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   BFH, 14.01.1994 - III R 194/90   

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BFH, 14.01.1994 - III R 194/90 (https://dejure.org/1994,683)
BFH, Entscheidung vom 14.01.1994 - III R 194/90 (https://dejure.org/1994,683)
BFH, Entscheidung vom 14. Januar 1994 - III R 194/90 (https://dejure.org/1994,683)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Simons & Moll-Simons

    EStG i. d. F. des StSenkG 1986/1988 § 32 Abs. 6

  • Wolters Kluwer

    Kinderfreibetrag - Kindergeld - Unterhaltsrecht - Vorsorgeleistung - Krankenversicherung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    EStG i.d.F. des StSenkG 1986/1988 § 32 Abs. 6

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    § 10 FGO; § 21g GVG; Art. 101 GG
    Finanzgerichtsordnung; Besetzung der BFH-Senate mit sechs Richtern

Papierfundstellen

  • BFHE 173, 528
  • NJW 1994, 2848 (Ls.)
  • BB 1994, 1000
  • BB 1994, 1406
  • DB 1994, 1402
  • BStBl II 1994, 429
 
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Wird zitiert von ... (27)

  • BFH, 14.12.2005 - X R 20/04

    Verfassungsmäßigkeit des § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. § 10 Abs. 3 EStG

    Zur Rechtslage im Jahre 1986 hat der BFH mit Urteil vom 14. Januar 1994 III R 194/90 (BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429) --in "Anwendung und Fortentwicklung der Grundsätze des Vorlagebeschlusses" vom 16. Juli 1993 III R 206/90 (BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755) an das BVerfG-- ausgeführt: Eltern mit zwei Kindern seien durch die steuerlichen Kinderfreibeträge und das Kindergeld in gerade noch ausreichendem, verfassungsrechtlich noch nicht zu beanstandendem Umfang entlastet worden.

    In dem Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432 f. hat der III. Senat es für notwendig erachtet, den tatsächlich gewährten Kinderfreibetrag deshalb in Höhe von 200 DM pro Jahr und Kind nicht in die Ermittlung des fiktiven Kinderfreibetrages einzubeziehen, weil Eltern im Rahmen ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht u.a. auch Vorsorge zum Schutz der Kinder vor Krankheit, Unfall und Haftpflichtfällen treffen müssten.

    Der III. Senat des BFH hatte jedoch vor der Entscheidung des BVerfG die in seinem Vorlagebeschluss aufgestellten Grundsätze in seinem Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432 dahin fortentwickelt und konkretisiert, dass nach seiner Auffassung bei der Ermittlung der Höhe des Existenzminimums eines Kindes im Jahre 1986 u.a. auch ein Mindestvorsorgebetrag von 200 DM zu berücksichtigen sei.

    Nach Auffassung von Jachmann (in Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, a.a.O., § 32 Rdnr. A 88, unter Bezugnahme auf BFH-Urteile in BFHE 183, 538, BStBl II 1997, 692; vom 22. Juli 1997 VI R 147/90, BFHE 183, 544, BStBl II 1997, 694; vom 22. Juli 1997 VI R 114/96, BFHE 183, 549, BStBl II 1997, 697; a.A. BFH-Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429) können Vorsorgeaufwendungen bei der typisierenden Bestimmung des Kindesexistenzminimums im Hinblick darauf außer Betracht bleiben, dass gemäß §§ 3, 10 SGB V Familienmitglieder --und somit auch Kinder-- in der gesetzlichen Krankenversicherung ohne besondere Kosten mitversichert sind.

  • FG Münster, 18.04.1997 - 11 K 1539/96

    Kindergeld für bis zu zwei Kinder 1996 verfassungsgemäß

    Das von der ESt zu verschonende Existenzminimum darf jedenfalls den Mindestbedarf, den der Gesetzgeber im Sozialrecht festgelegt hat, nicht unterschreiten (vgl. Beschlüsse des BVerfG vom 25.09.1992 2 BvL 5, 8, 14/91, a. a. O., und vom 14.06.1994 1 BvR 1022/88 a. a. O., sowie Urteil des BFH vom 14.01.1994 III R 194/90, BStBl II 1994, 429).

