Rechtsprechung
   BGH, 01.04.1992 - IV ZR 154/91   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Bestimmung der Maklertätigkeit oder Tätigkeit als Handelsvertreter bei einer wirtschaftlichen Verflechtung - Einordnung als Handelsvertreter bei geringer Anzahl der für den Konkurrenten vermittelten Geschäfte - Stellung einer potentiellen Käufers und Förderung des Kaufvertrages als typische Maklertätigkeit - Vertragsabschluss zwischen dem Auftraggeber und einem Dritten führen nicht aber zum Vertragsabschluss mit oder durch den Makler als Maklertätigkeit

  • zimmermann-notar-rostock.de PDF

    Differenzierung zwischen Maklertätigkeit und Handelsvertretertätigkeit

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • NJW 1992, 2818
  • MDR 1992, 562
  • VersR 1992, 869
  • WM 1992, 1193
  • BB 1992, 2178
  • DB 1992, 1720



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Wird zitiert von ... (36)  

  • BGH, 19.02.2009 - III ZR 91/08  

    Voraussetzungen einer sog. echten Verflechtung zwischen einem Makler und einer

    In der Rechtsprechung ist seit langem anerkannt, dass es an dieser Voraussetzung fehlt, wenn der Hauptvertrag mit einer Person zustande kommt, mit der der Makler gesellschaftsrechtlich oder auf sonstige Weise verflochten ist, so z.B., wenn der Makler an der Vertragsgegnerin des vermittelten oder nachgewiesenen Geschäfts wesentlich beteiligt ist oder sie beherrscht (sog. echte Verflechtung - vgl. Senat BGHZ 138, 170, 174 ; Senatsurteil vom 26. März 1998 - III ZR 206/97 - NJW-RR 1998, 992, 993; BGH, Urteil vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91 - NJW 1992, 2818, 2819; Roth, in: Münch-KommBGB, 5. Aufl. 2009, § 652, Rn. 118 f; Schwerdtner/Hamm, Maklerrecht, 5. Aufl. 2008, Rn. 643 ff).

    Die Interessenbildung auf Seiten des als Makler Auftretenden muss vielmehr so institutionalisiert sein, d.h. durch Übernahme einer tendenziell dauerhaften Funktion verfestigt sein, dass sie ihn, unabhängig von seinem Verhalten im Einzelfall, als ungeeignet für die dem gesetzlichen Leitbild entsprechende Tätigkeit des Maklers erscheinen lässt (vgl. Senat BGHZ aaO, S. 174; BGH, Urteil vom 1. April 1992 aaO).

  • BGH, 12.03.2015 - VII ZR 336/13  

    Provisionsanspruch des Handelsvertreters: Teilnichtigkeit einer vertraglichen

    Hierzu genügt nicht, dass der Handelsvertreter nach der Vereinbarung mit dem Unternehmer für diesen nicht nur einmal, sondern immer wieder Geschäfte vermittelt; vielmehr muss er nach dieser Vereinbarung dazu verpflichtet sein, sich ständig um Geschäfte zu bemühen: nicht der Umstand, dass Geschäftsbeziehungen von längerer Dauer bestehen, sondern die beiderseitige, auf Dauer berechnete Bindung ist entscheidend (vgl. BGH, Urteile vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91, NJW 1992, 2818, 2819; vom 12. November 1986 - I ZR 107/84, MDR 1987, 375; vom 4. Dezember 1981 - I ZR 200/79, MDR 1982, 545, 546; vom 18. November 1971 - VII ZR 102/70, MDR 1972, 230 m.w.N.).

    Die ständige Betrauung im Sinne des § 84 Abs. 1 Satz 1 HGB erfordert im Übrigen nicht, dass das Vertragsverhältnis langfristig oder auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wird (vgl. BGH, Urteil vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91, NJW 1992, 2818, 2819).

  • BGH, 12.03.1998 - III ZR 14/97  

    Anspruch des Maklers aus dem Grundstückskaufvertrag; Einwand der Verflechtung des

    a) In der Rechtsprechung ist seit langem anerkannt, daß dem Makler kein Vergütungsanspruch zusteht, wenn durch seine Tätigkeit ein Hauptvertrag mit einer Person zustande kommt, mit der er, der Makler, gesellschaftsrechtlich oder auf andere Weise "verflochten" ist (Dehner, NJW 1991, 3254, 3259; vgl. auch BGH, Urteil vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91 = BGHR BGB § 652 Abs. 1 Verflechtung 5 m.w.N. = NJW 1992, 2818).

