Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 21.08.1963

Rechtsprechung
   BVerwG, 01.10.1963 - IV C 9.63   

Wasserschutzgebietsverordnung I

Abgrenzung Verwaltungsakt - Allgemeinverfügung - Rechtsnorm (vgl. jetzt § 35 VwVfG), § 42 Abs. 1 VwGO, (keine) Umdeutung

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 18, 1
  • NJW 1964, 1151
  • DVBl 1964, 401



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Wird zitiert von ... (26)  

  • BSG, 05.09.2006 - B 4 R 71/06 R  

    Einbehaltung von Beiträgen zur sozialen Pflegeversicherung aus der Rente durch

    Notwendig für die Gegebenheit der Anfechtungsklage ist aber nur, dass die Erklärung, die grundsätzlich formfrei ergeht (§ 33 Abs. 2 Satz 1 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch ), dem sog objektiven Adressaten den Eindruck vermittelt, sie verlautbare einen materiellen Verwaltungsakt, unabhängig davon, ob dies wirklich der Fall ist (BVerwGE 18, 1, 5; stRspr).

    Damit hat sie für den sog objektiven Adressaten den Anschein erweckt, sie erlasse auch mit ihrer Erklärung über den "Abzug" des verrechneten Betrages vom "Rentenbetrag" eine Regelung, und hat insoweit bloß der Form nach einen Verwaltungsakt erlassen (zum formellen Verwaltungsakt stellv: BSG, Urteil vom 20. Dezember 2001 - B 4 RA 50/01 R; BSG SozR 4-1200 § 52 Nr. 1 RdNr 9; BSG SozR 4-2600 § 191 Nr. 1 RdNr 6; BVerwGE 18, 1, 5).

    Da sich der Rechtsschutz - wie gesagt - grundsätzlich nach der von der Behörde gewählten Handlungsform gerade auch dann richtet (BVerwGE 18, 1, 5; stRspr), wenn der wesentliche Inhalt der Erklärung die materiellen Kriterien des Verwaltungsaktbegriffs (§ 31 SGB X; § 35 Verwaltungsverfahrensgesetz) nicht erfüllt, war die Anfechtungsklage statthaft.

  • VGH Bayern, 15.03.2016 - 8 BV 14.1102  

    Kein rechtlicher Mangel in streitgegenständlicher Schutzanordnung zur Sicherung

    Der Gesetzgeber hat der Behörde damit grundsätzlich ein Wahlrecht im Hinblick auf den Rechtscharakter der zu erlassenden Schutzanordnung eingeräumt, das durch § 51 Abs. 1 Satz 1 WHG 2010 lediglich insoweit eingeschränkt wird, als die Festsetzung von Wasserschutzgebieten selbst durch Rechtsverordnung zu erfolgen hat (vgl. schon BVerwG, U. v.1.10.1963 - IV C 9.63 - BVerwGE 18, 1; U. v. 15.3.1968 - IV C 5.67 - BVerwGE 29, 207).

    Eine Umdeutung der Anordnung in eine Rechtsnorm kommt daher von vorneherein nicht in Betracht (vgl. schon BVerwG, U. v. 1.10.1963 - IV C 9.63 - BVerwGE 18, 1/4).

    Wie bereits im Urteil vom 1. Oktober 1963 (IV C 9.63 - BVerwGE 18, 1/4) angedeutet, erachtete des Bundesverwaltungsgericht insoweit den Erlass einer Rechtsverordnung für erforderlich, wie dies mittlerweile auch die gesetzliche Bestimmung des § 51 Abs. 1 Satz 1 WHG 2010 vorsieht.

    Sie beinhalten daher keine Festsetzungen, welche nur durch Rechtsverordnung erfolgen dürfen (vgl. § 51 Abs. 1 Satz 1 WHG 2010; vgl. auch BVerwG, U. v.1.10.1963 - IV C 9.63 - BVerwGE 18, 1; U. v. 15.3.1968 - IV C 5.67 - BVerwGE 29, 207).

  • BSG, 05.09.2006 - B 4 R 75/06 R  

    Statthaftigkeit der Anfechtungsklage bei Anscheins-Verwaltungsakt zur

    Notwendig für die Gegebenheit der Anfechtungsklage ist aber nur, dass die Erklärung, die grundsätzlich formfrei ergeht (§ 33 Abs. 2 Satz 1 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch ), dem sog objektiven Adressaten den Eindruck vermittelt, sie verlautbare einen materiellen Verwaltungsakt, unabhängig davon, ob dies wirklich der Fall ist (BVerwGE 18, 1, 5; stRspr).

