Rechtsprechung
   BGH, 28.10.2008 - VI ZR 307/07   

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Zitiervorschläge

https://dejure.org/2008,86
BGH, 28.10.2008 - VI ZR 307/07 (https://dejure.org/2008,86)
BGH, Entscheidung vom 28.10.2008 - VI ZR 307/07 (https://dejure.org/2008,86)
BGH, Entscheidung vom 28. Januar 2008 - VI ZR 307/07 (https://dejure.org/2008,86)
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Volltextveröffentlichungen (16)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Telemedicus

    Bildberichterstattung über den Strafvollzug eines prominenten Gefängnisinsassen

  • Judicialis
  • Kanzlei Prof. Schweizer

    GG Art. 5 Abs. 1, 2 Abs. 1, EMRK Art. 8, 10, §§ 22, 23 KUG
    Bildberichterstattung über den Strafvollzug bei einem bekannten Filmschauspieler

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Gestattung einer Bildberichterstattung über den Strafvollzug bei einem bekannten Filmschauspieler ohne dessen Einwilligung aufgrund des Bedürfnisses nach demokratischer Kontrolle der Strafvollstreckungsbehörden; Beurteilung der Zulässigkeit der Veröffentlichung von Bildnissen aus dem Bereich der Zeitgeschichte nach dem abgestuften Schutzkonzept des Kunst-Urhebergesetzes (KUG); Bestimmung des Zeitgeschehens vom Informationsinteresse der Öffentlichkeit her; Begrenzung des Einbruchs in die persönliche Sphäre des Abgebildeten durch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit; Bestimmung der Grenze für das berechtigte Informationsinteresse der Öffentlichkeit an der aktuellen Berichterstattung unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls; Abwägung der Presse- und Informationsfreiheit mit dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Abgebildeten

  • rechtambild.de

    Bildberichterstattung über Strafvollzug eines bekannten Schauspielers

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Art. 8, 10 EMRK

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zulässigkeit der Bildberichterstattung über Besonderheiten des Strafvollzuges bei einem bekannten Filmschauspieler

  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    "Bildveröffentlichung vom Haftausgang"

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Urheberrecht - Bildberichterstattung über Strafvollzug bei Schauspieler

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (15)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • MIR - Medien Internet und Recht (Kurzmitteilung)

    Presse als "öffentlicher Wachhund" - Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • internetrecht-infos.de (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • drbuecker.de (Pressemitteilung)

    Karsten Specks Bilder vom Freigang durften veröffentlicht werden

  • stroemer.de (Leitsatz)

    Haftausgang

  • titelschutzanzeiger.de (Pressemeldung)

    BILD durfte Fotos von Karsten Speck veröffentlichen

  • dr-bahr.com (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • presserecht-aktuell.de (Kurzinformation)

    Bild gewinnt vor BGH: Bilder eines Haftausgangs dürfen veröffentlicht werden

  • lempe-kessler.com (Kurzinformation)

    Veröffentlichung von Fotografien vom Haftausgang des Karsten Speck zulässig

  • nennen.de (Kurzinformation)

    BILD-Fotos von Karsten Speck beim Verlassen des Gefängnisses rechtens

  • it-recht-kanzlei.de (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts - Veröffentlichung der Bilder von Karsten Speck in der 'Bild' sind zulässig

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Veröffentlichung der Bilder von Karsten Speck in der Bild sind zulässig

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Bilder vom Haftausgang durften veröffentlicht werden

  • 123recht.net (Pressebericht, 28.10.2008)

    Fotos von Karsten Speck bei Verlassen von Gefängnis zulässig // BGH verweist auf "Wachhundfunktion" der Presse

Besprechungen u.ä.

