Rechtsprechung
   BGH, 11.12.1980 - III ZR 34/79   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion

    Rechtswegbestimmung bei Ausgleichsansprüchen gegen das Vereinigte Königreich - Schuldhafte Amtspflichtverletzung zur Verkehrsregelung an Unfallkreuzung - Verletzung von Verkehrsregelungspflichten bei unterlassener Anbringung von Verkehrszeichen - Pflicht zur Anbringung von Verkehrszeichen - Einordnung eines Unfallorts als "gefährliche Stelle"

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • MDR 1981, 566
  • VersR 1981, 336



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Wird zitiert von ... (8)  

  • BGH, 25.04.1985 - III ZR 53/84  

    Amtspflicht der Straßenverkehrsbehörden zur Aufstellung von Verkehrsschildern an

    Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats, daß die Pflicht der Straßenverkehrsbehörden, darüber zu bestimmen, wo welche Verkehrszeichen und -einrichtungen anzubringen sind (§ 45 Abs. 3, 4 StVO ), ihnen als Amtspflicht im Interesse und zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer obliegt, die die Straße nach Art ihrer Verkehrseröffnung benutzen dürfen (vgl. u.a. Senatsurteile vom 13. Juli 1972 - III ZR 98/70 - LM BGB § 839 [Fg] Nr. 32 und vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 - LM BGB § 839 [Fg] Nr. 37 m.w.Nachw.).

    Die Verkehrsbehörden haben regelmäßig dann keine weiteren Pflichten, wenn ein durchschnittlicher Verkehrsteilnehmer bei Anwendung der gebotenen und in der jeweiligen Verkehrssituation von ihm zu erwartenden Aufmerksamkeit, Umsicht und Sorgfalt etwaige Schäden selbst abwenden kann (Senatsurteile vom 8. April 1970 - III ZR 167/68 - LM BGB § 839 [Cb] Nr. 12 und vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 - LM BGB § 839 [Fg] Nr. 37).

    War hiernach aus Gründen der Verkehrssicherheit eine zusätzliche Beschilderung nicht zwingend geboten, so stand die Anordnung, weitere Verkehrszeichen anbringen zu lassen, in pflichtgemäßen Ermessen der Beklagten (Senatsurteile vom 18. Oktober 1962 - III ZR 66/61 - LM BGB § 839 [Fe] Nr. 34 und vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 - LM BGB § 839 [Fg] Nr. 37; Lütkes/Meier/Wagner aaO StVO § 45 Anm. 3).

  • BGH, 15.03.1990 - III ZR 149/89  

    Amtspflichten der Straßenverkehrsbehörde bei Programmierung von

    Hierdurch wird die Entscheidungskompetenz der Straßenverkehrsbehörden, über die Anbringung von Verkehrszeichen und -einrichtungen sowie über Art und Ort solcher Maßnahmen nach pflichtgemäßem Ermessen zu befinden, inhaltlich eingeschränkt (Senatsurteile vom 26. Mai 1966 III ZR 59/64 - VersR 1966, 782, 784; vom 27. Februar 1967 III ZR 21O/64 - VersR 1967, 602, 604; vom 27. Februar 1969 III ZR 157/66 - VersR 1969, 539, 541; vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 - VersR 1981, 336, 337; vom 24. März 1988 - III ZR 104/87 - VersR 1988, 697, 698).

    Soweit sie indes den aufgezeigten Gesichtspunkten Rechnung tragen und die Grenzen des ihnen eingeräumten Ermessens wahren, scheidet eine Amtspflichtverletzung aus (vgl. Senatsurteile BGHZ 74, 144, 155; 75, 120, 124; vom 11. Dezember 1980 aaO.; vom 24. März 1988 aaO.).

    Maßnahmen dieser Art waren hier weder objektiv erforderlich noch der Beklagten nach objektiven Maßstäben zumutbar (vgl. Senatsurteile vom 8. April 1970 III ZR 167/68 - VersR 1970, 572 f; vom 11. Dezember 1980 aaO.; vom 25. April 1985 - III ZR 53/84 - VersR 1985, 835, 836; vom 24. März 1988 aaO.).

  • BGH, 24.03.1988 - III ZR 104/87  

    Vorfahrt einer Straßenbahn beim Verlassen einer Fußgängerzone

    In derartigen Fällen ist eine Warnung nicht geboten, weil ein Kraftfahrer mit der erforderlichen Sorgfalt etwaige Schäden durch vorsichtiges Fahren abwenden kann (s. dazu Senatsurteile vom 8. April 1970 - III ZR 167/68 = NJW 1970, 1126 = VersR 1970, 572; vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 = VersR 1981, 336 = VRS 60, 251; vom 25. April 1985 aaO.).

    merksamkeit erwartet (Senatsurteil vom 11. Dezember 1980 aaO.).

    Bestand danach keine Pflicht, eine weitergehende Beschilderung vorzunehmen, so stand dies im pflichtgemäßen Ermessen der Straßenverkehrsbehörde, ohne daß im Streitfall Anhaltspunkte für Ermessensfehler vorliegen (vgl. dazu Senatsurteile BGHZ 74, 144, 155; 75, 120; vom 11. Dezember 1980 - III ZR 34/79 = VersR 1981, 336 = VRS 60, 2511).

  • OLG Saarbrücken, 14.03.2013 - 4 U 445/11  

    Haftungsverteilung bei Kollision einer in der Mitte einer innerstädtischen

    Hierdurch wird die Entscheidungskompetenz der Straßenverkehrsbehörden, über die Anbringung von Verkehrszeichen und -einrichtungen sowie über Art und Ort solcher Maßnahmen nach pflichtgemäßem Ermessen zu befinden, inhaltlich eingeschränkt (BGH VersR 1966, 782, 784; 1967, 602, 604; 1981, 336, 337; NZV 1988, 58, 59).
  • OLG Jena, 29.07.2010 - 4 W 281/10  

    Keine Verkehrssicherungspflichtverletzung auf Grund der Bauweise von

    Der Wege- und damit Verkehrssicherungspflichtige hat nur diejenigen Gefahren auszuräumen oder vor ihnen zu warnen, die für den (sorgfältigen) Benutzer bei zweckgerechter Benutzung nicht erkennbar sind und auf die er sich nicht einstellen kann (st. Rechtsprechung des Senats unter Bezug auf die BGH-Rechtsprechung, z.B. BGHZ 108, 273; BGH VersR 1983, 39; BGH VersR 1981, 336).
  • OLG München, 22.10.1992 - 1 U 2708/92  

    Falsche bzw. unterlassene Beschilderung einer Straße als

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  • OLG Düsseldorf, 19.09.1996 - 18 U 22/96  

    Amtspflichtverletzung bei wiederholten Ausfall einer Ampelanlage

    (BGH VersR 1981, 336, 337), zur Last gelegt werden.
  • KG, 13.09.2012 - 20 U 193/11  

    Verkehrssicherungspflicht bei einem durch einen Bauzaun abgegrenzten Fluchtweg

    Gerade an unübersichtlichen Stellen ist es die Aufgabe jedes Verkehrsteilnehmers, sich "heranzutasten" (vgl. BGH Urteil vom 11.12.1980 -III ZR 34/79 - zit. nach juris) und auf die Unübersichtlichkeit mit erhöhter Sorgfalt zu reagieren.
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