Rechtsprechung
   BVerfG, 26.09.2003 - 1 BvR 1608/02   

Volltextveröffentlichungen (9)

  • Bundesverfassungsgericht

    Verletzung ärztlicher Berufsausübungsfreiheit durch wettbewerbsrechtliche Verurteilung wegen unzulässiger Werbung einer Zahnarzt-GmbH - Anwendung der wettbewerbsrechtlichen Störerhaftung auf kleinere Kliniken mit GG Art 12 Abs 1 unvereinbar

  • Judicialis
  • Jurion
  • Jurion

    Wettbewerbsrechtliche Verurteilung wegen unzulässiger Werbung; Störerhaftung einer Klinik für einen angestellten Zahnarzt; Berufswidrigkeit einer Werbung eines Zahnarztes, die keine interessengerechte und sachangemessene Information darstellt ; Abwägung des Grundrechts auf Berufsausübungsfreiheit mit der Sicherung des Werbeverbots; Konkurrenzschutz und Schutz vor Umsatzverlagerungen als legitimer Zwecke für die Einschränkungen der Berufsausübung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verfassungsrechtliche Grenzen der Werbung für die Behandlung in einer Zahnklinik

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (7)

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Zur Werbung einer Zahnarzt-GmbH

  • IWW (Kurzinformation)

    Werbeverbot - Kliniken dürfen (noch) anders werben als Zahnärzte

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    Zur Werbung einer Zahnarzt-GmbH

  • ra-staudte.de (Kurzinformation)

    Zur Werbung einer Zahnarzt-GmbH; Medizinrecht, Recht der freien Berufe, Wettbewerbsrecht

  • dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)

    Werbung einer Arztklinik zulässig

  • wettbewerbszentrale.de (Kurzinformation)

    Zur Werbung einer Zahnarzt-GmbH

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig) (Kurzinformation)

    Berufsrecht; zulässige Werbung einer Zahnarzt-GmbH

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2003, 3472
  • MDR 2003, R8
  • NVwZ 2004, 473 (Ls.)
  • GRUR 2004, 68



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Wird zitiert von ... (26)  

  • BVerfG, 26.10.2004 - 1 BvR 981/00  

    Steuerberaterkammer

    Auch Informationen über die Art der beabsichtigten Zusammenarbeit zwischen dem Freiberufler und seinem Mandanten oder über die Atmosphäre, die bei der Erbringung der Dienstleistungen angestrebt wird (vgl. BVerfG, 2. Kammer des Ersten Senats, NJW 2003, S. 3472), können aus der Sicht der angesprochenen Verkehrskreise von Interesse sein.
  • BVerfG, 01.06.2011 - 1 BvR 233/10  

    Grenzen des Verbotes berufswidriger Werbung eines Zahnarztes

    (a) Einem Arzt oder Zahnarzt ist von Verfassungs wegen berufsbezogene und sachangemessene Werbung erlaubt (vgl. nur BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 23. Juli 2001 - 1 BvR 873/00 u.a. -, juris, Rn. 26; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 26. September 2003 - 1 BvR 1608/02 -, juris, Rn. 30).

    Denn erforderlich ist nur, dass die Werbung, wie bereits dargelegt, sachangemessen und berufsbezogen ist (vgl. nur BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 26. September 2003 - 1 BvR 1608/02 -, juris, Rn. 30).

  • BGH, 29.07.2009 - I ZR 77/07  

    EKW-Steuerberater

    Zudem ist es gerade legitimer Zweck der auch Steuerberatern grundsätzlich erlaubten Werbung, Kunden zulasten der Konkurrenz zu gewinnen (BVerfG, Kammerbeschl. v. 26.9. 2003 - 1 BvR 1608/02, GRUR 2004, 68, 69; BVerfGE 111, 366, 378).

    Das Sachlichkeitsgebot verlangt weder eine auf die Mitteilung nüchterner Fakten beschränkte Werbung (BGH GRUR 2005, 520, 521 - Optimale Interessenvertretung) noch einen Überschuss der Sachinformation gegenüber der Anlockwirkung (vgl. BVerfG GRUR 2004, 68, 69).

  • BGH, 26.02.2009 - I ZR 222/06  

    MacDent

    Der Werbeeffekt als solcher kann schon deshalb nicht zur Annahme eines Verstoßes gegen das berufsrechtliche Werbeverbot führen, weil auch den den berufsrechtlichen Werbeverbot unterworfenen Berufsangehörigen von Verfassungs wegen die berufsbezogene und sachangemessene Werbung erlaubt ist (BVerfG, Kammerbeschl. v. 26.9.2003 - 1 BvR 1608/02, GRUR 2004, 68, 69).

    Jedenfalls wäre es unverhältnismäßig und mit der Berufsausübungsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) nicht zu vereinbaren (vgl. BVerfG GRUR 2004, 68, 69) , wenn die wettbewerbsrechtliche Haftung wegen einer solchen Werbung - unterstellt sie wäre einem niedergelassenen Zahnarzt berufsrechtlich verwehrt - auf die Beklagte erstreckt würde.

