Rechtsprechung
   BGH, 18.09.1997 - I ZR 71/95   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion

    Verwirkung einer Vertragsstrafe - Zuwiderhandlung gegen eine vertragsstrafebewehrte Unterlassungsverpflichtung - Auslegung eines Unterlassungsvertrags - Einer Werbeanzeige "beigestellter" redaktioneller Text in Anzeigenblatt einer Verlags- und Werbegesellschaft

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 339 S. 2, § 242; UWG § 1
    "Modenschau im Salvatorkeller"; Unzulässige Rechtsausübung durch Geltendmachung einer wettbewerbsrechtlichen Vertragsstrafe für Zuwiderhandlungen über mehrere Jahre

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

Papierfundstellen

  • NJW 1998, 1144
  • MDR 1998, 554
  • GRUR 1998, 471
  • WM 1998, 667
  • BB 1998, 73
  • DB 1998, 819



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Wird zitiert von ... (28)  

  • BGH, 17.07.2008 - I ZR 168/05  

    Kinderwärmekissen

    Dies schließt in besonders gelagerten Fällen aber nicht aus, dass auch bei einer von einem Kaufmann übernommenen Vertragsstrafe eine Herabsetzung nach § 242 BGB in Betracht kommt (vgl. BGH, Urt. v. 1.6.1983 - I ZR 78/81, GRUR 1984, 72, 74 = WRP 1984, 14 - Vertragsstrafe für versuchte Vertreterabwerbung; Urt. v. 18.9.1997 - I ZR 71/95, GRUR 1998, 471, 474 = WRP 1998, 164 - Modenschau im Salvatorkeller).
  • BGH, 14.07.2004 - VIII ZR 164/03  

    Überprüfung einer Individualvereinbarung in der Berufungsinstanz

    Die Verweisung in § 513 Abs. 1 ZPO auf § 546 ZPO bedeutet nicht, daß dem Berufungsgericht - wie dem Revisionsgericht - aufgegeben wäre, die Überprüfung der vorinstanzlichen Auslegung von Individualvereinbarungen auf Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln sowie gegen Denk- und Erfahrungsgesetze - kurz gesagt: auf Vertretbarkeit (BGH, Urteil vom 18. September 1997 - I ZR 71/95, NJW 1998, 1144 unter II 1 b) bb)) - zu beschränken.

    Erst im Laufe der Zeit hat sich in der höchstrichterlichen Rechtsprechung die Auffassung durchgesetzt, daß die Auslegung einer Individualvereinbarung vom Revisionsgericht - der Leitbildfunktion seiner Entscheidungen entsprechend - in der dargelegten Weise nur eingeschränkt zu überprüfen ist (st. Rspr.; BGH, Urteil vom 25. Februar 1992 - X ZR 88/90, NJW 1992, 1967 unter II 3 a; Senatsurteil vom 21. Oktober 1992 - VIII ZR 99/91, WM 1993, 114 unter II 1 a; BGH, Urteil vom 11. März 1996 - II ZR 26/95, NJW-RR 1996, 932 unter I; Urteil vom 18. September 1997, aaO).

  • BGH, 25.01.2001 - I ZR 323/98  

    Trainingsvertrag; Verwirkung von Vertragsstrafen bei mehrfachen Verstößen gegen

    Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß sich die Auslegung eines Unterlassungsvertrages nach den allgemeinen für die Vertragsauslegung geltenden Grundsätzen richtet (vgl. BGHZ 121, 13, 16 - Fortsetzungszusammenhang; BGH, Urt. v. 17.7.1997 - I ZR 40/95, GRUR 1997, 931, 932 = WRP 1997, 1067 - Sekundenschnell; Urt. v. 18.9.1997 - I ZR 71/95, GRUR 1998, 471, 472 = WRP 1998, 164 - Modenschau im Salvatorkeller).

    Die tatrichterliche Auslegung, die revisionsrechtlich ohnehin nur beschränkt nachgeprüft werden kann (vgl. BGH GRUR 1998, 471, 472 - Modenschau im Salvatorkeller), ist rechtsfehlerfrei.

