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   OVG Nordrhein-Westfalen, 05.03.2018 - 6 A 1855/16   

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https://dejure.org/2018,4692
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.03.2018 - 6 A 1855/16 (https://dejure.org/2018,4692)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 05.03.2018 - 6 A 1855/16 (https://dejure.org/2018,4692)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 05. März 2018 - 6 A 1855/16 (https://dejure.org/2018,4692)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)

    Ergänzungsantrags; Zustellung; Zugang

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Bestimmung des Beginns der Frist für einen Ergänzungsantrag nach § 120 Abs. 2 VwGO bei unanfechtbaren, nicht förmlich zugestellten Beschlüssen; Möglichkeit der nachträglichen Ergänzung eines Beschlusses nach §§ 122 Abs. 1, 120 Abs. 1 VwGO von Amts wegen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bestimmung des Beginns der Frist für einen Ergänzungsantrag nach § 120 Abs. 2 VwGO bei unanfechtbaren, nicht förmlich zugestellten Beschlüssen; Möglichkeit der nachträglichen Ergänzung eines Beschlusses nach §§ 122 Abs. 1 , 120 Abs. 1 VwGO von Amts wegen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

  • VG Düsseldorf - 2 K 1156/16
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 05.03.2018 - 6 A 1855/16

Papierfundstellen

  • DVBl 2018, 815
  • DVBl 2018, 893
  • DÖV 2018, 536
 
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Wird zitiert von ...

  • VGH Bayern, 16.10.2019 - 15 C 19.1719

    Beigeladene, Verwaltungsgerichte, Einstellungsbeschluß, mündliche Verhandlung,

    Auch wenn der in der mündlichen Verhandlung von den Beteiligten (einschließlich der Beigeladenenseite) zu Protokoll erklärte Rechtsmittelverzicht die Zulässigkeit eines Ergänzungsantrags nicht ausschließt (so BayVGH, B.v. 26.1.1973 - 313 I 72 - BayVBl. 1973, 249; Clausing/Kimmel in Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: Februar 2019, § 120 Rn. 6), ist der für eine Beschlussergänzung gem. § 122 Abs. 1 i.V. mit § 120 Abs. 1 VwGO erforderliche Abänderungsantrag jedenfalls deshalb unzulässig, weil er nicht innerhalb der über § 122 Abs. 1 VwGO entsprechend geltenden Zweiwochenfrist des § 120 Abs. 2 VwGO und daher zu spät gestellt wurde (vgl. BVerwG, B.v. 28.6.1993 - 7 B 143/92 - NVwZ-RR 1994, 236 = juris Rn. 4 f.; BayVGH, B.v. 11.4.2005 - 9 B 04.521 - juris Rn. 10; U.v. 13.2.2017 - 22 B 13.1358 - BayVBl. 2018, 496 = juris Rn. 7; OVG NRW, B.v. 27.7.2016 - 14 B 243/16 - juris Rn. 1 ff.; B.v. 5.3.2018 - 6 A 1855/16 - DVBl. 2018, 893 = juris Rn. 1 ff.).

    Ein Beschluss, mit dem nach Klagerücknahme das Klageverfahren gem. § 92 Abs. 3 VwGO eingestellt sowie über die Kostenverteilung entschieden wird, der in der mündlichen Verhandlung verkündet wird und hinsichtlich dessen die Beteiligten zudem auf Rechtsmittel sogar ausdrücklich verzichtet haben, muss - anders als bei Urteilen (vgl. § 56 Abs. 1 letzter Halbs., § 116 Abs. 1 Satz 2 VwGO) - jedenfalls nicht förmlich zugestellt werden (BayVGH, B.v. 26.1.1973 - 313 I 72 - BayVBl. 1973, 249; laut OVG NRW, B.v. 5.3.2018 - 6 A 1855/16 - DVBl. 2018, 893 = juris Rn. 5 ff. m.w.N. gilt das Zustellerfordernis auch nicht für derartige Beschlüsse, wenn sie außerhalb der mündlichen Verhandlung ergehen, weil § 56 Abs. 1 VwGO nur auf Rechtsmittelnicht aber auf Beschlussergänzungsfristen Anwendung finde).