    Andererseits ist bei der unechten Verflechtung die Verbindung des Maklers mit der Gegenseite derart, daß sich der Makler in einem "institutionalisierten Interessenkonflikt" befindet, der ihn zur sachgerechten Wahrnehmung der Interessen seines Auftraggebers ungeeignet erscheinen läßt (Dehner aaO; BGH, Urteil vom 1. April 1992 aaO).

    d) Insbesondere läßt sich der in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entwickelte Grundsatz, daß ein Handelsvertreter nicht zugleich für den geworbenen Kunden als Makler tätig werden und für das vermittelte Geschäft Provision verlangen kann (BGH, Urteil vom 23. November 1973 - IV ZR 34/73 = NJW 1974, 137; Urteil vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91 NJW 1992, 2818), nicht auf den vorliegenden Fall übertragen.

  • BGH, 26.03.1998 - III ZR 206/97  

    Verflechtung des Maklers mit dem Verkäufer bei Vorliegen einer Abschlußvollmacht

    In der Rechtsprechung ist allerdings anerkannt, daß dem Makler kein Vergütungsanspruch zusteht, wenn durch seine Tätigkeit ein Hauptvertrag mit einer Person zustande kommt, mit der er, der Makler, "verflochten" ist (vgl. etwa BGH, Urteil vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91 - NJW 1992, 2818; Senatsurteil vom 12. März 1998 - III ZR 14/97 - für BGHZ bestimmt).
  • OLG Düsseldorf, 27.05.2016 - 16 U 187/14  

    Abgrenzung von Handelsmakler und Handelsvertreter; Pflicht zur Nachbearbeitung

    Ständig meint eine auf Dauer angelegte Bindung, die mehr ist als eine bloß langfristige Geschäftsbeziehung (BGH, Urteil vom 01.04.1992, IV ZR 154/91, NJW 1992, 2818, 2819).

    Im Übrigen sind für die Abgrenzung alle Umstände des Einzelfalles heranzuziehen (BGH, Urteil vom 01.04.1992, IV ZR 154/91, NJW 1992, 2818, 2819).

  • BGH, 05.10.2000 - III ZR 240/99  

    Maklertätigkeit des Testamentsvollstreckers

    Dabei setzt eine Maklertätigkeit im Sinne dieser Vorschrift voraus, daß der vom Auftraggeber des Maklers angestrebte Vertrag zwischen dem Auftraggeber und einem Dritten, nicht aber zwischen dem Auftraggeber und dem Makler geschlossen wird (vgl. BGH, Urteil vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91 - NJW 1992, 2818, 2819).
  • BGH, 01.03.2012 - III ZR 213/11  

    Provisionsanspruch des Versicherungsmaklers: "Unechte Verflechtung" zwischen dem

    Die Interessenbindung auf Seiten des als Makler Auftretenden muss vielmehr so institutionalisiert sein, das heißt durch Übernahme einer tendenziell dauerhaften Funktion gefestigt sein, dass sie ihn - unabhängig von seinem Verhalten im Einzelfall - als ungeeignet für die dem gesetzlichen Leitbild entsprechende Tätigkeit des Maklers erscheinen lässt (vgl. z.B. BGH, Senatsurteile vom 19. Februar 2009 - III ZR 91/08, NJW 2009, 1809, Rn. 9, 12, und vom 12. März 1998 - III ZR 14/97, BGHZ 138, 170, 174; Urteil vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91, NJW 1992, 2818, 2819; Staudinger/Reuter, BGB, Neubearb. 2010, § 652, Rn. 149 f; Ibold, Maklerrecht, 2. Aufl. 2009, Rn. 112; Schwerdtner/Hamm, Maklerrecht, 6. Aufl. 2012, Rn. 654 f; MünchKommBGB/Roth, BGB, 5. Aufl. 2009, § 652, Rn. 121).

    Denn der Handelsvertreter ist aufgrund seines Vertrags mit dem Unternehmen verpflichtet, die Interessen des Unternehmers wahrzunehmen, und kann deshalb nicht so, wie es ein Makler müsste, die Interessen des Kunden wahren (Urteil vom 1. April 1992 aaO; vgl. auch Staub/Thiessen, HGB, 5. Aufl. 2008, § 93, Rn. 116; Heidel/Schall/Thomale, HGB, § 93 Rn. 27).

