Weitere Entscheidung unten: BPatG, 07.09.1999

Rechtsprechung
   BGH, 15.09.1999 - I ZR 98/97   

Programmsperre

§ 826 BGB, Rechte des Zweiterwerbers eines Computerprogramms gegen den Hersteller, zum Schädigungsvorsatz;

§ 69c Nr. 3 UrhG, Erschöpfungsgrundsatz

Volltextveröffentlichungen (11)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Hersteller - Computer - Programm - Computerprogramm - Software - Programmsperre - Codewort - Schadensersatz - Kennwort

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Keine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung gegenüber Nacherwerber durch Einbau einer periodischen Programmsperre in Computersoftware ("Programmsperre”)

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Programmsperre

    § 826 BGB

  • czarnetzki.eu PDF

    Einschränkung des Weiterverkaufs von Software durch Programmsperre

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Zur Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen der Hersteller eines Computerprogramms, der in die von ihm entwickelte Software eine periodisch wirksam werdende Programmsperre (expiration date) einbaut, die ohne die Eingabe eines dem eigenen Vertragspartner jeweils mitgeteilten Codeworts den Zugriff auf das Programm hindert, von einem Zweiterwerber, der das Programm in Unkenntnis der Sperre gebraucht erwirbt, wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung (¤ 826 BGB) auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden kann

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 826
    Programmsperre; expiration date und vorsätzliche sittenwidrige Schädigung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • justicia.de (Kurzinformation)

    Programmsperren bedenklich

Besprechungen u.ä.

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    BGB § 826
    Keine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung gegenüber Nacherwerber durch Einbau einer periodischen Programmsperre in Computersoftware ("Programmsperre")

Papierfundstellen

  • NJW 2000, 1719 (Ls.)
  • NJW-RR 2000, 393
  • ZIP 1999, 2158
  • GRUR 2000, 149
  • GRUR 2000, 249
  • VersR 2001, 251
  • WM 2000, 74
  • BB 2000, 585
  • DB 2000, 417



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Wird zitiert von ... (22)  

  • LG Duisburg, 19.02.2018 - 1 O 178/17

    Abgasmanipulation, Abgasskandal, Abgassoftware, leitende Angestellte,

    Hinsichtlich der Schädigung ist der Vorsatz zu bejahen, wenn der Schädiger die Art und Richtung der Schadensfolgen vorausgesehen und gewollt oder zumindest billigend in Kauf genommen hat (BGH, BGH, Urteil vom 20.11.1990 - VI ZR 6/90 = NJW 1991, 634; Urteil vom 15.09.1999 - I ZR 98/97 = NJW 2000, 393).
  • BGH, 21.04.2009 - VI ZR 304/07

    Sittenwidrige Schädigung bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens

    Sie hätte sich dann in einem Tatbestandsirrtum befunden, mit der Folge, dass die subjektiven Voraussetzungen eines Sittenverstoßes zu verneinen wären (vgl. RGZ 159, 211, 227; BGHZ 101, 380, 388 ; BGH, Urteil vom 28. September 1973 - I ZR 136/71 - aaO; vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 - aaO; vom 15. September 1999 - I ZR 98/97 - VersR 2001, 251, 253; Staudinger/Oechsler, aaO, Rn. 89; Spindler in Bamberger/Roth, BGB, 2. Aufl., § 826 Rn. 10).
  • LG Krefeld, 28.02.2018 - 7 O 10/17

    Schadensersatzbegehren wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung im

    Die Art und die Richtung der Schädigungsfolgen müssen ebenfalls vorausgesehen und gewollt oder jedenfalls billigend in Kauf genommen worden sein (vgl. BGH, Urteil vom 15.09.1999 - I ZR 98/97, NJW-RR 2000, 393, 395).
  • OLG Braunschweig, 13.04.2006 - 8 U 29/05

    Sittenwidrige Schädigung: Haftung des Erstverkäufers aus sittenwidriger

    Anders als im Rahmen von § 823 BGB muss sich der Vorsatz bei § 826 BGB auch auf den Schaden selbst erstrecken (BGH, Urteil vom 15.09.1999, NJW-RR 2000, 393 - 395).
  • LG Duisburg, 17.12.2018 - 2 O 220/17

    Zur Haftung des VW-Konzerns für die sittenwidrige Herbeiführung des Abgasskandals

    Hinsichtlich der Schädigung ist der Vorsatz zu bejahen, wenn der Schädiger die Art und Richtung der Schadensfolgen vorausgesehen und gewollt oder zumindest billigend in Kauf genommen hat (vgl. BGH, Urteil vom 20.11.1990 - VI ZR 6/90 = NJW 1991, 634; Urteil vom 15.09.1999 - I ZR 98/97 = NJW 2000, 393).
  • OLG Frankfurt, 19.05.2011 - 12 U 152/09

