Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.12.2014

Rechtsprechung
   BGH, 15.03.2016 - II ZR 119/14   

Volltextveröffentlichungen (13)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 64 S 1 GmbHG, § 64 Abs 2 S 1 GmbHG vom 05.10.1994, Art 4 EGV 1346/2000
    Insolvenzverschleppung bei einer private company limited by shares: Persönliche Haftung ihres Directors

  • Jurion

    Anwendung des § 64 S. 1 Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) auf den Direktor einer private company limited by shares ( Ltd.); Verhinderung von Masseverkürzungen im Vorfeld des Insolvenzverfahrens; Verkürzung der Insolvenzmasse durch Zahlungen des Geschäftsführers oder der Direktors nach Insolvenzreife zu Lasten der späteren Insolvenzgläubiger

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Anwendbarkeit von § 64 Satz 1 GmbHG auf den Direktor einer private company limited by shares, über deren Vermögen in Deutschland das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    GmbHG § 64 S. 1
    Anwendung des § 64 S. 1 Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung ( GmbHG ) auf den Direktor einer private company limited by shares ( Ltd.); Verhinderung von Masseverkürzungen im Vorfeld des Insolvenzverfahrens; Verkürzung der Insolvenzmasse durch Zahlungen des Geschäftsführers oder der Direktors nach Insolvenzreife zu Lasten der späteren Insolvenzgläubiger

  • rechtsportal.de

    Anwendung des § 64 S. 1 Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung ( GmbHG ) auf den Direktor einer private company limited by shares ( Ltd.); Verhinderung von Masseverkürzungen im Vorfeld des Insolvenzverfahrens; Verkürzung der Insolvenzmasse durch Zahlungen des Geschäftsführers oder der Direktors nach Insolvenzreife zu Lasten der späteren Insolvenzgläubiger

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers nach dem GmbHG gilt auch für eine "Limited"

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Anwendbarkeit des § 64 GmbHG auf Direktor einer Ltd. ("Kornhaas")

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (10)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Insolvenzverschleppung bei der Ltd. - und die persönliche Haftung ihres Directors

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Anwendung von § 64 S. 1 GmbHG auf den Direktor einer private company limited by shares

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Insolvenzverschleppungshaftung von Direktoren einer private company limited by shares

  • Jurion (Kurzinformation)

    Haftung eines Direktors von Limited für Zahlungen nach Zahlungsunfähigkeit

  • lutzabel.com (Kurzinformation)

    Insolvenzverschleppungshaftung von Direktoren einer Ltd.

  • deloitte-tax-news.de (Kurzinformation)

    Haftung des Directors einer UK Limited für masseverkürzende Zahlungen nach deutschem Recht

  • etl-rechtsanwaelte.de (Kurzinformation)

    Haftung des Direktors einer in Deutschland ansässigen Limited

  • pwc.de (Kurzinformation)

    Haftung des Direktors einer Limited nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers auch auf Limited-Direktor anwendbar

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Geschäftsführer ausländischer Gesellschaften haften auch für Zahlungen nach Zahlungsunfähigkeit

Besprechungen u.ä. (4)

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Haftung der Direktorin einer Limited

  • WuB Entscheidungsanmerkungen zum Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb 11,50 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Anwendung des § 64 Satz 1 GmbHG auf den Direktor einer private company limited by shares

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Verwaltungssitz in Deutschland

  • zeitschrift-jse.de PDF, S. 21 (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Anwendung von § 64 Satz 1 GmbHG auf den Direktor einer englischen Limited

Sonstiges (3)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Limited: Anwendung des § 64 GmbHG auf den Direktor einer Limited englischen oder walisischen Rechts" von RA Dr. Christoph Poertzgen, original erschienen in: GmbHR 2016, 592 - 595.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Haftung eines Limited-Direktors nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.03.2016" von Dr. Sebastian Mock, LL.M., original erschienen in: NZI 2016, 461 - 463.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.03.2016" von Prof. Dr. Tilo Keil, original erschienen in: DZWIR 2016, 390 - 394.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2016, 2660
  • ZIP 2016, 31
  • ZIP 2016, 821
  • MDR 2016, 719
  • NZI 2016, 461
  • NZI 2016, 483
  • NZI 2016, 531
  • WM 2016, 786
  • BB 2016, 1041
  • BB 2016, 961
  • DB 2016, 949
  • NZG 2016, 550



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Wird zitiert von ... (5)  