    Der Kostenpflichtige hat auch in den Fällen formloser Bekanntgabe bzw. (wie hier) der Verkündung ein schutzwürdiges Interesse daran, nicht zeitlich unbegrenzt nach einem abgeschlossenen Verfahren mit weiteren Kostenforderungen überzogen zu werden (BVerwG, B.v. 28.6.1993 - 7 B 143/92 - NVwZ-RR 1994, 236 = juris Rn. 6; OVG NRW, B.v. 5.3.2018 - 6 A 1855/16 - DVBl. 2018, 893 = juris Rn. 9 m.w.N.; Bamberger in Wysk, VwGO, 2. Aufl. 2016, § 120 Rn. 5).

    Wenn das System der VwGO in § 57 Abs. 1 VwGO die formlose Übermittlung von Entscheidungen oder aber die Verkündung für den Fristbeginn vorsieht und sich in § 122 VwGO keine spezielle Regelung findet, ist mithin davon auszugehen, dass entsprechend den allgemeinen Regeln in §§ 56, 57 VwGO beziehungsweise § 173 VwGO i.V.m. § 329 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 ZPO für den Fristbeginn nach § 120 Abs. 2 VwGO entweder auf die Verkündung oder auf den formlosen Zugang der Entscheidung abzustellen ist (vgl. OVG NRW, B.v. 5.3.2018 - 6 A 1855/16 - DVBl. 2018, 893 = juris Rn. 3, 9; NdsOVG, B.v. 2.2.2016 - 1 LA 170/15 - NVwZ-RR 2016, 685 = juris Rn. 3, 4; zum Fristbeginn bei formlosem Zugang eines nicht verkündeten Beschlusses vgl. auch BVerwG, B.v. 28.6.1993 - 7 B 143/92 - NVwZ-RR 1994, 236 = juris Rn. 5; BayVGH, B.v. 11.4.2005 - 9 B 04.521 - juris Rn. 10; OVG NRW, B.v. 10.4.2008 - 13 A 2932/07 u.a. - juris Rn. 6; B.v. 27.7.2016 - 14 B 243/16 - juris Rn. 1; B.v. 5.3.2018 - 6 A 1855/16 - DVBl. 2018, 893 = juris Rn. 9; Clausing/Kimmel in Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: Februar 2019, § 120 Rn. 10; Rennert in Eyermann, VwGO, 15. Aufl. 2019, § 120 Rn. 5).

    Da Urteile und Beschlüsse gem. § 120 Abs. 1 VwGO (bei Beschlüssen i.V. mit § 122 Abs. 1 VwGO) nur auf Antrag ergänzt werden dürfen und eine entsprechende Änderung von Amts wegen angesichts des klaren Wortlauts der Regelung nicht zulässig ist (BVerwG, B.v. 28.6.1993 - 7 B 143/92 - NVwZ-RR 1994, 236 = juris Rn. 6; B.v. 2.6.1999 - 4 B 30.99 - NVwZ-RR 1999, 694 = juris Rn. 7; BayVGH, B.v. 11.4.2005 - 9 B 04.521 - juris Rn. 11; U.v. 13.2.2017 - 22 B 13.1358 - BayVBl. 2018, 496 = juris Rn. 6; OVG M-V, B.v. 7.11.2011 - 1 O 45/11 - juris Rn. 8; OVG NRW, B.v. 10.4.2008 - 13 A 2932/07 u.a. - juris Rn. 4; B.v. 27.7.2016 - 14 B 243/16 - juris Rn. 9; B.v. 5.3.2018 - 6 A 1855/16 - DVBl. 2018, 893 = juris Rn. 14; NdsOVG, B.v. 28.8.2001 - 1 OB 2381/01 - NVwZ-RR 2002, 897 = juris Rn. 8; B.v. 15.4.2008 - 4 OB 102/08 - juris Rn. 3; B.v. 2.2.2016 - 1 LA 170/15 - NVwZ-RR 2016, 685 = juris Rn. 2), durfte das Verwaltungsgericht nach Ablauf der Zweiwochenfrist (§ 122 Abs. 1, § 120 Abs. 2 VwGO) eine ergänzende Entscheidung über die Erstattung der außergerichtlichen Kosten zu Lasten der Beigeladenen nicht (mehr) treffen.

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