autokaufrecht.info (Kurzinformation)

    Sittenwidrige vorsätzliche Schädigung durch die Volkswagen AG im VW-Abgasskandal - Gebrauchtwagen

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation und Pressemitteilung)

    Abgasskandal: Schadensersatz wegen sittenwidriger Täuschung bestätigt

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    VW-Abgasskandal: Geld zurück, aber "Kilometergeld”

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung durch Volkswagen AG im Dieselskandal - Schadensersatz für Käufer eines Schummeldiesels unter Anrechnung des Nutzungsvorteils

  • christmann-law.de (Kurzinformation)

    VW hat Amt mit Dieselsoftware getäuscht

  • faz.net (Pressemeldung, 25.05.2020)

    VW muss klagenden Diesel-Käufern Schadenersatz zahlen

  • lto.de (Pressebericht, 25.05.2020)

    VW im Abgasskandal verurteilt: Alles für den Profit, zu Lasten der ahnungslosen Kunden

  • lto.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal: Kaufpreis zurück, minus gefahrene Kilometer

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    VW-Kunden steht im Dieselskandal grundsätzlich Schadensersatz zu

  • rabüro.de (Pressemitteilung)

    VW ist im Dieselskandal schadensersatzpflichtig

  • tp-presseagentur.de (Kurzinformation)

    Schadensersatzklage im sogenannten "Dieselfall" gegen die VW AG überwiegend erfolgreich

  • haufe.de (Kurzinformation)

    Endlich höchstrichterliche Klarheit zur Diesel-Abgasmanipulation

  • datev.de (Kurzinformation)

    Schadensersatzklage im sog. Dieselfall gegen die VW AG überwiegend erfolgreich

  • juve.de (Kurzinformation)

    Dieselskandal: Ersatzfähiger Schaden schon mit Kauf

  • juve.de (Kurzinformation)

    Dieselkläger gegen VW durch

  • bundesanzeiger-verlag.de (Kurzinformation)

    Dieselaffäre: Vorsätzliche und sittenwidrige Schädigung durch VW

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal - auch neue Vergleichsangebote von VW unzureichend

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Sensation im Abgasskandal: VW lässt die Einrede der Verjährung fallen!

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW-Abgasskandal - Schadensersatzansprüche beim EA 189 noch nicht verjährt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Greift der Verjährungseinwand der Vw AG im Abgassskandal gegen die Autokäufer durch

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Nutzungsentschädigung im Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal: Update führt zu Schäden

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schadensersatz im VW-Abgasskandal bei Fahrzeugkauf 2016

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal: VW haftet wegen sittenwidriger Schädigung

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schadensersatzansprüche im VW-Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW haftet im Abgasskandal auf Schadensersatz

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal: Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Dieselskandal führt zur Zahlung von Schadensersatz durch VW

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Dieselskandal: VW muss Käufer Schadenersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal: Anspruch eines Käufers auf Erstattung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Pkw wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach §§ 826, 31 BGB

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Dieselskandal - Auswirkungen auf Daimler

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schadensersatz für VW Kunden im Abgasskanda

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss im Abgasskandal Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss Schadenersatz für manipulierte Dieselautos zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW hat Autokäufer im Abgasskandal sittenwidrig geschädigt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schadensersatz für VW Kunden im Abgasskanda

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schadensersatz für VW Kunden im Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Erstattung des Kaufpreises durch VW gegen Übergabe des Pkw

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss im Abgasskandal Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss im Abgasskandal Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss im Abgasskandal Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss im Abgasskandal Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss im Abgasskandal Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss im Abgasskandal Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW muss im Abgasskandal Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal: VW muss Schadensersatz zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW-Vergleich

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Verjährung im VW Abgasskandal - Schadensersatzansprüche noch geltend machen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal - VW zu Schadensersatz verpflichtet

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Keine Verjährung der Ansprüche auf Schadensersatz im Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Haftung geklärt; kann ich jetzt noch klagen?