    Die Frage, ob die Beklagte auf Unterlassung in Anspruch genommen werden könnte, wenn der Zweck ihres Unternehmens dahin ausgerichtet wäre, den ihr angeschlossenen Zahnärzten eine über die Werbebeschränkungen der Berufsordnung hinaus reichende Werbung zu ermöglichen (vgl. BVerfG GRUR 2004, 68, 69) , kann gleichfalls offenbleiben.

  • BGH, 13.07.2006 - I ZR 222/03  

    dentalästhetika II

    Mit Beschluss vom 26. September 2003 hat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts den Nichtannahmebeschluss des Senats aufgehoben und die Sache an den Bundesgerichtshof zurückverwiesen (1 BvR 1608/02, GRUR 2004, 68 = WRP 2003, 1425).
  • OLG Düsseldorf, 25.11.2003 - 20 U 63/03  

    Wettbewerbswidrigkeit der Werbung einer zahnärztlichen Praxisgemeinschaft;

    bb) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (NJW 2000, 2734 - Werbung für eine Zahnklinik; NJW 2000, 1635 - Sponsoring; NJW 2001, 1331 - Implantalogie; NJW 2002, 1331 - Spezialisten; NJW 2002, 3091 - Tierarztwerbung; NJW 2003, 2818 - Klinikwerbung; zuletzt Beschlüsse vom 26.08.2003 - 1 BvR 1003/02 - und vom 26.09.2003 - 1 BvR 1608/02) und des Bundesgerichtshofs (zuletzt GRUR 2003, 798) können jedoch lediglich berufswidrige Werbung, nicht jedoch interessengerechte und sachangemessene Informationen verboten werden, die keinen Irrtum erregen.

    Werbeverbote und -beschrän-kungen sollen eine Verfälschung des (zahn-)ärztlichen Berufsbildes verhindern, die einträte, wenn der Arzt Werbemethoden verwendete, wie sie in der gewerblichen Wirtschaft üblich sind (vgl. BVerfG NJW 2000, 2734 - Werbung für eine Zahnklinik; BVerfG NJW 2001, 2788 - Implantologie; BVerfG NJW 2002, 1331 - Spezialisten; BVerfG NJW 2002, 3091 - Tierarztwerbung), wobei allerdings aus dem benutzten Medium nicht von vornherein auf "gewerbliche Werbemethoden" geschlossen werden darf (vgl. BVerfG NJW 2002, 3091 - Tierarztwerbung; Beschluss vom 26.09.2003 - 1 BvR 1608/02; BGH GRUR 2003, 798 unter II.3.a)).

    Dass es auf die Werbung von Patienten ausgerichtet ist und vom Zahnarzt ein positives Bild zeichnet, ist als solches unschädlich (vgl. BVerfG Beschluss vom 26.09.2003 - 1 BvR 1608/02).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 05.04.2006 - 6t A 3527/04  

    Abgrenzung zwischen erlaubter und berufswidriger Werbung in Zeitungsartikeln über

    Im Ergebnis ebenso BVerfG, Beschluss vom 26.9.2003 - 1 BvR 1608/92 -, NJW 2003, 3472, und BGH, Urteil vom 9.10.2003 - I ZR 167/01 -, NJW 2004, 440 (441), zur vergleichbaren Regelung des § 20 Abs. 1 BO der Zahnärztekammer Nordrhein vom 19.4.1997, NWMBl.

    BVerfG, ständige Rspr., vgl. nur Beschluss vom 26.9.2003 - 1 BvR 1608/02 - Werbung für eine zahnärztliche Klinik -, a. a. O. .

    nur BVerfG, Beschluss vom 17.7.2003 - 1 BvR 2115/02 - Internetwerbung einer Klinik -, NJW 2003, 2818; Beschluss vom 4.7.2000 - 1 BvR 547/99 -, NJW 2000, 2734 (2735), und Beschluss vom 26.09.2003 - 1 BvR 1608/02 -, a. a. O.

    BVerfG, Beschluss vom 26.9.2003 - 1 BvR 1608/02 -, a. a. O. (3473); ferner Beschluss vom 13.7.2005 - 1 BvR 191/05 -, a. a. O., zum Vergleich von Operationsmethoden.

  • OLG Düsseldorf, 25.11.2003 - 20 U 67/03  

    Wettbewerbswidrigkeit der Werbung eines Zahnarztes

    a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (NJW 2000, 2734 - Werbung für eine Zahnklinik; NJW 2000, 1635 - Sponsoring; NJW 2001, 1331 - Implantalogie; NJW 2002, 1331 - Spezialisten; NJW 2002, 3091 - Tierarztwerbung; NJW 2003, 2818 - Klinikwerbung; zuletzt Beschlüsse vom 26.08.2003 - 1 BvR 1003/02 und vom 26.09.2003 - 1 BvR 1608/02) und des Bundesgerichtshofs (zuletzt GRUR 2003, 798) können lediglich die berufswidrige Werbung, nicht jedoch interessengerechte und sachangemessene Informationen verboten werden, die keinen Irrtum erregen.

