Rechtsprechung
   BGH, 17.02.1987 - VI ZR 77/86   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Anspruch auf Widerruf einer unwahren Behauptung wegen Verletzung der Ehre oder des geschäftlichen Rufes - Vorliegen eines Werturteils bei Bezeichnung von Buchclubmitgliedschaften als "relativ kurzlebig" im Zusammenhang mit der Angabe konkreter Kündigungszahlen - Erforderlichkeit des Widerrufs bei Äußerungen zur Dauer der vertraglichen Bindung der Buchclubmitglieder und zur Zahl der angebotenen Titel mit dem Ziel des Angriffs auf die Geschäftsmethoden und Leistungen bestimmter Buchgemeinschaften - Feststehen der Unrichtigkeit einer Behauptung bei Vorliegen zugestandener Gegenbehauptungen - Pflicht zur erweiterten Substantiierung bei Bestreiten eines in alle Einzelheiten gehenden Sachvortrages - Anspruch auf Widerruf in Form der Richtigstellung bei im Kern richtigen, aber im Umfang unrichtigen Äußerungen - Rückschluss von der Verwendung von Vertreterwerbung durch die Buchgemeinschaften auf eine unlautere Einstellung als wertende Äußerung

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Insiderwissen

    §§ 823, 824, 1004 BGB

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823, § 1004; ZPO § 138
    Substantiierungspflicht bei behauptetem Insiderwissen; Widerruf teilweise unwahrer Behauptungen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1987, 754
  • MDR 1987, 659
  • GRUR 1987, 397
  • afp 1987, 502



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Wird zitiert von ... (21)  

  • BGH, 22.04.2008 - VI ZR 83/07  

    Richtigstellungsanspruch des BKA gegen FOCUS

    In Anlehnung an § 1004 BGB und verwandte Bestimmungen hat die Rechtsprechung den Grundsatz entwickelt, dass der Betroffene vom Störer die Berichtigung einer unwahren Tatsachenbehauptung verlangen kann, um einem Zustand fortdauernder Rufbeeinträchtigung ein Ende zu machen und so die rechtswidrige Störung abzustellen (vgl. Senat, BGHZ 128, 1, 6; Urteil vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 - GRUR 1987, 397, 398 sowie BGHZ [GS] 34, 99, 102).

    Der Anspruch auf Richtigstellung setzt grundsätzlich voraus, dass die Unwahrheit der Behauptung feststeht, weil niemand durch Richterspruch verpflichtet werden darf, etwas als unrichtig zu bezeichnen, was möglicherweise wahr ist (vgl. Senat, BGHZ 37, 187, 189 f.; 69, 181, 182 f.; Urteil vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 - GRUR 1987, 397, 399; Löffler/Steffen, aaO, Rn. 285; Wenzel/Gamer, aaO, Kap. 13 Rn. 17 ff.).

    Kommt dieser der ihm hiernach obliegenden erweiterten Darlegungslast nicht nach, ist nach § 138 Abs. 3 ZPO von der Unwahrheit seiner Behauptung auszugehen (vgl. Senat, Urteile vom 9. Juli 1974 - VI ZR 112/73 - aaO; vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 - aaO; vom 20. November 2007 - VI ZR 144/07 - juris, Rn. 12 = ZUM-RD 2008, 117, 119; Löffler/Steffen, aaO, § 6 LPG Rn. 285; Prinz/Peters, aaO, Rn. 677 ff.; Soehring, aaO, Rn. 31.22; Wenzel/Gamer, aaO, Kap. 13 Rn. 18).

