Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 02.03.2006 - I-10 U 120/05   

Volltextveröffentlichungen (9)

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Zum wirksamen Ausschluss einer Mietminderung im Mischmietverhältnis, §§ 307 Abs. 2, 536 Abs. 4, 556 Abs. 3 BGB

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Mischmietverhältnis; Verrechnung von Minderzahlungen; Betriebskostenvorschüsse; Parteivereinbarung; Wirtewohnung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zulässigkeit des Ausschlusses des Minderungsrechtes

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Gewerberaummietrecht - Mietzinsanspruch wegen Minderungsausschluss entfallen?

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Zulässigkeit einer formularmietvertraglichen Klausel, nach welcher dem Mieter die Aufrechnung, die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts und die Mietminderung gegen den Mietzins untersagt sind; Maßgeblichkeit der überwiegenden Nutzungsart der Mietsache für die Beantwortung der Frage, ob bei einem Mischmietverhältnis die Vorschriften über Wohnraummiete oder die Vorschriften über gewerblich genutzte Räume Anwendung finden; Erfordernis zur Verrechnung anteiliger Mietzahlungen bei fehlender Tilgungsbestimmung zunächst auf die Nebenkostenvorauszahlungen und danach auf die restliche Miete

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Mischmietverhältnis: Wann ist Minderungsausschluss in AGB zulässig? (IMR 2006, 79)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • MDR 2006, 1164
  • ZMR 2006, 685
  • GE 2006, 647



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Wird zitiert von ... (8)  

  • BGH, 09.07.2014 - VIII ZR 376/13  

    Zur rechtlichen Beurteilung eines Mischmietverhältnisses

    e) Für die rechtliche Einordnung eines Mischmietverhältnisses als Wohnraum- oder Gewerberaummietverhältnis ist - wie auch bei sonstigen Mischverträgen (vgl. BGH, Urteile vom 12. Oktober 1978 - VII ZR 288/77, aaO mwN; vom 12. Juli 1979 - VII ZR 159/78, NJW 1979, 2193 unter 2 a; OLG Hamm, aaO) - entscheidend, welche Nutzungsart überwiegt (Senatsurteile vom 30. März 1977 - VIII ZR 153/75, NJW 1977, 1394 unter II 2; vom 15. November 1978 - VIII ZR 14/78, aaO unter 2 b; vom 16. April 1986 - VIII ZR 60/85, NJW-RR 1986, 877 unter 3 c cc; OLG Schleswig, aaO S. 49 f.; OLG Hamm, aaO; OLG Stuttgart, aaO; MDR 2008, 1091; OLG Celle, MDR 1986, 324; OLG Karlsruhe, aaO; WuM 2012, 666, 668; OLG Hamburg, NJW-RR 1997, 458; OLG Düsseldorf, GE 2006, 647; MDR 2012, 20, 21; OLG München, aaO; OLG Saarbrücken, MDR 2012, 1335, 1336; KG, GE 2001, 1466; ZMR 2010, 956; jeweils mwN; aA AG Fürth (Bayern), aaO; Rinke, ZMR 2003, 13 ff.).

    Als Indiz kommt etwa - je nach Fallgestaltung - die Verwendung eines auf eine der beiden Nutzungsarten (Geschäftsraum- oder Wohnraummiete) zugeschnittenen Vertragsformulars in Betracht (OLG Hamburg, ZMR 1995, 120, 121; OLG Düsseldorf, GE 2006, 647; OLG Stuttgart, MDR 2008, 1091; OLG Celle, ZMR 1999, 469, 470; LG Berlin, aaO; Erman/Lützenkirchen, aaO; Schmidt-Futterer/Blank, aaO; Sternel, aaO Rn. VI 12).

    Indizwirkung kann auch dem Verhältnis der für eine gewerbliche/freiberufliche Nutzung vorgesehenen Flächen und der für Wohnzwecke bestimmten Flächen zukommen (Senatsurteil vom 16. April 1986 - VIII ZR 60/85, aaO; OLG Karlsruhe, MDR 2012, 1401; KG aaO; OLG Düsseldorf, GE 2006, 647 mwN; OLG Schleswig, aaO; OLG Hamm, aaO; LG Berlin, MM 2002, 383; LG München, Urteil vom 14. November 2006 - 3 O 7669/06, juris Rn. 20; MünchKommBGB/Häublein, aaO; Staudinger/Emmerich, aaO Rn. 27 mwN; Schmidt-Futterer/Blank, aaO).