    Nachträgliche Pflicht zur Abtretung von Gewährleistungsansprüchen des

    Die Beklagte zu 2 musste bei Verkauf an einen gewerblichen Fahrzeughändler eine Weiterveräußerung des Gebrauchtwagens ernsthaft in Betracht ziehen und hat diese, einschließlich der damit verbundenen Vermögensnachteile beim Kläger als Dritterwerber, billigend in Kauf genommen (BGH, Urt. v. 15.9.1999, NJW-RR 2000, 393; OLG Braunschweig, 8 U 29/05, NJW 2007, 609, Rn. 21 m. w. N., zit. n. Juris).
  • OLG Saarbrücken, 25.01.2005 - 4 U 685/03

    Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung: Beweisanforderungen für bedingten Vorsatz

    Erforderlich und ausreichend ist vielmehr, dass der Vorsatz Richtung und Art des Schadens umfasst und der Ersatzpflichtige den dem Ersatzberechtigten entstandenen Schaden zumindest in Form des bedingten Vorsatzes zufügt (BGH, Urt. v. 14.6.2000 - VIII ZR 218/99, NJW 2000, 2896; Urt. v. 20.11.1990, BGHR BGB § 826 Schädigungsvorsatz 2; Urt. v. 15.9.1999 - I ZR 98/97, BGHR BGB § 826 Schädigungsvorsatz 7; BGH, Urt. v. 28.6.1966 - VI ZR 287/64, VersR 1966, 1032, 1034; Urt. v. 27.1.1994 - I ZR 326/91, ZIP 1994, 789, 792; MünchKomm(BGB)/Wagner, 4. Aufl., § 826 Rdn. 20).

    Die Verwirklichung des subjektiven Tatbestandes setzt nämlich voraus, dass der Schädiger zwar nicht die Person des Geschädigten, so doch zumindest Art und Richtung des eingetretenen Schadens kannte (BGH, Urt. v. 14.6.2000 - VIII ZR 218/99, NJW 2000, 2896; Urt. v. 20.11.1990, BGHR BGB § 826 Schädigungsvorsatz 2; Urt. v. 15.9.1999 - I ZR 98/97, BGHR BGB § 826 Schädigungsvorsatz 7; BGH, Urt. v. 28.6.1966 - VI ZR 287/64, VersR 1966, 1032, 1034; Urt. v. 27.1.1994 - I ZR 326/91, ZIP 1994, 789, 792; MünchKomm(BGB)/Wagner, 4. Aufl., § 826 Rdn. 20; Bamberger/Roth/Spindler, BGB, § 826 Rdn. 10).

  • OLG München, 12.10.2000 - 29 U 3680/00

    Wettbewerbsrecht und gewerblicher Rechtsschutz

    Da die hier in Rede stehende Software gegen Zahlung eines Einmalentgelts auf Dauer überlassen wird (zur entsprechenden Anwendung kaufvertragsrechtlicher Bestimmungen vgl. BGH NJW 1981, 2684; CR 1987, 358; NJW 1990, 3011 = CR 1990, 707; CR 1997, 470, 472; CR 2000, 207; krit. Ulmer, CR 2000, 493 ff)) und daher die Sicherung eines vertraglichen Zahlungsanspruchs ausscheidet, kann der Einsatz von Programmsperren allenfalls unter dem Gesichtspunkt des Mißbrauchsschutzes in Betracht kommen (vgl. Wuermeling, CR 1994, 585 ff; die Zulässigkeit derartiger Maßnahmen blieb in der Entscheidung BGH CR 2000, 94 Programmsperre offen; vgl. zur instanzgerichtlichen Rechtsprechung Wuermeling in seiner Anmerkung CR 2000, 96 f).
  • LG Düsseldorf, 22.08.2014 - 8 O 253/11

    Schadensersatzanspruch im Zusammenhang mit Börsentermingeschäften; Zahlung von

    Bei der - regelmäßig nur durch Indizien möglichen - Ermittlung der subjektiven Seite ist in Rechnung zu stellen, dass im Rechtsverkehr grundsätzlich jeder darauf vertrauen darf, dass der andere Teil die Regeln und Gepflogenheiten eines redlichen Geschäftsverkehrs beachtet und niemand ohne besondere Anhaltspunkte mit der Unredlichkeit seines Geschäftspartners rechnen muss, weshalb regelmäßig nicht verlangt werden kann, dass das arglistige Verhalten eines Dritten zum Gegenstand der eigenen Betrachtungen und Voraussicht gemacht wird (vgl. BGH, Urteil vom 15. September 1999 - I ZR 98/97, NJW-RR 2000, 393 [unter II 2 b bb]).
  • LG Düsseldorf, 22.08.2014 - 8 O 200/11
    Bei der - regelmäßig nur durch Indizien möglichen - Ermittlung der subjektiven Seite ist in Rechnung zu stellen, dass im Rechtsverkehr grundsätzlich jeder darauf vertrauen darf, dass der andere Teil die Regeln und Gepflogenheiten eines redlichen Geschäftsverkehrs beachtet und niemand ohne besondere Anhaltspunkte mit der Unredlichkeit seines Geschäftspartners rechnen muss, weshalb regelmäßig nicht verlangt werden kann, dass das arglistige Verhalten eines Dritten zum Gegenstand der eigenen Betrachtungen und Voraussicht gemacht wird (vgl. BGH, Urteil vom 15. September 1999 - I ZR 98/97, NJW-RR 2000, 393 [unter II 2 b bb]).
  • LG Düsseldorf, 22.08.2014 - 8 O 236/11