  • BGH, 11.11.2014 - VI ZR 18/14  

    Verletzung des Rechts am eigenen Bild durch Bildnisveröffentlichung im Rahmen

    Maßgebend ist demnach der wirkliche Wille der Vertragsparteien (§§ 133, 157 BGB), bei dessen Ermittlung neben dem Erklärungswortlaut die beiderseits bekannten Umstände wie insbesondere die Art und Weise des Zustandekommens der Vereinbarung, deren Zweck sowie die Interessenlage der Vertragsparteien heranzuziehen sind (BGH, Urteile vom 18. Mai 2006 - I ZR 32/03, GRUR 2006, 878 Rn. 18; vom 18. September 1997 - I ZR 71/95, GRUR 1998, 471, 472; vom 3. Juli 2003 - I ZR 297/00, NJW-RR 2003, 1278).
  • BGH, 29.06.2000 - I ZR 122/98  

    Gebührenvereinbarung; Terminsvertretung

    Da die Auslegung durch den Tatrichter vertretbar erscheint, ist sie für das Revisionsgericht bindend (vgl. BGH, Urt. v. 25.2.1992 - X ZR 88/90, NJW 1992, 1967; Urt. v. 18.9.1997 - I ZR 71/95, GRUR 1998, 471, 472 = WRP 1998, 164 - Modenschau im Salvatorkeller).
  • OLG Stuttgart, 24.02.2011 - 2 U 104/10  

    Vertragsstrafenanspruch aus strafbewehrter Unterlassungserklärung: Überprüfung

    - ein Vertragsstrafegläubiger Verstöße "sammelt", um so einen möglichst hohen, wirtschaftlich bedrohlichen Vertragsstrafeanspruch entstehen zu lassen, wobei der Bundesgerichtshof eine Obliegenheit des Gläubigers annimmt, die Einhaltung der Unterwerfungsvereinbarung zeitnah zu überprüfen - BGH GRUR 1998, 471, 474 - Modenschau im Salvatorkeller .

    Es wird zwar vom Gläubiger erwartet, dass er seinen Vertragsstrafeanspruch in angemessener Zeit geltend macht (BGH GRUR 1998, 471, 474 - Modenschau im Salvatorkeller; MünchKomm zum Lauterkeitsrecht - Ottofülling, § 12 UWG Rdnr. 313), eine Verwirkung dadurch, dass der Schuldner darauf vertrauen kann, der Gläubiger werde den Anspruch nicht mehr geltend machen, setzt aber eine 2-jährige oder doch beinahe 2-jährige Untätigkeit des Gläubigers voraus (OLG Düsseldorf, NJWE-WettbR 1997, 109, 112; MünchKomm zum UWG-Ottofülling, ebenda; vgl. auch BGH GRUR 1998, 471 - Modenschau im Salvatorkeller -: dort wurde die Vertragsstrafe erst fünf Jahre nach Abgabe der Unterlassungserklärung wegen 92 Verstößen geltend gemacht, die teilweise vier Jahre zurücklagen).

  • BGH, 08.11.2007 - I ZR 172/05  

    EURO und Schwarzgeld

    Die durch die Abmahnung begründete Sonderbeziehung wird in besonderem Maße durch Treu und Glauben und das Gebot gegenseitiger Rücksichtnahme bestimmt (BGH GRUR 1990, 542, 543 - Aufklärungspflicht des Unterwerfungsschuldners; vgl. auch BGH, Urt. v. 18.9.1997 - I ZR 71/95, GRUR 1998, 471, 474 = WRP 1998, 164 - Modenschau im Salvatorkeller; BGH GRUR 1990, 381 - Antwortpflicht des Abgemahnten; Gloy in Gloy/Loschelder, Handbuch des Wettbewerbsrechts, 3. Aufl., § 75 Rdn. 47 a.E.).
  • BGH, 19.02.1998 - I ZR 120/95  

    AZUBI '94 - Getarnte Werbung

    Dem Berufungsgericht ist im Ansatz auch darin zu folgen, daß die Absicht, fremden Wettbewerb zu fördern, in der Regel dann mehr als eine mit der journalistischen Berichterstattung einhergehende Begleiterscheinung ist und wettbewerbsrechtlich ins Gewicht fällt, wenn in redaktionellen Beiträgen Produkte oder Dienstleistungen von Inserenten namentlich genannt und angepriesen werden (vgl. BGH, Urt. v. 23.1.1992 - I ZR 129/90, GRUR 1992, 463, 465 = WRP 1992, 378 - Anzeigenplazierung; Urt. v. 3.2.1994 - I ZR 321/91, GRUR 1994, 441, 443 = WRP 1994, 398 - Kosmetikstudio; Urt. v. 18.9.1997 - I ZR 71/95, WRP 1998, 164, 166 - Modenschau im Salvator-Keller).

