Rechtsprechung
   BGH, 28.04.1975 - II ZR 16/73   

Volltextveröffentlichungen (3)

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  • Jurion

    Verletzung der Kontrollpflichten eines Gesellschafters - Voraussetzungen für den Ausschluss eines Gesellschafters aus wichtigem Grund - Anforderungen an die Beweiswürdigung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • BGHZ 64, 253
  • NJW 1975, 1410
  • NJW 1976, 144 (Ls.)
  • MDR 1975, 822
  • DNotZ 1975, 732
  • DB 1975, 1408



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Wird zitiert von ... (47)  

  • BGH, 12.04.2016 - II ZR 275/14  

    Zur Anfechtung von Gesellschafterbeschlüssen bei der Media-Saturn Holding GmbH

    Aufgrund der Treuepflicht muss nach der Rechtsprechung des Senats nur dann in einem bestimmten Sinn abgestimmt werden, wenn die zu beschließende Maßnahme zur Erhaltung wesentlicher Werte, die die Gesellschafter geschaffen haben, oder zur Vermeidung erheblicher Verluste, die die Gesellschaft bzw. die Gesellschafter erleiden könnten, objektiv unabweisbar erforderlich ist und den Gesellschaftern unter Berücksichtigung ihrer eigenen schutzwürdigen Belange zumutbar ist, also wenn der Gesellschaftszweck und das Interesse der Gesellschaft gerade diese Maßnahme zwingend gebieten und der Gesellschafter seine Zustimmung ohne vertretbaren Grund verweigert (vgl. BGH, Urteil vom 25. September 1986 - II ZR 262/85, BGHZ 98, 276, 279; zur Personengesellschaft: BGH, Urteil vom 10. Juni 1965 - II ZR 6/63, BGHZ 44, 40, 41; Urteil vom 24. Januar 1972 - II ZR 3/69, WM 1972, 489; Urteil vom 28. April 1975 - II ZR 16/73, BGHZ 64, 253, 258; Urteil vom 5. November 1984 - II ZR 111/84, WM 1985, 195, 196; Urteil vom 20. Oktober 1986 - II ZR 86/85, ZIP 1987, 166, 167; Urteil vom 8. November 2004 - II ZR 350/02, ZIP 2005, 25; Urteil vom 7. Februar 2012 - II ZR 230/09, ZIP 2012, 917 Rn. 44).
  • BGH, 19.10.2009 - II ZR 240/08  

    "Sanieren oder Ausscheiden"

    Die Verpflichtung eines einzelnen Gesellschafters, einer notwendig gewordenen Änderung des Gesellschaftsvertrages zuzustimmen, kann daher nur angenommen werden, wenn dem schützenswerte Belange des einzelnen Gesellschafters nicht entgegenstehen (st. Rspr. siehe nur BGHZ 44, 40, 41 f.; 64, 253, 257; übertragen auf das Kapitalgesellschaftsrecht BGHZ 98, 276; 129, 136 "Girmes").
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 205/94  

    Treuepflicht eines Minderheitsaktionärs; Ausübung des Stimmrechts für andere

    Mit diesem Ergebnis steht es in Übereinstimmung, daß der Senat im Personengesellschaftsrecht und für die personalistisch ausgestaltete GmbH aus der Treupflicht die Verpflichtung des Gesellschafters hergeleitet hat, in besonders gelagerten Ausnahmefällen der Anpassung des Gesellschaftsvertrages an veränderte Umstände zuzustimmen (BGHZ 44, 40 (41) = NJW 1965, 1960 = LM § 114 HGB Nr. 3; BGHZ 64, 253 (257) = NJW 1975, 1410 = LM § 140 HGB Nr. 13 (L); BGHZ 98, 276 (279f.) = NJW 1987, 189 = LM § 1 GmbHG Nr. 3; BGH, NJW 1987, 3192 = LM § 1 GmbHG Nr. 4 = ZIP 1987, 914; vgl. ferner BGH, NJW 1987, 952 = LM § 139 HGB Nr. 12 = ZIP 1987, 166; BGH, NJW 1995, 194 = LM H. 3/1995 § 119 HGB Nr. 32 = WM 1994, 2244).
  • BGH, 08.10.2013 - II ZR 310/12  