    Entsprechendes gilt - falls die Miete für die verschiedenen Nutzungen gesondert ausgewiesen ist - für die Verteilung der Gesamtmiete auf die einzelnen Nutzungsanteile (vgl. OLG Düsseldorf, GE 2006, 647; OLG Hamm, aaO; LG Berlin, WuM 1988, 22; Palandt/Weidenkaff, BGB, 73. Aufl., Einf. v. § 535 Rn. 101 f.; MünchKommBGB/Häublein, aaO; Staudinger/Emmerich, aaO mwN; Schmidt-Futterer/Blank, aaO), wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass für Gewerberäume regelmäßig eine höhere Miete entrichtet wird (LG Köln, MDR 1988, 1061; MünchKommBGB/Häublein, aaO).

  • LG Dortmund, 12.05.2009 - 3 O 422/08  

    Beschränkung der Fähigkeit zur Partei- und Prozessfähigkeit i.R.v.

    Hinsichtlich dessen weiterer Einzelheiten und Umstände wird auf dessen Inhalt auf den Inhalt der Beiakte 10 U 120/05 OLG Hamm (Blatt 28 der dortigen Akte) Bezug genommen .

    Der Kläger nahm in dem vor dem Landgericht Dortmund unter dem Aktenzeichen 22 O 60/05 bzw. dem Oberlandesgericht Hamm obengenannten unter 10 U 120/05 geführten Verfahren seine Schwester auf Zahlung eines Pflichtteils in Höhe von 109.311,00 EUR in Anspruch.

    Die insoweit seitens des Oberlandesgerichts im Verfahren 10 U 120/05 vorgenommene Beweiswürdigung sei grob unzutreffend und gehe an der Realität des Erblasserwillens vorbei.

    Auf Verjährung könne sich der Beklagte zu 1) nicht berufen, da insoweit die im Verfahren 10 U 120/05 OLG Hamm der G S Partnerschaft am 08.08.2005 zugestellte Streitverkündung im Verhältnis auch zum Beklagten zu 1) persönlich verjährungsunterbrechend wirke.

    Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den vorgetragenen Inhalt der zwischen den Parteien gewechselten Schriftsätze nebst deren Anlagen, insbesondere auch das Vorbringen des Klägers im nachgelassenen Schriftsatz vom 29.4.2009 , den Inhalt der beigezogenen Akte OLG Hamm 10 U 120/05, sowie die Erklärungen der Parteien in den Terminen vom 20.01.

    Auch eine Hemmung im Verhältnis zu ihm ist durch die Streitverkündung im Verfahren 10 U 120/05 OLG Hamm nicht im Sinne des § 204 Abs. 1 Nr. 6 ZPO bewirkt worden.

  • OLG Hamm, 24.06.2015 - 30 U 155/14  

    Erlöschen des Anspruchs auf Nebenkostenvorauszahlung durch Eintritt der

    Nicht mehr entscheidend ist daher, dass, anders als vom Kläger angeführt, nicht 1.203,04 EUR, sondern nur 629, 88 EUR als Nebenkostenvorauszahlungsforderung in dem Vollstreckungstitel enthalten waren, da in den Monaten August 2005 sowie Januar 2007 bis einschließlich April 2007, für die Restmieten zuerkannt worden waren, jeweils die Nebenkostenvorauszahlungsforderungen übersteigende Zahlungen des Klägers erfolgt waren, die nach § 366 II BGB zunächst auf die Nebenkostenvorauszahlungsforderungen zu verrechnen waren (Senat, Urteil vom 10.10.2014 - I-30 U 74/14 - n.v.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 02.03.2006 - 10 U 120/05 - Tz. 21, Juris; OLG Rostock OLGR 2001, 440, 441, Juris; Bartholomäi/Lindner-Figura/Stellmann in: Lindner-Figura/Oprée/Stellmann, Geschäftsraummiete, 3. Aufl., Kapitel 10 Rn. 249), so dass diese nicht mehr Gegenstand des Rechtsstreits 8 O 396/09 LG Essen waren.
  • OLG Düsseldorf, 01.10.2009 - 10 U 58/09  