    Werbeverbote und -beschränkungen sollen eine Verfälschung des (zahn-)ärztlichen Berufsbildes verhindern, die einträte, wenn der Arzt Werbemethoden verwendete, wie sie in der gewerblichen Wirtschaft üblich sind (vgl. BVerfG NJW 2000, 2734 - Werbung für eine Zahnklinik; BVerfG NJW 2001, 2788 - Implantologie; BVerfG NJW 2002, 1331 - Spezialisten; BVerfG NJW 2002, 3091 - Tierarztwerbung), wobei allerdings aus dem benutzten Medium nicht von vornherein auf "gewerbliche Werbemethoden" geschlossen werden darf (vgl. BVerfG NJW 2002, 3091 - Tierarztwerbung; BVerfG Beschluss vom 26.09.2003 - 1 BvR 1608/02; BGH GRUR 2003, 798 unter II.3.a)).

    Selbst wenn die Angabe als "vor allem auf die Akquisition von Patienten gerichtet" angesehen werden sollte, wäre sie nicht schon aus diesem Grunde unzulässig (vgl. BVerfG Beschluss vom 26.09.2003 - 1 BvR 1608/02 unter II.2.b)bb)).

    Insgesamt ist die Angabe wesentlich zurückhaltender als die Aussagen, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 26.09.2003 (1 BvR 1608/02) für eine Zeitungsanzeige als zulässig angesehen hat.

  • LBerG Heilberufe Nordrhein-Westfalen, 05.04.2006 - 6t A 3527/04  
    Im Ergebnis ebenso BVerfG, Beschluss vom 26. September 2003 - 1 BvR 1608/92 -, NJW 2003, 3472, und BGH, Urteil vom 9. Oktober 2003 - I ZR 167/01 -, NJW 2004, 440 (441), zur vergleichbaren Regelung des § 20 Abs. 1 BO der Zahnärztekammer Nordrhein vom 19. April 1997, NWMBl.

    Rspr., vgl. nur Beschluss vom 26. September 2003 - 1 BvR 1608/02 - Werbung für eine zahnärztliche Klinik -, NJW 2003, 3472.

      vgl. nur BVerfG, Beschluss vom 17. Juli 2003 - 1 BvR 2115/02 - Internetwerbung einer Klinik -, NJW 2003, 2818; Beschluss vom 4. Juli 2000 - 1 BvR 547/99 -, NJW 2000, 2734 (2735), und Beschluss vom 26. September 2003 - 1 BvR 1608/02 -, NJW 2003, 3472.

      vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. September 2003 - 1 BvR 1608/02 -, NJW 2003, S. 3472 (3473); ferner Beschluss vom 13. Juli 2005 - 1 BvR 191/05 -, MedR 2006, 107 (108), zum Vergleich von Operationsmethoden.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 22.06.2005 - 6t A 53/03  

    Berufsrecht - Welche Werbung ist in Zeitungsartikeln und Anzeigen erlaubt?

    Rspr., vgl. nur Beschluss vom 26. September 2003 - 1 BvR 1608/02 - Werbung für eine zahnärztliche Klinik -, NJW 2003, 3472.

    BVerfG, Beschluss vom 26. September 2003, a.a.O., Seite 3473.

  • OLG Hamm, 07.06.2005 - 4 U 34/05  

    Zahnarzt darf mit "Kussmund" werben

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 22.06.2005 - 13t A 53/03  

    Arztwerbung - Heilmittel - Internetapotheke - Nahrungsergänzungsmittel -

  • OLG Rostock, 14.03.2012 - 2 U 22/10  

    Unlauterer Wettbewerb eines Krankenhausbetreibers: Angebot eines kostenlosen

  • OLG Hamm, 09.06.2009 - 4 U 70/09  

    Wettbewerbswidrigkeit der Werbung für eine Zahnklinik verbunden mit einem Hinweis

  • VG Düsseldorf, 19.12.2007 - 20 K 4984/05  

    Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen eines Bescheids zur Durchsetzung der Anpassung von

  • OLG Hamburg, 03.11.2005 - 3 U 29/01  

    Wettbewerbswidrigkeit des unautorisierten Erwerbes und Weitervertriebes von

  • LBerG Heilberufe Nordrhein-Westfalen, 22.06.2005 - 6t A 53/03  
  • LBerG Heilberufe Nordrhein-Westfalen, 22.06.2005 - 13t A 53/03  
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 25.04.2007 - 6t A 1014/05  

    Grenzen zulässiger Werbung nach der Berufsordnung für Ärzte (BOÄ);

  • VG Münster, 06.06.2007 - 6 K 1554/06  

    Tierärzte dürfen Zweitpraxis eröffnen

  • BayObLG, 11.04.2006 - LBG-Ap 1/06  
  • VG Münster, 13.06.2006 - 6 L 303/06  

    Zulässiger Umfang von Informationen über die Berufstätigkeit eines Zahnarztes;

  • BPatG, 30.05.2007 - 26 W (pat) 53/06  
  • VG Münster, 06.07.2006 - 6 L 429/06  
  • LBerG Heilberufe Nordrhein-Westfalen, 25.04.2007 - 6t A 1014/05  
  • OVG Schleswig-Holstein, 28.01.2004 - BG II 4/02  
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