Rechtsprechung
   BGH, 18.06.1997 - XII ZB 156/95   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Anerkennung eines türkischen Scheidungsurteils in der BRD - Vorliegen der internationalen Zuständigkeit deutscher Gerichte zur Regelung der elterlichen Sorge - Selbstständige Ermittlung des gewöhnlichen Aufenthalts eines türkischen Minderjährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit - Innerstaatliche Schutzmaßnahmen für so genannte Doppelstaater - Hinreichende Berücksichtigung der grundrechtlichen Stellung des betroffenen Kindes im Rahmen der vom Staat zu treffenden Schutzpflichten für das Sorgerechtsverfahren - Vorrang des materiellen deutschen Rechts bei Verweis auf das Recht des Staates, dem eine Person angehört - Berücksichtigung eines ex-lege-Gewaltverhältnisses eines anderen Vertragsstaates

  • unalex.eu

    Art. 1, 4, 16 MSA

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    MSA Art. 4
    Gerichtliche Zuständigkeit zum Erlaß von Schutzmaßnahmen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • NJW 1997, 3024
  • MDR 1997, 943
  • FamRZ 1997, 1070



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Wird zitiert von ... (31)  

  • BGH, 17.02.2010 - XII ZB 68/09

    Verweigerung der Mitwirkung eines Elternteils an einer psychiatrischen

    Denn das Kind hält sich seit Mitte April 2008 wieder in Deutschland auf und ist dort familiär und sozial integriert (vgl. insoweit EuGH FamRZ 2009, 843, 845; Senatsbeschluss vom 18. Juni 1997 - XII ZB 156/95 - FamRZ 1997, 1070).
  • BVerfG, 29.10.1998 - 2 BvR 1206/98

    Gegenläufige Kindesrückführungsanträge

    Sie orientiert sich an der überwiegenden Auffassung, daß der "gewöhnliche Aufenthalt" rein tatsächlich und nicht normativ bestimmt werden muß (vgl. etwa die Materialien zum Haager Kindesentführungsübereinkommen, BTDrucks 11/5314, S. 48 ; C. von Bar, Internationales Privatrecht, Bd. II, 1991, Rn. 333), und bleibt auch im Rahmen der Rechtsprechung zur Begründung eines neuen gewöhnlichen Aufenthalts nach Art. 1 MSA bei rechtswidriger Verbringung eines Kindes an diesen neuen Ort (vgl. BGH, FamRZ 1997, S. 1070; BGH, NJW 1981, S. 520 ; OLG Karlsruhe, FamRZ 1993, S. 96 ; OLG Hamm, FamRZ 1991, S. 1346 und S. 1466 ; OLG Celle, FamRZ 1991, S. 1221 ).
  • OLG Düsseldorf, 17.03.2017 - 1 UF 10/16

    Rechtmäßigkeit der Adoption zweier durch eine Leihmutter ausgetragener Kinder

    Für die Anknüpfung an die Staatsangehörigkeit der Kinder ist unerheblich, dass sie auch US-amerikanische Staatsbürger sind, weil insoweit bei Mehrstaatern der Besitz auch der deutschen Staatsangehörigkeit genügt (vgl. BGH, NJW 1997, 3024, juris Rn. 13; Prütting/Helms/Hau, FamFG, 3. Auflage, Vor §§ 98-106, Rn. 28).

    Für die Anknüpfung an die Staatsangehörigkeit der Kinder ist unerheblich, dass sie auch US-amerikanische Staatsbürger sind, weil insoweit bei Mehrstaatern der Besitz auch der deutschen Staatsangehörigkeit genügt (vgl. BGH, NJW 1997, 3024, juris Rn. 13; Prütting/Helms/Hau, FamFG, 3. Auflage, Vor §§ 98-106, Rn. 28).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.08.1998 - 16 A 3477/97

    Verwaltungsrechtsweg; Kostenerstattung; Leistungsklage; Statthaftigkeit;

    vgl. BGH, Beschluß vom 29. Oktober 1980, aaO. S. 137; Beschluß vom 18. Juni 1997 - XII ZB 156/95 -, FamRZ 1997, 1070; OLG Hamm, Beschluß vom 16. Mai 1991 - 4 UF 8/91 -, NJW 1992, 636 (637); Göbel-Zimmermann, InfAuslR 1995, 166 (173); Jans/Happe/Saurbier, aaO, § 6 Rn. 96; Oberloskamp, MSA Rdnr. 122; dies.
  • OLG Frankfurt, 15.02.2006 - 1 WF 231/05

    Haager Übereinkommens über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler

    Beim minderjährigen Kind ist zusätzlich zu beachten, dass dessen gewöhnlicher Aufenthalt sich nicht vom Aufenthalt oder Wohnsitz des Sorgeberechtigten ableitet, sondern selbständig zu ermitteln ist (vgl. dazu: BGH FamRZ 1997, 1070; st. Rspr.).

    Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass entsprechend dem Schutzzweck des HKÜ beim minderjährigen Kind sich der gewöhnliche Aufenthalt nicht vom Aufenthalt oder Wohnsitz des Sorgeberechtigten ableitet, sondern selbständig zu ermitteln ist (ebenso: BGH FamRZ 1997, 1070 m.w.N.; OLG Hamm, FamRZ 1999, 948; Friedrich v. Friedrich, 983 F.2d 1396, 1401 , zitiert nach Ehrle, a.a.O., S. 12).

  • BGH, 22.06.2005 - XII ZB 186/03

    Zuständigkeit der Ehegerichte für Entscheidungen der elterlichen Verantwortung

    Unabhängig davon, daß es dafür einer vorherigen Verständigung der Behörden im Aufenthaltsstaat bedurft hätte, begründet Art. 4 MSA eine konkurrierende internationale Zuständigkeit der Behörden und Gerichte des Heimatstaates - der bei Doppelstaatlern nicht der Staat der effektiven Staatsangehörigkeit sein muß (Senatsbeschluß vom 18. Juni 1997 - XII ZB 156/95 - FamRZ 1997, 1070 f.) - für Schutzmaßnahmen im Sinne des Art. 1 MSA nur dann, wenn sie ein Einschreiten zum Wohle des Minderjährigen für erforderlich halten.
  • OLG Hamm, 12.06.2012 - 11 UF 117/12

    Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts i.S. von Art. 4 S. 1 HKÜ

    Wie grundsätzlich beim Haager Minderjährigenschutzabkommen (MSA, vgl. Staudinger/Pirrung, EGBGB/IPR 2009, HKÜ, Rz. D 34; OLG München, Beschluss vom 30.6. 2005 - 4 UF 233/05, IPRspr 2005 Nr. 198, S 544), bei den Haager Unterhaltsübereinkommen und in Anlehnung an den Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts in Art. 8 Abs. 1 der Brüssel IIa-VO (Verordnung EG Nr. 2201/2003) ist darunter im Sinne eines international einheitlichen Verständnisses des HKÜ der tatsächliche Mittelpunkt der Lebensführung, der Daseinsschwerpunkt des Kindes zu verstehen (Staudinger/Kropholler [2003] Vorbem 139 ff zu Art. 19 EGBGB; eingehend OLG Frankfurt 15.2. 2006 - 1 WF 231/05, IPRspr 2006 Nr. 81, S 151 ff = FamRZ 2006, 883; OLG Nürnberg 17.7. 2007 - 7 UF 681/07 -, FamRZ 2007, 1588, BGH, XII ZB 156/95, Beschluss vom 18.06.1997-iuris-).

    Als Indiz für eine ausreichend Integration, welches für einen gewöhnlichen Aufenthalt und nicht mehr nur für ein bloßes Verweilen spricht, kann ein tatsächlicher, zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von einer gewissen Mindestdauer angesehen werden, wobei in der Regel als "Faustregel" von einer Sechs-Monats-Frist ausgegangen wird (vgl. hierzu unter anderem BGH, Beschluss vom 18.06.1997, XII ZB 156/95 -iuris- OLG Nürnberg, Beschluss vom 17.07.2007, 7 UF 681/07 -iuris-).

  • LG Düsseldorf, 04.05.2012 - 25 T 546/11
    Es handelt sich um einen "faktischen" Wohnsitz, der ebenso wie der gewillkürte Wohnsitz Daseinsmittelpunkt sein muss (BGHZ 78, 293 Juris Rn. 7 für das Haager Übereinkommen vom 5. Oktober 1961 über die Zuständigkeit der Behörden und das anzuwendende Recht auf dem Gebiet des Schutzes von Minderjährigen - kurz MSA -, BGH NJW 1997, 3024 Juris Rn. 7 für das MSA; BGH NJW 1975, 1068 für das MSA und das Haager Unterhaltsübereinkommen; vgl. Pirrung in Staudinger, BGB, 2009, Vorbemerkung C-H zu Art. 19 EGBGB Rn. G47).