    Damit hat sie für den sog objektiven Adressaten den Anschein erweckt, sie erlasse auch mit ihrer Erklärung über den "Abzug" des verrechneten Betrags vom "Rentenbetrag" eine Regelung, und hat insoweit bloß der Form nach einen Verwaltungsakt erlassen (zum formellen Verwaltungsakt stellv: BSG, Urteil vom 20. Dezember 2001 - B 4 RA 50/01 R; BSG SozR 4-1200 § 52 Nr. 1 RdNr 9; BSG SozR 4-2600 § 191 Nr. 1 RdNr 6; BVerwGE 18, 1, 5).

    Da sich der Rechtsschutz - wie gesagt - grundsätzlich nach der von der Behörde gewählten Handlungsform gerade auch dann richtet (BVerwGE 18, 1, 5; stRspr), wenn der wesentliche Inhalt der Erklärung die materiellen Kriterien des Verwaltungsaktbegriffs (§ 31 SGB X; § 35 Verwaltungsverfahrensgesetz) nicht erfüllt, war die Anfechtungsklage statthaft.

  • VG Mainz, 06.09.2018 - 1 K 1376/17  

    Jugendhilferecht

    Dies folgt insbesondere aus der anhängenden Rechtsbehelfsbelehrung im Schreiben vom 6. Juni 2017, die auf die Möglichkeit der Erhebung eines Widerspruchs hinweist (vgl. dazu schon BVerwG, Urteil vom 1. Oktober 1963 - IV C 9/63 -, NJW 1964, 1151 [1152]).
  • VG Augsburg, 18.03.2014 - Au 3 K 13.566  

    Schutzanordnungen im Wasserschutzgebiet; Allgemeinverfügung

    Unabhängig davon ist die Klage auch bereits deshalb statthaft, weil die angefochtene Anordnung in der Form eines Verwaltungsaktes ergangen ist (vgl. BVerwG, U.v. 1.10.1963 - IV C 9.63 - BVerwGE 18, 1).

    Denn maßgebend für die Einordnung eines Akts in das Rechtsschutzsystem ist grundsätzlich die äußere Erscheinungsform (BVerwG, B.v. 21.03.1974 - VII B 97.73 - BayVBl 1974, 500; BVerwG, U.v. 01.10.1963 - IV C 9.63 - BVerwGE 18, 1; U.v. 15.03.1968 - IV C 5.67 - BVerwGE 29, 207; OVG MV, B.v. 1.10.1999 - 4 K 26/99 - NVwZ-RR 2000, 780; HessVGH, B.v. 16.06.1989 - 3 N 108/87 - NuR 1990, 380; OVG NRW, B.v. 28.10.1983 - 8 C 2/83 - NJW 1984, 627).

  • VGH Bayern, 25.01.2010 - 7 ZB 08.1476  

    Mitteilung der Prüfungsbehörde über die Einzelnote der juristischen Studienarbeit

    Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus den vom Kläger angeführten Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. Oktober 1963 (BVerwGE 18, 1) und vom 18. Juni 1980 (BVerwGE 60, 223) sowie des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 15. November 2002 (BayVBl 2003, 212).

    Wie bereits dargelegt, steht das Ausgangsurteil nicht im Widerspruch zu den in der Antragsbegründung genannten Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. Oktober 1963 (BVerwGE 18, 1) und vom 18. Juni 1980 (BVerwGE 60, 223) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 15. November 2002 (BayVBl 2003, 212).

  • BVerwG, 29.05.1964 - IV C 143.62  

    Plan eines Wasserverbandes als Verwaltungsakt

    Die Frage nach dem rechtlichen Wesen des Planes ist vielmehr ganz allgemein zu stellen, und erst nach ihrer Beantwortung ist zu prüfen, ob der im Streitfall in Rede stehende Plan den Anforderungen an ordnungsmäßige Bekanntgabe genügt (so ist der Senat in seinem Urteil vom 1. Oktober 1963 - BVerwG IV C 9.63 - [DVBl. 1964, 401] betreffs Anordnung eines Wasserschutzgebietes verfahren).

    Der Inhalt des Planes richtet sich nicht, wie etwa die Anordnung eines Wasserschutzgebietes (§ 19 WHG) an jedermann, der nur irgendwie, vielleicht ganz zufällig, damit in Berührung kommt, und die deshalb als Rechtsetzung ergehen muß (zu vgl. BVerwG IV C 9.63 [DVBl. 1964, 401]), sondern nur an die betroffenen Mitglieder des Verbandes.