    Hinzu kommen noch Aufwendungen für die Wohnung sowie für Heizungskosten (vgl. Beschlüsse des BVerfG vom 29.05.1990 1 BvL 20/84, 26/84, 4/86, a. a. O.; vom 25.09.1992 2 BvL 5, 8, 14/91, a. a. O., vom 14.06.1994 1 BvR 1022/88, a. a. O.; sowie BFH-Beschluß vom 16.07.1993 III R 206/90, a. a. O. unter II 1, und BFH Urteil vom 14.01.1994 III R 194/90, a. a. O.).

    Dabei sind zumindest die Aufwendungen zur Ermöglichung einer Mindestvorsorge im Rahmen des Existenzminimums zu berücksichtigen (vgl. BFH-Urteil vom 14.01.1994 III R 194/90, a. a. O. unter II 4 a bb (c) m.w.N.).

    Verfassungsrechtlich noch unbedenklich erscheint es, soweit die vom Gesetzgeber vorausgesetzte Höhe des Existenzminimums eines Kindes von den zum Vergleich herangezogenen Richtwerten des Sozialhilfebedarfs um bis zu 15 v. H. abweicht (vgl. Beschluß des BVerfG vom 14.06.1994 1 BvR 1022/88, a. a. O. unter C II 1 d aa, Beschluß des BFH vom 16.07.1993 III R 206/90, a. a. O., sowie BFH-Urteil vom 14.01.1994 III R 194/90, a. a. O. unter II 4 a cc).

    Der BLK-Bericht hatte eine Wohnfläche von nur 10 qm zu Grunde gelegt (vgl. BFH-Beschluß vom 16.07.1993 III R 206/90, a. a. O. unter II 2 a aa): Auch in seinem Urteil vom 14.01.1994 III R 194/90 ist der BFH von 10 qm ausgegangen (a. a. O. unter II 4 a aa (c).

    Auch der BFH berücksichtigt in seinem Urteil vom 14.01.1994 III R 194/90 einen Zuschlag von 20 v. H. (a. a. O. unter II 4 a aa (b)).

    Die Kassenleistungen für solche Kinder werden im Rahmen der sog. Familienhilfe - ohne daß Zusatzbeiträge zu entrichten wären - erbracht (§ 205 Abs. 1 Satz 1 Reichsversicherungsordnung - RVO - nunmehr § 3 Satz 3 und § 10 Abs. 2 Sozialgesetzbuch - SGB -, V. Buch, Gesetzliche Krankenversicherung, vgl. BFH-Urteil vom 14.01.1994 III R 194/90 a. a. O. unter II 4 a bb (c)).

  • BFH, 22.07.1997 - VI R 121/90

    Der Kinderlastenausgleich für Eltern mit zwei Kindern im Jahre 1987 ist

    Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist dieser Mindestbedarf nach dem durchschnittlichen Sozialhilferegelsatz, einem Zuschlag von 20 v. H. des Regelsatzes für sog. Einmalbeihilfen sowie einem Zuschlag für den Wohn- und Heizbedarf zu ermitteln (vgl. Vorlagebeschluß vom 16. Juli 1993 III R 206/90, BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, unter B. II. 2. a der Gründe; Urteile vom 21. Dezember 1993 VIII R 13/89, BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734; vom 14. Januar 1994 III R 194/90, BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429; vom 24. Juli 1996 X R 152/90, BFH/NV 1996, 889; Beschluß vom 28. Juli 1994 III B 37/90, BFHE 175, 96, BStBl II 1994, 795).

    bb) Der III., VIII. und X. Senat des BFH haben bei der Ermittlung des als Existenzminimum zu berücksichtigenden Wohn- und Heizbedarfs eines Kindes übereinstimmend die sog. Differenzmethode angewendet, bei der auf den für die Kinder notwendigen Mehrbedarf abgestellt wird; sie haben dabei 10 qm Wohnfläche für ein Kind angesetzt (vlg. BFH in BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, 758; BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432; BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734, 738; BFH/NV 1996, 889, 890).

    Dementsprechend haben der III., VIII. und X. Senat des BFH übereinstimmend die Umrechnung mit einem Steuersatz von 40 v. H. vorgenommen (in BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, 758; BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432; BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734, 738; BFH/NV 1996, 889, 890).

    In dem Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432 f. hat der III. Senat es für notwendig erachtet, den tatsächlich gewährten Kinderfreibetrag deshalb in Höhe von 200 DM pro Jahr und Kind nicht in die Ermittlung des fiktiven Kinderfreibetrages einzubeziehen, weil Eltern im Rahmen ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht u. a. auch Vorsorge zum Schutz der Kinder vor Krankheit, Unfall und Haftpflichtfällen treffen müßten.

