Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.07.1998

Rechtsprechung
   BGH, 19.09.2001 - I ZR 54/96 (1)   

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https://dejure.org/2001,567
BGH, 19.09.2001 - I ZR 54/96 (1) (https://dejure.org/2001,567)
BGH, Entscheidung vom 19.09.2001 - I ZR 54/96 (1) (https://dejure.org/2001,567)
BGH, Entscheidung vom 19. September 2001 - I ZR 54/96 (1) (https://dejure.org/2001,567)
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Volltextveröffentlichungen (10)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Wolters Kluwer

    Relevanz der Herkunft der Ware - Etiketten - Kennzeichnungsverbot - Entlokalisierende Zusätze - Irreführung des Verkehrs - Kaufentscheidung der Verbraucher - Brauerei

  • Judicialis

    MarkenG § 126 Abs. 1; ; MarkenG § 127 Abs. 1; ; MarkenG § 127 Abs. 4 Nr. 1; ; MarkenG § 128 Abs. 1

  • ra.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Warsteiner III; Ausräumung eines auf eine unrichtige geographische Herkunftsangabe gestützten Kennzeichnungsverbots durch lokalisierenden Zusatz

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    MarkenG §§ 127, 126, 128
    Ausnahme vom Kennzeichnungsverbot wegen geographischer Herkunftsangabe bei gewichtigen Interessen und entlokalisierenden Zusätzen ("Warsteiner III")

Sonstiges

  • EU-Kommission PDF (Verfahrensmitteilung)

    Markengesetz, §§ 126 Abs. 1, 127 Abs. 1 und 4 No. 1, und 128 Abs. 1
    Landwirtschaft, Lebensmittel

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2002, 600
  • MDR 2002, 404
  • GRUR 2002, 160
 
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Wird zitiert von ... (38)

  • BGH, 22.11.2001 - I ZR 138/99

    Domainnamen: Deutsche Shell gewinnt Streit um "shell.de"

    Wie der Senat bereits für die bekannte Marke (BGHZ 138, 349, 351 f. - MAC Dog; BGH, Urt. v. 14.1.1999 - I ZR 149/96, GRUR 1999, 992, 995 = WRP 1999, 931 - BIG PACK; Urt. v. 29.4.1999 - I ZR 152/96, GRUR 2000, 70, 73 = WRP 1999, 1279 - SZENE; Urt. v. 20.10.1999 - I ZR 110/97, GRUR 2000, 608, 610 = WRP 2000, 529 - ARD-1; BGHZ 147, 56, 60 f. - Tagesschau; BGH, Urt. v. 26.4.2001 - I ZR 212/98, GRUR 2002, 167, 171 = WRP 2001, 1320 - Bit/Bud) sowie für geographische Herkunftsbezeichnungen (BGHZ 139, 138, 139 f. - Warsteiner II; BGH, Urt. v. 10.8.2000 - I ZR 126/98, GRUR 2001, 73, 76 = WRP 2000, 1284 - Stich den Buben; Urt. v. 19.9.2001 - I ZR 54/96, GRUR 2002, 160, 161 = WRP 2001, 1450 - Warsteiner III) entschieden hat, ist in dem Anwendungsbereich der jeweiligen Bestimmungen des Markengesetzes für die gleichzeitige Anwendung der §§ 1 und 3 UWG oder des § 823 BGB grundsätzlich kein Raum.
  • BGH, 18.04.2002 - I ZR 72/99

    "Original Oettinger"; Produktion von Waren an einer von der geographischen

    Die (einfache) geographische Herkunftsangabe gemäß § 127 Abs. 1 MarkenG setzt nicht voraus, daß der Verbraucher mit ihr eine besondere, auf regionale oder örtliche Eigenheiten zurückzuführende Qualitätsvorstellung verbindet (vgl. BGHZ 139, 138, 140 - Warsteiner II; BGH, Urt. v. 19.9.2001 - I ZR 54/96, GRUR 2002, 160, 161 = WRP 2001, 1450 - Warsteiner III).

    Die nationalen Bestimmungen zum Schutz (einfacher) geographischer Herkunftsangaben werden durch die Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 des Rates zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel vom 14. Juli 1992 (ABl. EG Nr. L 208 v. 24.7.1992 S. 1 = GRUR Int. 1992, 750 ff.) nicht ausgeschlossen (vgl. EuGH, Urt. v. 7.11.2000 - Rs. C-312/98, GRUR 2001, 64, 66 - Warsteiner; BGH GRUR 2001, 420, 421 - SPA; GRUR 2002, 160, 161 - Warsteiner III).

    Er hat diese Frage in einer weiteren Entscheidung nunmehr offengelassen (vgl. hierzu BGH GRUR 2002, 160, 162 - Warsteiner III).

    c) Ein Unterlassungsanspruch nach § 128 Abs. 1 MarkenG besteht nicht, weil das Verbot des § 127 Abs. 1 MarkenG unter dem Vorbehalt der Verhältnismäßigkeit steht (vgl. BGHZ 139, 138, 145 - Warsteiner II; BGH GRUR 2002, 160, 162 - Warsteiner III; Fezer aaO § 127 Rdn. 6 a; Althammer/Klaka aaO § 127 Rdn. 5; zur Interessenabwägung vgl. auch Helm aaO S. 335, 352).