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW-Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schadenersatzansprüche im VW Abgasskandal noch nicht verjährt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Diesel Skandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Diesel-Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Dieselskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Abgasskandal

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Verjährung im Abgasskandal EA 189 - Schadensersatz noch 2020 geltend machen

  • anwalt.de (Pressemitteilung)

    Urteil gegen VW auf Erstattung des Kaufpreises wegen manipuliertem Dieselfahrzeug bestätigt

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW-Dieselskandal: Was für Geschädigte beim Nutzungsersatz jetzt wichtig wird

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW verurteilt - Ansprüche heute doch nicht verjährt?

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    VW-Abgasskandal - Schadensersatzansprüche beim EA 189 noch nicht verjährt


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung - vor Ergehen der Entscheidung)

    Diesel-Verfahren

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung - vor Ergehen der Entscheidung)

    VW-Verfahren

  • faz.net (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 04.05.2020)

    Vor dem Grundsatzurteil: "Der Diesel-Skandal beginnt erst richtig"

  • lto.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 04.05.2020)

    Erste BGH-Verhandlung zum Abgasskandal: Worum es in Karlsruhe gehen wird

  • welt.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 25.08.2019)

    Grundsatz-Urteile zum Diesel rücken näher

  • spiegel.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 05.05.2020)

    Bundesgerichtshof widerspricht VW im Dieselskandal

Besprechungen u.ä.

  • saarland.de PDF, S. 322 (Entscheidungsbesprechung)

    Schadensersatz wegen vorsätzlicher sitten-widriger Schädigung mit Vorteilsausglei-chung im VW-Abgasskandal

Sonstiges (2)

  • reuters.com (Sitzungsbericht, 05.05.2020)

    BGH-Richter zweifelt an VW-Argumenten im Diesel-Prozess

  • youtube.com (Videobericht)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 225, 316
  • NJW 2020, 1962
  • ZIP 2020, 1179
  • MDR 2020, 790
  • VersR 2020, 988
  • WM 2020, 1078
  • BB 2020, 1869
  • DB 2020, 1232
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (260)

  • BGH, 17.12.2020 - VI ZR 739/20

    VW-Verfahren: Beginn der dreijährigen Verjährungsfrist

    Dieser Person war bewusst, in Kenntnis des Risikos einer Betriebsbeschränkung oder -untersagung der betroffenen Fahrzeuge werde niemand - zumindest nicht ohne einen erheblichen, dies berücksichtigenden Abschlag vom Kaufpreis - ein damit belastetes Fahrzeug erwerben (vgl. Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 16 ff.).

    Kenntnis von der abstrakten Gefahr der Betriebsbeschränkung oder -untersagung (vgl. Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 52), die aufgrund der dem Kläger im Jahr 2015 bekannten Funktionsweise der Software bestand, war nicht erforderlich, weil es sich insoweit nicht um einen tatsächlichen Umstand im Sinne von § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB, sondern um eine rechtliche Schlussfolgerung handelt.

    Nach den von der höchstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen der sekundären Darlegungslast kann das Gericht in einem Fall wie dem vorliegenden vom Kläger keinen näheren Vortrag dazu verlangen, welche konkrete bei der Beklagten tätige Person das sittenwidrige Verhalten an den Tag gelegt hat (Senatsurteile vom 30. Juli 2020 - VI ZR 367/19, ZIP 2020, 1763 Rn. 14 ff.; vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 34 ff.).

    Dafür würde der Verweis auf die hier betroffene grundlegende Strategieentscheidung über den Einsatz der unzulässigen Abschalteinrichtung, die Vielzahl der betroffenen Fahrzeuge und die damit verbundenen weitreichenden Konsequenzen ausreichen (Senatsurteile vom 30. Juli 2020 - VI ZR 367/19, ZIP 2020, 1763 Rn. 18; vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 39).

    Denn dann wäre eine Haftung der Beklagten aus § 831 BGB in Betracht gekommen (vgl. hierzu Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 43).