    Kommanditgesellschaft: Inanspruchnahme eines Mitgesellschafters für

    Diese müssen auf die Belange ihrer Mitgesellschafter Rücksicht nehmen (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 28. April 1975 - II ZR 16/73, BGHZ 64, 253, 257; Urteil vom 9. September 2002 - II ZR 198/00, ZIP 2003, 73, 74).
  • BGH, 19.06.2008 - III ZR 46/06  

    Willenserklärungen einer Außen-GbR und ihre Tücken

    Vielmehr muss der von der Obstruktion seines Mitgesellschafters betroffene Gesellschafter die fehlende Zustimmung im Wege der Leistungsklage über § 894 ZPO erzwingen (RGZ 97, 329, 331; 162, 78, 83; BGHZ 64, 253, 257, 259; 68, 81, 83), wie es die Beklagte zu 3 in dem Parallelverfahren 14 U 62/04 OLG Stuttgart (= II ZR 69/06) erfolglos versucht hat.
  • BGH, 25.09.1986 - II ZR 262/85  

    Treuepflicht der Gesellschafter einer personalistisch ausgestalteten GmbH;

    Wie der Senat in ständiger, zu den Personengesellschaften entwickelter Rechtsprechung hervorgehoben hat, kann eine Pflicht, einer Änderung des Gesellschaftsvertrages zuzustimmen, unter dem rechtlichen Gesichtspunkt der gesellschaftlichen Treuepflicht nicht schlechthin verneint werden (BGHZ 44, 40, 41 [BGH 10.06.1965 - II ZR 6/63]; 64, 253, 257 [BGH 28.04.1975 - II ZR 16/73]m. w. Nachw.).

    Die Treuepflicht kann einem Gesellschafter vielmehr gebieten, einer Anpassung des Gesellschaftsvertrages an veränderte Verhältnisse zuzustimmen, die mit Rücksicht auf das Gesellschaftsverhältnis, insbesondere zur Erhaltung des Geschaffenen, dringend geboten und den Gesellschaftern unter Berücksichtigung ihrer eigenen schutzwerten Belange zumutbar ist (BGHZ 44, 40, 41 [BGH 10.06.1965 - II ZR 6/63]; 64, 253, 258 [BGH 28.04.1975 - II ZR 16/73]; Sen. Urt. v. 5. November 1984 - II ZR 111/84, WM 1985, 195, 196).

    So hat der erkennende Senat eine Zustimmungspflicht beispielsweise angenommen zum vorzeitigen Ausscheiden eines in persönliche Zahlungsschwierigkeiten geratenen Gesellschafters (Urt. v. 26. Januar 1961 - II ZR 240/59, LM Nr. 8 zu § 138 HGB), zur Ausschließungsklage nach § 140 HGB bei Vorliegen eines wichtigen Grundes in der Person eines Gesellschafters auch ohne eine entsprechende gesellschaftsvertragliche Regelung (BGHZ 64, 253, 256 ff.) [BGH 28.04.1975 - II ZR 16/73], zur vorübergehenden Aufhebung der aus dem Gesellschaftsvertrage einer Publikumsgesellschaft folgenden Verpflichtung, die Gesellschafterdarlehen zu verzinsen, um dadurch den Konkurs der Gesellschaft zu vermeiden (Urt. v. 5. November 1984 aaO), und zur Änderung der Nachfolgeklauseln nach der Scheidung der Ehe der einer Kommanditgesellschaft angehörenden Eheleute (Urt. v. 18. März 1974 - II ZR 80/72, WM 1974, 831, 833).

