Rechtsprechung
   BGH, 27.04.2006 - I ZR 162/03   

Volltextveröffentlichungen (11)

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • aufrecht.de

    Markenrechtliche Erschöpfung durch Übergabe der Ware an Frachtunternehmen ab Werk

  • Jurion

    Erschöpfung des Markenrechts durch Inverkehrbringen der Ware seitens des Markeninhabers - Verzicht auf ein weiteres Willenselement im Rahmen der Anforderung an die Aufgabe der Verfügungsgewalt innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    MarkenG § 24 Abs. 1; CMR Art. 12 Abs. 1, 5 lit. a
    "ex works"; Erschöpfung des Rechts an einer Marke durch Inverkehrbringen von Ware

  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Ex works

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • MIR - Medien Internet und Recht (Leitsatz)

    "ex works"- Übergibt der Markeninhaber die Ware im Europäischen Wirtschaftsraum im Rahmen eines "ab Werk-Verkaufs" an einen Frachtführer, ist die Ware i.S. von § 24 Abs. 1 MarkenG in den Verkehr gebracht und Erschöpfung des Rechts an der Marke eingetreten, auch wenn der Käufer seinen Sitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums hat und die Ware dort vertrieben werden soll.

  • nwb (Leitsatz)

    MarkenG § 24 Abs. 1; CMR Art. 12 Abs. 1, Art. 12 Abs. 5 lit. a

  • it-rechtsinfo.de (Kurzinformation)

    Erschöpfung des Rechts durch Übergabe an den Frachtführer

Besprechungen u.ä.

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Wenn der Markeninhaber die Ware im EWR an einen Spediteur des Erwerbers übergibt ("ab Werk-Verkauf", "ex works"), tritt Erschöpfung (§ 24 Abs. 1 MarkenG) ein

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • GRUR 2006, 863
  • GRUR Int. 2006, 1033



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Wird zitiert von ... (12)  

  • BGH, 15.02.2007 - I ZR 63/04  

    Parfümtester

    b) In der Rechtsprechung ist allerdings anerkannt, dass ein Inverkehrbringen nicht schon bei unternehmensinternen Warenbewegungen zwischen verschiedenen Betrieben des Markeninhabers oder bei einem Warenverkehr innerhalb eines Konzernverbunds anzunehmen ist, bei dem die Waren einem verbundenen Konzernunternehmen zum Verkauf zur Verfügung gestellt werden (EuGH GRUR 2005, 507 Tz. 44 - Peak Holding/Axolin-Elinor; BGH, Urt. v. 27.4.2006 - I ZR 162/03, GRUR 2006, 863 Tz. 15 = WRP 2006, 1233 - ex works).

    Diese betreffen allein das Verhältnis zwischen den Parteien des Vertriebsvertrags und können den Eintritt der Erschöpfung nicht ausschließen (EuGH GRUR 2005, 507 Tz. 54 f. - Peak Holding/Axolin-Elinor; BGH GRUR 2006, 863 Tz. 16 - ex works).

  • BGH, 03.02.2011 - I ZR 26/10  

    Kuchenbesteck-Set

    Von einem Inverkehrbringen im Sinne des § 24 Abs. 1 MarkenG ist auszugehen, wenn der Markeninhaber die Verfügungsgewalt über die Markenware willentlich auf den Erwerber übertragen hat (BGH, Urteil vom 27. April 2006 - I ZR 162/03, GRUR 2006, 863 Rn. 15 = WRP 2006, 1233 - ex works, mwN).

    Weiter wird dem Markeninhaber durch das Recht zum ersten Inverkehrbringen im Europäischen Wirtschaftsraum die Möglichkeit gegeben, den wirtschaftlichen Wert der Marke zu realisieren (EuGH, GRUR 2005, 507 Rn. 36 ff. - Peak Holding; BGH, GRUR 2006, 863 Rn. 15 - ex works, mwN).

    So liegt in Warenbewegungen zwischen verschiedenen Betrieben innerhalb eines Unternehmens oder eines Konzernverbundes noch kein Inverkehrbringen (EuGH, GRUR 2005, 507 Rn. 44 - Peak Holding; BGH, GRUR 2006, 863 Rn. 15 - ex works, mwN), während auf der anderen Seite ein Inverkehrbringen im Sinne des Erschöpfungsgrundsatzes auch dann gegeben ist, wenn zwar nicht der Markeninhaber selbst, aber eine wirtschaftlich mit ihm verbundene Person die Verfügungsgewalt willentlich überträgt (EuGH, Urteil vom 23. April 2009  C-59/08, Slg. 2009, I-3421 = GRUR 2009, 593 Rn. 43 - Copad; Urteil vom 15. Oktober 2009 - C-324/08, Slg. 2009, I-10019 = GRUR 2009, 1159 Rn. 24  Makro).

    Fehlt danach bereits die Zustimmung zum Vertrieb der gekennzeichneten Waren, kommt es nicht darauf an, was zu gelten hat, wenn mit der Zustimmung zum Inverkehrbringen Einschränkungen hinsichtlich des Weitervertriebs verbunden sind und diese Einschränkungen nicht eingehalten worden sind (dazu EuGH, GRUR 2005, 507 Rn. 54 - Peak Holding; GRUR 2009, 593 Rn. 46 ff.  Copad; BGH, GRUR 2006, 863 Rn. 16 - ex works; Ingerl/Rohnke, MarkenG, 3. Aufl., § 24 Rn. 35 f.).