  • uni-marburg.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Art. 5 I GG; Art. 8, 10 EMRK; §§ 22, 23 KUG
    Bildberichterstattung über Strafvollzug bei bekanntem Filmschauspieler - Karsten Speck (Prof. Dr. Georgios Gounalakis)

In Nachschlagewerken

  • Wikipedia (Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)

    Karsten Speck

Sonstiges

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 28.10.2008, Az.: VI ZR 307/07 (Bildveröffentlichung vom Haftausgang; Karsten Speck)" von RA Dr. Endress Wanckel, original erschienen in: NJW 2009, 757 - 762.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 178, 213
  • NJW 2009, 757
  • MDR 2009, 204
  • GRUR 2009, 150
  • VersR 2009, 268
  • ZUM 2009, 148
  • afp 2009, 51



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Wird zitiert von ... (90)  

  • BGH, 06.02.2018 - VI ZR 76/17

    Veröffentlichung von Bildern des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff bei

    Auch Aspekte aus ihrem Privatleben wie beispielsweise die Normalität ihres Alltagslebens können der Meinungsbildung zu Fragen von allgemeinem Interesse dienen (Senatsurteile vom 2. Mai 2017 - VI ZR 262/16, AfP 2017, 310 Rn. 24; vom 10. März 2009 - VI ZR 261/07, BGHZ 180, 114 Rn. 11; vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 13; BVerfG, NJW 2017, 1376 Rn. 15; BVerfGE 120, 180, 204; BVerfGE 101, 361, 390).

    Im Rahmen einer zulässigen Berichterstattung steht es den Medien demnach grundsätzlich frei, Textberichte durch Bilder zu illustrieren (Senatsurteil vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 15).

    Bildaussagen nehmen am verfassungsrechtlichen Schutz des Berichts teil, dessen Bebilderung sie dienen (Senatsurteil vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 15; BVerfGE 120, 180, 196).

    Wo konkret die Grenze für das berechtigte Informationsinteresse der Öffentlichkeit an der aktuellen Berichterstattung zu ziehen ist, lässt sich nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls entscheiden (Senatsurteil vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 14).

  • BGH, 08.05.2012 - VI ZR 217/08

    Internationale Zuständigkeit bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch

    Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierfür verhängten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der Öffentlichkeit auf den dafür üblichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, BGHZ 143, 199, 204; vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 22 f.; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04, VersR 2006, 274 Rn. 14).
  • BGH, 07.06.2011 - VI ZR 108/10

    Bildveröffentlichung und sitzungspolizeiliche Verfügung

    Die erforderliche Abwägung kann der Senat selbst vornehmen, weil keine weiteren Tatsachenfeststellungen erforderlich sind (vgl. Senatsurteil vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 11).

    a) Zugunsten des Persönlichkeitsschutzes ist zu berücksichtigen, dass die den Täter identifizierende Bildberichterstattung über eine Straftat einen erheblichen Eingriff in die Persönlichkeitssphäre des Betroffenen darstellt, weil auch hierdurch sein Fehlverhalten öffentlich bekannt gemacht und seine Person in den Augen des Publikums negativ qualifiziert wird (vgl. Senatsurteile vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, aaO, Rn. 33; vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, BGHZ 183, 353 Rn. 10; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 15).

    Auch das Resozialisierungsinteresse und das Recht des Täters, "alleine gelassen zu werden", steht der aktuellen identifizierenden Berichterstattung nicht entgegen, weil es nach Befriedigung des aktuellen Informationsbedürfnisses der Öffentlichkeit erst mit zeitlicher Distanz zur Straftat und zum Strafverfahren zunehmende Bedeutung gewinnt (vgl. Senatsurteile vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, aaO, Rn. 23; vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, aaO, Rn. 16; vom 9. Februar 2010 - VI ZR 243/08, aaO, Rn. 19; vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, NJW 2010, 2728 Rn. 17; BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; NJW 2009, 3357 Rn. 21; Beater, Medienrecht, 2007, Rn. 1336; Wenzel/von Strobl-Albeg, Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl., Kap. 8 Rn. 85).

    Zutreffend ist zwar der rechtliche Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, wonach für die Gewichtung der Belange des Persönlichkeitsschutzes auch die Umstände in die Beurteilung einzubeziehen sind, unter denen die Aufnahme entstanden ist (vgl. Senatsurteile vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, aaO, Rn. 24; vom 9. Februar 2010 - VI ZR 243/08, aaO, Rn. 35).

    Die Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts wiegt schwerer, wenn der Betroffene die berechtigte Erwartung haben durfte, in der konkreten Situation nicht abgebildet zu werden (vgl. Senatsurteile vom 1. Juli 2008 - VI ZR 243/06, aaO, Rn. 24 und - VI ZR 67/08, aaO, Rn. 24; vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, aaO; BVerfGE 120, 180, 207).

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