Rechtsprechung
   BGH, 19.06.1986 - I ZR 65/84   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion

    Abmahnung wegen wettbewerblicher Verletzungshandlungen - Konkretisierung eines gesetzlichen Schuldverhältnisses durch eine Abmahnung - Informationspflicht gegenüber dem Abmahnenden über die Unterwerfungserklärung gegenüber einem Dritten - Pflicht zur wahrheitsgemäßen und umfassenden Beantwortung einer Abmahnung - Treu und Glauben im Rahmen gesetzlicher Schuldverhältnisse

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Pflicht des Abgemahnten zur Aufklärung des Abmahnenden über die bereits gegenüber einem Dritten abgegebene Unterlassungserklärung ("Aufklärungspflicht des Abgemahnten")

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Aufklärungspflicht des Abgemahnten

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • anwaltzentrale.de (Kurzinformation)

    Wettbewerbsrechtliche Abmahnkosten bei bereits erfolgter Drittunterwerfung

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 1987, 225
  • ZIP 1986, 1416
  • MDR 1987, 24
  • GRUR 1987, 54



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Wird zitiert von ... (27)  

  • BGH, 07.10.2009 - I ZR 216/07  

    Schubladenverfügung

    Nach dieser Rechtsprechung dient die durch eine Verletzungshandlung veranlasste Abmahnung im Regelfall dem wohlverstandenen Interesse beider Parteien, da sie das Streitverhältnis auf einfache, kostengünstige Weise vorprozessual beenden und einen Rechtsstreit vermeiden soll (BGH, Urt. v. 19.6. 1986 - I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 = WRP 1986, 672 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten; s. auch BGH, Beschl. v. 20.10.2005 - I ZB 21/05, GRUR 2005, 439 Tz. 12 = WRP 2006, 237 - Geltendmachung der Abmahnkosten).
  • BGH, 18.10.2007 - I ZR 24/05  

    ACERBON

    Dieses gesetzliche Schuldverhältnis ist wie jede Rechtsbeziehung den Grundsätzen von Treu und Glauben unterworfen (vgl. BGH, Urt. v. 19.6.1986 - I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 = WRP 1986, 672 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten; Urt. v. 19.10.1989 - I ZR 63/88, GRUR 1990, 381 = WRP 1990, 276 - Antwortpflicht des Abgemahnten; BGH GRUR 2008, 156 Tz. 27 - Aspirin II).
  • BGH, 12.07.2007 - I ZR 147/04  

    Aspirin II

    Dieses gesetzliche Schuldverhältnis ist wie jede Rechtsbeziehung den Grundsätzen von Treu und Glauben unterworfen (vgl. BGH, Urt. v. 19.6.1986 - I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 = WRP 1986, 672 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten; Urt. v. 19.10.1989 - I ZR 63/88, GRUR 1990, 381 = WRP 1990, 276 - Antwortpflicht des Abgemahnten).
  • BGH, 19.10.1989 - I ZR 63/88  

    "Antwortpflicht des Abgemahnten"

    Die Parteien verbindet eine dadurch geprägte wettbewerbsrechtliche Sonderbeziehung eigener Art (vgl. BGH, Urt. v. 19.6.1986 - I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 = WRP 1986, 672, 673 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten; BGH, Urt. v. 5.5.1988 - I ZR 151/86, GRUR 1988, 716, 717 = WRP 1989, 90, 91 - Aufklärungspflicht gegenüber Verbänden).

    In der wettbewerbsrechtlichen Rechtsprechung ist dementsprechend anerkannt, daß der abgemahnte Störer verpflichtet ist, den Abmahnenden zur Vermeidung eines überflüssigen und aussichtslosen Prozesses über eine wegen derselben Verletzungshandlung einem Dritten gegenüber abgegebene Unterwerfungserklärung aufzuklären (vgl. BGH, Urt. v. 19.6.1986 I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 = WRP 1986, 672, 673 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten; BGH, Urt. v. 13.5.1987 I ZR 79/85, GRUR 1987, 64O, 641 = WRP 1987, 557, 558 Wiederholte Unterwerfung II; BGH, Urt. v. 5.5.1988 I ZR 151/86, GRUR 1988, 716, 717 = WRP 1989, 9O, 91 - Aufklärungspflicht gegenüber Verbänden; OLG Frankfurt WRP 1989, 391, 392; KG WRP 1989, 659, 660).

