Rechtsprechung
   BGH, 18.10.2017 - I ZR 84/16   

Volltextveröffentlichungen (17)

  • MIR - Medien Internet und Recht

    Kraftfahrzeugwerbung - Zum Vorliegen eines Angebots im Sinne von § 5a Abs. 3 UWG und den zu erteilenden, wesentlichen Informationen über die Identität und Anschrift des Unternehmers

  • IWW

    § 5a Abs. 3 UWG, § ... 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG, §§ 8, 3, 5 a Abs. 2 Satz 1, Abs. 3 Nr. 2 UWG, § 5a Abs. 2, 3 Nr. 2 UWG, § 5a Abs. 3 Nr. 2 UWG, § 3 Abs. 1 UWG, § 5a Abs. 2 Satz 1 UWG, Art. 7 Abs. 4 der Richtlinie 2005/29/EG, § 5a Abs. 3 Nr. 1 UWG, § 5a Abs. 2 UWG, § 1 Abs. 1, 2 HGB, § 17 Abs. 1 HGB, § 19 Abs. 1 Nr. 1 HGB, Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2005/29/EG, § 561 ZPO, Art. 267 Abs. 3 AEUV, Art. 7 der Richtlinie 2005/29/EG, § 92 Abs. 2 Nr. 1, § 97 Abs. 1, § 101 Abs. 1 Halbsatz 2 ZPO

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF

    Kraftfahrzeugwerbung

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Kraftfahrzeugwerbung

    § 5a Abs 2 S 1 UWG, § 5a Abs 3 Nr 2 UWG
    Vorenthalten einer wesentlichen Information in einer Werbeanzeige: Vorliegen eines Angebots; erforderliche Angaben zur Identität des Unternehmers; Benötigung der Information über die Identität des Unternehmers für eine informierte geschäftliche Entscheidung - Kraftfahrzeugwerbung

  • damm-legal.de

    Zur Pflicht des Unternehmers, über seine Identität zu informieren

  • Jurion

    Kraftfahrzeugwerbung ohne Nennung der Identität und der Anschrift; Werbung für Kfz-Finanzierungs- und/oder Kfz-Versicherungsverträge ohne Angabe der Anschrift des Vertragspartners; Notwendige Information über die Identität des potentiellen Geschäftspartners für eine informierte geschäftliche Entscheidung des Verbrauchers

  • online-und-recht.de

    Fehlende Angaben über Kaufmannseigenschaft sind irreführende Handlung

  • Betriebs-Berater

    Voraussetzungen eines Angebots i. S. v. § 5a Abs. 3 UWG - Kraftfahrzeugwerbung

  • kanzlei.biz

    Anforderungen für Abgabe eines Angebots im Sinne von § 5a Abs. 3 UWG

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    UWG § 5a Abs. 2 S. 1, Abs. 3 Nr. 2
    Kraftfahrzeugwerbung ohne Nennung der Identität und der Anschrift; Werbung für Kfz-Finanzierungs- und/oder Kfz-Versicherungsverträge ohne Angabe der Anschrift des Vertragspartners; Notwendige Information über die Identität des potentiellen Geschäftspartners für eine informierte geschäftliche Entscheidung des Verbrauchers

  • rechtsportal.de

    Kraftfahrzeugwerbung ohne Nennung der Identität und der Anschrift; Werbung für Kfz-Finanzierungs- und/oder Kfz-Versicherungsverträge ohne Angabe der Anschrift des Vertragspartners; Notwendige Information über die Identität des potentiellen Geschäftspartners für eine informierte geschäftliche Entscheidung des Verbrauchers

  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Wettbewerbsrecht: Kraftfahrzeugwerbung

    Wettbewerbsrecht: Kraftfahrzeugwerbung

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Ein Angebot muss nicht alle wesentliche Merkmale des Produkts enthalten

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Irreführendes Angebot bei unterlassenem Hinweis auf Kaufmannseigenschaft ("Kraftfahrzeugwerbung")

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (6)

  • damm-legal.de (Kurzinformation)

    Zur Pflicht des Unternehmers, über seine Identität zu informieren

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Werbung die Kaufangebot nach § 5a Abs. 3 UWG ist muss Angabe des Anbieters nebst Anschrift und Rechtsformzusatz enthalten

  • ip-rechtsberater.de (Kurzinformation)

    Informationspflichten bei der Werbung für Kraftfahrzeuge

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Informationspflichten bei der Werbung für Kraftfahrzeuge

  • shopbetreiber-blog.de (Kurzinformation)

    Wer Kaufmann ist, muss es auch sagen!