  • BGH, 04.07.2017 - II ZR 319/15

    Haftung des Geschäftsführers für Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife der

    Zutreffend hat das Berufungsgericht auf den Beklagten als Director einer private company limited by shares nach englischem Recht § 64 Satz 1 GmbHG entsprechend angewandt (vgl. BGH, Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14, ZIP 2016, 821 Rn. 14).
  • OLG München, 18.05.2017 - 23 U 5003/16

    Fehlende Prozessführungsbefugnis für Quotenverringerungsschaden und Verjährung

    Es ist dann Sache des Insolvenzverwalters, den Anspruch geltend zu machen (BGH, Urteil vom 15.03.2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 15, juris).

    Nach § 64 Abs. 2 Satz 1 GmbHG a.F. sind die Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung der Gesellschaft - oder nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens dem Insolvenzverwalter - zum Ersatz von Zahlungen verpflichtet, die nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder nach Feststellung ihrer Überschuldung geleistet worden sind (BGH, Urteil vom 15.03.2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 14, juris).

    (BGH, Urteil vom 15.03.2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 21, juris).

    Angesichts des eindeutigen Wortlauts kommt eine analoge Anwendung der drei- bzw. zehnjährigen Verjährung nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 195, 199 BGB nicht in Betracht (BGH, Urteil vom 15.03.2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 21, juris).

  • BGH, 14.06.2018 - IX ZR 232/17

    Recht eines Insolvenzverwalters zur Abtretung von Ersatzansprüchen des Schuldners

    Der Zweck des § 64 GmbHG besteht darin, Masseverkürzungen im Vorfeld des Insolvenzverfahrens zu verhindern und gegebenenfalls sicherzustellen, dass das Gesellschaftsvermögen wieder aufgefüllt wird und im nachfolgenden Insolvenzverfahren zur Befriedigung aller Gesellschaftsgläubiger zur Verfügung steht (BGH, Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14, NJW 2016, 2660 Rn. 15 mwN).
  • BGH, 08.05.2018 - II ZR 314/16

    Unterschreitung des im Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids angegebenen

    Das Berufungsgericht hat zutreffend angenommen, dass die vom Kläger geltend gemachten Ansprüche gem. § 64 Satz 4, § 43 Abs. 4 GmbHG in einer Frist von fünf Jahren verjähren, diese Frist mit der jeweiligen masseschmälernden Zahlung beginnt und bei wiederholten verbotswidrigen Zahlungen jede Handlung eine neue Verjährungsfrist in Lauf setzt (vgl. BGH, Urteil vom 16. März 2009 - II ZR 32/08, ZIP 2009, 956 Rn. 20; Urteil vom 28. Februar 2012 - II ZR 244/10, ZIP 2012, 867 Rn. 22; Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14, ZIP 2016, 821 Rn. 21).
  • OLG Stuttgart, 19.09.2017 - 12 U 8/17

    Insolvenz: Wirksamkeit einer Abtretung von Ansprüchen des Schuldners gegen den

    Der Bundesgerichtshof hat wiederholt klargestellt, dass der Zweck der Vorschrift darin besteht, Masseverkürzungen im Vorfeld des Insolvenzverfahrens zu verhindern und für den Fall, dass der Geschäftsführer seiner Massesicherungspflicht nicht nachkommt, sicherzustellen, dass das Gesellschaftsvermögen wieder aufgefüllt wird, damit es im Insolvenzverfahren zur ranggerechten und gleichmäßigen Befriedigung aller Gesellschaftsgläubiger zur Verfügung steht (Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 15 juris = ZIP 2016, 821; Urteil vom 20. September 2010 - II ZR 78/09 - juris = WM 2010, 1947; Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265, 1266).

    § 64 Satz 1 GmbHG wird daher als insolvenzrechtliche Vorschrift interpretiert (BGH, Beschluss zu EuGH-Vorlage vom 02.12.2014 - II ZR 119/14 -, bestätigt vom EuGH in Urteil vom 10.12.2015 - C-594/14, jeweils bei juris), die im Zusammenspiel mit den Befugnissen des Insolvenzverwalters zu sehen ist.