    Schadensersatzanspruch im Zusammenhang mit Börsentermingeschäften; Aufklärung

  • OLG München, 13.02.2009 - 10 U 2367/08

    Prospekthaftung bei Filmfonds: Schadensersatzanspruch wegen Aufklärungsfehler

  • OLG München, 05.03.2009 - 23 U 1966/08
  • OLG Brandenburg, 30.05.2006 - 11 U 65/05

    Schadensersatzansprüche der ersten Inkassostelle im Lastschriftenverfahren bei

  • LG Düsseldorf, 17.03.2017 - 8 O 58/16

    Sittenwidrige vorsätzliche Schädigung eines Zedenten durch eine

  • OLG Nürnberg, 26.10.2004 - 3 U 2925/04

    Rechtsmissbrauch bei getrenntem Vorgehen gegen identische Wettbewerbsverstöße

  • OLG Stuttgart, 20.12.2007 - 9 U 92/07

    Sittenwidrige Schädigung: Missbrauch des Widerspruchs im Lastschriftverfahren zu

  • LG Düsseldorf, 07.12.2012 - 8 O 746/10

    Keine Ausdehnung einer Gerichtsstandsvereinbarung auf deliktische Ansprüche; Ort

  • LG Düsseldorf, 02.03.2012 - 2b O 263/08

    Schadensersatzanspruch gegen ein Finanzdienstleistungsunternehmen bei Geschäften

  • LG Düsseldorf, 23.12.2010 - 8 O 9/10

    Berufstypisch "neutrale" Handlungen können nicht als Beihilfehandlung zu einer

  • LG Kassel, 29.03.2001 - 1 S 452/00

    Abweichung der Ist-Mietfläche von der Soll-Mietfläche ein Mangel?

  • LG Magdeburg, 18.05.2011 - 36 O 32/11

    Unlauterer Wettbewerb: Gewährung von Gutscheinen an Apothekenkunden im

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Rechtsprechung
   BPatG, 07.09.1999 - 24 W (pat) 37/99   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • rechtsportal.de

    MarkenG § 8 Abs. 2 Nr. 2 § 23 Nr. 2
    Freihaltungsbedürfnis an geographischen Herkunftsangaben

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Anforderung an die erforderliche Unterscheidungskraft eines Markenzeichens; Möglichkeit der Benennung einer Marke mit einer geographischen Herkunftsangabe ; Grundsätzliche Vermutung für ein Freihaltungsbedürfnis an geographischen Bezeichnungen; Freihaltungsbedürftigkeit von Fachangaben und Ortsangaben

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • GRUR 2000, 149



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Wird zitiert von ... (44)  

  • BPatG, 03.08.2009 - 26 W (pat) 20/08

    Freihaltebedürfnis von Ortsnamen als geografische Herkunftsangabe - Löschung der

    Bei Namen von Ländern, Regionen, Großstädten oder sonst wirtschaftlich bedeutenden Örtlichkeiten besteht eine grundsätzliche Vermutung dafür, dass sie als geografische Herkunftsangaben zur freien Verwendung für nahezu alle Waren benötigt werden können (vgl. EuG GRUR 2004, 148, 149 -OLDENBURGER; BGH GRUR 1994, 905, 907 -Schwarzwald-Sprudel; BPatG GRUR 2000, 149, 150 -WALLIS; BPatG PAVIS PROMA 24 W (pat) 40/98 -Brazil).
  • BPatG, 11.04.2000 - 27 W (pat) 108/99

    Voraussetzungen für ein aktuelles Freihaltungsbedürfnis bei Wortmarke

    Die in der bisherigen deutschen Praxis zugrundegelegte grundsätzliche Vermutung eines fehlenden zukünftigen Freihaltungsbedürfnisses, die nur ausnahmsweise beim Vorliegen sicherer gegenteiliger Anhaltspunkte zu widerlegen war, muß daher aufgegeben werden zugunsten einer Prognose, die nicht nur auf die gegenwärtigen Verhältnisse abgestellt, sondern auch mögliche, nicht außerhalb aller Wahrscheinlichkeit liegende zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen berücksichtigt (vgl hierzu auch BPatG BlPMZ 2000, 60 "WALLIS").
  • BPatG, 12.04.2001 - 25 W (pat) 16/00

    Eignung der Namen von Gemeinden mit nicht sehr großer Einwohnerzahl als Angabe

    Danach kann die bei der Bejahung eines Schutzhindernisses an geographischen Herkunftsangaben stark zurückhaltende deutsche Spruchpraxis (vgl zB BGH GRUR 1983, 768, 769 - Capri-Sonne; BPatGE 27, 219 "Augusta"; siehe auch Althammer/Ströbele, MarkenG, 6. Aufl, § 8 Rdn 103 mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen) nach den verbindlichen Vorgaben des EuGH jedenfalls in dieser Form nicht mehr fortgeführt werden (so auch BPatG GRUR 2000, 149 - WALLIS).
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