    Er ist vielmehr selbständig zu ermitteln (BGHZ 78, 293 Juris Rn. 9; BGH NJW 1997, 3024 Juris Rn. 7 für das MSA m.w.N.).

    Als Faustregel wird von sechs Monaten ausgegangen (vgl. OLG Karlsruhe Beschluss vom 15.07.2004 - 2 UF 95/04 Juris Rn. 12; Palandt/Thorn, BGB, 70. Auflage, Art. 5 EGBGB Rn. 10 m.w.N.; offengelassen von BGHZ 78, 293 Juris Rn. 19 und BGH NJW 1997, 3024 Juris Rn. 8).

  • OLG Jena, 20.12.2018 - 4 UF 496/18

    Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für die Anerkennung einer

    Zu fordern ist nicht nur ein Aufenthalt von einer nicht geringen Dauer, sondern auch das Vorhandensein weiterer Beziehungen, aus denen sich der Schwerpunkt der Bindungen der betreffenden Person ableiten lässt (vgl. BGH, NJW 1997, 3024 Rn. 7).
  • KG, 05.11.1997 - 3 UF 5133/97

    Antrag auf Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge; Elterliche Sorge für ein

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  • OLG Hamm, 07.08.2008 - 11 UF 135/08

    Anspruch einer Kindsmutter auf Herausgabe der gemeinsamen Kinder zum Zwecke der

  • OLG Karlsruhe, 15.11.2002 - 2 UF 115/02

    Internationale Kindesentführung: Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts des Kindes

  • OLG Hamm, 15.12.2011 - 11 UF 240/11

    Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts eines Kindes i.S. von Art. 4 S. 1 HKÜ

  • OLG Saarbrücken, 05.11.2010 - 9 UF 112/10

    Begriff des gewöhnlichen Aufenthaltes i.S. von Art. 12 HKÜ

  • OLG Hamm, 24.08.2006 - 15 W 210/06

    Vergütung des Betreuers für einen in Strafhaft befindlichen Betreuten

  • OLG Stuttgart, 22.06.2011 - 17 UF 150/11

    Internationale Kindesentführung: Rückführung eines Kindes nach Australien

  • OLG Karlsruhe, 18.03.2010 - 2 UF 179/09

    Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts einer Person i.S. des KHÜ

  • OLG Jena, 19.11.2014 - 4 UF 543/13
  • OLG Saarbrücken, 11.07.2018 - 9 WF 117/17

    Zulässigkeit der Beschwerde des Jugendamts gegen die Entlassung des Vormunds

  • OLG Rostock, 25.05.2000 - 10 UF 126/00

    Zum "gewöhnlichen Aufenthalt" nach dem HKiEntÜ

  • OLG Brandenburg, 22.09.2006 - 15 UF 189/06

    Sorgerecht: Rückführung eines Kindes nach HKÜ - Keine Vorwegnahme der

  • LG Augsburg, 30.01.2018 - 54 T 161/18

    Gewöhnlicher Aufenthalt nach Aufenthaltsbestimmung durch einen

  • OLG Hamm, 18.01.1999 - 4 UF 135/98

    Bestimmung des elterlichen Sorgerechts nach Scheidung der Ehe zwischen einem

  • OLG Koblenz, 18.05.2005 - 11 UF 771/03

    Maßgebliches Sorgerecht für ein entgegen dem Willen der Kindesmutter von dem

  • LSG Hessen, 07.06.2000 - L 6 KG 1480/96

    Kindergeldanspruch - Ausländer - Asylbewerber - Aufenthaltstitel -

  • KG, 12.08.2013 - 16 UF 122/13

    Haager Kindesentführungsübereinkommen: Gewöhnlicher Aufenthalt des Kindes

  • OLG Hamm, 27.03.2012 - 11 UF 17/12

    Kinder müssen nicht nach Kanada zurück

  • OLG Karlsruhe, 15.07.2004 - 2 UF 95/04

    Rückführungsverlangen nach internationaler Kindesentführung: Gewöhnlicher

  • OLG Hamm, 13.07.2010 - 2 Sbd (FamS) Zust 21/10

    Voraussetzungen der ausschließlichen Zuständigkeit des Gerichts der Ehesache für

  • OLG Hamm, 13.07.2010 - 2 Sdb (FamS) Zust 21/10
  • OLG Frankfurt, 08.08.2000 - 1 UF 16/99
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