    Ausgangspunkt dieser Abwägung ist, daß im allgemeinen kein schutzwürdiges Interesse Dritter besteht, eine unrichtige geographische Herkunftsangabe zu verwenden (vgl. BGH, Urt. v. 6.6.1980 - I ZR 97/78, GRUR 1981, 71, 72 = WRP 1981, 18 - Lübecker Marzipan; BGH GRUR 2002, 160, 162 - Warsteiner III; Gloy, Festschrift für Piper, S. 543, 559; Großkomm.UWG/Lindacher, § 3 Rdn. 573).

    Diese gewichtigen Interessen der früheren Beklagten gegenüber dem Kennzeichnungsverbot des § 127 Abs. 1 i.V. mit § 128 Abs. 1 MarkenG können jedoch nur dann durchgreifen, wenn die vormalige Beklagte bei der Verwendung der Marke durch deutlich entlokalisierende Zusätze auf die Besonderheiten der Produktionsstätte in Gotha hingewiesen hat und verbleibende Fehlvorstellungen des Verkehrs, soweit sie für seine Kaufentscheidung relevant sein konnten, daneben nicht ins Gewicht fielen (vgl. BGHZ 139, 138, 145 - Warsteiner II; BGH GRUR 2002, 160, 162 - Warsteiner III).

    Der durchschnittlich informierte und verständige Verbraucher, auf den es für die Beurteilung der Verkehrsauffassung ankommt (vgl. BGH GRUR 2002, 160, 162 - Warsteiner III, m.w.N.), weiß jedoch, daß er nähere Angaben zu einem bestimmten Bier auf den Flaschenetiketten findet.

    Der Senat hat daher einen Hinweis auf eine von der (einfachen) geographischen Herkunftsangabe abweichende Braustätte auf dem Rücketikett genügen lassen (vgl. BGH GRUR 2002, 160, 162 - Warsteiner III).

    Der Senat hat dabei angenommen, daß die Fehlvorstellung des Verkehrs im Hinblick auf die Kaufentscheidung im Rahmen der Interessenabwägung Bedeutung haben kann (vgl. BGHZ 139, 138, 146 - Warsteiner II; BGH GRUR 2002, 160, 162 f. - Warsteiner III).

  • BGH, 07.11.2002 - I ZR 276/99

    Klosterbrauerei

    Für das besondere, früher ebenfalls aus § 3 UWG hergeleitete Verbot der Verwendung irreführender geographischer Herkunftsangaben, das heute in § 127 Abs. 1 MarkenG geregelt ist, hat der Bundesgerichtshof den Einwand zugelassen, daß seine Anwendung im Einzelfall unverhältnismäßig ist (BGHZ 139, 138, 145 - Warsteiner II; BGH, Urt. v. 19.9.2001 - I ZR 54/96, GRUR 2002, 160, 162 = WRP 2001, 1450 - Warsteiner III; Urt. v. 18.4.2002 - I ZR 72/99, GRUR 2002, 1074, 1076 = WRP 2002, 1286 - Original Oettinger).
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Rechtsprechung
   BGH, 02.07.1998 - I ZR 54/96   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1998,1120
BGH, 02.07.1998 - I ZR 54/96 (https://dejure.org/1998,1120)
BGH, Entscheidung vom 02.07.1998 - I ZR 54/96 (https://dejure.org/1998,1120)
BGH, Entscheidung vom 02. Juli 1998 - I ZR 54/96 (https://dejure.org/1998,1120)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Wolters Kluwer

    Vorabentscheidung - Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaft - Agrarerzeugnisse - Nationale Regelungen - Geographische Herkunftsbezeichnung - Eigenschaft des Produktes

  • rechtsportal.de

    Warsteiner I; Verbot der irreführenden Verwendung einer einfachen geographischen Herkunftsbezeichnung; Vereinbarkeit mit EG-Recht

  • ibr-online
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Sonstiges

  • EU-Kommission PDF (Verfahrensmitteilung)

    Markengesetz, §§ 127 Abs. 1 und 128 Abs. 1
    Landwirtschaft, Lebensmittel

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ZIP 1998, 1503
  • MDR 1999, 244
  • GRUR 1999, 251
  • GRUR Int. 1999, 70
  • EuZW 1999, 24
  • BB 1998, 2074
  • DB 1998, 2061
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • BGH, 19.09.2001 - I ZR 54/96

    Warsteiner III; Ausräumung eines auf eine unrichtige geographische

    Durch Beschluß vom 2. Juli 1998 hat der Senat die Entscheidung über die Revision ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften zur Vorabentscheidung nach Art. 177 EG (jetzt: Art. 234 EG) folgende Frage vorgelegt (GRUR 1999, 251 = WRP 1998, 998 - Warsteiner I):.
  • BGH, 02.07.1998 - I ZR 55/96

    Warsteiner II

    Diese Frage ist Gegenstand des Vorlagebeschlusses des Senats in der Sache I ZR 54/96 vom selben Tag.
  • BGH, 25.01.2001 - I ZR 120/98