  • LG Hamburg, 24.03.2017 - 324 O 148/16  

    Veröffentlichung einer persönlichkeitsrechtsverletzenden Bewertung über einen

    Deshalb gilt in derartigen Fallgestaltungen für denjenigen, der sich nachteilig über einen Dritten äußert, jedenfalls eine erweiterte (sekundäre) Darlegungslast, die ihn anhält, Belegtatsachen für seine Behauptung anzugeben (BGH, Urteil vom 17.02.1987, VI ZR 77/86 - Insiderwissen ; HH-Ko/MedienR/Meyer, 3. Auflage 2016, Abschn. 41 Rn. 16).
  • BGH, 12.05.1987 - VI ZR 195/86  

    Anforderungen an die Sorgfaltspflicht von Presseorganen; Abgrenzung zwischen

    Denn in beiden Äußerungen, die nicht isoliert zu sehen, sondern in einer Zusammenschau zu würdigen sind (vgl. Senatsurteil vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 - zur Veröffentlichung bestimmt), steht das behauptete tatsächliche Verhalten der Klägerin im Vordergrund und gibt der Aussage das für ihre Einordnung entscheidende Gepräge.
  • BGH, 03.05.1988 - VI ZR 276/87  

    Widerruf einer ärztlichen Diagnose

    Dagegen sind Wertungen und Meinungsäußerungen einem Widerruf nicht zugänglich; niemand kann im Wege der Zwangsvollstreckung gezwungen werden, eine Überzeugung aufzugeben oder eine Würdigung zurückzunehmen (Senatsurteile BGHZ 10, 104, 105 f.; vom 7. März 1961 - VI ZR 113/60 - LM BGB § 1004 Nr. 54 a; vom 20. Juni 1961 - VI ZR 222/60 - LM GG Art. 5 Nr. 7; vom 24. Oktober 1961 - VI ZR 89/59 - JZ 1962, 486, 488; vom 13. Oktober 1964 - VI ZR 167/63 - LM BGB § 1004 Nr. 75; vom 17. November 1964 - VI ZR 181/63 - LM GG Art. 5 Nr. 15 zu 2.;.vom 22. Juni 1982 - VI ZR 251/80 - NJW 1982, 2246 f.; vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 - BGHR § 1004 Abs. 1 "Unterlassung 1").

    Gleichwohl ist der Schluß, den ein Arzt mit einer solchen Diagnose aus seinen Beobachtungen zieht, eine Bewertung und nicht die Behauptung einer Tatsache (vgl. - für das Gutachten eines Sachverständigen - Senatsurteil vom 18. Oktober 1977 - VI ZR 171/76 NJW 1978, 751 f. sowie - zu der zusammenfassenden Bezeichnung eines Verhaltens als "illegal" oder "unlauter" - Senatsurteile vom 22. Juni 1982 aaO und vom 17. Februar 1987 aaO).

  • LG Hamburg, 07.11.2014 - 324 O 660/12  

    Google haftet für den Inhalt von Suchmaschinen-Snippets

    Die Rechtsprechung erkennt in derartigen Fallgestaltungen an, demjenigen, der sich nachteilig über einen Dritten äußert, eine erweiterte Darlegungslast aufzulegen (BGH GRUR 1987, 397 (399); BVerfG Beschluss vom 9.10.1991, 1 BvR 1555/88 Juris Abs. 59 - kritische Bayer-Aktionäre; BGH VI ZR 83/07 Urteil vom 22.4.2008 Juris Abs. 22; Meyer in Hamburger Kommentar Gesamtes Medienrecht, 2. Aufl., Absch.
  • BGH, 11.07.1989 - VI ZR 255/88  

    Anspruch auf Unterlassung kritisierender Äußerungen

    Diese Auslegung des Berufungsgerichts wird zugleich dem Grundsatz gerecht, daß aus verschiedenen Einzelaussagen bestehende Äußerungen in einer Zusammenschau zu würdigen sind (vgl. Senatsurteile vom 12. Mai 1987 aaO und vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 - LM ZPO § 138 Nr. 23 Bl. 3 R).
  • VG Cottbus, 31.05.2016 - 1 L 215/16  

    Unterlassen und Widerrruf amtlicher Äußerungen

    Denn niemand kann mit staatlichen Mitteln gezwungen werden, eine Überzeugung aufzugeben oder eine Würdigung zurückzunehmen (vgl. BGH, Urteil vom 03. Mai 1988 - VI ZR 276/87 -, juris Rn. 9; Urteil vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 -, juris Rn.35; Urteil vom 22. Juni 1982 - VI ZR 251/80 -, juris Rn. 12; Urteil vom 17. November 1964 - VI ZR 181/63 -, juris Rn. 16; Urteil vom 17. Juni 1953 - VI ZR 51/52 -, juris Rn. 4; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 8. Januar 2001 - 3 W 106/00 -, juris Rn. 15).
  • OLG Koblenz, 13.12.2005 - 4 U 1492/05  

