Rechtsprechung
   BGH, 29.10.1981 - IX ZR 92/80   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion

    Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung - Auskunft über das Endvermögen nach Scheidung der Ehe - Bedeutung von Vermögensverminderungen für die Berechnung des Endvermögens und des Auskunftsanspruchs - Gesetzesauslegung anhand der Entstehungsgeschichte - Vergleich mit der Auskunftspflicht des Erben im Pflichtteilsrecht

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zum Umfang der Auskunftspflicht des Ehegatten gem. § 1379 BGB

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 1379
    Umfang der Auskunftspflicht

Papierfundstellen

  • BGHZ 82, 132
  • NJW 1982, 176
  • MDR 1982, 225
  • FamRZ 1982, 27



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Wird zitiert von ... (31)  

  • BGH, 15.08.2012 - XII ZR 80/11  

    Familiensache in Übergangsfall nach Gesetzesänderung: Verfahrensfehlerhafte

    Nach der zu dieser Norm ergangenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erstreckt sich dieser Auskunftsanspruch indes nicht auf illoyale Vermögensminderungen, die nach § 1375 Abs. 2 BGB dem Endvermögen hinzuzurechnen sind (Senatsurteile vom 9. Februar 2005 - XII ZR 93/02 - FamRZ 2005, 689, 690 und vom 19. April 2000 - XII ZR 62/98 - FamRZ 2000, 948, 950; BGHZ 82, 132 = FamRZ 1982, 27, 28).

    Vielmehr wird den Interessen des ausgleichsberechtigten Ehegatten durch den Auskunftsanspruch genügt, den die Rechtsprechung nach den Grundsätzen von Treu und Glauben bei den Rechtsverhältnissen angenommen hat, deren Natur es mit sich bringt, dass der Berechtigte entschuldbar über das Bestehen und den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist, während der Verpflichtete die Auskunft unschwer erteilen kann (BGHZ 82, 132 = FamRZ 1982, 27, 28).

    Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der die Auskunft beanspruchende Ehegatte konkrete Anhaltspunkte für ein Handeln im Sinne des § 1375 Abs. 2 BGB vorträgt (Senatsurteile vom 9. Februar 2005 - XII ZR 93/02 - FamRZ 2005, 689, 690 und vom 19. April 2000 - XII ZR 62/98 - FamRZ 2000, 948, 950; BGHZ 82, 132 = FamRZ 1982, 27, 28).

    Demgegenüber war nach § 1379 BGB aF die Auskunft auf das Endvermögen beschränkt (BGHZ 82, 132 = FamRZ 1982, 27, 28).

    Die Offenbarung aller möglicherweise für die Beurteilung einer Vermögensminderung nach § 1375 Abs. 2 Satz 1 BGB bedeutsamen Umstände fiele zudem gewöhnlich in eine Zeit erhöhter Spannung nach der Trennung, trüge zu ihrer Vertiefung bei und begründete die Gefahr uferloser Streitigkeiten bis hin zu Strafanzeigen (vgl. BGHZ 82, 132 = FamRZ 1982, 27, 28).

    Dabei ist davon auszugehen, dass es zuvorderst Aufgabe des Tatrichters ist, darüber zu entscheiden, ob der Auskunftsberechtigte die Anforderungen an seinen Vortrag erfüllt hat (vgl. BGHZ 82, 132 = FamRZ 1982, 27, 28).

  • BGH, 07.05.2003 - XII ZR 229/00  

    Zur Auskunftspflicht im Rahmen des sogenannten Elternunterhalts

    Nach ständiger Rechtsprechung besteht nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) aber dann ein Auskunftsanspruch, wenn zwischen den Beteiligten besondere rechtliche Beziehungen vertraglicher oder außervertraglicher Art vorhanden sind, die es mit sich bringen, daß der Auskunftsbegehrende entschuldbar über das Bestehen und den Umfang seines Rechts im Unklaren und deshalb auf die Auskunft des Verpflichteten angewiesen ist, während dieser die Auskunft unschwer erteilen kann und dadurch nicht unbillig belastet wird (BGHZ 10, 385, 387; 55, 201, 203; 61, 180, 184; 82, 132, 137 und Urteil vom 8. Oktober 1986 - IVa ZR 20/85 - BGHR BGB § 242 Auskunftsanspruch 1).
  • BGH, 19.04.2000 - XII ZR 62/98  

    Teilhabe eines Ehegatten an Guthaben auf dem Sparkonto des anderen

    Ein Recht auf Auskunft kommt insoweit nur ausnahmsweise gemäß § 242 BGB in Betracht, wenn und soweit der Kläger Auskunft über einzelne Vorgänge verlangt und konkrete Anhaltspunkte für ein Handeln im Sinne des § 1375 Abs. 2 BGB vorträgt (BGHZ 82, 132, 138; Senatsurteil vom 26. März 1997 - XII ZR 250/95 - FamRZ 1997, 800, 803; Johannsen/Henrich/Jäger aaO § 1379 Rdn. 3 m.w.N.).
  • BGH, 20.09.2017 - XII ZB 382/16  