    SPA; Anspruch auf Rücknahme einer Markenanmeldung

    Diese nationalen Bestimmungen zum Schutz (einfacher) geographischer Herkunftsangaben werden durch die Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 des Rates zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel vom 14. Juli 1992 (ABl. EG Nr. L 208 v. 24.7.1992 S. 1 = GRUR Int. 1992, 750 ff.) nicht ausgeschlossen (vgl. EuGH, Urt. v. 7.11.2000 - C-312/98, WRP 2000, 1389, 1394, Tz. 54 - Warsteiner; BGH, Beschl. v. 2.7.1998 - I ZR 54/96, GRUR 1999, 251, 252 = WRP 1998, 998 - Warsteiner I).

    Der Anspruch, der auf Beseitigung der durch die Markenanmeldung drohenden Beeinträchtigung gerichtet ist, scheidet nicht deshalb aus, weil geographische Herkunftsangaben kein "geistiges" Eigentum begründen und ein Individualschutz sich nur reflexartig aus dem seiner Natur nach wettbewerbsrechtlichen Schutz ergibt (vgl. hierzu BGH GRUR 1999, 251 - Warsteiner I).

  • LG Braunschweig, 11.11.2009 - 9 O 1286/09

    Verpflichtung zur Unterlassung der Bezeichnung "Himalaya-Salz" für Salz aus dem

    Gem. § 2 Markengesetz können die Vorschriften der §§ 5, 1 UWG hierneben nur noch ergänzend für Sachverhalte herangezogen werden, die nicht unter die §§ 126 ff. Markengesetz fallen (vgl. BGH, EUGH-Vorlage vom 02.07.1998 - I ZR 54/96 , GRUR, 1999, 251 Tz. 17 - Warsteiner I; Ingerl-Rohnke, Markengesetz, 2. Auflage, vor §§ 126 - 139, Randnummer 6; Ströbele/Hacker, Markengesetz, 9. Auflage, § 126 Randnummer 7).

    Dies zeigt bereits seine Stellung neben dem Kennzeichnungsschutz der qualifizierten geographischen Herkunftsangabe gem. § 127 Abs. 2 Markengesetz und der geographischen Herkunftsangabe mit besonderem Ruf gem. § 127 Abs. 3 Markengesetz (BGHZ Urteil vom 16.12.1993 - I ZR 277/91 , GRUR 1997, 142 - Mozzarella I; BGH a.a.O., GRUR 1999, 251 Tz. 20 - Warsteiner I).

    Maßstab ist die Auffassung des durchschnittlich informierten und verständigen Verbrauchers, der das fragliche Werbeverhalten mit einer der Situation angemessenen Aufmerksamkeit verfolgt (zum Wettbewerbsrecht: BGH Urteil vom 20.10.1999 - I ZR 167/97 , GRUR 2000 619, 621 - Orient-Teppichmuster; zum Markenrecht: BGH Beschluss vom 27.04.2000 - I ZR 236/97, GRUR 2000 875, 877 - Davidhoff; BGH Urteil vom 19.09.2001 - I ZR 54/96 , GRUR 2002, 160 - Warsteiner III).

  • BPatG, 15.02.2005 - 24 W (pat) 297/03
    Der Schutz geographischer Herkunftsangaben nach §§ 126 ff MarkenG verfolgt in erster Linie das Ziel, eine Irreführung über die geographische Herkunft von Waren oder Dienstleistungen zu vermeiden (§ 127 Abs. 1 MarkenG), wobei es für eine solche Irreführung genügt, wenn eine Angabe geeignet ist, bei einem nicht ganz unbeachtlichem Teil der beteiligten Verkehrskreise unrichtige Vorstellungen über die geographische Herkunft der Waren oder Dienstleistungen hervorzurufen (BGH GRUR 1999, 251, 252 "Warsteiner I"; GRUR 1999, 252 "Warsteiner II").
  • LG München I, 24.04.2018 - 33 O 4186/17

    Irreführung über die betriebliche Herkunft eines Glühweins ("Original Ettaler

    Die frühere Rechtsprechung, die §§ 126 ff. Markengesetz als leges speciales zum UWG angesehen hat (vgl. BGH GRUR 2002, 160 - Warsteiner III; BGH GRUR 2007, 884 Rdnr. 31 - Cambridge Institute) beruhte auf der Prämisse, dass die Regelungen der §§ 126 ff. Markengesetz ihrer Natur nach einen wettbewerbsrechtlichen Schutz gewähren würden (vgl. BGH GRUR 1999, 251, 252 - Warsteiner I; BGH GRUR 1999, 252, 253 - Warsteiner II).
  • OLG Hamm, 08.02.2005 - 4 Ws 460/04

    Markengesetz; widerrechtliche Kennzeichnung; geografische Herkunftsangaben

    Die Beschwerdeführerin hat ihrerseits keine Maßnahmen ergriffen, einer Irreführungsgefahr entgegenzuwirken, etwa durch einen entlokalisierenden Zusatz (vgl. BGH GRUR 1999, 251 f - Warsteiner I).
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