  • BGH, 01.12.1994 - I ZR 139/92  

    "Kosten bei unbegründeter Abmahnung"; Aufklärungspflicht des Empfängers einer

    Daraus können sich je nach den Umständen auch Pflichten zur Aufklärung ergeben, wenn dem anderen Teil als Folge des Verhaltens des Verletzers Kostenschäden drohen, die durch die Aufklärung unschwer zu vermeiden sind (vgl. BGH, Urt. v. 19.6.1986 - I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 = WRP 1986, 672, 673 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten; Urt. v. 7.12.1989 - I ZR 62/88, GRUR 1990, 542, 543 = WRP 1990, 670, 671 - Aufklärungspflicht des Unterwerfungsschuldners m.w.N.).

    Soweit in der Rechtsprechung eine wettbewerbsrechtliche Sonderbeziehung zwischen dem Unterlassungsgläubiger und dem Abgemahnten anerkannt wird, hat diese ihren Grund darin, daß zwischen beiden durch die Verletzungshandlung ein gesetzliches Schuldverhältnis entstanden ist, das durch die Abmahnung lediglich konkretisiert und vertieft wird (vgl. BGH GRUR 1987, 54, 55 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten; Urt. v. 5.5.1988 - I ZR 151/86, GRUR 1988, 716, 717 = WRP 1989, 90, 91 - Aufklärungspflicht gegenüber Verbänden; Urt. v. 19.10.1989 - I ZR 63/88, GRUR 1990, 381 = WRP 1990, 276, 277 - Antwortpflicht des Abgemahnten).

  • BGH, 12.07.2011 - X ZR 56/09  

    Besonderer Mechanismus

    Dieses gesetzliche Schuldverhältnis ist wie jede Rechtsbeziehung den Grundsätzen von Treu und Glauben unterworfen (vgl. BGH, Urteil vom 19. Juni 1986  I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55  Aufklärungspflicht des Abgemahnten; Urteil vom 19. Oktober 1989  I ZR 63/88, GRUR 1990, 381  Antwortpflicht des Abgemahnten).
  • BGH, 05.05.1988 - I ZR 151/86  

    "Aufklärungspflicht gegenüber Verbänden"; Pflicht des abgemahnten Verletzers zur

    Die Pflicht des abgemahnten Verletzers zur Aufklärung des Abmahnenden darüber, daß wegen derselben Verletzungshandlung bereits eine Unterwerfungserklärung gegenüber einem Dritten abgegeben worden ist, besteht nicht nur gegenüber Mitbewerbern (BGH GRUR 1987, 54 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten), sondern auch gegenüber den aus eigenem Recht gemäß § 13 Abs. 2 UWG klagebefugten Verbänden.

    Die Vorschrift des § 767 Abs. 2 ZPO findet nämlich nach einhelliger Meinung in Rechtsprechung und Literatur auf die Abwehrklage gegen Kostenfestsetzungsbeschlüsse keine Anwendung (BGHZ 3, 381, 382 ff; BGH, Urt. v. 19.6.1986 I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 = WRP 1986, 672 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten m.w.N.).

    Der Bundesgerichtshof hat inzwischen mehrfach entschieden, daß die durch eine wettbewerbliche Verletzungshandlung veranlaßte Abmahnung das zwischen den Beteiligten bestehende gesetzliche Schuldverhältnis aus unerlaubter Handlung konkretisiert und daß der Verletzer im Rahmen dieses Verhältnisses nach Treu und Glauben verpflichtet ist, den Abmahnenden aufzuklären, wenn wegen derselben Verletzungshandlung bereits eine Unterwerfungserklärung gegenüber einem Dritten abgegeben worden ist; verletzt der Abgemahnte diese Pflicht schuldhaft, so kann darin eine positive Forderungsverletzung mit der Folge der Schadensersatzpflicht liegen (BGH, Urt. v. 19.6.1986 - I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 = WRP 1986, 672 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten; Urt. v. 13.5.1987 - I ZR 79/85, GRUR 1987, 640, 641 = WRP 1987, 557 - Wiederholte Unterwerfung II; Urt. v. 5.11.1987 I ZR 212/85, GRUR 1988, 313, 314 - Auto F. GmbH).