  • OVG Hamburg, 23.12.2010 - 4 Bs 243/10  

    Antragstellung und Antragsverfolgung durch minderjährigen Flüchtling;

    Der Rechtsschutz richtet sich grundsätzlich nach der von der Behörde gewählten Handlungsform (BVerwG, Urt. v. 1.10.1963, BVerwGE 18, 1, juris Rn. 60; stRspr.).
  • VGH Baden-Württemberg, 12.08.2004 - 6 S 1126/04  

    Gültigkeit einer Rechtsverordnung über die Verkürzung der Sperrzeit

    Denn eine Regelung ist unabhängig von ihrem Inhalt normenkontrollfähig, wenn sie sich der Form nach als eine der anerkannten Rechtsquellen darstellt (ebenso h. M.; vgl. BVerwG, Beschl. v. 01.10.1963, BVerwGE 18, 1; Beschl. v. 20.12.1988, BVerwGE 81, 128; Urt. v. 20.11.2003 - 4 CN 6/03 -, juris; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 13.07.1987 - 5 S 2079/86 -, VBlBW 1987, 377, 380; Gerhardt in: Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Stand: Sept. 03, § 47 RN 23 m.w.N.; anders Kopp/Schenke, VwGO, 13. Aufl., § 47 RN 27, allerdings unter Hinweis auf Rechtsprechung, die sich mit nach der Form nicht eindeutig zuzuordnenden Regelungen zu befassen hatte, etwa BVerwG, Urt. v. 23.05.1958, BVerwGE 7, 54, Urt. v. 28.02.1961, BVerwGE 12, 89, Beschl. v. 15.09.1987, NVwZ 1988, 1120; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 21.08.1969, ESVGH 20, 10, 11, Beschl. v. 07.07.1975, ESVGH 25, 203, 206).
  • VG Mainz, 22.02.2018 - 1 K 862/17  
    Dies folgt insbesondere aus der anhängenden Rechtsbehelfsbelehrung im Schreiben vom 28. Juni 2017, die auf die Möglichkeit der Erhebung eines Widerspruchs hinweist (vgl. dazu schon BVerwG, Urteil vom 1. Oktober 1963 - IV C 9/63 -, NJW 1964, 1151 [1152]).
  • VG Berlin, 04.06.1997 - 10 A 88.97  

    Baumischabfall: Recycling durch Privatunternehmen zulässig?

  • BVerwG, 15.03.1968 - IV C 5.67  
  • VG Augsburg, 19.02.2013 - Au 3 K 12.1265  

    Vorläufig gesichertes Überschwemmungsgebiet; Klagebefugnis der Gemeinde

  • BVerwG, 01.03.1967 - IV C 74.66  

    Berücksichtigung einer Klageänderung im Revisionsverfahren zur Feststellung des

  • BVerwG, 21.03.1974 - VII B 97.73  

    Klage eines Landkreises gegen seine Auflösung durch Rechtsverordnung der

  • VG Köln, 08.07.2011 - 18 K 191/11  

    Anforderungen an die Feststellung der Nichtwidmung einer Gemeindestraße mit der

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 01.10.1999 - 4 K 26/99  

    Überprüfbarkeit einer Bäder- und Fremdenverkehrsregelung in einem

  • VGH Hessen, 14.09.1995 - 5 UE 3330/94  

    Wasserschutzgebietsfestsetzung ist keine gebührenpflichtige Amtshandlung -

  • BGH, 04.12.1964 - 4 StR 307/64  
  • VG Hamburg, 30.04.2015 - 10 E 2183/15  

    Ablehnung eines Eilantrags auf weitere Speicherung von Daten entgegen der

  • BVerwG, 23.08.1974 - IV C 10.72  

    Rechtsform einer Anordnung von Gebietsfestlegungen - Erledigungserklärungen auf

  • BVerwG, 20.03.1970 - IV B 182.69  

    Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Bekanntmachung als

  • VG Augsburg, 22.11.2017 - Au 6 K 16.1470  

    Erhebung und Vorauszahlung des Fremdenverkehrsbeitrags

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 01.10.1999 - 4 X 26/99  

    Rechtsvorschrift, Allgemeinverfügung, Normenkontrollfähigkeit, Klageart,

  • BVerwG, 30.01.1965 - II B 1.64  
  • OLG Bamberg, 10.04.1970 - 3 U 129/69  

    Entschädigung wegen der Einrichtung des Wasserschutzgebietes Brunn; Zuständigkeit

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