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Rechtsprechung
   BGH, 02.12.2014 - II ZR 119/14   

Volltextveröffentlichungen (12)

  • lexetius.com
  • IWW

    Art. 49, ... 54 AEUV, Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000, Art. 3 Abs. 1 EuInsVO, Art. 4 Abs. 1 EuInsVO, Art. 267 Abs. 1, 3 AEUV, Art. 4 EuInsVO, § 64 Abs. 2 Satz 1 GmbHG, § 64 Satz 1 GmbHG, § 64 Abs. 2 Satz 2 GmbHG, § 64 Satz 2 GmbHG, § 64 GmbHG, Art. 1 Abs. 2 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 44/2001, Art. 1 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 44/2011

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    Art 49 AEUV, Art 54 AEUV, Art 4 Abs 1 EGV 1346/2000, Art 267 AEUV, § 64 Abs 2 S 1 GmbHG vom 05.10.1994
    Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH zur Auslegung der EG-Verordnung über das Insolvenzverfahren und zur Niederlassungsfreiheit: Anwendbarkeit deutschen Insolvenzrechts im Hinblick auf die Haftung des Direktors einer nach englischem/walisischem Recht gegründeten Limited wegen Zahlungen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit und Vereinbarkeit einer entsprechenden Klage vor einem deutschen Gericht mit Gemeinschaftsrecht

  • Jurion

    Berührung deutschen Rechts bei der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei einer einer private company limited byshares

  • zip-online.de

    EuGH-Vorlage zur Anwendbarkeit des § 64 GmbHG auf EU-Auslandsgesellschaften; hier: den Director einer Ltd.

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht

    Vorlage an den EuGH zur Klärung der Frage, ob nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen einer Limited englischen Rechts in Deutschland die Klage des Insolvenzverwalters gegen den Direktor der Limited auf Ersatz von Zahlungen, die er nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens geleistet hat, das deutsche Insolvenzrecht im Sinne des Art. 4 Abs. 1 EuInsVO betrifft

  • rechtsportal.de

    Berührung deutschen Rechts bei der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei einer einer private company limited byshares

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online

    Zahlungen an insolvente Limited: Deutsches Insolvenzrecht auf ausländischen Direktor anwendbar?

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (4)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Die insolvente Ltd. - und die insolvenzrechtliche Haftung ihres Directors

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    GmbHG § 64
    Geschäftsführerhaftung, Insolvenzrecht, Limited, Zahlungen nach Insolvenzreife

  • das-gesellschaftsrecht-blog.de (Kurzinformation)

    § 64 GmbHG als insolvenzrechtliche Norm?!

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Haftung des Direktors einer Limited für masseverkürzende Zahlungen

Besprechungen u.ä. (2)

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Anwendbarkeit deutschen Insolvenzrechts bei englischer Limited

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    AEUV Art. 49, 54; GmbHG a. F. § 64 Abs. 2 Satz 1; EuInsVO Art. 3, 4
    EuGH-Vorlage zur Anwendbarkeit des § 64 GmbHG auf EU-Auslandsgesellschaften, hier: den Director einer Ltd.

Sonstiges (3)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Vorlagebeschluss zum EuGH bezüglich anwendbaren Rechts in internationalen Insolvenzverfahren" von Dr. Sebastian Mock, original erschienen in: NZI 2015, 85 - 88.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Insolvenznahe Geschäftsleiterhaftung bei EU-Auslandsgesellschaften" von Prof. Dr. Wolfgang Servatius, original erschienen in: DB 2015, 1087 - 1094.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Limited: Qualifikation der Insolvenzverschleppungshaftung als insolvenz- oder gesellschaftsrechtliche?" von RA Prof. Dr. Volker Römermann, Hamburg/Hannover/Berlin, original erschienen in: GmbHR 2015, 79 - 84.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ZIP 2013, 1820
  • ZIP 2015, 68
  • MDR 2015, 302
  • EuZW 2015, 160
  • NZI 2015, 85
  • NJ 2015, 78
  • WM 2015, 79
  • DB 2015, 58
  • NZG 2015, 101



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Wird zitiert von ... (4)  

  • BGH, 23.06.2015 - II ZR 366/13

    Persönliche Haftung des Geschäftsführers einer insolvenzreifen GmbH: Einziehung

    § 64 Abs. 2 GmbHG aF soll in erster Linie im Interesse einer Gleichbehandlung der Gläubiger eine Schmälerung der Masse nach Eintritt der Insolvenzreife ausgleichen (st. Rspr., BGH, Urteil vom 18. November 2014 - II ZR 231/13, ZIP 2015, 71 Rn. 9, z.V.b. in BGHZ mwN; Beschluss vom 2. Dezember 2014 - II ZR 119/14, ZIP 2015, 68 Rn. 8).

