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   BGH, 27.04.1970 - II ZR 12/69   

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https://dejure.org/1970,622
BGH, 27.04.1970 - II ZR 12/69 (https://dejure.org/1970,622)
BGH, Entscheidung vom 27.04.1970 - II ZR 12/69 (https://dejure.org/1970,622)
BGH, Entscheidung vom 27. April 1970 - II ZR 12/69 (https://dejure.org/1970,622)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Pflicht des Gerichts zur Beachtung der Klagbarkeit als Prozessvoraussetzung - Begriff der "Devisenverträge" im Sinne des Abkommens über den Internationalen Währungsfond - Sinn und Zweck des Abkommens über den Internationalen Währungsfond - Umfang der ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • hjil.de PDF, S. 73 (Kurzinformation)

Papierfundstellen

  • NJW 1970, 1507
  • MDR 1970, 913
  • WM 1970, 785
 
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Wird zitiert von ... (12)

  • BGH, 03.12.1992 - IX ZR 229/91

    Internationale Zuständigkeit durch rügeloses Verhandeln und schlüssiges Verhalten

    Dort ist lediglich bestimmt, daß aus Devisenkontrakten, welche die Währung eines Mitglieds berühren und im Gegensatz stehen zu den von dem Mitglied in Übereinstimmung mit diesem Abkommen aufrechterhaltenen oder eingeführten Devisenbestimmungen, in den Gebieten der Mitglieder nicht geklagt werden kann (vgl. hierzu BGHZ 116, 77, 84 f; BGH, Urt. v. 11. März 1970 - VIII ZR 147/68, NJW 1970, 1002; v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, NJW 1970, 1507; v. 31. Januar 1991 - III ZR 150/88, WM 1991, 1009, 1010 f).
  • BGH, 14.11.1991 - IX ZR 250/90

    Klageerhebung vor Inkrafttreten des Beitrittsübereinkommens - Wirksame

    Der grenzüberschreitende Zahlungsvorgang beeinflußte den Devisenbestand Griechenlands und wirkte sich damit auf dessen Zahlungsbilanz aus (vgl. BGHZ 55, 334, 337 f; BGH, Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, NJW 1970, 1507; Urt. v. 8. März 1979 - VII ZR 48/78, NJW 1980, 520).

    Der Bundesgerichtshof versteht diesen Begriff nach ständiger Rechtsprechung in dem Sinne, daß der Verstoß gegen die Devisenbestimmungen eines Mitgliedsstaates zu dem von Amts wegen zu beachtenden Mangel einer Sachurteilsvoraussetzung führt und daher die Abweisung der Klage als unzulässig zur Folge hat (BGHZ 55, 334, 337 f; BGH, Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, NJW 1970, 1507; Beschl. v. 21. Dezember 1976 - III ZR 83/74 - WM 1977, 332, 333; Urt. v. 8. März 1979 - VII ZR 48/78, NJW 1980, 520; Urt. v. 31. Januar 1991 - III ZR 150/88, BGHR IWF-Abkommen Art. VIII Abschn. 2 (b) Amtsprüfung 1).

    Es genügt, daß die Gerichte und Behörden der Mitgliedsstaaten den Parteien nicht zur Durchsetzung eines devisenrechtlich verbotenen Geschäftes verhelfen (BGHZ 55, 334, 338; Urt. v. 27. April 1970 aaO.; vgl. auch Ebke, Internationales Devisenrecht S. 295).

  • BGH, 08.11.1993 - II ZR 216/92

    Anwendbarkeit des IWF-Ü auf Kapitalübertragungen

    Völkerrechtlich ist allein die englische Fassung verbindlich, weil der Fonds bisher keine der Übersetzungen in fremde Sprachen anerkannt hat (BGHZ 116, 77, 83; Sen.Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785 f.).

    b) Der Bundesgerichtshof hat in seiner bisherigen Rechtsprechung den in der deutschen Übersetzung mit "kann nicht geklagt werden" wiedergegebenen Begriff "unenforceable" in dem Sinne verstanden, daß der Verstoß gegen die Devisenbestimmungen eines Mitgliedsstaates zu dem von Amts wegen zu beachtenden Mangel einer Sachurteilsvoraussetzung führt und daher die Abweisung der Klage als unzulässig zur Folge hat (BGHZ 55, 334, 337 f.; 116, 77, 84 m.w.N.; Sen.Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785 f.; Urt. v. 31. Januar 1991 - III ZR 150/88 = NJW 1991, 3095 = LM EG Übk. Nr. 31).

    Maßgebliches Kriterium ist also, wie dies dem Wortlaut des Art. VIII Abschn. 2 (b) IWF-Ü entspricht, eine Berührung mit der Währung eines Mitgliedslandes (BGHZ 55, 334, 337; BGH, Beschl. v. 21. Dezember 1976 - III ZR 83/74, WM 1977, 332 f.), die sich in dessen Zahlungsbilanz niederschlägt (BGH, Urt. v. 8. März 1979 - VII ZR 48/78, WM 1979, 486; Beschl. v. 21. Dezember 1976 aaO; Sen.Urt. v. 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785 f.).