  • BFH, 22.07.1997 - VI R 147/90

    Der Kinderlastenausgleich für Eltern mit zwei Kindern im Jahre 1988 ist

    Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist dieser Mindestbedarf nach dem durchschnittlichen Sozialhilferegelsatz, einem Zuschlag von 20 v. H. des Regelsatzes für sog. Einmalbeihilfen sowie einem Zuschlag für den Wohn- und Heizbedarf zu ermitteln (vgl. Vorlagebeschluß vom 16. Juli 1993 III R 206/90, BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, unter B. II. 2. a der Gründe; Urteile vom 21. Dezember 1993 VIII R 13/89, BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734; vom 14. Januar 1994 III R 194/90, BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429; vom 24. Juli 1996 X R 152/90, BFH/NV 1996, 889; Beschluß vom 28. Juli 1994 III B 37/90, BFHE 175, 96, BStBl II 1994, 795).

    bb) Der III., VIII. und X. Senat des BFH haben bei der Ermittlung des als Existenzminimum zu berücksichtigenden Wohn- und Heizbedarfs eines Kindes übereinstimmend die sog. Differenzmethode angewendet, bei der auf den für die Kinder notwendigen Mehrbedarf abgestellt wird; sie haben dabei 10 qm Wohnfläche für ein Kind angesetzt (vgl. BFH in BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, 758; BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432; BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734, 738; BFH/NV 1996, 889, 890).

    Dementsprechend haben der III., VIII. und X. Senat des BFH übereinstimmend die Umrechnung mit einem Steuersatz von 40 v. H. vorgenommen (in BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, 758; BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432; BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734, 738; BFH/NV 1996, 889, 890).

    In dem Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432 f. hat der III. Senat es für notwendig erachtet, den tatsächlich gewährten Kinderfreibetrag deshalb in Höhe von 200 DM pro Jahr und Kind nicht in die Ermittlung des fiktiven Kinderfreibetrages einzubeziehen, weil Eltern im Rahmen ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht u. a. auch Vorsorge zum Schutz der Kinder vor Krankheit, Unfall und Haftpflichtfällen treffen müßten.

  • BFH, 04.08.1994 - III B 190/90

    Die durch das BFG-Urteil vom 14. Januar 1994 III R 194/90 (BStBl II 1994/429)

    Die Frage, ob der Kinderlastenausgleich (bestehend aus den steuerlichen Kinderfreibeträgen und dem Kindergeld) für Eltern mit zwei Kindern im Jahre 1986 verfassungsgemäß war, ist durch das BFH-Urteil vom 14. Januar 1994 III R 194/90 (BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429), das die Verfassungsmäßigkeit bejaht hat, hinreichend geklärt.

    c) Zur Verfassungsmäßigkeit des Kinderlastenausgleichs für Eltern mit zwei Kindern im Streitjahr 1986 hat sich der erkennende Senat im Urteil vom 14. Januar 1994 III R 194/90 (BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429) - in einem Hauptsacheverfahren - grundlegend geäußert.

    aa) Das BVerfG ist in diesem Beschluß zwar insbesondere von einer teilweise anderen Methode zur Ermittlung der Gesamtleistungen der Sozialhilfe (= Existenzminimum eines Kindes) ausgegangen als der erkennende Senat in seinem Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429; es hat auf diese Weise im hier maßgebenden Jahr 1986 für zwei Kinder einen um 1.418 DM höheren Betrag zugrunde gelegt als der erkennende Senat.

    Daraus folgert der erkennende Senat, daß die von ihm angewendete Berechnungsmethode, die auch der Entscheidung in dem o. g. Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429 zugrunde liegt, nach wie vor möglich und zulässig ist.

    Gleiches gilt für den vom BVerfG (nunmehr) herangezogenen Umrechnungssteuersatz für das Kindergeld in Höhe von 45 v. H. - anstelle des Satzes von 40 v. H., mit dem der Senat in den o. g. Entscheidungen in BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755 und in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429 gerechnet hat (vgl. hierzu Abschn. C II Nr. 1, Buchst. d, bb der Entscheidungsgründe des BVerfG-Beschlusses in DStR 1994, 1222).