  • OLG Düsseldorf, 22.12.2011 - 16 U 133/10  

    Abgrenzung von Handelsmakler und -vertreter

    Ständig meint eine auf Dauer angelegte Bindung, die mehr ist als eine bloß langfristige Geschäftsbeziehung (BGH, Urteil v. 1.4.1992 - IV ZR 154/91, NJW 1992, 2818, 2819).

    Im Übrigen sind für die Abgrenzung alle Umstände des Einzelfalles heranzuziehen (BGH, Urteil v. 1.4.1992 - IV ZR 154/91, NJW 1992, 2818, 2819).

  • OLG Koblenz, 03.03.2000 - 10 U 1096/99  

    Anspruch auf Maklerprovision

    Von einer solchen Situation ist auszugehen, wenn der "Makler" nicht als neutraler Mittler zwischen den Interessen der Vertragsparteien handelte, weil er ausschließlich für die Verkäuferseite die Verhandlungen über den Kaufpreis geführt und den Notartermin als vollmachtloser Vertreter für diese wahrgenommen hat(im Anschluß an BGH Urteile vom 22.3.1978 - IV ZR 175/76 - WM 1978, 711; vom 24.4.1985 - IVa ZR 211/83 - NJW 1985, 2473; vom 23.11.1973 - IV ZR 34/73 - NJW 1974, 137; vom 1.4.1992 - IV ZR 154/91 - NJW 1992, 2818; vom 11.11.1999 - III ZR 160/98 - VersR 2000, 182, 183).

    Ist der Makler selbst Partner des abgeschlossenen Vertrages (sog. Selbsteintritt des Maklers) liegen die Voraussetzungen nicht vor (BGH Urteile vom 12.5.1971 - IV ZR 82/70 - NJW 1971, 1839; vom 25.5.1973 - IV ZR 16/72 - NJW 1973, 1649; vom 17.5.1974 - IV ZR 4/73 - WM 1974, 783; vom 1.4.1992 - IV ZR 154/91 - MDR 1992, 562; vgl. auch OLG Koblenz Urteil vom 22.1.1999 - 10 U 1334/97 - NJW-RR 1999, 1000; Staudinger/Reuter, BGB Komm., 13. Auflage 1995, §§ 652, 653 Rn. 128; Schwerdtner, Maklerrecht, 1987, Rn. 220; Glaser/Warncke, Das Maklerrecht in der Praxis, 7. Auflage 1982, Rn.439; RGRK/Dehner, BGB Komm., 12. Auflage 1978, § 652 Rn. 10).

    Auch für den Handelsvertreter gilt, daß er für den geworbenen Kunden nicht zugleich als Makler tätig werden und für das vermittelte Geschäft Provision verlangen kann (BGH Urteile vom 23.11.1973 - IV ZR 34/73 - NJW 1974, 137; vom 24.4.1985 - IV a ZR 211/83 - NJW 1985, 2473; vom 1.4.1992 - IV ZR 154/91 - NJW 1992, 2818 (2819) = MDR 1992, 562).

    Die jüngere Rechtsprechung des BGH stellt darauf ab, ob ein institutionalisierter, d.h. losgelöst von den Besonderheiten des Einzelfalls bestehender Interessenkonflikt gegeben ist (BGK Urteil 1.4.1992 - IV ZR 154/91 - NJW 1992, 2818 (2819 f.); BGHZ 112, 240 (242).

    Ein solcher liegt vor, wenn der Makler" aufgrund seiner Vertragsbindungen zu einem Unternehmen verpflichtet ist, dessen Interessen zum Nachteil des Auftraggebers/Kunden wahrzunehmen (BGH Urteil 1.4.1992, aaO).

  • BGH, 30.11.1995 - III ZR 240/94  

    Prüfung der Zulässigkeit der Berufung in der Revisionsinstanz; Versteigerung

    Dabei bedarf es keiner Entscheidung, ob der für das Maklerrecht geltende Grundsatz, daß der Geschäftsführer einer GmbH, dem der Verkauf von Grundstücken, die dieser Gesellschaft gehören, übertragen ist, bei seinen Verkaufsbemühungen keine Maklerdienste für den Käufer leisten kann (BGH, Urteil vom 16. April 1975 - IV ZR 21/74 = NJW 1975, 1215; vgl. auch BGH, Urteil vom 1. April 1992 - IV ZR 154/91 = BGHR BGB § 652 Abs. 1 Verflechtung 5 mit zahlreichen weiteren Nachweisen), unmittelbar für das hier zu beurteilende Rechtsverhältnis zwischen dem Auktionator Z. und dem Kläger gilt.
  • BGH, 24.06.1997 - XI ZR 178/96  

    Schadensersatzpflicht einer Bank im Rahmen der Verwertung eines Grundstücks;

  • OLG Hamburg, 27.10.2011 - 14 U 78/11  

    Führt unechte Verflechtung zum Provisionsausfall des Maklers?