  • BGH, 09.11.1987 - II ZR 100/87  

    Inhaltskontrolle des Gesellschaftsvertrages einer Publikumspersonengesellschaft;

    Liegt ein wichtiger Grund vor, so hat aber auch kein (Mehrheits-)Gesellschafter das Recht, den untragbaren Geschäftsführer im Amt zu halten; kommt es auf die Stimme des Gesellschafters an, weil die Abberufung aus wichtigem Grund nur einstimmig oder mit einer bestimmten Mehrheit des Gesellschaftskapitals beschlossen werden kann, so gebietet jenem in der Regel seine gesellschaftliche Treuepflicht, der Ablösung zuzustimmen (vgl. BGHZ 64, 253, 257 ff. [BGH 28.04.1975 - II ZR 16/73]; 68, 81, 82; Sen. Urt. vom 15. April 1983 - II ZR 170/82, WM 1983, 750); werden die Beschlüsse laut Gesetz oder Satzung mit der (einfachen oder qualifizierten) Mehrheit, nicht des vorhandenen Kapitals, sondern der abgegebenen Stimmen gefaßt, so wäre die Stimme, die trotz Vorliegens wichtiger Gründe gegen die Abberufung abgegeben wird, regelmäßig wegen Mißbrauchs nichtig und jene mit den Stimmen der übrigen Gesellschafter wirksam beschlossen.
  • BGH, 09.09.2002 - II ZR 198/00  

    Treuepflicht des BGB -Gesellschafters

    Das ergab sich aus der Treuepflicht, die Gesellschaftern einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegenüber den Mitgesellschaftern obliegt (st. Rspr., vgl. BGHZ 30, 195, 201; 44, 40; 64, 253, 257; 68, 81, 82) und bis zur vollständigen Beendigung des Gesellschaftsverhältnisses fortdauert (MünchKomm. BGB/Ulmer, 3. Aufl. § 705 Rdn. 182 f.; § 738 Rdn. 4; Baumbach/Hopt, HGB 30. Aufl. § 109 Rdn. 23 f.).
  • BGH, 15.09.1997 - II ZR 97/96  

    Ausschluß eines Gesellschafters wegen gesellschaftsfeindlichen Verhaltens

    Soweit sie auf die Senatsentscheidung vom 28. April 1975 (BGHZ 64, 253) verweist, ist dem entgegenzuhalten, daß dort die Ausschließungs- mit der Zustimmungsklage verbunden war.
  • BGH, 18.10.1976 - II ZR 98/75  

    Verbindung von Zustimmungs- und Ausschließungsklage

    Ihm ist ferner darin zuzustimmen, daß nach § 140 HGB der Antrag auf Ausschließung eines Gesellschafters grundsätzlich von allen übrigen Gesellschaftern zu stellen ist, und daß ein Gesellschafter, der zur Erhebung der Ausschließungsklage nicht bereit ist, auch ohne besondere gesellschaftsvertragliche Bestimmung unter dem Gesichtspunkt der gesellschaftlichen Treuepflicht - unter engen Voraussetzungen - verpflichtet sein kann, bei Vorliegen eines Ausschließungsgrundes seine Zustimmung zu einer Klage nach § 140 HGB zu erteilen; demgemäß kann dann ein entsprechendes Leistungsurteil auf Zustimmung zur Ausschließungsklage mit der Wirkung ergehen, daß es die Mitwirkung an der Klage ersetzt (BGHZ 64, 253).

    Die im Schrifttum auch neuerdings hiergegen erhobenen Bedenken (Kollhosser, NJW 1976, 144) veranlassen den Senat nicht, von dieser Rechtsprechung abzurücken.

    Nach dem vorstehend angeführten Urteil des erkennenden Senats wird die nach § 140 HGB erforderliche Beteiligung hinsichtlich des widerstrebenden Gesellschafters dadurch ersetzt, "daß er - sobald er rechtskräftig zur Zustimmung verurteilt ist (§ 894 ZPO) - die anderen Gesellschafter in die Lage versetzt, im Wege der Prozeßstandschaft für ihn zu klagen" (BGHZ 64, 253, 259).