    Der erkennende Senat schließt daraus, daß das BVerfG auch die "Toleranzgrenze" billigen würde, die er im Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429 dem Gesetzgeber im gleichen Umfang zugestanden hat.

    Dadurch war die Unterhaltsverpflichtung der Klägerin gegenüber diesem Sohn vermindert und ihre steuerliche Leistungsfähigkeit entsprechend erhöht (s. hierzu auch das o. g. Senatsurteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, Abschnitt II letzter Absatz vor Nr. 5).

  • BFH, 20.01.1995 - III R 14/94

    Kinderlastenausgleich

    Diese Erhöhung kann aber angesichts der vom BVerfG für zulässig gehaltenen Toleranzgrenze von 15 v. H. (vgl. auch Entscheidung des erkennenden Senats vom 14. Januar 1994 III R 194/90, BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429), bis zu der die steuerliche Gesamtentlastung die jährlichen durchschnittlichen Sozialhilfeleistungen für eine entsprechende Kinderzahl unterschreiten darf, nicht so erheblich sein, daß sie zu einer Verfassungswidrigkeit des Kinderlastenausgleichs für Eltern mit vier Kindern im Jahr 1988 führen könnte.

    Dieser Kinderlastenausgleich ist erst recht verfassungsgemäß, wenn man die vom erkennenden Senat in seinem Vorlagebeschluß an das BVerfG in BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755 aufgestellten Grundsätze (s. auch Urteil des Senats in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429) anwendet.

  • BFH, 22.07.1997 - VI R 114/96

    Der Kinderlastenausgleich für Eltern mit zwei Kindern im Jahre 1991 ist

    Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist dieser Mindestbedarf nach dem durchschnittlichen Sozialhilferegelsatz, einem Zuschlag von 20 v. H. des Regelsatzes für sog. Einmalbeihilfen sowie einem Zuschlag für den Wohn- und Heizbedarf zu ermitteln (vgl. Vorlagebeschluß vom 16. Juli 1993 III R 206/90, BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, unter B. II. 2. a der Gründe; Urteile vom 21. Dezember 1993 VIII R 13/89, BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734; vom 14. Januar 1994 III R 194/90, BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429; vom 24. Juli 1996 X R 152/90, BFH/NV 1996, 889; Beschluß vom 28. Juli 1994 III B 37/90, BFHE 175, 96, BStBl II 1994, 795).

    bb) Der III., VIII. und X. Senat des BFH haben bei der Ermittlung des als Existenzminimum zu berücksichtigenden Wohn- und Heizbedarfs eines Kindes übereinstimmend die sog. Differenzmethode angewendet, bei der auf den für die Kinder notwendigen Mehrbedarf abgestellt wird; sie haben dabei 10 qm Wohnfläche für ein Kind angesetzt (vgl. BFH in BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, 758; BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432; BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734, 738; BFH/NV 1996, 889, 890).

    Dementsprechend haben der III., VIII. und X. Senat des BFH übereinstimmend die Umrechnung mit einem Steuersatz von 40 v. H. vorgenommen (in BFHE 171, 534, BStBl II 1993, 755, 758; BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432; BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734, 738; BFH/NV 1996, 889, 890).

    In dem Urteil in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, 432 f. hat der III. Senat es für notwendig erachtet, den tatsächlich gewährten Kinderfreibetrag deshalb in Höhe von 200 DM pro Jahr und Kind nicht in die Ermittlung des fiktiven Kinderfreibetrages einzubeziehen, weil Eltern im Rahmen ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht u. a. auch Vorsorge zum Schutz der Kinder vor Krankheit, Unfall und Haftpflichtfällen treffen müßten.

  • BFH, 28.03.1996 - III R 208/94
    c) Der Gesetzgeber des StRG 1990 hat die Grenzen des ihm bei alledem zustehenden Regelungsermessens (vgl. z. B. Urteil des Senats vom 14. Januar 1994 III R 194/90, BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429 mit Nachweisen) nicht überschritten.

    Die Beurteilung der diesbezüglich maßgeblichen Verhältnisse durch den Gesetzgeber und deren, der getroffenen Regelung zugrundeliegende Bewertung ist jedenfalls nicht evident fehlsam und daher verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. Urteil des Senats vom 14. Januar 1994 III R 194/90, BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429 mit Nachweisen).