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Fehlende Angabe zur Kaufmannseigenschaft ist Wettbewerbsverstoß

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2018, 554
  • ZIP 2018, 2240
  • MDR 2018, 948
  • GRUR 2018, 324
  • MIR 2018, Dok. 010
  • BB 2018, 321



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Wird zitiert von ... (10)  

  • BGH, 19.04.2018 - I ZR 154/16  

    Angebot des Werbeblockers AdBlock Plus nicht unlauter

    c) Da die Klägerin den geltend gemachten Unterlassungsanspruch auf Wiederholungsgefahr stützt, ist die Klage nur begründet, wenn das beanstandete Verhalten der Beklagten sowohl zum Zeitpunkt seiner Vornahme rechtswidrig war als auch zum Zeitpunkt der Entscheidung in der Revisionsinstanz rechtswidrig ist (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16, GRUR 2018, 324 Rn. 11 = WRP 2018, 324 - Kraftfahrzeugwerbung).
  • BGH, 31.10.2018 - I ZR 73/17  

    Beschränken der Zulassung der Revision auf einen tatsächlich und rechtlich

    Die Voraussetzungen des dort geregelten Unlauterkeitstatbestands, dass der Verbraucher die ihm vorenthaltene wesentliche Information "je nach den Umständen benötigt, um eine informierte Entscheidung zu treffen" und "deren Vorenthalten geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte", stellen nach § 5a Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 UWG zusätzliche Tatbestandsmerkmale dar, die als solche selbständig geprüft werden müssen (vgl. BGH, Urteil vom 2. März 2017 - I ZR 41/16, GRUR 2017, 922 Rn. 31 = WRP 2017, 1081 - Komplettküchen; Urteil vom 5. Oktober 2017 - I ZR 232/16, GRUR 2018, 438 Rn. 36 = WRP 2018, 420 - Energieausweis; Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16, GRUR 2018, 324 Rn. 24 = WRP 2018, 324 - Kraftfahrzeugwerbung).
  • BGH, 22.03.2018 - I ZR 25/17  

    Zahlungsaufforderung sowie die Androhung gerichtlicher Schritte und

    Da die Klägerin den geltend gemachten Unterlassungsanspruch auf Wiederholungsgefahr stützt, ist die Klage nur begründet, wenn das beanstandete Verhalten der Beklagten sowohl zum Zeitpunkt seiner Vornahme rechtswidrig war als auch zum Zeitpunkt der Entscheidung in der Revisionsinstanz rechtswidrig ist (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16, GRUR 2018, 324 Rn. 11 = WRP 2018, 324 - Kraftfahrzeugwerbung).
  • OLG Karlsruhe, 26.09.2018 - 6 U 84/17  

    Zur Angabe der Inhaltsstoffe beim Angebot von Kosmetikprodukten im Internet

    (1) Die Voraussetzungen des in § 5 a Abs. 2 UWG geregelten Unlauterkeitstatbestands, dass der Verbraucher die ihm vorenthaltene wesentliche Information "je nach den Umständen benötigt, um eine informierte Entscheidung zu treffen" und "deren Vorenthalten geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er anderenfalls nicht getroffen hätte", stellen eigenständige Tatbestandsmerkmale dar, die als solche selbstständig zu prüfen sind (BGH, Urteile vom 2. März 2017 - I ZR 41/16, aaO Rn. 31 - Komplettküchen; vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16, GRUR 2018, 324 Rn. 24 - Kraftfahrzeugwerbung).

    Der Verbraucher wird eine wesentliche Information allerdings im Allgemeinen für eine informierte Kaufentscheidung benötigen (vgl. BGH, Urteile vom 2. März 2017 - I ZR 41/16, aaO Rn. 33 mwN - Komplettküchen; vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16, aaO Rn. 25 - Kraftfahrzeugwerbung; Köhler, aaO § 5a Rn. 3.40a, 4.2).