    Umfang eines formularmäßigen Aufrechnungsverbots in einem gewerblichen

    Auch ein Zurückbehaltungsrecht an den anteiligen Nebenkostenvorauszahlungen hinsichtlich der streitgegenständlichen Miete kommt hier nicht in Betracht, weil der Kautionsrückzahlungsanspruch gemäß §§ 396 Abs. 1, 366 Abs. 2 BGB bei - wie hier - fehlender bindender Tilgungsbestimmung zunächst auf die Nebenkostenvorauszahlungen und erst dann auf die restliche Miete zu verrechnen ist (vgl. jeweils für die gleichgelagerte Verrechnung von eingehenden Mietzahlungen Senat, Urt. v. 2.3.2006, GE 2006, 647 = MDR 2006, 1164 = ZMR 2006, 685 - I-10 U 120/05 m.w.N.; Schmid, NZM 2001, 705).
  • OLG Hamm, 14.01.2010 - 28 U 151/09  

    Haftung der Mitglieder einer Partnerschaftsgesellschaft für anwaltliche

    Wegen der weiteren Einzelheiten des zweitinstanzlichen Sach- und Streitstands wird auf die gewechselten Schriftsätze nebst Anlagen, den Inhalt der beigezogenen Akte 22 O 60/05 - LG Dortmund (vormals 15 O 230/05 - LG Dortmund) = 10 U 120/05 - OLG Hamm, das Sitzungsprotokoll sowie den Berichterstattervermerk zum Senatstermin vom 14. Januar 2010 Bezug genommen.
  • OLG Düsseldorf, 08.10.2009 - 10 U 62/09  

    Geltendmachung von mietvertraglichen Ansprüchen durch den früheren Eigentümer

    Teilzahlungen auf die geschuldete Miete sind nach der Rechtsprechung des Senats (Urt. v. 2.3.2006, GE 2006, 647 = MDR 2006, 1164 = ZMR 2006, 685 - I-10 U 120/05 m.w.N.) bei - wie hier - fehlender bindender Tilgungsbestimmung zunächst auf die Nebenkostenvorauszahlungen und erst dann auf die restliche Miete zu verrechnen, sodass in der für Juni 2005 geltend gemachten Restmiete keine Nebenkostenvorauszahlung mehr enthalten ist.
  • AG Kassel, 31.01.2013 - 454 C 4666/09  
    Die Zahlungen, die der Beklagte in den einzelnen Monaten geleistet hat (erst 225 EUR, dann fast durchgängig 200 EUR), waren auf die Mietforderung für den jeweiligen Monat zu verrechnen (insoweit konkludente Tilgungsbestimmung gem. § 366 I BGB) und zwar entsprechend § 366 II Alt. 2 BGB zunächst auf die (ebenfalls nur in geminderter Höhe geschuldete) Nebenkostenvorauszahlung (vgl. OLGR Rostock 01, 440; OLG Düsseldorf ZMR 06, 685), allerdings nicht auf die Erhöhungsbeträge von monatlich 17 EUR aus der Nebenkostenvorauszahlungserhöhung zum 1.2.2010, die der Beklagte durch gleichbleibende Zahlung ignoriert hat (insoweit § 366 I BGB).
  • OLG Düsseldorf, 16.09.2010 - 10 U 175/09  

    Nebenkosten - Abrechnungsreife

    Der aus der Verrechnungsabrede verbleibende Restbetrag von 4.028, 18 EUR ist gemäß § 366 Abs. 2 BGB mangels gegenteiliger Tilgungsbestimmung des Beklagten in dieser Reihenfolge zunächst auf die Mieten für Januar bis April 2006 (4 x 941, 31 EUR = 3.765,24 EUR) und in Höhe verbleibender 262, 94 EUR zunächst auf die Nebenkostenvorauszahlungen für Mai 2006 (Senat, Urt. v. 2.3.2006, GE 2006, 647 = MDR 2006, 1164 = ZMR 2006, 685 - I-10 U 120/05) und in restlicher Höhe von 145, 34 EUR auf die Nettomiete (= 262, 94 EUR - 117, 60 EUR) zu verrechnen.
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