    Auskunftsanspruch des Ehemanns bzgl. Anfangsvermögen der Ehefrau bei Scheidung

    Unter Hinweis darauf, dass der Bundesgerichtshof unter solchen Voraussetzungen im Zugewinnausgleich jedenfalls einen auf § 242 BGB gestützten Anspruch auf Auskunftserteilung über illoyale Vermögensminderungen (§ 1375 Abs. 2 BGB) grundsätzlich anerkannt habe (vgl. Senatsurteil vom 9. Februar 2005 - XII ZR 93/02 - FamRZ 2005, 689, 690 mwN; grundlegend BGHZ 82, 132, 138 = FamRZ 1982, 27, 28), haben Teile der obergerichtlichen Rechtsprechung und des Schrifttums einen solchen Auskunftsanspruch auch zum Anfangsvermögen bejaht (vgl. OLG Schleswig FamRZ 1983, 1126 f.; Haußleiter/Schulz Vermögensauseinandersetzung bei Trennung und Scheidung 3. Aufl. Kap. I Rn. 468; Peschel-Gutzeit AnwBl 2003, 476, 483).
  • BGH, 09.02.2005 - XII ZR 93/02  

    Auskunftsansprüche von Ehegatten über illoyale Vermögensminderungen

    Der Anspruch aus § 1379 Abs. 1 BGB ist auf Auskunft über das Endvermögen zum Zeitpunkt der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags (§ 1375 Abs. 1, § 1384 BGB) gerichtet; er erstreckt sich, wie der Bundesgerichtshof mehrfach entschieden hat, nicht auf illoyale Vermögensminderungen, die nach § 1375 Abs. 2 BGB dem Endvermögen hinzuzurechnen sind (BGHZ 82, 132, 138 = FamRZ 1982, 27; Senatsurteile vom 19. April 2000 - XII ZR 62/98 - FamRZ 2000, 948, 950 und vom 26. März 1997 - XII ZR 250/95 - FamRZ 1997, 800, 803).
  • BGH, 05.05.1999 - XII ZR 184/97  

    Bestehen eines güterrechtlichen Ausgleichsanspruchs nach Scheidung einer in der

    Dies entspricht einem Auskunftsanspruch nach § 242 BGB, der bei Rechtsverhältnissen angenommen wird, deren Wesen es mit sich bringt, daß der Berechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen und den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist, während der Verpflichtete die Auskunft unschwer erteilen kann (BGHZ 81, 21, 24; 82, 132, 137).
  • BGH, 26.03.1997 - XII ZR 250/95  

    Herausnahme des Betriebsvermögens des Unternehmer-Ehegatten im Zugewinnausgleich

    Dies wäre indes erforderlich gewesen, weil der Auskunftsanspruch aus § 1379 Abs. 1 BGB sich nicht auf die nach § 1375 Abs. 2 BGB dem Endvermögen hinzuzurechnenden Vermögensminderungen erstreckt und ein Recht auf Auskunft aus § 242 BGB nur in Betracht kommt, wenn und soweit der Anspruchsteller Auskunft über einzelne Vorgänge verlangt (vgl. MünchKomm-BGB/Gernhuber aaO § 1379 Rdn. 15, Johannsen/Henrich/Jaeger aaO § 1379 Rdn. 3) und insoweit konkrete Anhaltspunkte für ein Handeln im Sinne des § 1375 Abs. 2 BGB vorträgt (vgl. BGHZ 82, 132, 138).
  • BGH, 09.12.1987 - IVb ZR 5/87  

    Anspruch - Eltern - Auskunft - Einkünfte - Haftungsanteil

    Nach ständ. Rechtspr. besteht aber nach Treu und Glauben (§ 242 BGB ) dann ein Auskunftsanspruch, wenn zwischen den Beteiligten besondere rechtliche Beziehungen vertraglicher oder außervertraglicher Art bestehen, die es mit sich bringen, daß der Auskunftsbegehrende entschuldbar über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Unklaren und deshalb auf die Auskunft des Verpflichteten angewiesen ist, während dieser die Auskunft unschwer erteilen kann und dadurch nicht unbillig belastet wird (vgl. BGHZ 10, 385; 55, 201; 61, 180; 82, 132..).
  • BGH, 16.10.1996 - IV ZR 349/95  

    Auslegung eines Testaments als Erbeinsetzung nach Vermögensgruppen

    a) Unter dem Gesichtspunkt des Ehegüterrechts hat das Berufungsgericht den geltend gemachten Auskunftsanspruch über unentgeltliche Zuwendungen des Erblassers in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des XII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs zwar nicht aus § 1379 BGB, aber aus § 242 BGB zugebilligt (vgl. BGHZ 82, 132 ff.), soweit es um Zuwendungen an die Beklagte selbst und ihre vom Erblasser abstammenden drei Kinder in den letzten zehn Jahren vor dem Erbfall geht.
  • BGH, 08.10.1986 - IVa ZR 20/85  