    Eine andere Beurteilung kann angebracht sein, wenn der Beitrag redaktionell gestaltet die Dienstleistungen oder das Warenangebot des Inserenten werbend anpreist (BGH GRUR 1994, 441, 443 - Kosmetikstudio; BGH WRP 1998, 164, 168 - Modenschau im Salvator-Keller).

  • BGH, 03.07.2003 - I ZR 297/00  

    "Olympiasiegerin"; Umfang einer strafbewehrten Unterlassungserklärung

    Die Beklagte hat den ihr obliegenden Nachweis eines fehlenden Verschuldens (vgl. BGH, Urt. v. 18.9.1997 - I ZR 71/95, GRUR 1998, 471, 473 = WRP 1998, 164 - Modenschau im Salvatorkeller, m.w.N.) nicht geführt.
  • OLG Karlsruhe, 18.12.2015 - 4 U 191/14  

    Grundpreisangabe und Vertragsstrafe nach Hamburger Brauch

    3) Die Beklagte hat die Pflichtverstöße auch zu vertreten, § 276 BGB, denn sie hat den ihr obliegenden Nachweis mangelnden Verschuldens nicht geführt (vgl. BGH GRUR 1998, 471 - Modenschau im Salvatorkeller).
  • OLG Köln, 12.02.2010 - 6 U 169/09  

    Affiliates als Erfüllungsgehilfen

  • LAG München, 08.05.2012 - 6 Sa 957/11  

    Herausgabe erhaltener Schmiergelder

  • BGH, 10.06.2005 - V ZR 225/04  

    Rechte des Käufers einer Eigentumswohnung bei Reduzierung der Grundstücksfäche

  • OLG Naumburg, 23.04.2010 - 10 U 31/09  

    Wettbewerbsverstoß: Verbot der redaktionellen Werbung bei einem kostenlosen

  • LAG Hessen, 13.09.2005 - 4/18/4 TaBV 16/05  

    Versetzungsbegriff - Unterlassungsanspruch des Betriebsrats - Teilbeschluss

  • OLG Stuttgart, 30.06.2005 - 2 U 7/05  

    Unlauterer Wettbewerb: Irreführung, Bevorratung und Bewerbung

  • LG München I, 31.01.2017 - 33 O 20356/15  

    Rechtsmissbräuchliche Abmahnung

  • KG, 27.09.2011 - 5 U 137/10  

    Verwirkung einer Vertragsstrafe

  • OLG Hamburg, 19.10.2000 - 3 U 252/00  

    Untersagung der Vertretung eines Mandanten durch einen Rechtsanwalt; Verletzung

  • LG Oldenburg, 18.06.2014 - 5 S 610/13  

    Bieter will Schadensersatz geltend machen: Anspruch auf Einsicht in die

  • OLG Hamburg, 05.06.2003 - 3 U 171/02  
  • OLG Bamberg, 24.09.2009 - 3 U 119/09  

    Wettbewerbsrechtliche Unterlassungserklärung: Grundsätze der Auslegung; mehrfache

  • OLG Köln, 15.11.2002 - 6 U 120/02  

    UWG -Recht

  • LG Bonn, 08.05.2014 - 8 S 19/14  

    Bestimmtheitsgebot eines Klageantrags i.R.d. Zulässigkeit einer Klage (hier:

  • OLG Hamm, 22.03.2007 - 4 U 170/06  

    "Vertragsstrafe 2.131.800,00 EUR - Schöner die Kassen nie klingeln?" - Bei

  • OLG Naumburg, 16.11.2000 - 7 U (Hs) 102/99  

    Zulässigkeit der Ausübung einer intraurbanen Briefverteilung in Form der

  • LG Düsseldorf, 13.05.2008 - 4a O 30/08  

    Anspruch auf Zahlung einer Vertragsstrafe bei Verstoß gegen eine strafbewehrte

  • OLG Dresden, 13.11.2007 - 14 U 937/07  
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