    Der Anspruch nach § 64 Abs. 2 GmbHG aF setzt im Gegensatz zur Insolvenzanfechtung nicht eine Insolvenzeröffnung, sondern nur Insolvenzreife voraus (vgl. BGH, Urteil vom 11. September 2000 - II ZR 370/99, ZIP 2000, 1896, 1897 f.; Beschluss vom 23. September 2010 - IX ZB 204/09, ZIP 2010, 2107 Rn. 13 ff.; Beschluss vom 2. Dezember 2014 - II ZR 119/14, ZIP 2015, 68 Rn. 8).

  • BGH, 15.03.2016 - II ZR 119/14

    Insolvenzverschleppung bei einer private company limited by shares: Persönliche

    Der Senat hat dem Gerichtshof der Europäischen Union zur Auslegung der Art. 49, 54 AEUV und des Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 über Insolvenzverfahren - EuInsVO - in Bezug auf § 64 Abs. 2 Satz 1 GmbHG in der Fassung vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen(MoMiG, inhaltsgleich mit der Neufassung) folgende Fragen vorgelegt (Beschluss vom 2. Dezember 2014 - II ZR 119/14, ZInsO 2015, 92):.
  • OLG Düsseldorf, 01.10.2015 - 6 U 169/14

    Pflicht des Geschäftsführers zur Erstattung wiederkehrender Zahlungen für

    Zu den insolvenzrechtlichen Vorschriften in diesem unionsrechtlichen Sinn gehört auch § 64 Satz 1 GmbHG, weil die danach angeordnete Haftung des Geschäftsführers für von ihm nach der Insolvenzreife veranlasste Masseschmälerungen dem Ziel dient, den Gläubigern unter Beachtung ihrer grundsätzlichen Gleichrangigkeit Befriedigung zu verschaffen (BGH, Vorlagebeschluss vom 02.12.2014 - II ZR 119/14, Rz. 17ff).

    Ferner verstoßen beide Haftungsinstitute nicht gegen die durch Artt. 49, 54 AEUV verbürgte Niederlassungsfreiheit, weil sie nicht die Voraussetzungen, unter denen EU-Auslandsgesellschaften ihren Verwaltungssitz in Deutschland begründen können, bestimmen, sondern nur die Folgen eines Fehlverhaltens der Geschäftsführung nach der Sitzbegründung in Deutschland regeln (so BGH, Vorlagebeschluss vom 02.12.2014, a.a.O., Rz. 21 zu der Haftung gemäß § 64 GmbHG).

  • OLG Karlsruhe, 12.09.2017 - 8 U 97/16

    Darlehensrückzahlungsanspruch eines Gesellschafter-Geschäftsführers gegen eine

    Soweit ein Anspruch aus § 64 Abs. 2 GmbHG a.F., der mit § 64 Satz 1 GmbHG n.F. identisch ist (vgl. BGH, Beschluss vom 2. Dezember 2014 - II ZR 119/14 -, juris, Rn. 7), in Rede steht, ist die erklärte Aufrechnung unzulässig; im Übrigen wäre sie - im Falle ihrer Zulässigkeit - zudem unbegründet.

    Allerdings setzt nach der Rechtsprechung des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs die Haftung nach dieser Norm im Regelfall zusätzlich die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens voraus (vgl. BGH, Urteil vom 11. September 2000 - II ZR 370/99 -, juris, Rn. 11; BGH, Beschluss vom 2. Dezember 2014 - II ZR 119/14 -, juris, Rn. 8; BGH, Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14 -, juris, Rn. 15); es ist dann Sache des Insolvenzverwalters, den Anspruch zwecks Auffüllung der Masse geltend zu machen (vgl. BGH, Urteile vom 11. September 2000, a.a.O., und vom 15. März 2016, a.a.O.).

    Dies ist nur ausnahmsweise anders, etwa wenn der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse abgewiesen oder das Insolvenzverfahren nach Bestätigung eines Insolvenzplans aufgehoben wurde (vgl. BGH, Beschluss vom 2. Dezember 2014, a.a.O., Rn. 8).

    Verringert wird nur die Insolvenzmasse in dem nachfolgenden Insolvenzverfahren, was zu einem Schaden allein der Insolvenzgläubiger führt (BGH, Beschluss vom 2. Dezember 2014, a.a.O.).

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