  • BGH, 24.11.1992 - XI ZR 86/92

    Umfang der Bindungswirkung eines Wechselvorbehaltsurteils im Nachverfahren -

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach Art. VIII Abschn. 2 (b) Satz 1 IWF-Abkommen eine allgemeine Prozeßvoraussetzung regelt (BGHZ 55, 334, 337 f.; BGH, Urteile vom 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785; 8. März 1979 - VII ZR 48/78, WM 1979, 486 und 31. Januar 1991 - III ZR 150/88, WM 1991, 1009, 1011; offengelassen neuerdings in BGH, Urteil vom 14. November 1991 - IX ZR 250/90, WM 1992, 87, 90 [BGH 14.11.1991 - IX ZR 250/90], zur Veröffentlichung vorgesehen in BGHZ 116, 77), hätte die Klage dann als unzulässig verworfen werden müssen.
  • OLG München, 23.10.1992 - 8 U 4392/88

    Begründung der Verbindlichkeit des Ausstellers eines Wechsels ist ein

    Somit fehlt es der Klage aus einem derartigen Rechtsgeschäften der allgemeinen Prozeßvoraussetzung der Klagbarkeit (BGH NJW 1970, 1507, 1508; MünchKomm-Martiny, 2.Aufl., nach Art. 34 EGBGB Anh II RdNr. 32; Reithmann-Martiny, Internationales Vertragsrecht, 4.Aufl., RdNr. 369).

    Es fehlt allein an der Prozeßvoraussetzung der Klagbarkeit; aber der Devisenkontrakt ist nach deutschem Recht nicht nichtig, sondern voll wirksam und auf ihn gestützte Ansprüche haben uneingeschränkten Bestand (BGH NJW 1970, 1507; 1971, 983, 984; MünchKomm a.a.O. RdNr. 32, Reithmann-Martiny a.a.O., RdNr. 369).

    Die Haftung tritt mit der Begebung des Wechsels ein (Baumbach/Hefermehl, Wechselgesetz und Scheckgesetz , 17. Aufl., RdNr. 2 zu § 9 WG ), weshalb es sich um eine durch den Begebungsvertrag, also durch einen "Kontrakt" begründete Haftung handelt (gleiches Ergebnis: BGH NJW 1970, 1507, 1508: Gegenstand der Entscheidung war dort zwar die Haftung des Annehmers eines Wechsels, in den Gründen ist aber allgemein die Eingehung von Wechselverbindlichkeiten als Devisenkontrakt im Sinn von Art. VIII Abschn. 2 (b) des Übereinkommens bezeichnet; MünchKomm a.a.O. RdNr. 15).

  • BGH, 22.02.1994 - XI ZR 16/93

    Devisenkontrollen nach dem IWF-Übereinkommen (IWF-Ü)

    b) Die streitige Wechselverpflichtung des Beklagten fällt zwar unter den Begriff der "Devisenverträge" ("exchange contracts") im Sinne dieser Vorschrift, da sie Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz der Republik Österreich haben kann (vgl. BGHZ 116, 77, 83; BGH, Urteil vom 27. April 1970 - II ZR 12/69, WM 1970, 785, 786; BGH, Urteil vom 8. November 1993 - II ZR 216/92, WM 1994, 54, 55) [BGH 08.11.1993 - II ZR 216/92].
  • BGH, 28.04.1988 - I ZR 32/86

    Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen Haupt- und Unterfrachtführer

    Eine Beeinträchtigung der italienischen Zahlungsbilanz, auf die es insoweit ankommt (vgl. BGH, Urt. v. 25. April 1970 - II ZR 12/69, NJW 1970, 1507 = MDR 1970, 913); hat das Berufungsgericht zu Recht nicht für gegeben erachtet.
  • OLG Köln, 08.06.2001 - 20 U 133/00
    Völkerrechtlich ist allerdings allein die englische Fassung verbindlich, weil der Fonds bisher keine der Übersetzungen in fremde Sprachen anerkannt hat (BGHZ 116, 77, 83; WM 1970, 785 f.; RIW 1994, 151 f.; vgl. auch die weiteren Nachweise bei Martiny in: MK, Nach Art. 34 Anh. II, Rdnr. 9).

    Der Bundesgerichtshof hat zwar in seiner früheren Rechtsprechung den in der deutschen Übersetzung mit "kann nicht geklagt werden" wiedergegebenen Begriff "unenforceable" im dem Sinne verstanden, dass der Verstoß gegen die Devisenbestimmungen eines Mitgliedsstaates zu dem von Amts wegen zu beachtenden Mangel einer Sachurteilsvoraussetzung führt mit der Folge, dass die Klage als unzulässig abzuweisen ist (BGHZ 55, 334, 337 f.; 116, 77, 84; WM 1970, 785; NNJW 1991, 3095).

  • BGH, 17.02.1971 - VIII ZR 84/69

    Französisches Devisen recht

    Die Unklagbarkeit bedeutet, wie der Bundesgerichtshof in dem Urteil II ZR 12/69 vom 27. April 1970 (= LM Intern. Währungsfonds, Abkommen üb. Nr. 3 = NJW 1970, 1507 = MDR 1970, 913 = JZ 1970, 728 = WM 1970, 785; anderer Meinung: Mann JZ 1970, 714) ausgeführt hat, nicht, daß die Vereinbarung unter den Voraussetzungen des Artikel VIII Abschn, 2 (b) als nichtig zu behandeln ist, sondern lediglich, daß Ansprüche aus dieser Vereinbarung in allen Mitgliedsstaaten der Rechtsschutz zu versagen ist.
  • BGH, 21.12.1976 - III ZR 83/74

    Klage auf Geltendmachung des vom Kläger auf US-Doller errechneten Dahrlehnsrestes

    Die Unklagbarkeit solcher Ansprüche bedeutet den Mangel einer Prozeßvoraussetzung (BGH LM Intern. Währungsfonds Nr. 3 = WM 1970, 785).
  • BGH, 09.12.1976 - II ZR 200/75

    Angriffsmöglichkeit der Verletzung ausländischen Rechts mit der Revision -

  • OLG Oldenburg, 12.01.1990 - 11 U 52/87

    Prozeßvoraussetzung, Ewg-zuständigkeitsabkommen, Gvü, Italien, Iwf-abkommen,

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