  • BGH, 07.11.1991 - III ZR 118/90  

    Aufklärungspflicht eines im Rahmen eines Kapitalanlagemodells tätigen Treuhänders

    Eine entsprechende Aufklärung der Erwerber gehörte deshalb, wie vom Berufungsgericht ohne Rechtsirrtum angenommen, zu den selbstverständlichen, jedermann ohne weiteres einleuchtend Aufgaben der Treuhänderin, die ihre Vergütung auch und gerade dafür erhielt, daß der Erwerber sich um diese Dinge nicht zu kümmern brauchte (vgl BGH, Urteil vom 30. Oktober 1987 V ZR 144/86 = ZIP 1988, 316, 318 = BGHR BGB vor § 1/Verschulden bei Vertragsschluß - Aufklärungspflicht 1; BGHZ 102, 220, 224 ff.; BGH, Urteil vom 24. März 1988 VII ZR 232/86 = NJW-RR 1988, 915, 916 f.).
  • OLG Hamm, 31.01.2012 - 4 U 169/11  

    Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt // Erstattungsanspruch bei Verwendung von

    Nach der Rechtsprechung gilt in diesem Bereich des Wettbewerbsrechts, dass sich aus § 242 BGB sogar Handlungspflichten, nämlich eine Verpflichtung zur Antwort und zu einem Hinweis auf eine eventuelle Drittunterwerfung ergeben können (vgl. BGH GRUR 1987, 54, 55 -Aufklärungspflicht des Abgemahnten, BGH GRUR 1990, 381 -Antwortpflicht des Abgemahnten, Senat 4 U 64/10 - Aufklärungspflicht des Hingewiesenen).
  • BGH, 13.05.1987 - I ZR 79/85  

    "Wiederholte Unterwerfung II"; Beseitigung der Wiederholungsgefahr durch Abgabe

    Wie der erkennende Senat bereits entschieden hat, besteht eine solche Aufklärungspflicht aufgrund der durch eine wettbewerbsrechtliche Verletzungshandlung begründeten und durch eine Abmahnung konkretisierten Rechtsbeziehung der Beteiligten nach den Grundsätzen von Treu und Glauben (BGH, Urt. v. 19.6.1986 - I ZR 65/84, GRUR 1987, 54, 55 m. Anm. v. Lindacher = WRP 1986, 672 - Aufklärungspflicht des Abgemahnten).
  • BGH, 20.09.1995 - XII ZR 220/94  

    Vollstreckungsabwehrklage - Kostenfestsetzung

  • BGH, 19.10.1994 - I ZR 187/92  

    Kosten des Verfügungsverfahrens bei Antragsrücknahme"; Erstattung der Kosten

  • OLG Hamburg, 17.02.2010 - 5 U 60/09  

    Internet-Musiktauschbörse: Datenverwendung durch unterbliebene Löschung bzw.

  • OLG Hamburg, 23.04.2009 - 3 U 75/08  

    Parallelimporte von Arzneimitteln aus den osteuropäischen EU-Beitrittsländern

  • OLG Düsseldorf, 11.08.2009 - 20 U 253/08  

    Erstattung der Kosten einer ohne Übersendung einer Vollmachtsurkunde erfolgten

  • BGH, 25.06.1992 - I ZR 136/90  

    Clementinen - Irreführung/Vorratsmenge

  • OLG Düsseldorf, 21.11.2006 - 20 U 22/06  

    Abmahnung ohne Vollmacht

  • LG München I, 26.05.2011 - 7 O 172/11  

    Kostenwiderspruch gegen eine einstweilige Verfügung wegen

  • BGH, 20.01.2005 - IX ZR 140/01  

    Einwendungen gegen einen Kostenfestsetzungsbeschluss

  • OLG Frankfurt, 27.10.1988 - 6 U 169/87  

    Zur Aufklärungspflicht des Abgemahnten über eine anderweitige Unterwerfung wegen

  • LG München I, 22.08.2011 - 21 O 13977/11  

    Urheberrechtlicher Anspruch auf Drittauskunft, zum Anspruch einer

  • LG Marburg, 15.02.2007 - 4 O 86/06  

    Wettbewerbsrecht: Pflicht des Verletzers zur Vorlage einer Drittunterwerfung und

  • OLG Stuttgart, 29.10.1993 - 2 U 123/93  

    Pflicht des Unterlassungsschuldners zur Mitteilung der anderweitigen Abgabe einer

  • OLG Bremen, 04.09.1992 - 2 W 66/92  

    "in das Verfahren gelockt" - § 127 Abs. 1 Satz 2 ZPO <Fassung bis

  • LG Köln, 31.10.2012 - 14 O 407/12  

    "Porno-Pranger"

  • LG München I, 01.08.2011 - 21 O 7841/11  

    Keine IP-Speicherung auf Zuruf

  • OLG Dresden, 10.02.1998 - 14 U 772/97  

    Werbung für Polstermöbel ohne entsprechende Bevorratung zum Verkauf als

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