    Ebenso ist, sofern im konkreten Fall keine besonderen Umstände vorliegen, grundsätzlich davon auszugehen, dass das Vorenthalten einer wesentlichen Information, die der Verbraucher nach den Umständen benötigt, um eine informierte Entscheidung zu treffen, geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er bei der geboten gewesenen Information nicht getroffen hätte (BGH, Urteile vom 4. Februar 2016 - I ZR 194/14, GRUR 2016, 403 Rn. 25 - Fressnapf; vom 2. März 2017 - I ZR 41/16, aaO Rn. 34 mwN - Komplettküchen; vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16, aaO Rn. 26 - Kraftfahrzeugwerbung; Köhler, aaO § 5a Rn. 3.44).

  • LG Cottbus, 04.10.2018 - 11 O 34/18  

    Unternehmensbezogene Informationspflichten

    Dafür ist eine Werbung erforderlich, durch die Verbraucher soviel über das beworbene Produkt und dessen Preis erfährt, dass er sich für den Kauf entscheiden kann, ohne dass er durch die Art der kommerziellen Kommunikation schon die tatsächliche Möglichkeit zum Kauf erlangt oder die Auswahl anderer Ausführungen des Produkts aufgegeben haben muss (vgl. BGH GRUR 2017, 922; BGH GRUR 2018, 324).

    Ein Angebot i. S. v. § 5 a Abs. 3 UWG setzt nicht voraus, dass bereits alle wesentlichen Merkmale des Produkts in einem den verwendeten Kommunikationsmittel angemessenen Umfang angegeben werden (vgl. BGH GRUR 2018, 324).

    Die Voraussetzungen der Angabe des Preises könne bereits dann erfüllt sein, wenn die Werbung nur einen "Ab"-Preis nennt (vgl. EuGH GRUR 2011, 930; OLG Hamm GRUR-RR 2014, 404; BGH GRUR 2018, 324).

    In der Entscheidung BGH GRUR 2018, 324, die die Verfügungsbeklagte überreicht hat, wird für die Finanzierung eines Pkw ab 89, 00 Euro monatlich geworben.

    Dass ein Angebot im Sinne von § 5 a Abs. 3 UWG nicht voraussetzt, dass bereits alle wesentlichen Merkmale des Produkts in dem diesen und dem verwendeten Kommunikationsmittel angemessenen Umfang angegeben werden, folgt schon aus der Erwägung, dass die Vorschrift des § 5 a Abs. 3 Nr. 1 UWG andernfalls keinen Anwendungsbereich hätte (vgl. BGH GRUR 2018, 324).

    Daraus folgt die Pflicht zur Identifizierung des Vertragspartners, und zwar einschließlich eines etwaigen Rechtsformzusatzes, da dieser Bestandteil der Firma ist (vgl. BGH GRUR 2013, 1169; GRUR 2014, 580; GRUR 2018, 324).

    Die Mitteilung der Identität des Vertragspartners gilt für die geschäftliche Entscheidung des Verbrauchers als Wesentlich, weil sie diesen in die Lage versetzt, den Ruf des Unternehmers im Hinblick auf die Qualität und Zuverlässigkeit der von ihm angebotenen Waren oder Dienstleistungen sowie seine wirtschaftliche Bonität und Haftung einzuschätzen (vgl. BGH GRUR 2013, 1169; GRUR 2018, 324).

  • BGH, 19.04.2018 - I ZR 244/16  

    Verpflichtung des Mitarbeiters eines Unternehemens zur Mitteilung seines Namens

    Die Information über die Identität des Vertragspartners ist dabei auch deshalb für die geschäftliche Entscheidung des Verbrauchers wesentlich, weil dieser dadurch in die Lage versetzt wird, den Ruf des Unternehmers im Hinblick auf Qualität und Zuverlässigkeit der von ihm angebotenen Waren oder Dienstleistungen, aber auch dessen wirtschaftliche Potenz, Bonität und Haftung einzuschätzen (vgl. BGH, GRUR 2013, 1169 Rn. 13 - Brandneu von der IFA; BGH, Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16, GRUR 2018, 324 Rn. 18 = WRP 2018, 324 - Kraftfahrzeugwerbung, mwN).
  • OLG Hamburg, 01.03.2018 - 3 U 214/16  