    Wenn die Ausschließungsklage gegen mehrere Gesellschafter gerichtet wird, hat es der Senat als genügend angesehen, daß sie von den nicht Auszuschließenden erhoben wird (BGHZ 64, 253, 255).

  • OLG Köln, 19.12.2013 - 18 U 218/11  

    Auflösung einer Gesellschaft oder Ausschluss einzelner Gesellschafter wegen eines

  • BGH, 08.11.2004 - II ZR 350/02  

    Pflicht des OHG-Gesellschafters zur Zustimmung zu einer Nachfolgeregelung aus

  • BGH, 20.10.1986 - II ZR 86/85  

    Zustimmung des Mitgesellschafters zur Übertragung des Anteils eines anderen

  • BGH, 05.11.1984 - II ZR 111/84  

    Wirksamkeit eines Beschlusses der Gesellschaft bei einer Publikums-KG

  • LG Frankfurt/Main, 13.08.2013 - 9 O 78/13  

    Kommanditgesellschaft: Umfang der Treuepflicht der Kommanditisten; Stundung der

  • BGH, 19.11.1990 - II ZR 88/89  

    Wiederbestellung des aus wichtigem Grunde abberufenen Geschäftsführers

  • BGH, 19.11.1984 - II ZR 102/84  

    Ermächtigung des Beirats einer Publikums-KG zu Änderungen des

  • OLG Braunschweig, 09.09.2009 - 3 U 41/09  

    Unterbrechung eines Gerichtsverfahrens über die Abberufung des Geschäftsführers

  • BGH, 08.10.2013 - II ZR 335/12  

    Kommanditgesellschaft: Inanspruchnahme eines Mitgesellschafters für

  • OLG Frankfurt, 10.06.2005 - 2 U 208/03  

    Culpa in contrahendo: Verletzung der Hinweispflicht auf Krankheiten bei Abschluss

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 144/94  

    Verletzung einer gesellschaftsrechtlichen Treupflicht - Haftung eines

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 145/94  

    Schadensersatzanspruch eines Aktionärs wegen Entwertung seines Aktienbesitzes -

  • BayObLG, 10.11.2004 - 3Z BR 148/04  

    Erforderliche Stimmenzahl bei Beschluss über Eintritt der Komplementär-GmbH

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 210/94  

    Schadenersatzklage wegen Verhinderung eines Kapitalherabsetzungsbeschlusses in

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 195/94  

    Verletzung einer gesellschaftsrechtlichen Treupflicht - Haftung eines

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 186/94  

    Verletzung einer gesellschaftsrechtlichen Treupflicht - Haftung eines

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 179/94  

    Verletzung einer gesellschaftsrechtlichen Treupflicht - Haftung eines

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 143/94  

    Verletzung einer gesellschaftsrechtlichen Treupflicht - Haftung eines

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 197/94  

    Schadenersatzklage wegen Verhinderung eines Kapitalherabsetzungsbeschlusses in

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 194/94  
  • BGH, 25.04.1983 - II ZR 170/82  

    Komplementär-GmbH - Geschäftsführungsbefugnis - Entziehung - GmbH & Co. KG

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 121/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 196/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 178/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 163/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 162/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 157/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 152/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 142/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 141/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 140/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 139/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 137/94  
  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 118/94  
  • BGH, 20.03.1995 - I ZR 143/94  
  • BGH, 03.11.1975 - II ZR 87/74  

    Voraussetzungen für das Erlöschen eines Entnahmerechts - Anforderungen an die

  • BGH, 29.10.1979 - II ZR 248/78  

    Entziehung der Geschäftsführungsbefugnis aufgrund nachteiligem Zusammenwirken zu

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