    Voraussetzungen für die Annahme eines Auskunftsanspruchs nach dem Maklerrecht -

    Nach ständiger und allgemein anerkannter Rechtsprechung besteht nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) ein Auskunftsanspruch, wenn die zwischen den Beteiligten bestehenden Rechtsbeziehungen es mit sich bringen, daß der Berechtigte entschuldbar über das Bestehen und den Umfang seines Rechts im unklaren und deshalb auf die Auskunft des Verpflichteten angewiesen ist, während dieser die Auskunft unschwer erteilen kann und dadurch nicht unbillig belastet wird (z.B. BGHZ 55, 201, 203 [BGH 20.01.1971 - VIII ZR 251/69]; 61, 180, 184 [BGH 27.06.1973 - IV ZR 50/72]; 81, 21, 24 [BGH 04.06.1981 - III ZR 31/80]; 82, 132, 137 [BGH 28.10.1981 - IX ZR 943/80]; Urteil vom 8.7.1985 - II ZR 150/84 = NJW 1986, 127, 128 [BGH 08.07.1985 - II ZR 150/84] mit Anmerkung von Dieckmann FamRZ 1986, 258).
  • OLG Karlsruhe, 27.03.2002 - 20 UF 154/00  

    Zugewinnausgleichsverfahren: Anspruch auf Auskunftserteilung über die Verwendung

  • BGH, 24.11.1993 - BLw 39/93  

    Abfindungsanspruch eines LPG -Mitglieds

  • OLG Celle, 21.07.2005 - 4 W 151/05  

    Pflichtteilsanspruch: Reichweite der Verurteilung zur Auskunft über Bestand des

  • BGH, 14.11.1990 - XII ZB 96/90  

    Rechtsmittelbeschwer bei Verurteilung zur Erteilung einer Auskunft

  • OLG Köln, 06.01.1997 - 26 WF 157/96  

    Voraussetzungen für die Annahme eines Ergänzungsantrags; Auskunftspflicht des

  • OLG Köln, 21.12.1998 - 27 WF 133/98  

    Auskunftspflicht Ehegatte Endvermögen

  • BGH, 14.11.1984 - IVa ZR 179/82  

    Erfüllung des Auskunftsanspruchs

  • OLG Celle, 07.06.2005 - 4 W 151/05  

    Auskunft über Bestand des Nachlasses; Reichweite der Verurteilung zur Auskunft

  • OLG Stuttgart, 21.09.2016 - 16 UF 92/16  

    Tod eines Ehegatten im laufenden Ehescheidungsverfahren: Auskunftsanspruch des

  • OLG Frankfurt, 18.08.1987 - 3 UF 255/86  

    Zur Frage, unter welchen Voraussetzungen eine mehr als zwei Jahre nach

  • OLG Karlsruhe, 29.08.1986 - 2 WF 124/86  

    Zugewinnausgleich; Anfangsvermögen; Auskunft

  • OLG Frankfurt, 10.06.1986 - 4 UF 233/85  

    Zur Entscheidung über den Auskunftsanspruch des BGB § 1379 im Verbundverfahren

  • OLG Karlsruhe, 30.11.2006 - 16 WF 215/06  

    Zugewinnausgleich: Anspruch auf Auskunft über illoyale Vermögensverschiebungen;

  • OLG Karlsruhe, 04.08.2005 - 16 UF 2/05  

    Zugewinnausgleich: Bestand des Endvermögens; eidesstattliche Versicherung

  • OLG Karlsruhe, 23.05.2000 - 2 WF 45/00  

    Zugwinnausgleich - Endvermögen - Zurechnung - Auskunftspflicht

  • OLG Bremen, 29.01.1997 - 1 U 80/96  

    Bemessungsgrundlagen für Beschwer bei Berufung durch Verurteilung zur

  • KG, 26.08.1997 - 18 UF 9074/96  

    Anspruch auf Hinzuziehung bei der Aufnahme des Endvermögensverzeichnisses im

  • AG Speyer, 25.01.2016 - 43 F 326/04  

    Zugewinnausgleich: Erforderlichkeit der eidesstattlichen Versicherung

  • OLG Schleswig, 06.02.1996 - 8 UF 114/95  

    Auskunftsanspruch in Bezug auf mögliche Abfindungsergänzungsansprüche gemäß § 13

  • BGH, 09.05.1990 - XII ZB 34/90  

    Auskunft über Endvermögen im Scheidungsverfahren - Benachteiligungsabsicht in

  • OLG Bremen, 14.11.1997 - 150 F 243/94  

    Anspruch auf Erteilung von Auskunft über den Verbleib des Vermögens des

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