  • BGH, 07.10.2004 - I ZR 110/04  

    Anordnung des Ruhens des Verfahrens im Hinblick auf ein gleichgelagertes

    Das Verfahren ruht bis zur Entscheidung über die Revision in der Sache I ZR 162/03.

    Auf Antrag der Klägerin zu 2, dem die Beklagte zugestimmt hat, ist gemäß § 251 Satz 1 ZPO das Ruhen des Verfahrens anzuordnen, weil dies im Hinblick auf die ausstehende Entscheidung in dem gleichgelagerten Verfahren I ZR 162/03 als zweckmäßig erscheint (vgl. Stein/Jonas/Roth, ZPO, 21. Aufl., § 251 Rdn. 4 und 6).

  • OLG München, 29.09.2016 - 29 U 745/16  

    Versand durch Amazon

    Bei der Einschaltung von Transportpersonen findet das Inverkehrbringen mit dem Übergang der rechtlichen Verfügungsbefugnis und damit der Verfügungsgewalt statt; liegt diese während des Transports beim Empfänger, so ist die Ware bereits mit der Übergabe an den Transporteur in den Verkehr gebracht (vgl. BGH GRUR 2006, 863 - ex works Tz. 17 ff.).
  • FG München, 09.11.2011 - 3 K 2748/09  

    Ein dem Belegnachweis dienender inhaltlich unrichtiger CMR-Frachtbrief stellt

    Unter diesem Absender ist der Vertragspartner des Frachtführers zu verstehen (vgl. Bundesgerichtshof (BGH)-Urteil vom 27. April 2006 I ZR 162/03, TranspR 2006, 361 unter II.1.b.aa) und Koller, Transportrecht, 7. Auflage 2010, Rz. 3 zu CMR Art. 6 sowie Münchener Kommentar zum Handelsgesetzbuch, Band 7, 2009, Rz. 6 zu Art. 6 CMR).

    Der Kläger hätte deshalb nach den Vorgaben des CMR-Übereinkommens in dem vorliegenden CMR-Frachtbrief nicht als Absender aufgeführt werden dürfen, er ist dadurch auch nicht zum Vertragspartner geworden (BGH-Urteil vom 27. April 2006 a.a.O. unter II.1.b.bb).

  • FG Nürnberg, 16.07.2013 - 2 K 1943/10  

    Fehlerhafte Angaben in Feld 1 des CMR-Briefs führen zur Unvollständigkeit des

    Unter "Absender" ist der Vertragspartner des Frachtführers zu verstehen (BGH-Urteil vom 27.04.2006 I ZR 162/03, TranspR 2006, 361; Urteil des FG München vom 09.11.2011 3 K 2748/09, EFG 2012, 886).
  • OLG Frankfurt, 18.01.2007 - 6 U 134/06  

    Markenrechtlicher Unterlassungsanspruch: Angebot eines als Tester bezeichneten

    Von den Fällen, in denen an einen Spediteur übergebene Markenware einen anderen als den vom Markenihaber vorgesehenen Vertriebsweg nimmt (vgl. hierzu BGH WRP 06, 1233 - ex works), unterscheidet sich die vorliegende Sachverhaltskonstellation maßgeblich dadurch, dass die Parfumtester überhaupt nicht zum Erwerb durch einen Endabnehmer bestimmt sind (so mit Recht OLG Düsseldorf aaO, S. 7).
  • FG Nürnberg, 16.07.2013 - 2 K 854/11  

    Fehlerhafte Angaben in Feld 1 des CMR-Briefs führen zur Unvollständigkeit des

    Unter "Absender" ist der Vertragspartner des Frachtführers zu verstehen (BGH-Urteil vom 27.04.2006 I ZR 162/03, TranspR 2006, 361; Urteil des FG München vom 09.11.2011 3 K 2748/09, EFG 2012, 886).
  • OLG München, 01.07.2004 - 6 U 3309/03  

    Wettbewerbsrecht und gewerblicher Rechtsschutz

    Hierbei war insbesondere zu berücksichtigen, dass sich der Senat der Auffassung des Oberlandesgerichts München im Urteil vom 05.06.2003 (29 U 1886/03; Anlage B 18) angeschlossen hat und der Bundesgerichtshof auf die Nichtzulassungsbeschwerde der hiesigen Klägerin zu 2) mit Beschluss vom 29.01.2004 (I ZR 162/03; Anlage zu Bl. 271 d. A.) die Revision gegen das genannte Urteil zugelassen hat.
  • LG Braunschweig, 03.04.2014 - 22 O 334/14  

    Eintritt markenrechtlicher Erschöpfung durch Inverkehrbringen von mit der Marke

    Unerheblich sind dabei Beschränkungen an den Erwerber, mit einer Ware in einer bestimmten Weise zu verfahren (EuGH GRUR 2005, 507, " Peak Holding ", TZ 54, BGH GRUR 2006, 863 - " Ex-Works ", TZ 16).
  • LG München I, 19.01.2016 - 33 O 23145/14  

    Abmahnkosten wegen Handels mit Parfum Plagiaten

  • LG Düsseldorf, 07.12.2016 - 2a O 281/13  
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