  • BFH, 14.11.2000 - VI R 52/98

    Kindergeld/-freibetrag: Ermittlung des Jahresgrenzbetrages

    Da diesbezügliche Aufwendungen nicht in dem Grundbedarf für das Existenzminimum enthalten seien, sei mit der Rechtsprechung (BFH-Urteile vom 14. Januar 1994 III R 194/90, BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429, und vom 22. Juli 1997 VI R 121/90, BFHE 183, 538, BStBl II 1997, 692) hierfür ein pauschaler Betrag von 200 DM anzusetzen.
  • BFH, 24.07.1996 - X R 152/90

    Steuerliche Bewertung von Aufwendungen für den Unterhalt der geschiedenen Ehefrau

    Hinsichtlich der Methode, wie die vom Gesetzgeber steuerfrei zu belassenden Unterhaltsaufwendungen für das Existenzminimum der Kinder zu berechnen sind, schließt sich der erkennende Senat dem III. und dem VIII. Senat des BFH in den Urteilen vom 14. Januar 1994 III R 194/90 (BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429) und vom 21. Dezember 1993 VIII R 13/89 (BFHE 174, 328, BStBl II 1994, 734) an.

    Der Heizkostenzuschlag belief sich 1984 auf 174 DM, 1985 auf 181 DM (zur Ermittlung dieser Beträge vgl. BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429 sowie "Steuern in Deutschland", a. a. O., S. 178 Fn. 4 und 5).

    Der erkennende Senat schließt sich der Auffassung des III. Senats in BFHE 173, 528, BStBl II 1994, 429 an, daß bei einer Abweichung von unter 15 v. H. noch kein evidenter, zur Verfassungswidrigkeit des Kinderlastenausgleichs führender Verfassungsverstoß i. S. des BVerfG in BVerfGE 82, 60, BStBl II 1990, 653 (Abschn. C III. Nr. 4) vorliegt.

  • BFH, 28.07.1994 - III B 37/90

    Die Frage, ob der Kinderlastenausgleich 1987 für Eltern mit zwei Kindern

  • BFH, 25.07.1995 - VIII R 38/93

    Fremdvergleich auch bei steuerlicher Beurteilung einer (Nur-)Pensionszusage,

  • BFH, 09.09.1994 - III R 17/93

    Keine Billigkeitsmaßnahme, um nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist fehlerhafte

  • BFH, 10.02.1995 - III B 73/94

    Klage wegen Kinderlastenausgleich für Eltern mit einem Kind im Jahr 1986: -1.

  • BFH, 24.11.1994 - III B 281/90

    Klärungsbedarf des Kinderlastenausgleichs

  • BSG, 13.08.1996 - 10 RKg 8/95

    Befugnisse eines Steuerberaters als Verfahrensbevollmächtigter

  • BFH, 28.07.1994 - III B 22/94

    Verfassungsrechtliche Anforderungen der steuerlichen Berücksichtigung des

  • BFH, 26.10.1994 - III B 389/90

    Verfassungsmäßigkeit des bei der Einkommensteuer zu berücksichtigenden

  • BFH, 26.10.1994 - III B 19/93

    Verfassungsmäßigkeit des Kinderlastenausgleichs 1990 - Abzug sog

  • BFH, 15.10.2004 - VIII B 212/04

    Kindergeld: Ermittlung des steuerlichen Existenzminimums

  • FG Baden-Württemberg, 24.11.1999 - 3 K 31/99

    Anspruch auf Kindergeld bei Vollzeiterwerbstätigkeit während des Zeitraums

  • BFH, 15.10.2004 - VIII B 213/04

    Wie VIII B 212/04 (n. v.)

  • FG Thüringen, 08.05.1996 - I 88/94

    Wärmegewinnungsanlage: Abgrenzung zwischen investitionszulagenbegünstigter

  • FG Rheinland-Pfalz, 31.07.1996 - 1 K 1449/96
  • BFH, 09.12.1994 - III B 59/90

    Verfassungsmäßigkeit des bei der Einkommensteuerveranlagung zu berücksichtigenden

  • FG Baden-Württemberg, 24.11.1999 - 2 K 265/96

    Verfassungsmäßigkeit des Familienleistungsausleichs in 1996

  • FG Hessen, 16.08.1996 - 10 K 3486/95

    Verfassungsmäßigkeit des Kinderfreibetrags; Vorläufige Festsetzung der

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