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   VGH Baden-Württemberg, 23.11.1972 - I 732/72   

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VGH Baden-Württemberg, 23.11.1972 - I 732/72 (https://dejure.org/1972,768)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 23.11.1972 - I 732/72 (https://dejure.org/1972,768)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 23. November 1972 - I 732/72 (https://dejure.org/1972,768)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • ESVGH 23, 21
  • NJW 1973, 1767 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (11)

  • VGH Baden-Württemberg, 18.03.2004 - 1 S 2261/02

    Anschluss- und Benutzungszwang betreffend Einrichtungen der Fernwärme nur bei

    Ein öffentliches Bedürfnis im Sinne des § 11 Abs. 2 GemO ist gegeben, wenn durch den Anschluss- und Benutzungszwang nach objektiven Maßstäben das Wohl der Gemeindeeinwohner gefördert wird; dabei können neben den Gründen des öffentlichen Wohles auch Rentabilitätsgesichtspunkte den Anschluss- und Benutzungszwang rechtfertigen (vgl. die Senatsbeschlüsse vom 23.11.1972, ESVGH 23, 21, 24 ff., vom 26.9.1978, DÖV 1979, 571, 572 f., sowie vom 26.7.1979, ESVGH 30, 40, 41; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 11.11.1981, VBlBW 1982, 234, 236; Kunze/Bronner/Katz, Kommentar zur Gemeindeordnung Baden-Württemberg, 4. Aufl., 11. Lieferung, September 2000 § 11 RdNr. 20).

    Entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts handelt es sich bei diesem gesetzlichen Erfordernis, wie der Senat wiederholt entschieden hat, um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der in Auslegung und Anwendung uneingeschränkt gerichtlicher Kontrolle unterliegt (Senatsbeschlüsse vom 23.11.1972, a.a.O., S. 24, und vom 26.7.1979, a.a.O., S. 41 m.w.N.; ebenso OVG Schleswig, Urteil vom 21.8.2002, NordÖR 2003, 21, 22 f.; Gern, Kommunalrecht Baden-Württemberg, 8. Aufl., RdNr. 335; Schmidt-Aßmann, a.a.O., RdNr. 115 Fn. 431; vgl. auch Schoch, NVwZ 1990, 801, 810; a.A. Kunze/Bronner/Katz, a.a.O., § 11 RdNr. 10).

    Die Rechtsfrage, ob ein öffentliches Bedürfnis zur Normierung eines Anschluss- und Benutzungszwangs besteht, kann auch für eine Fernheizung nicht generell, sondern nur anhand der besonderen Umstände des Einzelfalls beantwortet werden (vgl. Senatsbeschluss vom 23.11.1972, a.a.O., S. 25).

    Vielmehr kann dieses - zumal die Einführung des § 11 Abs. 2 GemO allgemein mit Gründen des Umweltschutzes gerechtfertigt worden ist (LTDrucks V/5399, S. 43) - bereits im Vorfeld von Gefahren für die Gesundheit oder die Umwelt vorliegen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 26.9.1978, a.a.O., S. 573, und vom 23.11.1972, a.a.O., S. 25 f.; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 23.7.1981, VBlBW 1982, 54, 55; Schmidt-Aßmann, a.a.O., RdNr. 115: "Gefahrenvorsorge"; Kunze/Bronner/Katz, a.a.O., § 11 RdNr. 20).

    Dementsprechend hat der Senat in seiner bisherigen Rechtsprechung den Anschluss- und Benutzungszwang bei Einrichtungen der Fernwärmeversorgung nur für gerechtfertigt gehalten, wenn besondere örtliche Gegebenheiten der betreffenden Gemeinde vorlagen (vgl. Beschluss vom 23.11.1972, a.a.O., S. 25 f., und vom 26.9.1978, a.a.O., S. 573; vgl. auch VGH Bad.-Württ., Urteil vom 23.7.1981, a.a.O., S. 55; ähnlich Bay. VGH, Urteil vom 13.1.1982, NVwZ 1983, 167, 168, zu Art. 24 der Bayr. Gemeindeordnung; Hölzl/Hien, Gemeindeordnung mit Verwaltungsgemeinschaftsordnung, Landkreisordnung und Bezirksordnung für den Freistaat Bayern, Art. 24 GO Anm. I 5 g m.w.N.).