  • OLG Hamm, 19.03.2009 - 18 U 137/08  

    Zulässigkeit eines Teilurteils über die Klage ohne Entscheidung über die

  • OLG Düsseldorf, 28.03.2003 - 16 U 139/02  

    Anwendbarkeit Deutschen Rechts auf einen mit einem ausländischen Unternehmen

  • OLG Frankfurt, 29.09.2015 - 5 U 43/15  

    Klage eines Besucherrings auf Ausgleichszahlungen wegen Kartenvermittlungen für

  • LAG Düsseldorf, 17.08.2010 - 17 Sa 1717/08  

    Handelsvertreterprovision bei Vermittlung von Immobilien aufgrund

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.01.2000 - 4 A 4976/97  

    Gewerberecht: Erforderlichkeit einer Maklererlaubnis für einen Handelsvertreter

  • LSG Sachsen, 16.10.2008 - L 3 AL 224/07  

    Anspruch auf Vermittlungsvergütung bei Vermittlung durch Dritte, unechte

  • LG Bonn, 27.05.2011 - 3 O 71/11  

    Bank hat einen Anspruch auf Erstattung der Auslagen für einen von ihr im Rahmen

  • OLG Frankfurt, 14.03.2003 - 19 U 205/02  

    Maklerlohnanspruch: Einwand der unechten Verflechtung des Maklers mit der

  • OLG Hamm, 25.10.2010 - 18 U 69/10  

    Geltendmachung von Ansprüchen eines Maklers im Urkundenprozess; Pflichten des

  • BGH, 04.12.1998 - V ZR 373/97  

    Sittenwidrige Schädigung durch Vereitelung eines Vorkaufsrechts; Voraussetzungen

  • LG Dortmund, 15.02.2008 - 3 O 170/05  
  • LG Dortmund, 15.12.2006 - 3 O 159/05  

    Badenia, CIC und unerlaubter Handlung, Vorprozess, Klage rechtzeitig, Zahlung

  • LG Dortmund, 15.12.2006 - 3 O 799/04  

    Badenia, CIC und unerlaubte Handlung

  • OLG Hamburg, 28.10.2005 - 11 U 169/04  

    Agenturvertrag über die Vermittlung von Aufträgen für einen Fotografen:

  • OLG München, 21.01.2010 - 23 U 4124/09  

    Handelsvertretervertrag: Nachweis eines konkludenten Vertragsschlusses und

  • LG Dortmund, 30.03.2007 - 3 O 889/04  

    Rechtliche Ausgestaltung eines erleichterten Berufens von Anlegern auf einen die

  • LG Dortmund, 15.12.2006 - 3 O 149/05  

    Badenia, CIC, Zahlung

  • LG Dortmund, 15.12.2006 - 3 O 180/05  

    Badenia Haustürwiderruf Rückgewähr

  • OLG Köln, 22.06.2004 - 9 U 193/03  

    Zahlungsanspruche aus einem Maklervertrag; Verflechtungsrechtsprechung in Bezug

  • OLG Brandenburg, 14.11.2001 - 13 U 54/99  

    Werklohnanspruch bei noch nicht fertiggestelltem Werk infolge eines nicht

  • OLG Frankfurt, 16.03.2001 - 19 U 218/00  

    Voraussetzungen für die Zulassung einer Berufung; Anforderungen an die Darlegung

  • OLG Brandenburg, 09.02.1995 - 5 U 78/94  

    Konkludenter Abschluss eines Maklervertrages mit dem Gegenstand einer Nachweis-

  • LG Magdeburg, 26.02.2013 - 11 O 679/12  

    Dienstvertragsrecht: Schadensersatz wegen fehlerhafter Planungs- und

  • OLG Brandenburg, 13.05.1998 - 1 U 1/98  

    Vereinbarung eines Reservierungsauftrages; Rechtsgrundlose Zahlung eines

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