    Markenverletzungsstreit um ein unionsweites Verbot der Zeichenbenutzung:

    c) Allerdings macht der Kläger durch den "insbesondere"-Zusatz deutlich, dass er - falls er mit dem abstrakt formulierten Verbot nicht durchdringt - jedenfalls die Unterlassung des konkret beanstandeten Verhaltens begehrt (BGH, GRUR 2012, 945, Rn. 22 - Tribenuronmethyl; GRUR 2016, 705, Rn. 13 - ConText; Urt. v. 18.10.2017, I ZR 84/16, Rn. 32, juris - Kraftfahrzeugwerbung).
  • OLG Koblenz, 23.05.2018 - 9 U 1357/17  
    Diese Umstände können von der Rechtsform des Unternehmens oder bei fehlender eigener Rechtspersönlichkeit des Unternehmens von der Person seines Inhabers abhängen (vgl. zu allem Vorstehenden BGH, GRUR 2018, 324, 325, Rdnr. 18; Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 260/16 -, BeckRS 2017, 14122, Rdnr. 20, jew. m.w.N.).

    Er hätte daher, da er dann keine Firma führen durfte, in den beanstandeten Werbeanzeigen auch seinen Vornamen angeben müssen (vgl. BGH, GRUR 2018, 324, 325, Rdnr. 20; Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 260/16 -, BeckRS 2017, 14122, Rdnr. 22).

    Als solcher durfte er zwar eine Firma führen (§ 17 Abs. 1 HGB), hätte in der Werbeanzeige aber als Einzelkaufmann eine Rechtsformbezeichnung ("eingetragener Kaufmann"/"Einzelkaufmann", vgl. Baumbach/Hopt-Hopt, HGB, 38. Aufl. 2018, § 19, Rdnr. 4) oder eine allgemein verständliche Abkürzung der einschlägigen Bezeichnung (vgl. § 19 Abs. 1 Nr. 1 HGB) angeben müssen (vgl. BGH, GRUR 2018, 324, 325, Rdnr. 21; Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 260/16 -, BeckRS 2017, 14122, Rdnr. 23).

  • LG Düsseldorf, 08.06.2018 - 38 O 109/17  
    Um ein Angebot - und nicht um eine reine Aufmerksamkeits- oder Erinnerungswerbung oder um eine unspezifische Bewerbung einer Modellreihe - handelt es sich bereits bei einer Werbung für ein durch individualisierende Merkmale hinreichend bestimmtes und inbesondere mit einer Preisangabe versehenes Produkt, selbst wenn weitere oder gar abschließende Angaben zum Preis oder fehlende Angaben zu - auch typischerweise nachgefragten - weiteren Eigenschaften fehlen; schon aus der Erwägung, dass § 5a Abs. 3 Nr. 1 UWG ansonsten keinen Anwendungsbereich hätte, folgt, dass ein Angebot im Sinne von § 5a Abs. 3 UWG nicht voraussetzt, dass bereits alle wesentlichen Merkmale des Produkts in dem diesem und dem verwendeten Kommunikationsmittel angemessenen Umfang angegeben werden (vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16 - Kraftfahrzeugwerbung [unter II 2 c bb]).

    Hierzu hätte es der Angabe des Rechtsformzusatzes (also GmbH & Co. KG) bedurft, da dieser Bestandteil der Firma und damit der mitzuteilenden Identität des Vertragspartners ist (vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 2017 - I ZR 84/16 - Kraftfahrzeugwerbung [unter II 2 d aa]).

  • LG Köln, 18.07.2018 - 84 O 31/18  

    Irreführung des Verbrauchers durch Vorenthalt der Motorisierungsangabe durch

    Dafür ist eine Werbung erforderlich, durch die der Verbraucher so viel über das beworbene Produkt und dessen Preis erfährt, dass er sich für den Kauf entscheiden kann, ohne dass er durch die Art der kommerziellen Kommunikation schon die tatsächliche Möglichkeit zum Kauf erlangt oder die Auswahl anderer Ausführungen des Produktes aufgegeben haben muss (BGH , Urteil vom 18.10.2017 - I ZR 84/16 - Kraftfahrzeugwerbung - Rn. 15).
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