    Dasselbe gilt demgemäß für ein Verhalten, das - wie hier (vgl. Senatsurteile vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 23; vom 30. Juli 2020 - VI ZR 367/19, ZIP 2020, 1763 Rn. 13) - einer unmittelbaren arglistigen Täuschung (hier: der Fahrzeugkäufer) gleichsteht.

    Das Risiko, dass erst eine abschließende Entscheidung des Bundesgerichtshofs, wie sie dann mit dem Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19 erging, Gewissheit bringen würde, war dem Kläger zuzumuten.

  • BGH, 30.07.2020 - VI ZR 5/20

    Schadensersatzklage im sogenannten "Dieselfall" gegen die VW AG bei

    Wie der Senat in seinem Urteil vom 25. Mai 2020 (VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 76) ausgeführt hat, liegt das Interesse, nicht zur Eingehung einer ungewollten Verbindlichkeit veranlasst zu werden, nicht im Aufgabenbereich des § 6 Abs. 1, § 27 Abs. 1 EG-FGV.

    Anderes ergibt sich nicht aus dem von der Revision angeführten Gesichtspunkt, dass die Übereinstimmungsbescheinigung gemäß Erwägungsgrund 0 des Anhangs IX der Richtlinie 2007/46/EG in der Fassung der VO 385/2009/EG eine Erklärung des Fahrzeugherstellers darstellt, in der dem Fahrzeugkäufer versichert wird, dass das von ihm erworbene Fahrzeug zum Zeitpunkt seiner Herstellung mit den in der Europäischen Union geltenden Rechtsvorschriften übereinstimmt (vgl. Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 75).

    Die Rechtslage ist sowohl im Hinblick auf § 6 Abs. 1, § 27 Abs. 1 EG-FGV (vgl. Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 77) als auch im Hinblick auf Art. 5 VO 715/2007/EG wie dargestellt von vornherein eindeutig ("acte claire", vgl. EuGH, Urteil vom 6. Oktober 1982 - Rs 283/81, NJW 1983, 1257, 1258; BVerfG, NVwZ 2015, 52 Rn. 35).

    Es kann dahinstehen, ob und gegebenenfalls durch welches Verhalten im Zusammenhang mit der Verwendung der unzulässigen Abschalteinrichtung (vgl. dazu Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 17) in strafrechtlich relevanter Weise getäuscht worden ist und ob die Täuschung, wie die Revision meint, fortgewirkt und auch noch im August 2016 beim Kläger einen strafrechtlich relevanten Irrtum erregt hat (vgl. allgemein zu Täuschung und Irrtum im Zusammenhang mit dem sogenannten Dieselskandal: Brand, wistra 2019, 169, 171 ff.; Brand/Hotz, NZG 2017, 976, 977 f.; Eggert in Reinking/Eggert, Der Autokauf, 14. Aufl., Rn. 1895 b f.; Hefendehl in MünchKommStGB, 3. Aufl., § 263 Rn. 124, 252; Isfen, JA 2016, 1, 2 f.).

    Im Hinblick auf das Bestimmtheitsgebot und Analogieverbot (vgl. BVerfGE 126, 170, 226 ff. zu § 266 StGB; BVerfGE 130, 1, 47 zu § 263 StGB) sind die Anforderungen an die Feststellung eines Vermögensschadens im Sinne von § 263 Abs. 1 StGB andere als an die Feststellung eines Schadens im Sinne von § 826 BGB (vgl. zu letzterem Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 44 ff.).

    Wie der Senat in seinem Urteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19 (ZIP 2020, 1179 Rn. 22, 25) zu einer Haftung der Beklagten aus § 826 BGB ausgeführt hat, bestand - wovon das Berufungsgericht auch im vorliegenden Fall ausgegangen ist - das Ziel der verfassungsmäßigen Vertreter der Beklagten im Zusammenhang mit dem Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit unzulässiger Abschalteinrichtung darin, diese Fahrzeuge kostengünstiger als ihr sonst möglich zu produzieren, möglichst viele von ihnen abzusetzen und damit ihren Gewinn zu erhöhen.