    Zum Umfang einer Gegendarstellung - Inoffizieller Mitarbeiter

    Damit steht die Tatsachenbehauptung im Vordergrund, ob die Zahl der Urteile letztlich als "zahlreich" zu würdigen ist oder nicht, ist demgegenüber von geringem Belang (vgl. auch BGH, Urt. v. 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 - NJW-RR 1987, 754, 755; Urt. v. 12. Mai 1987 -VI ZR 195/86 - NJW 1987, 2225, 2226).
  • LAG Hessen, 18.07.2005 - 16 Sa 937/03  

    Bautarifvertrag - Garten- und Landschaftsbau - Geltungsbereich

    Richtig ist, dass denjenigen, der vorgibt, über Insiderwissen zu verfügen, eine erweiterte Substantiierungslast trifft, wenn der Gegner seinen Behauptungen mit einer in die Einzelheiten gehenden gegenteiligen Sachdarstellung entgegentritt (vgl. BGH 17. Februar 1987, NJW-RR 1987, 754, 755).
  • OLG Köln, 19.10.2017 - 15 U 161/16  

    Unterlassungsansprüche eines Prominenten hinsichtlich der Darstellung eines

    Nach ständiger Rechtsprechung des BGH (BGH v. 09.07.1974 - VI ZR 112/73, NJW 1974, 1710) ist bei beeinträchtigenden Behauptungen unabhängig von der Beweislast im Prozess jedenfalls der Vortrag vom Äußernden "auch in nachprüfbarer Form zu substantiieren", denn "gerade er muß dazu mühelos in der Lage sein, es sei denn, er hätte, was er wohl nicht geltend machen will, seine Behauptungen erfunden..." (bestätigt bei BGH v. 17.02.1987 - VI ZR 77/86, GRUR 1987, 397, 399 für mutmaßliches "Insiderwissen"; siehe allg. Burkhardt , in: Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl. 2003, Kap. 12 Rn. 133 ff.).
  • OLG München, 02.04.2003 - 21 W 1074/03  

    Glaubhaftmachung im Verfügungsverfahren, Die geflickte Jungfrau

  • LG Berlin, 02.10.2009 - 4 O 8/09  

    Bankenhaftung: Pflicht zur Offenlegung von Rückvergütungen im Rahmen eines

  • LAG Hessen, 19.03.2007 - 16 Sa 1462/06  

    Bautarifvertrag, Darlegungslast, Geltungsbereich

  • OLG München, 06.07.2001 - 21 U 4864/00  

    Üble Nachrede; Meinungsäußerung; Tatsachenbehauptung; Aussage im Internet; Kritik

  • OLG Brandenburg, 15.12.2010 - 4 U 156/09  

    Darlehen: Kündigung bei Anmeldung der Darlehensforderung im Insolvenzverfahren

  • BGH, 17.06.1997 - X ZR 89/95  

    Rechtsnatur auf die Herstellung von Fahrzeugen mit einer bestimmten Ausstattung

  • LG Berlin, 23.05.2007 - 21 O 32/07  

    Zur Rechtshängigkeit und Verjährungshemmung, wenn die beim Mahngericht

  • LG Hamburg, 24.07.2009 - 324 O 327/08  

    Widerruf: (un-)wahre Behauptung, das Bundeskriminalamt sei am Abhören von

  • LG Berlin, 17.05.2001 - 27 O 80/01  

    Schmerzensgeldanspruch wegen schwerwiegender Verletzung des

  • LG Berlin, 26.08.2008 - 27 O 371/08  

    §§ 1004, 823 BGB; §§ 185, 187, 186 StGB; Artt.

  • LG Berlin, 29.11.2007 - 27 O 702/07  
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