    Dies hat der Senat in der Vergangenheit erwogen etwa für "Ballungszentren des menschlichen Zusammenlebens, in denen die Gefahr der Luftverschmutzung nicht nur durch die Industrie, sondern auch durch die auf kleinstem Raum sehr zahlreich vorhandenen Einzelheizungen besonders groß ist" (vgl. den Senatsbeschluss vom 23.11.1972, a.a.O., S. 25 f.; Urteil vom 23.7.1981, a.a.O., S. 55).

    Die Gesichtspunkte der Rentabilität und der generellen Nützlichkeit von Fernheizungen für einen wirksamen Umweltschutz hat der Senat allein für nicht ausreichend gehalten (Senatsbeschluss vom 23.11.1972, a.a.O., S. 26).

    Mit Blick auf den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit müssen deshalb die für den Anschluss- und Benutzungszwang sprechenden Gründe auch von hinreichendem Gewicht sein, um die mit der Maßnahme verbundenen, erheblichen Beeinträchtigungen grundrechtlicher Belange der Betroffenen zu rechtfertigen (vgl. bereits Senatsbeschluss vom 23.11.1972, a.a.O., S. 26).

  • OVG Thüringen, 24.09.2007 - 4 N 70/03

    Unwirksamkeit einer Fernwärmeversorgungssatzung, die keine Ausnahmen vom

    Bei dem Begriff der Gründe des öffentlichen Wohls im Sinne dieser Vorschrift handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, dessen Auslegung der vollen gerichtlichen Kontrolle unterliegt (vgl. zum dortigen Landesrecht auch: OVG-SH, Urteil vom 21.08.2002 - 2 L 30/00 - VGH BW , Beschluss vom 23.11.1972 - I 732/72 -ESVGH 23, 21; ebenso: Uckel/Hauth/Hoffmann, Kommunalrecht in Thüringen, Stand Juni 2007, Anm. 5.1 zu § 20 ThürKO; Seewald in Steiner, Besonderes Verwaltungsrecht, 8. Auflage 2006, Rn. 171).

    Fiskalische oder wirtschaftliche Gründe können als Nebenzweck hinzutreten, sind aber allein keine Gründe des öffentlichen Wohls (hierzu auch Uckel/Hauth/Hoffmann, a. a. O. Anm. 5.1 zu § 20 ThürKO; Schmidt Aßmann in Badura u. a., Besonderes Verwaltungsrecht, 12. Auflage 2003, Rn. 115; BVerwG, Urteil vom 11.04.1986 - 7 C 50.83 - NVwZ 1986, 754; VGH BW, 23.11.1972 - I 732/72 - a. a. O.; OVG SH, Urteil vom 22.10.2003 - 2 KN 5/02 -a. a. O.).

  • VGH Baden-Württemberg, 14.12.2004 - 2 S 191/03

    Bekanntmachungen selbständiger Gemeinden in gemeinsam herausgegebenen

    Dies ist rechtlich unbedenklich, zumal sich aus den Präambeln jeweils deutlich entnehmen lässt, dass die Gemeinderäte der rechtlich selbständigen Gemeinden die - inhaltlich gleich lautenden - Erschließungsbeitragssatzungen getrennt (und auch zu verschiedenen Zeitpunkten) für ihr jeweiliges Gemeindegebiet beschlossen haben (zur Zulässigkeit der gemeinsamen Herausgabe eines Amtsblattes durch mehrere Gemeinden vgl. auch Kunze/Bronner/Katz, Gemeindeordnung für Baden-Württemberg, Komm., Band 1, § 4 Rdnr. 23 mit Hinweis auf VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 23.11.1972, ESVGH 23, 21 = EKBW GemO § 11 E 9).).
  • OVG Thüringen, 01.10.2002 - 4 N 771/01

    Verfassung, Verwaltung und Organisation der Gemeinden und

    Demgegenüber werden in den Bekanntmachungsverordnungen anderer Bundesländer wie Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Saarland landesrechtliche Formerfordernisse für ein Amtsblatt festgelegt, an denen die wirksame Bekanntmachung einer Satzung zwingend zu messen ist (vgl. so etwa OVG Meckl.-Vorp., Urteil vom 13.11.2001 - 4 K 24/99 - NordÖR 2002, 171 zur notwendigen Angabe des Ausgabetages nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 KV-DVO; OVG Rheinl.-Pfalz, Urteil vom 13.04.2000 - 12 A 11927/99 - DVBl. 2000, 1716 und Urteil vom 05.02.1980 - 10 C 32/79 - KStZ 1980, 79; OVG NW, Urteil vom 04.12.1987 - 10 a NE 48/84 - NVwZ-RR 1988, 112; VHG Bad.-Würt., Beschluss vom 23.11.1972 - I 732/72 - ESVGH 23, 21 ff.; VG Frankfurt/Oder, Urteil vom 24.06.1998 - 1 K 1358/97 - LKV 1999, 332 zur gebotenen Trennung von Tageszeitung und amtl.
  • OVG Sachsen, 05.04.2011 - 4 C 5/09

    Bekanntmachung von Kreisrecht nach kommunaler Neugliederung

    In diesen Fällen kann nach obergerichtlicher Rechtsprechung (ThürOVG, Urt. v. 9. Dezember 2003 - 4 KO 583/03 -, juris; VGH BW, Beschl. v. 26. Mai 1981 - 3 S 2491/80 -, juris; Beschl. v. 23. November 1972, ESVGH 23, 21; Urt. v. 11. Dezember 1967, ESVGH 19, 25; OVG NRW, Urt. v. 28. November 1973, OVGE 29, 142) eine Satzung (auch) in der Form verkündet werden, die erst eingeführt werden soll.
  • VG Weimar, 23.07.2002 - 3 K 546/99

    Ausbaubeiträge; Wiederkehrender Beitrag für Verkehrsanlagen

    Zum einen erscheint schon höchst fraglich, ob insoweit entsprechendes örtliches Gewohnheitsrecht überhaupt entstehen kann (so aber für Baden-Württemberg: VGH Mannheim, Beschluss vom 23. November 1972, - I 732/72 -, ESVGH 23, 21, 23).
  • VG Weimar, 19.09.2002 - 3 K 4276/99

    Ausbaubeiträge; Ausbaubeitrag

    Insoweit handelt es sich letztlich um einen Fall einer der Teilnichtigkeit (so schon PrOVG, Urteil vom 13. Juni 1899, PrOVGE 36, 61, 72 zum PrKAG; ebenso Urteil der Kammer vom 10. April 2002 - 3 K 300/98.We -, S. 16 ff. des Urteilsumdrucks sowie die Beschlüsse der Kammer vom 12. Juni 2002 - 3 E 281/02.We - und - 3 E 282/02.We; ebenso: VGH Mannheim, Beschluss vom 23. November 1972, ESVGH 23, 21, 23; OVG Koblenz, Urteil vom 29. März 1976, DÖV 1976, 859, 860; VG Koblenz, Urteil vom 11. Dezember 2000, - 8 K 1417/00 -, zit. n. Juris; VGH München, Beschlüsse vom 26. November 1992, - 23 AS 92.2067 - S. 7 d. Umdrucks und vom 9. April 1997, - 23 CS 95.676 - S. 5 d. Umdrucks; Driehaus, in: Driehaus, Kommunalabgabenrecht, Kommentar, § 8 Rdz. 240 a.E.; Wuttig, a.a.O., Teil I Abschn. 11; Bauer/Hub, Kommunale Abgaben in Bayern 1, 7. Kap., Rdz. 6.1.; Ziegler, Die Verkündung von Satzungen und Rechtsverordnungen der Gemeinden, 1976, S. 203 f. u. Fn. 5; Groschupf, DVBl. 1970, 401, 404).
  • VG Weimar, 07.11.2002 - 3 K 3089/99

    Erschließungsbeiträge; Erschließungsbeiträge

    Zum einen erscheint schon höchst fraglich, ob insoweit entsprechendes örtliches Gewohnheitsrecht überhaupt entstehen kann (so aber für Baden-Württemberg: VGH Mannheim, Beschluss vom 23. November 1972, - I 732/72 -, ESVGH 23, 21, 23).
  • VG Weimar, 07.11.2002 - 3 K 3820/99

    Erschließungsbeiträge; Erschließungsbeiträge

    Zum einen erscheint schon höchst fraglich, ob insoweit entsprechendes örtliches Gewohnheitsrecht überhaupt entstehen kann (so aber für Baden-Württemberg: VGH Mannheim, Beschluss vom 23. November 1972, - I 732/72 -, ESVGH 23, 21, 23).
  • VG Weimar, 23.05.2002 - 3 K 1777/98

    Ausbaubeiträge; Wiederkehrender Beitrag für Verkehrsanlagen

    Zum einen erscheint schon höchst fraglich, ob insoweit entsprechendes örtliches Gewohnheitsrecht überhaupt entstehen kann (so aber für Baden-Württemberg: VGH Mannheim, Beschluss vom 23. November 1972, - I 732/72 -, ESVGH 23, 21, 23).
  • VG Halle, 17.09.2003 - 5 A 241/02
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