    Dem steht nicht entgegen, dass die Beklagte das Unwerturteil, sittenwidrig im Sinne von § 826 BGB gehandelt zu haben, vor Aufdeckung des sogenannten Dieselskandals auch im Hinblick auf unwissende Gebrauchtwagenkäufer traf (Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 16, 25) und sie von einem Wiederverkauf der Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt ausgehen musste.

    Insbesondere bei mittelbaren Schädigungen kommt es ferner darauf an, dass den Schädiger das Unwerturteil, sittenwidrig gehandelt zu haben, gerade auch in Bezug auf die Schäden desjenigen trifft, der Ansprüche aus § 826 BGB geltend macht (Senatsurteile vom 7. Mai 2019 - VI ZR 512/17, NJW 2019, 2164 Rn. 8; vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 15).

    Da für die Bewertung eines schädigenden Verhaltens als (nicht) sittenwidrig in einer Gesamtschau (vgl. Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 16) dessen Gesamtcharakter zu ermitteln ist, ist ihr das gesamte Verhalten des Schädigers bis zum Eintritt des Schadens beim konkreten Geschädigten zugrunde zu legen.

    Im Falle der vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung gemäß § 826 BGB wird das gesetzliche Schuldverhältnis erst mit Eintritt des Schadens beim konkreten Geschädigten (der unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls in einem Vertragsabschluss liegen kann, vgl. Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 44 ff.) begründet, weil der haftungsbegründende Tatbestand des § 826 BGB die Zufügung eines Schadens zwingend voraussetzt.

    aa) Der Senat hat im Urteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 16 ff. auf der Grundlage der im dortigen Verfahren getroffenen Feststellungen ausgeführt, dass und warum das Verhalten der Beklagten im Zusammenhang mit dem Inverkehrbringen der mit der Manipulationssoftware versehenen Motoren auch gegenüber Gebrauchtwagenkäufern als mittelbar Geschädigten, die das Fahrzeug vor der Verhaltensänderung der Beklagten im Herbst 2015 erwarben, objektiv sittenwidrig war.

    Die Beklagte hat ihre strategische unternehmerische Entscheidung, im eigenen Kosten- und Gewinninteresse das KBA und letztlich die Fahrzeugkäufer zu täuschen, ersetzt durch die Strategie, an die Öffentlichkeit zu treten, Unregelmäßigkeiten einzuräumen und in Zusammenarbeit mit dem KBA Maßnahmen zur Beseitigung des gesetzwidrigen Zustandes zu erarbeiten, um die Gefahr einer Betriebsbeschränkung oder -untersagung (s. hierzu Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, ZIP 2020, 1179 Rn. 20 f.) zu bannen.

  • BGH, 30.07.2020 - VI ZR 354/19

    "VW-Dieselverfahren": Nutzungsvorteile können Schadensersatzanspruch vollständig

    Der Schadensersatzanspruch des Käufers eines mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung für die Abgasrückführung versehenen Fahrzeugs kann durch die im Wege des Vorteilsausgleichs erfolgende Anrechnung gezogener Nutzungen vollständig aufgezehrt werden (Fortführung Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, NJW 2020, 1962 Rn. 64-77).

    Das Berufungsgericht hat frei von Rechtsfehlern angenommen, dass ein etwaiger Kaufpreiserstattungsanspruch des Klägers (vgl. zur Haftung dem Grunde nach Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, NJW 2020, 1962 Rn. 12-63) - unabhängig von der Rechtsgrundlage - im Wege der Vorteilsanrechnung um die vom Kläger gezogenen Nutzungsvorteile zu reduzieren ist, was unter den besonderen Umständen des vorliegenden Falles zu einem vollständigen Wegfall des Schadens des Klägers führt.

    Die insoweit von der Revision erhobenen Einwände, mit der Vorteilsanrechnung würden die Präventionswirkung des Deliktsrechts verfehlt, das Gebot unionsrechtskonformer Rechtsanwendung verletzt, die Beklagte unangemessen entlastet und gesetzliche Wertungen missachtet, greifen nicht durch (vgl. Senatsurteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19, NJW 2020, 1962 Rn. 64-77 mwN).

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht